Vergesellschaftung dreier Katzen

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Roxy2016

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Hallo ihr Lieben,

kurz zu uns. Mein Freund, ich und unser Baby wohnen in einer ca. 80 qm großen Wohnung. Wir haben zwei BengalKatzen, welche zusammen aufgewachsen sind und sich eigentlich immer sehr gut vertragen haben.
Nun ist es so gekommen (bitte umkommentiert lassen, wieso ich eine dritte Katze in ein funktionierendes Gespann geholt habe {es war mein ätzendes Mitleid}), dass mir auf Arbeit eine Fundkatze untergekommen ist, die völlig zerrupft und abgemagert war.
Klingt vielleicht bescheuert, aber irgendwie hatten wir gleich eine besondere Bindung. Hat sich von keinem anderen anfassen oder füttern lassen lassen als von mir. Ist nur in meinem Beisein aufs Klo gegangen. Die Katze (Roxy) ging über den Tierfang ins Tierheim. Ich meldete ich gleich an, dass ich Interesse an der Katze habe (und nachdem sie ärztlich behandelt wurde, kam sie zu uns).

Ich nahm fälschlicherweise an, dass meine beiden Katzen so gut sozialisiert sind, dass es kaum Probleme mit Roxy geben würde.
Ninja, falsch gedacht. Unsere erste Zusammenführung ging gründlich in die Hose.
Roxy nur einen Tag im Badezimmer ankommen lassen, Tür aufgemacht und dann ging das Geschrei los. Dann hatten wir eine Schrankkatze, die da auch nicht mehr runtergekommen ist.

Wir nochmal alles auf Anfang. Gittertür (9 Monate lang), Tierpsychologin, spielen, Klickern, Feliway, Zylkene...
Während die Gittertür drin war, haben die beiden alteingesessenen angefangen zu markieren.
Phoebe (Rockzipfelkatze, Chefkatze) hat markiert, weil sie zu mir wollte. Verständlich. 6 Jahre lang war sie überall dabei und hat jede Nacht bei mir im Bettchen geschlafen. Auf einmal war das vorbei.
Ayla ist unsauber geworden, weil sie Angst um ihren Rang hat.
Achso, Roxy wurde vom Tierheim anhand der Zähne auf ca 4 Jahre geschätzt. Unsere beiden sind 6.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Roxy jünger ist. Wir haben im Nachhinein ihre Zähnchen machen lasse (ziehen), weil sie entzündet waren und raus mussten. Vielleicht war das ein Grund für ihr Verhalten, dachten wir.

Lange Rede, gar kein Sinn. Die strikte Trennung mit der Gittertür hat Roxy sichtlich entspannt. Sie ist endlich bei uns angekommen und liebt uns beiden Dosis total.
Die anderen fanden die Situation wie gesagt total doof und haben angefangen alles vollzupuschen.#

Als dann unser Baby da war, wurde es mir zuviel. Phoebe hat die ganze Nacht geschrien, weil sie eben zu mir wollte. Damit sie das Baby nicht ständig weckt, haben wir beschlossen es nun noch einmal zu versuchen und die Gittertür zu entfernen.
Ins Schlafzimmer durfte keine Katze mehr.
Phoebe hat fast augenblicklich aufgehört zu markieren. Sie macht es nur noch ganz selten, vermutlich weil der Drang ins Schlafzimmer zu mir zu dürfen, dann besonders groß ist. Aber damit können wir leben, schließlich haben wir 10 Liter Biodor :D

Ayla hat auch gleich etwas weniger gepullert, tut es aber dennoch. Was wir nicht ganz verstehen ist, dass sie alle neuen Sachen sofort anpinseln möchte (Wickelunterlage, Spielebogen etc.) Das sind alle nagelneue Dinge, mit denen Roxy niemals in Berührung gekommen ist. Ein getragenes T-Shirt kann man auch nicht liegen lassen. Da wird auch sofort rauf gepinkelt. Mittlerweile pullert sie auch in Badewanne und Waschbecken. (Das ist nicht so schlimm)

Roxy lebt nun seit die Tür auf ist (ca. 2-3 Wochen) in ihrem Kratzbaum (haben eine 180 m hohe Kratztonne, Hotel de Chats)
Die anderen beiden haben selbstverständlich auch noch einen 180 m hohen Kratzbaum, zwei Kratztonnen und super viele Liegeflächen auf Schränken etc.
Roxy fühlt sich sicher in ihrer Kratztonne. Das zeigt wie entspannt sie da drin liegt (auf dem Rücken, alle viere von sich gestreckt).Wenn wir sie anfassen, fängt sie sofort an wie wild zu schnurren. Wenn es Leckerlies gibt, kommt sie sofort angerannt und setzt sich bis auf 10 cm (!) abstand zu den anderen Katzen. In diesen Momenten interessieren die sich alle nicht füreinander. Ab und zu war auch mal Po schnuppern drin. (Für tolles Verhalten gibts auch was Feines und viel Lob)
Aber wehe die Leckerlies sind alle.
Dann ist es Aylas Lieblingsbeschäftigung auf Roxy loszugehen. Diese kreischt dann ganz fürchterlich (macht sie aber auch, wenn die anderen Katzen nur in ihre Nähe kommen um zu gucken. Verletzungen gab es bis auf ein paar Fellbüschel und MINI Kratzer auf der Nase keine. Wenn Ayla wieder stänkert, gibts Wasser aus der Wasserspritze.
Phoebe greift ganz selten an. Sie läuft oft auch an Roxy vorbei ohne sie eines Blickes zu würdigen. In Phoebies Gegenwart ist Roxy auch nicht so angespannt und frisst zb auch einfach weiter. Das ist bei Ayla nur möglich, wenn ich daneben sitze. Da trauen die sich nicht anzugreifen.
Nur auf die Toilette darf Roxy nicht in Ruhe. Das ist ihr untersagt. Da kommt auch Phoebe. Also gibt es zweimal am Tag Klobegleitung von mir.

Wenn die beiden alten Mittagsschlaf machen, läuft Roxy durch die Wohnung. Manchmal beobachtet Ayla sie sogar aus ihrem Körbchen vom Schrank bis zu 5 Min. Wahrscheinlich ist sie in diesen Momenten zu faul aufzustehen. Roxy rennt mittlerweile auch schon manchmal an die Wohnungstür um uns zu begrüßen. Sie macht also kleine Fortschritte, weshalb ein abgeben für uns nicht in Frage kommt.

Soooo, nun zu meiner eigentlichen Frage. :D

Wir ziehen nächstes Jahr in unser 220 qm großes Haus. Zwei Etagen. Also eigentlich genug Platz um sich aus dem Weg zu gehen. Momentan haben wir drei XXL Klos, ich weiß, besser wären vier. Hatten wir vorher, aber eins blieb eh immer ungenutzt. Die gehen eh alle nur noch auf das wo Roxy auch rauf geht.. Wird dadurch mehrmals am Tag gereinigt. Fressplätze gibt es auch drei, wobei Fressen nicht SO das Problem ist. Wenn sie Hunger hat, geht sie schon.
Hatte hier irgendjemand eine ähnliche Situation? Also ist von Mietwohnung in ein Haus gezogen und dann hat sich das gebessert?
Wie stellt man das am besten an? Alle in einen Raum werfen, weil da ja alle unsicher sind? Dort stelle ich von mir aus 10 Klos auf, mir egal.

Gibt es noch irgendetwas was wir hier versuchen könnten?
Jetzt liegen auch alle keine 2 Meter voneinander entfernt. Roxy unterm Tisch, Phoebe auf dem Schrank und Ayla auf der Couch (würde nicht ausschließen, dass sie nur wartet bis Roxy vor kommt). Alle dösen aber friedlich vor sich hin.

Ich bin über jeden hilfreiche Kommentar dankbar.

Es ist alles ein bisschen durcheinander geschrieben und vermutlich auch mit kleinen Autokorrektur Fehlern. Aber ich habe jetzt keine Zeit das noch einmal durchzulesen, da mein Baby wach geworden ist.

Hoffnungsvolle Grüße von mir und meinen Rabauken :angel:
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #2
Hallo herzlich willkommen hier im Forum!

Grundsätzlich sollte der erste Gang bei Unsauberkeit immer zum TA sein, um eine gesundheitliche Ursache auszuschließen. Gerade der Stress einer Zusammenführung kann schon mal zu einer Blasenentzündung führen, da sollte unbedingt auch der Urin untersucht werden.

Wie alt waren die beiden Bengalen als sie kastriert worden sind? War der Neuzugang schon kastriert, wenn nicht wie lange vor dem Einzug wurde sie kastriert? Handelt es sich wirklich um markieren, also mit erhobenen Schwanz (zittert meist währenddessen) horizontale Spritzer gegen Wand, Sofa, Türpfosten oder ähnliches oder doch eher hinsetzen und Pfützen hinterlassen?

Ich gehe mal davon aus, dass davor die beiden Katzen immer ohne Ausnahme zuverlässig stubenrein waren und ihr weder die Art der Klos, das Streu noch den Reiniger gewechselt habt?

Wie oft und wie lange beschäftigt ihr euch täglich mit ihnen? Versucht so viel positive Erlebnisse wie möglich in Anwesenheit der anderen zu schaffen, Leckerlis, Streichel- und Spieleinheiten immer dann wenn gerade friedlich alle in einem Raum sind. Die Futtermenge mal eine zeitlang erhöhen und für ganz viel Bewegung sorgen, satte und müde gespielte Katzen sind auch weniger streitlustig.


So ein Umzug ist immer eine Chance, weil das Revier für alle Katzen gleich fremd ist und es noch keine Besitzansprüche gibt. Ich würde im neuen Haus Feliway-Stecker anbringen, mehrere Katzenklos aufstellen in verschiedenen Räumen und Etagen je nach dem, ganz viele Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten schaffen und von Anfang an sind alle Räume auf wo Katzen rein dürfen und alle Türen konsequent zu, wo sie nicht rein sollen. Ich würde dann alle drei zeitgleich in dem Raum wo sich die Katzen auch später am meisten voraussichtlich aufhalten werden bzw. sollen loslassen.
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #3
Hallöchen :)

Ja beim Tierarzt waren wir mit allen dreien. Da wurde festgestellt, dass Roxy die kaputten Zähne hat. Die älteren hab ich gleich mit der ersten Drolligkeit kastrieren lassen. Roxy soll laut den Ärzten kastriert sein, da sie eine Narbe am Bauch hat. Wann genau, wissen wir nicht, kam ja von der Straße. Wir vermuten, dass sie ausgesetzt wurde und wahrscheinlich nicht unbedingt sozialisiert ist. Menschen mag sie jedoch sehr.
Phoebe markiert definitiv (zitternder Schwanz, Arsch nach oben) Macht sie fast nur noch IM Klo, wenn Roxy gerade war.
Ayla hockt sich hin. Geht aber ab trotzdem noch aufs Katzenklo. Also schließe ich eine Blasenentzündung aus.
Meine damalige Katze hatte eine Blasenentzündung hat und immer Urin verloren die Arme. Ayla guckt mich an und hockt sich hin. Wenn ich sie anspritze oder NEIN sage, geht sie auch brav aufs Klo danach. Vermute Aufmerksamkeit.

Beschäftigen müssten wir uns viel mehr mit den dreien, da hast du recht. Haben wir sehr viel gemacht, bevor das Baby da war. Da hat ganz schön nachgelassen danach.:?

Waren beide absolut sauber, haben NIE irgendwohin gemacht und gehauen haben sie sich auch nicht. Jetzt fliegen auch zwischen den beiden ab und zu die Fetzen, aber nur maximal zweimal die Woche, dann ist wieder gut und sie putzen sich gegenseitig.

Wir hatten zwischenzeitlich das Streu tatsächlich gewechselt, da ging es dann auch mit der Unsauberkeit los. Haben aber wieder zurück gewechselt und dann wurde es etwas weniger. Haben sie uns deutlich gezeigt, dass sie es nicht mochten :D

Ich vermute auch, dass man mit dem Biodor nicht immer jeden Millimeter getroffen hat (Couch zb). Wir riechen das ja nicht, aber die Katzen. Obwohl ich schon die halbe Couch pur damit getränkt habe..

Ja so würde ich es auch machen mit dem neuen Haus. Dann hoffe ich mal, dass sich das das Jahr bis dahin noch ein wenig bessert mit den dreien und die neue Umgebung dann den Rest erledigt :D

danke dir! Du machst mir ein bisschen Mut. Hab keine Lust, dass die das Haus auch vollpinkelnd.. Dann flipp ich aus.. Vor allem bei den Babysachen
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #4
Mit einer Schwarzlichtlampe findest du relativ einfach alle Stellen wo sie hingepinkelt haben.
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #5
Kannst du mir eine empfehlen? wir hatten uns eine bei Amazon gekauft, mit den besten Bewertungen, taugt absolut nichts..
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #6
Kannst du mir eine empfehlen? wir hatten uns eine bei Amazon gekauft, mit den besten Bewertungen, taugt absolut nichts..

Sorry, ich hab es selbst noch nie gebraucht, weiß nur dass es mit UV-Licht geht.
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #7
Ich kann Dir leider auch keine empfehlen, hab´ meine auch von Amazon, steht "LE" drauf... ich hab´ die damals eigentlich mal just for fun zusammen mit diesen "unsichtbar"-Stiften gekauft als Geck für unsere Lesenacht in der Schule, bis ich dann zufällig gemerkt habe, bei Katzenpipi funktioniert das auch :D
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #8
Hallo und willkommen im Forum

Eure Situation tut mir echt leid. Sowohl ihr, die alle eure Katzen gern habt, als auch die Katzen die ganz schön viel durchmachen müssen. :(

Ich kann nur von meiner Situation berichten, ich habe einmal gleichzeitig zwei Katzen aufgenommen die sich nicht vertragen haben. Sie haben sich nie verletzt, aber das Klomobbing und das Gekreische haben auch schon ausgereicht. Ich mochte Beide sehr gerne und es wäre für mich schrecklich gewesen, wenn ich eine der Beiden wieder hätte abgeben müssen. Zumal das Tierheim damals abgelehnt hat, das ich nach einem neuen Besitzer suche, ich hätte sie zurück geben müssen.

Ich bin der Meinung, dass Katzen eigentlich ehrlicher sind, als wir Menschen. Denn das was sie empfinden zeigen oder demonstrieren sie auch dem Gegenüber. Deine Katzen werden vielleicht lernen, dass ein bestimmtes Verhalten von dir bestraft wird, das wird aber nichts daran ändern dass sie dieses Verhalten dann zeigen wenn du nicht reagieren kannst, im Gegenteil bin ich dir Meinung, dass so negative Erfahrungen wie die Wasserspritze den Unmut/ Zorn/ die Ablehnung oder wie auch immer man das benennen mag, gegenüber der gemobbten Katze noch steigern können.

Aber zurück zu meinen streitenden Katzen: Ich habe mir nach wenigen Monaten ein Zeitlimit gesetzt und mir gesagt, dass wenn dieses Klomobbing und die täglichen Streitereien bis Tag X nicht der Vergangenheit angehören, ein Schlußstrich gezogen wird. Und zwar zum Wohl der Katzen die täglich gelitten haben. Die Katzen und ich hatten "Glück" sie wurden ruhiger, sind sich aus dem Weg gegangen und haben sich die Wohnung aufgeteilt. Die Situation war unschön aber erträglich.

Die Zusammenführung meiner jetztigen Katzen verlief besser, auch wenn sich keine feste Freundschaft entwickelt hat. Auch da gab es Tage mit Gekreische und Klomobbing, immer wieder auch Rückschritte, aber eben auch im Lauf des ersten halben Jahres ganz deutliche Fortschritte.

Ich befürchte, das Beste was ihr erreichen könnt ist eine Art Waffenstillstand wie bei meinen ersten Katzen. :? Die Problematik besteht bei euch nun schon seit Monaten. Für mich wäre die aktuelle Situation keine, die ich noch viele Monate bis zum Umzug so weiter laufen lassen würde. Zumal ja ungewiss ist, ob und inwiefern sich die Situation durch den Umzug überhaupt ändert.

Etwas, bei dem ich übrigens innerhalb kurzer Zeit die Reissleine ziehen würde, wäre wenn es zu Verletzungen kommt oder die gemobbte Katze vor Angst unter sich macht.

Ich weiß, das macht jetzt nicht unbedingt Mut. Aber nach neun Monaten in denen alle Beteiligten auf ihre Art und Weise deutlich machen, dass es ihnen nicht gut geht, sollte man sich vielleicht auch mit dem Gedanken befassen, die Katzen aus der Situation zu erlösen?

Ich weiß das Thema Freigang wird kontrovers diskutiert.
Gerade Bengalen gelten als sehr lebhafte, anspruchsvolle Rasse, in ihnen steckt doch mehr Wildkatze als in den Normalos...
Vielleicht würde es für alle Entlastung schaffen, wenn die Türen geöffnet wären? Gerade wenn ich mir vorstelle dass die Wohnung jetzt schon seit Monaten durch die Gittertür geteilt ist, das Schlafzimmer tabu ist und die Zuwendung nachgelassen hat (ist jetzt nicht wertend gemeint). Wo sollen die Katzen denn hin mit ihrer ganzen Energie? Vielleicht ist das auch der Punkt warum sie sich derart im Mobbing auf das schwächste Glied entläd?

Und trotz des ernsten Themas hast du mich übrigens mit deinen gigantischen Kratzbäumen (und dann noch gleich zwei von den Monstern) zum Schmunzeln gebracht. ;)

Ich wünsche euch alles Gute.
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #9
Vielen Dank für deine Mail. Ja ich habe mir auch immer wieder einen Tag X gesetzt. Aber die Gittertür war ja nur zur Beruhigung der Gemüter auf beiden Seiten gedacht. Wirklich geöffnet ist sie nun seit ca zwei Wochen. Und wir sehen ja Fortschritte. Roxy ist heute den ganzen Tag in der Wohnung herum gelaufen. Die anderen Katzen haben das gesehen und geduldet. Ayala hat sie nur ein einziges Mal zum Kratzbaum gejagt, was wirklich wenig ist. (Vielleicht war es denen auch einfach nur zu heiß, keine Ahnung)
Wenig später saßen plötzlich alle zusammen im Flur. Maximal einen Meter voneinander entfernt. Natürlich gab es gleich leckerlies. Streicheleinheiten bekommen die ersten beiden Katzen wesentlich mehr als die neue. Die sollen sich ja nicht vernachlässigt fühlen.. Hach ja, alles nicht so einfach.. Aber ich gebe nicht auf, solange ich Fortschritte dieser Art sehe.
Sollte es auch in ein paar Monaten nicht besser werden ist Plan B Roxy zu einer Schwester zu geben. Ihre Katze ist nach 18 Jahren verstorben. Momentan möchte sie keine neue, da sie nur eine Einraumwohnung hat und das einfach zu klein ist. Sie schaut aber schon nach einer neuen Bleibe und dann ist das durchaus im Gespräch.

Liebe Grüße
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #10
Hallo auch von mir,

mir kommt das alles auch sehr bekannt vor. Ich hatte 11 Jahre lang Kater und Katze (Geschwister), die mein "Dream Team" waren, so toll haben sie sich verstanden. Also sind beide auch total toll sozialisiert - dachte ich. Dann ist der Kater letzten September an Krebs gestorben. Damit meine 12jährige Lilly nicht allein ist - sie ist doch so toll sozialisiert und braucht bestimmt Gesellschaft - hab ich ein damals 3 Jahre altes Katzenpaar (auch wieder Katze und Kater) dazu geholt. In der Theorie die absolut beste Lösung für diese Situation! Ja - zu Anfang waren die beiden neuen nur oben (hab eine Maisonette-Wohnung), und Lilly hat einfach nur Stress gemacht. Der neue Kater ist dann nur nach 2 Wochen bei mir an einem unerkannten Herzfehler gestorben :( - und da hatte ich also die 3jährige Quiekie und die 12jährige Lilly....

Anfangs - ach was sag ich, monatelang! - war es ein Drama! Aber da kann ich mich dann nur Sini anschließen - irgendwann hat man täglich kleine Fortschritte gemerkt. Aber jeden Tag ging es ein klitzekleines bißchen vorwärts. Mal auch einen Schritt zurück, aber prinzipiell eigentlich immer vorwärts. Quiekie hat früher oben gefressen - inzwischen fressen beide in der Küche. Quiekie auf dem Küchentisch, und Lilly unten, aber hey - da sind keine 2 Meter Abstand! Beide sind grad mit mir im Wohnzimmer - Lilly neben mir, Quiekie 1 Meter weiter in der Kratzbaummulde.

Sie werden sicher auch nie beste Freundinnen. Aber sie dulden sich gegenseitig, es gibt kaum mehr Kämpfe (gut, heute wollte Quiekie mal die Lilly vermöbeln - aber hey, nach allem was die eingesteckt hat steht ihr das auch zu :mrgreen:), beide sind sauber und fressen ordentlich.

Was den Umzug angeht: kannst Du die Katzen für den Umzug bei Freunden, Eltern, Geschwistern o.ä. unterbringen, wo sie sich auch aus dem Weg gehen können, also nicht zwanghaft in einem Raum sind? Weil das gäbe garantiert Stress. Evtl. würd ich sogar eine Tierpension dafür in Erwägung ziehen. Und dann, wenn das Haus (mehr oder weniger - ein Haus ist nie fertig ;)) eingeräumt ist, alle gleichzeitig frei lassen und das neue Revier erkunden lassen. Ich glaub ein neues Revier kann da tatsächlich viel verändern!
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #11
Hey Audrey,

auch vielen Dank für deine Antwort.
Ich kann es kaum erwarten ins Haus zu ziehen und zu testen ob das funktioniert. Ihr macht mir ja schon ein wenig Mut.
Aber noch fast ein Jahr :( Hatte denn irgendjemand von euch das Problem mit Klo Mobbing oder Unsauberkeit? Das ist ja das Schlimmste für uns.
Roxy fängt ja schon an zu kreischen, wenn sich die anderen nur nähern. Die machen ja oft gar nichts, aber sie kennt offenbar keine anderen Katzen. Aber wenn wir Leckeres geben, kommt es immer öfter vor, dass sie gegenseitig am Po schnuppern. Das ist doch ein gutes Zeichen oder?

Liebe Grüße
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #12
Klo-Mobbing hatte ich hier zum Glück noch nie - wo stehen denn Deine Klos? Wenn Du sie großzügig an möglichst vielen verschiedenen Orten verteilst, stehen die Chancen doch besser, dass die gemobbte Katze da unbehelligt hinkommt?
(Sorry, der Thread hat inzwischen so viele lange Beiträge, dass ich ihn x-mal lese und mir dennoch ständig wieder was entfällt ;) )

Was die Vergesellschaftung betrifft - da kann ich auch ein Lied von singen (hab´ ich hier im Forum auch schon ausgiebigst getan ;) )
Du hast ja schon ordentlich Geduld bewiesen - ich kann nur sagen: Halte durch!
Zu unseren beiden Kleinen Audrey und John-Boy zogen nach einem Jahr zwei etwas ältere Tierheimkatzen, Dinah und Poldi...
Nun entpuppte die Dinah sich als extrem katzenunverträglich (obwohl sie laut Tierheim mit Poldi zusammen ausgesetzt worden war und daher auch nur mit ihm zusammen vermittelt wurde...) - die hat hier rumgezickt, alle anderen Katzen angefaucht vom Feinsten... Die beiden Kleinen hat sie dann irgendwann in Ruhe gelassen, Feindbild war dann hauptsächlich noch der Poldi - ein grundgütiger Kater, der ihr nie auch nur irgendwas getan hat...
Dann zog ein weiteres Jahr später noch Tierheimkätzchen Jule ein - das war der Dinah dann mittlerweile relativ egal, zumal die Jule auch extrem schüchtern war und sich nach langer Eingewöhnungszeit hauptsächlich mit den beiden Kleinen beschäftigt und angefreundet hat.
Und dann starb unser Freund und wir nahmen Seniorkatze Netty auf.
Seither ist Netty Dinahs größte Feindin - obwohl auch sie ganz lieb ist und sich mit allen anderen Katzen sofort gut verstand. Nun sind trennungsbedingt die drei Kleinen vor 9 Monaten ausgezogen - hat der Dinah gut gefallen, 3 Konkurrenten weniger.... seitdem könnte man sogar fast sagen, dass sie mit dem Pold ihren Frieden geschlossen hat - es gibt inzwischen Fotos, wo sie fast Popo an Popo mit ihm auf der Küchenzeile oder auf der Couch sitzt... er wird auch nicht mehr angefaucht...
Erzfeindin bleibt halt die Netty, und ich glaube kaum, dass sich da noch jemals was dran ändern wird. Netty ist jetzt 16, seit 4 Jahren hier, Dinah ist geschätzt höchstens wenig jünger... Sobald sich die Netty Dinahs Kratzbaum nähert, startet die Dinah ein Fauchkonzert vom Feinsten, und wenn die beiden sich am Boden begegnen, stürmt die Dinah sofort fauchend auf "ihren" Kratzbaum.
Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass die Dinah als reine Einzelkatze unglücklich wäre - hätte sie doch niemanden mehr zum Interagieren... und sei es nur zum Anfauchen (den beiden anderen ist das ja zum Glück völlig schnuppe ;) ) Geprügelt wird sich hier eigentlich nie - gelegentlich gibt es mal einen Hieb (den gibt´s aber spielerisch auch bei Netty und Poldi), aber richtige Raufereien gab es und gibt es hier bis heute nicht...

So - und was hilft Dir jetzt mein Roman? Nicht wirklich viel, außer, dass er Dich evtl. etwas beruhigen kann, denn ich sehe bei Dir ja doch schon Fortschritte, die sicher ausbaufähig sind!

Und ja, ich kann mir schon vorstellen, dass das neue Haus, wie Audrey schon sagte, alle drei eben in eine neue Situation wirft, die durchaus auch zusammenschweißen kann ("gemeinsam sind wir stark" ;) )

LG seven
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #13
Ich hab lustiger Weise das Po schnuppern erst gestern gegoogelt, weil Lilly das öfter beim Quiekie versucht (aber nie umgekehrt). Also sie holen damit Informationen ein, über den Gesundheitszustand, das Geschlecht etc. Aber ist aus meiner Sicht damit auch ein Interessenbeweis - ich will wissen wer du bist und wie's dir geht, so in die Richtung. Ich werte das auch als positiv!

Beim Klo-Mobbing hab ich (ebenfalls zum Glück) keine Ahnung. Aber da schließe ich mich an: wo stehen denn Deine Klos? Meine stehen ganz weit auseinander - eines im Bad, eines oben, und eines auf dem Balkon. Da können sie sich fast nicht in die Quere kommen.
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #14
Hehe, helfen tut mir das nicht wirklich, aber ich lese sowas gerne und es baut ein wenig auf. Dein Post jetzt nicht unbedingt, weil die sich nach Jahren noch anfauchen :D aber trotzdem schön zu lesen.
Die Klos sind in der ganzen Wohnung verteilt, Wohnzimmer, Küche, Bad. Mehr ist wirklich nicht drin, das die Wohnung Loftartig und leider null verwinkelt ist. Die anderen Katzen bekommen es SOFORT spitz, wenn Roxy auf dem Klo ist und sind binnen 5 Sekunden bei ihr. Das ist ja das nervige. Sie geht auch immer nur auf das, was am nähsten ist, verständlicherweise.Naja, mit Klobegleitung geht das dann hier doch irgendwie.
Als ich heute Morgen aufgestanden und zum Klo gegangen ist, ist Roxy mir wie so oft nachgerannt um gestreichelt zu werden. Rockzipfelkatze Phoebe kam natürlich auch an. Es gab kein Gefaucht, sie haben sich an der Nase beschnuppert und Phoebe ist zu mir gekommen. Kein Stress. Ayla ist halt die, die bisschen Ärger macht immer. Phoebe würde sich damit schon arrangieren, solange sie den ganzen Tag bei mir sein darf. :)
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #15
Ayla ist eine richtige Analfetischistin. Die hängt täglich metertief bei Phoebe im Hintern :D So tief, dass der das manchmal zu viel wird. Wenn Roxy nun auch so wird, können die bald ne Kette bilden :D
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #16
Ich glaube, du hast noch nicht geschrieben, was für Klos du hast?

Ich habe Haubenklos und habe in der Mobbingzeit die Hauben entfernt. Dadurch konnte der Kater sich nicht mehr unbemerkt anpirschen und die Katze saß nicht im Klo in der Falle. Nachdem es sich gelegt hat konnte ich die Hauben wieder aufsetzen.
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #17
Wir hatten monatelang vier Klos ohne Haube rumzustehen, da Phoebe aber ins Klo markiert, musste ich jeden Tag mehrmals die Pusche hinter den Klos (auch von den Wänden) wegwischen. Wir haben Parkett, da ist das äußerst ungünstig. Und das zusätzlich zu den anderen Puscheflecken. Das ging nicht mehr. Also haben wir drei XXL Klos genommen, da kann sich ne Katze locker und bequem drin drehen und wird auch von allen angenommen. Ja mit "in der Falle sitzen" stimmt schon. Aber Ayla hat sich auch einmal nur vors Klo gesetzt und geguckt. Da saß Roxy im Klo und Ayla davor. Aber ich pass ja da eigentlich immer auf.. Alles doof
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #18
Kann man hier Bilder einfügen?
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #19
Hat niemand mehr eine Idee, was ich gegen die Unsauberkeit machen kann? :(
 
  • Vergesellschaftung dreier Katzen Beitrag #20
Was auch noch ganz wichtig ist, du musst alle Stellen nicht nur gründlich reinigen, sondern auch entduften, da muss man wirklich alles finden und mit einem Enzymreiniger behandeln, sonst macht sie da immer wieder hin. Ihr verwendet ja schon Biodor Animal, da muss man wirklich dran bleiben.

Dann wie schon gesagt, jeden Tag für Abwechslung und ausreichende Beschäftigung sorgen, damit da keine Langweile aufkommt. Gerade Mobbing ist oft ein Ausdruck von Unterforderung und Langeweile. Bei Klo Mobbing sollten auch richtig viele Klos aufgestellt werden, damit es immer genug Ausweichmöglichkeiten gibt, auch sollte der Standort gut gewählt sein, frei zugänglicher gut überschaubarer aber trotzdem eher ruhiger Platz, wo es vor allem keine Engstellen gibt.

Clickern ist eine gute Methode, wo die Katzen nicht nur körperlich und mental ausgelastet werden, es fördert auch das Selbstbewusstsein. Natürlich kann man sich nicht ständig und den ganzen Tag um die Katzen kümmern, es gibt auch viele Spielsachen zur Selbstbeschäftigung, aber auch hier ist Abwechslung das A und O, jedes Spielzeug wird mit der Zeit langweilig, wenn es zur ständigen Verfügung steht. Also nicht zu viel Spielzeug auf einmal anbieten und es stattdessen lieber immer wieder austauschen.
 
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Vergesellschaftung dreier Katzen

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