- Der (Auslands-)Tierschutz und die Frühkastration Beitrag #1
Kompassqualle
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Hallo zusammen,
wie ja sicher einige von euch schon gelesen haben ist mein geliebter Ringo letzten Monat mit 14 Jahren gestorben. Da ein Leben ohne Hund für mich auf lange Sicht nicht in Frage kommt beschäftige ich mich bereits mit der Frage woher Ringos Nachfolgerin einmal herkommen soll.
Im Grund kommt für mich eigentlich nur wieder ein Mischling aus dem Tierschutz in Frage, auch einer aus dem Ausland (Ringo kam z.B. auch aus Griechenland).
Nun habe ich mich schonmal ein wenig umgesehen auf verschiedenen Seiten und muss gestehen, da gibt es doch eine Sache die mir irgendwie ein schlechtes Gefühl macht und das sind die im Tierschutz offenbar immer weiter verbreiteten Frühkastrationen.
Mir ist schon klar, dass gerade für den Auslandstierschutz manchmal andere Gesetze gelten, aber nicht selten habe ich jetzt auf den Seiten gesehen, dass selbst Welpen unterhalb von 6 Monaten nur kastriert abgegeben werden.
Nun sind derartige Frühkastrationen aber durchaus ein kontroverses Thema, in den USA sind sie beliebt, wegen der damit verbundene Neotenie (der Kindbleibung), die Hunde sind anhänglicher, unterwürfiger, verspielter und zeigen auch anderen Hunden gegenüber nur ein welpenhaft-verträgliches Sozialverhalten.
Das bedeutet aber im Umkehrschluss auch, dass der Hund geistig nicht erwachsen wird, dass er sich bei anderen Hunden nicht durchsetzen kann und häufiger gemobbt wird, bei Hündinnen können sich Angst- und Unsicherheitsprobleme verstärken. Manchmal heißt es auch die geistigen Fähigkeiten würden darunter leiden (Arbeitshunde z.B. zur Blindenführung oder Polizeieinsatz werden grundsätzlich nicht frühkastriert, da sie dann weniger leistungsfähig sind).
Nun bin ich nicht grundsätzlich gegen Kastrationen, aber ich kann nicht verstehen, warum mittlerweile offenbar sogar noch so viele Welpen fix kastriert werden müssen, wenn sie doch sofort danach in ein behütetes Heim in Deutschland kommen. Hier ist von seiten der Tierschützer gut gemeint sicher nicht immer gleich auch gut gemacht. Würde ich so einen Welpen übernehmen und er oder sie entwickelt ein Problem mit Unsicherheiten und Ängstlichkeit, oder wird auf der Hundewiese ein chronisches Mobbingopfer, so würde ich mich wohl für immer fragen, ob nicht die Frühkastration dafür verantwortlich ist und ich damit dann auch mit schuld bin an dem Leid des Hundes, da ich durch die Übernahme ja die Praxis der Frühkastration billigend in Kauf genommen habe.
Was also tun? Für mich kommt nur ein jüngerer Hund in Frage (bis maximal drei Jahre), am liebsten eine Hündin, aber es scheint ziemlich schwer zu sein eine junge Hündin im Tierschutz zu finden, die nicht frühkastriert wurde.
Wie seht ihr das, oder habt ihr dahingehend Erfahrungen? Wie steht ihr zur Frühkastration im Tierschutz und wäre es für euch ein Kriterium dass ihr vor der Übernahme überdenkt, oder wäre es euch egal ob euer Welpe vor der Reise zu euch noch kastriert wird oder eben nicht?
wie ja sicher einige von euch schon gelesen haben ist mein geliebter Ringo letzten Monat mit 14 Jahren gestorben. Da ein Leben ohne Hund für mich auf lange Sicht nicht in Frage kommt beschäftige ich mich bereits mit der Frage woher Ringos Nachfolgerin einmal herkommen soll.
Im Grund kommt für mich eigentlich nur wieder ein Mischling aus dem Tierschutz in Frage, auch einer aus dem Ausland (Ringo kam z.B. auch aus Griechenland).
Nun habe ich mich schonmal ein wenig umgesehen auf verschiedenen Seiten und muss gestehen, da gibt es doch eine Sache die mir irgendwie ein schlechtes Gefühl macht und das sind die im Tierschutz offenbar immer weiter verbreiteten Frühkastrationen.
Mir ist schon klar, dass gerade für den Auslandstierschutz manchmal andere Gesetze gelten, aber nicht selten habe ich jetzt auf den Seiten gesehen, dass selbst Welpen unterhalb von 6 Monaten nur kastriert abgegeben werden.
Nun sind derartige Frühkastrationen aber durchaus ein kontroverses Thema, in den USA sind sie beliebt, wegen der damit verbundene Neotenie (der Kindbleibung), die Hunde sind anhänglicher, unterwürfiger, verspielter und zeigen auch anderen Hunden gegenüber nur ein welpenhaft-verträgliches Sozialverhalten.
Das bedeutet aber im Umkehrschluss auch, dass der Hund geistig nicht erwachsen wird, dass er sich bei anderen Hunden nicht durchsetzen kann und häufiger gemobbt wird, bei Hündinnen können sich Angst- und Unsicherheitsprobleme verstärken. Manchmal heißt es auch die geistigen Fähigkeiten würden darunter leiden (Arbeitshunde z.B. zur Blindenführung oder Polizeieinsatz werden grundsätzlich nicht frühkastriert, da sie dann weniger leistungsfähig sind).
Nun bin ich nicht grundsätzlich gegen Kastrationen, aber ich kann nicht verstehen, warum mittlerweile offenbar sogar noch so viele Welpen fix kastriert werden müssen, wenn sie doch sofort danach in ein behütetes Heim in Deutschland kommen. Hier ist von seiten der Tierschützer gut gemeint sicher nicht immer gleich auch gut gemacht. Würde ich so einen Welpen übernehmen und er oder sie entwickelt ein Problem mit Unsicherheiten und Ängstlichkeit, oder wird auf der Hundewiese ein chronisches Mobbingopfer, so würde ich mich wohl für immer fragen, ob nicht die Frühkastration dafür verantwortlich ist und ich damit dann auch mit schuld bin an dem Leid des Hundes, da ich durch die Übernahme ja die Praxis der Frühkastration billigend in Kauf genommen habe.
Was also tun? Für mich kommt nur ein jüngerer Hund in Frage (bis maximal drei Jahre), am liebsten eine Hündin, aber es scheint ziemlich schwer zu sein eine junge Hündin im Tierschutz zu finden, die nicht frühkastriert wurde.
Wie seht ihr das, oder habt ihr dahingehend Erfahrungen? Wie steht ihr zur Frühkastration im Tierschutz und wäre es für euch ein Kriterium dass ihr vor der Übernahme überdenkt, oder wäre es euch egal ob euer Welpe vor der Reise zu euch noch kastriert wird oder eben nicht?