- Wie geht ihr mit der Trauer um ? Beitrag #1
K
Kater_Gismo
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Hallo erstmal!
Leider ist mein Einstand hier ein trauriger :022:
Gestern bekam ich von Tasso einen Anruf, dass ein Kater, auf dem die Beschreibung passt, tot aufgefunden wurde. Sie nannte noch ein paar Merkmale und mir war klar, es ist mein Gismo.. mein dicker alter Stinker, den ich noch nicht mal als "vermisst" ansah, am Tag vorher war er noch hier, hat gefressen und ist dann ab in sein Revier. Er blieb schon mal 1-2 Tage weg, ich hatte mir noch keine Sorgen gemacht.
Als ich bei einer Nachbarin im Keller den Karton aufmachte und ihn sah, brach für mich die Welt zusammen. Sie hatte ihn morgens um 7 im Rinnstein gefunden. Zwar schon tot, aber noch nicht lange. Wahrscheinlich war er auf dem Weg nachhause. Ich wohne am Stadtrand, hintenraus Weinberge, vorne nur eine Einbahnstraße mit kaum Verkehr. Viel Grün zwischen den Wohnblöcken.
Ich kann nicht verstehen, wie ihm das passieren konnte. Seit 11 Jahren ist das hier sein Revier, er ist vertraut mit der Umgebung, war kein junger Draufgänger mehr. Von einem Tag auf den anderen ist mein Kumpel, mein Freund und meine Nervensäge einfach weg. Das letzte was ich zu ihm sagte war: Oh Gismo, du nervst .. - er wollte sein drittes Schälchen zum Fressen haben (bereitet sich grade auf seinen Winterspeck vor) und ich wollte erstmal, das er eine Fresspause macht. Fand er nicht gut und brachte das auch zum Ausdruck. Irgendwann gab er auf und ging raus. Das war das letzte Mal, das ich ihn sah. Und das tut mir so weh.
Nun war da nur noch dieser Karton, er war steif und kalt. Als ich ihn raushob, sah ich keine Verletzungen, nur etwas Blut an der Nase und im Karton. Ich frage mich ständig, ob er leiden musste. Ich weiß, das ändert nichts, aber ich komme über das "Warum" und "Wie" nicht hinweg.
Und er ist nicht da, um mich zu trösten. Wir waren ein eingespieltes Zweier-Team, jetzt fühle ich mich irgendwie zurückgelassen. Auch wenn ich gestern in einem Anflug von Verzweiflung über diesen Schmerz seine "Sachen" weggepackt habe, es sind die Situationen, die Routine, sein Auftauchen und die Kommunikation mit ihm, die fehlt. Dieses irrationale Gefühl, er käme gleich nachhause ..
Herrje, wie soll ich das überstehen .. ich weiß es gibt keine allgemeingültigen Tipps - ich musste mir nur mal irgendwo mein Leid von der Seele schreiben. Ich danke euch für euer Verständnis.
Leider ist mein Einstand hier ein trauriger :022:
Gestern bekam ich von Tasso einen Anruf, dass ein Kater, auf dem die Beschreibung passt, tot aufgefunden wurde. Sie nannte noch ein paar Merkmale und mir war klar, es ist mein Gismo.. mein dicker alter Stinker, den ich noch nicht mal als "vermisst" ansah, am Tag vorher war er noch hier, hat gefressen und ist dann ab in sein Revier. Er blieb schon mal 1-2 Tage weg, ich hatte mir noch keine Sorgen gemacht.
Als ich bei einer Nachbarin im Keller den Karton aufmachte und ihn sah, brach für mich die Welt zusammen. Sie hatte ihn morgens um 7 im Rinnstein gefunden. Zwar schon tot, aber noch nicht lange. Wahrscheinlich war er auf dem Weg nachhause. Ich wohne am Stadtrand, hintenraus Weinberge, vorne nur eine Einbahnstraße mit kaum Verkehr. Viel Grün zwischen den Wohnblöcken.
Ich kann nicht verstehen, wie ihm das passieren konnte. Seit 11 Jahren ist das hier sein Revier, er ist vertraut mit der Umgebung, war kein junger Draufgänger mehr. Von einem Tag auf den anderen ist mein Kumpel, mein Freund und meine Nervensäge einfach weg. Das letzte was ich zu ihm sagte war: Oh Gismo, du nervst .. - er wollte sein drittes Schälchen zum Fressen haben (bereitet sich grade auf seinen Winterspeck vor) und ich wollte erstmal, das er eine Fresspause macht. Fand er nicht gut und brachte das auch zum Ausdruck. Irgendwann gab er auf und ging raus. Das war das letzte Mal, das ich ihn sah. Und das tut mir so weh.
Nun war da nur noch dieser Karton, er war steif und kalt. Als ich ihn raushob, sah ich keine Verletzungen, nur etwas Blut an der Nase und im Karton. Ich frage mich ständig, ob er leiden musste. Ich weiß, das ändert nichts, aber ich komme über das "Warum" und "Wie" nicht hinweg.
Und er ist nicht da, um mich zu trösten. Wir waren ein eingespieltes Zweier-Team, jetzt fühle ich mich irgendwie zurückgelassen. Auch wenn ich gestern in einem Anflug von Verzweiflung über diesen Schmerz seine "Sachen" weggepackt habe, es sind die Situationen, die Routine, sein Auftauchen und die Kommunikation mit ihm, die fehlt. Dieses irrationale Gefühl, er käme gleich nachhause ..
Herrje, wie soll ich das überstehen .. ich weiß es gibt keine allgemeingültigen Tipps - ich musste mir nur mal irgendwo mein Leid von der Seele schreiben. Ich danke euch für euer Verständnis.

