Hallo!
Zu dem Gitter, wenn du das Gitteroberteil darauflegst, ist es etwas größer, kleiner oder genau mit dem Aquarium abschließend? Ich könnte dir mal ein paar Links zu Bildern zeigen, ich finde das ist in diesem Punkt aussagekräftiger als ein langer Text.
Link (Ansicht von vorne)
Link (Ansicht von unten)
Das ganze musst du dir jetzt mit deinem Gitteroberteil anstelle des selbst gebauten Aufsatzes vorstellen, es geht um das die schmale Brett-Konstruktion zwischen Aquarium und den Oberen Aufsatz. Verbinden kann man das Gitteroberteil mit der Brettkonstruktion denke ich relativ gut, indem man es mit U-förmigen Nägeln verbindet (darauf achten dass kein Spalt entsteht, der größer ist als der Gitterabstand, der meines Wissens nach bei einem Zwerghamster ca. 6 mm betragen sollte). Oder, was ich persönlich bevorzugen würde wenn es möglich ist, man fräst eine Nut hinein (ein kleiner Spalt, der so breit und tief ist, dass das Gitteroberteil hineingesteckt werden kann und nicht verrutscht. Das muss aber maschinell erfolgen und sollte von jemandem gemacht werden, der sich damit auskennt. Man muss hier auch sehr genau messen, das das Gitteroberteil sonst nicht mit der Nut zusammenpasst sowie das Brett ausreichend breit sein muss, damit es trotz der Nut noch genug Stabilität hat und das Gewicht des Gitterkäfigs trägt.
Was man beachten muss, dass ein Hamster Höhe schlecht einschätzen kann und darauf beim Einrichten geachtet werden sollte (beim Zwerghamster max. ~ 10-15 cm auf weichem Untergrund), sie sind eigentlich keine Klettertiere sondern Bodenbewohner. Deswegen sollte man Ebenen dann durchgehend bzw. versetzt machen, damit der Hamster beispielsweise nicht von der ganz oberen Ebene nach ganz unten auf den Boden fallen kann. Auch ein Fallschutz an den Kanten kann je nach Konstrukion sehr wichtig sein, solle aber nicht die alleinige Absicherung gegen große Höhe sein. Das kann beispielsweise so aussehen:
Link (das Treppenhäuschen, das Käfig und Auslauf verbindet)
Link (Treppenhäuschen & Ebenen im Käfig)
Sollte das Ganze zu aufwendig/teuer werden, könntest du auch einfach einen Aufsatz komplett selbst bauen oder bauen lassen ähnlich wie auf den Bildern zu sehen. Was man noch dazu sagen muss, Rohholz ist nicht komplett desinfizierbar im Falle eines Pilz- oder Parasitenbefalls und man muss in dem Fall das ganze wegschmeißen, was ich aber auch nicht so schlimm und kostenintensiv finde wie ein ganzes Gehege entsorgen zu müssen. Das sollte allerdings nicht davon abhalten es zu bauen, da man ja nicht gleich vom Befall ausgehen sollte, aber eben dennoch damit rechnen muss.
Zu dem Einstreu, meines Wissens nach halten die Gänge nur mit Hanfstreu oft nicht richtig, ich habe mal die Möglichkeit gelesen Heu darunter zu mischen, hier muss man aufpassen dass es nicht verfault /schimmelt, wenn der Hamster seine Toilette unterirdisch hat, manche Hamster können auch auf Heu allergisch reagieren. Am besten halten die Gänge meines Wissens nach, wenn man Hobelspan-Einstreu nimmt, die allerdings entstaubt sein sollte und im Gehege Schicht für Schicht ordentlich festgepresst werden muss, damit die Gänge auch halten. Empfehlenswerte Marken/Firmen hierzu sind finde ich
Allspan Classic sowie auch
EquiPower, beides eigentlich Pferde-Einstreu für Allergiker-Pferde, und deswegen auch in schön großen Mengen zu bekommen. Ich würde allerdings nicht gleich alles komplett neu austauschen, es sollte zumindest etwas von seinem Individualgeruch übrigbleiben, indem du zB einen Teil des aktuellen Hanfstreu oben auf die andere Einstreu streust.
Ich möchte dazu sagen, ich besitze selbst noch keinen Hamster (hatte schon andere Kleintiere), bin aber dafür quasi in der Vorbereitungsphase und habe mir schon einiges an Wissen angeeignet.
