- Seidenhuhn mit Hautekzem - Ursache unklar Beitrag #1
Miss Seidenfeder
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Hallo zusammen!
Ich bin neu hier (bin aber schon in diversen anderen Tierforen aktiv) und halte seit Sommer 2015 Seidenhühner. Leider sind in dieser Zeit bereits drei Hühnchen sehr jung gestorben und aktuell macht mir Luise Sorgen (die betroffenen Seidis kommen alle vom selben Züchter). Sie ist auch der Grund, weshalb ich mich hier angemeldet habe, denn vielleicht hat ja doch noch jemand eine Idee, um was es sich bei ihrer Krankheit handeln könnte.
Aber von vorne. Luise war bis zum vergangenen Herbst immer gesund, stand ganz oben in der Rangordnung und führte mit ihren Hühnerfreunden zusammen ein ziemlich glückliches Leben auf gut 300m² Wiese mit einem isolierten, raubtiersicheren Stall und abwechslungsreichem Futter. Im Herbst fing es dann mit kurzzeitigen Atemproblemen an, die sich jedoch mit der oralen Gabe von Baytril und einem Anti-Pilz-Mittel mehr oder weniger erledigten. Was nach wie vor aber auffällig ist, ist das häufige Gähnen.
Ebenso fiel es mir dann zum ersten Mal auf, dass mit ihrer Haut etwas nicht stimmt. Sie hatte leicht gelblichen Schorf auf der Haut und offensichtlich Juckreiz.
Da ein massiver Federlingbefall vorlag, habe ich sie zweimal gebadet (lauwarmes Wasser ohne Zusätze) und die trockenen, besonders schorfigen Hautstellen mit Kokosöl behandelt. Weil der Juckreiz zunehmend stärker wurde und sich Luise wenn sie konnte, nun anfing, blutig zu picken, trägt sie seit dem immer einen Fleecepulli, der Flügel und Rücken bedeckt. Natürlich habe ich davon mehrere, sodass sie regelmäßg gewechselt und gewaschen werden. Aufgrund des Wetters holte ich Luise dann auch rein, da die kahlen feuchten Hautstellen immer mehr wurden.
Dann folge die erneute Behandlung mit oralem Antibiotikum (Synulox) aufgrund der teils entzündeten Haut, ebenso wie das Spotten mit Ivomec gegen Parasiten (Federlinge und Grabmilben wurden gefunden) und außerdem haben wir Luise mit Imaverol gegen eventuelle Hautpilze betupft. Natürlich waren wir mehrfach in der Tierklinik, die Behandlung geschah also immer in Absprache mit der behandelnden Ärztin (Vogelspezialistin). Zusätzlich gab es außerdem Korvimin und immunoflash über's Futter.
Leider hat aber auch dieser Therapieansatz nicht geholfen - das Hautekzem wird eher schlimmer als besser. Nun wurde Luise nochmal mit Stronghold gespottet, falls doch noch Parasiten das Problem sein sollten, aber auch darunter hat sich nichts gebessert.
Vor drei Tagen waren wir dann nochmal in einer Geflügelpraxis, in der sich gleich zwei Ärzte Luise angeschaut haben. Aber auch die hatten so etwas noch nie gesehen. Da das mit dem Juckreiz und dem schlimmer werdenden Ekzem aber so natürlich nicht weitergehen kann, haben sie noch einen Behandlungsversuch mit Cortison- und Anti-Pilz-Salbe vorgeschlagen. Das machen wir jetzt seit vorgestern.
Um es nochmal auf den Punkt zu bringen:
- großflächiges Hautekzem mit dicken, gelblichen Borken und Krusten
- offenbar starker Juckreiz
- Hals, Flügel und Rücken besonders betroffen
- keine Besserung unter Antibiotika, Antiparasitika und Antimykotika (sowie Kokosöl und Ballistol)
- keine Änderungen bei Fütterung oder Stalleinrichtung
- die anderen Hühner sind symptomfrei (seit mehreren Monaten)
- Vermutungen in Richtung (Futtermittel-)Allergie oder Organschäden, leider schlecht diagnostizierbar und beim Huhn nicht/kaum beschrieben
Hier mal ein Bild von vor ein paar Tagen vom Hals:
... Und vom gesamten Huhn (mit Pulli)
Nachdem nun drei absolute Spezialisten in Sachen Vogelmedizin so etwas noch nicht gesehen haben und die Ursache immer noch unklar ist, wollte ich einfach mal nachfragen, ob jemandem von euch ein Krankheitsbild mit dieser Symptomatik bekannt ist. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich und Luise.
Danke schon mal im Voraus!
Ich bin neu hier (bin aber schon in diversen anderen Tierforen aktiv) und halte seit Sommer 2015 Seidenhühner. Leider sind in dieser Zeit bereits drei Hühnchen sehr jung gestorben und aktuell macht mir Luise Sorgen (die betroffenen Seidis kommen alle vom selben Züchter). Sie ist auch der Grund, weshalb ich mich hier angemeldet habe, denn vielleicht hat ja doch noch jemand eine Idee, um was es sich bei ihrer Krankheit handeln könnte.
Aber von vorne. Luise war bis zum vergangenen Herbst immer gesund, stand ganz oben in der Rangordnung und führte mit ihren Hühnerfreunden zusammen ein ziemlich glückliches Leben auf gut 300m² Wiese mit einem isolierten, raubtiersicheren Stall und abwechslungsreichem Futter. Im Herbst fing es dann mit kurzzeitigen Atemproblemen an, die sich jedoch mit der oralen Gabe von Baytril und einem Anti-Pilz-Mittel mehr oder weniger erledigten. Was nach wie vor aber auffällig ist, ist das häufige Gähnen.
Ebenso fiel es mir dann zum ersten Mal auf, dass mit ihrer Haut etwas nicht stimmt. Sie hatte leicht gelblichen Schorf auf der Haut und offensichtlich Juckreiz.
Da ein massiver Federlingbefall vorlag, habe ich sie zweimal gebadet (lauwarmes Wasser ohne Zusätze) und die trockenen, besonders schorfigen Hautstellen mit Kokosöl behandelt. Weil der Juckreiz zunehmend stärker wurde und sich Luise wenn sie konnte, nun anfing, blutig zu picken, trägt sie seit dem immer einen Fleecepulli, der Flügel und Rücken bedeckt. Natürlich habe ich davon mehrere, sodass sie regelmäßg gewechselt und gewaschen werden. Aufgrund des Wetters holte ich Luise dann auch rein, da die kahlen feuchten Hautstellen immer mehr wurden.
Dann folge die erneute Behandlung mit oralem Antibiotikum (Synulox) aufgrund der teils entzündeten Haut, ebenso wie das Spotten mit Ivomec gegen Parasiten (Federlinge und Grabmilben wurden gefunden) und außerdem haben wir Luise mit Imaverol gegen eventuelle Hautpilze betupft. Natürlich waren wir mehrfach in der Tierklinik, die Behandlung geschah also immer in Absprache mit der behandelnden Ärztin (Vogelspezialistin). Zusätzlich gab es außerdem Korvimin und immunoflash über's Futter.
Leider hat aber auch dieser Therapieansatz nicht geholfen - das Hautekzem wird eher schlimmer als besser. Nun wurde Luise nochmal mit Stronghold gespottet, falls doch noch Parasiten das Problem sein sollten, aber auch darunter hat sich nichts gebessert.
Vor drei Tagen waren wir dann nochmal in einer Geflügelpraxis, in der sich gleich zwei Ärzte Luise angeschaut haben. Aber auch die hatten so etwas noch nie gesehen. Da das mit dem Juckreiz und dem schlimmer werdenden Ekzem aber so natürlich nicht weitergehen kann, haben sie noch einen Behandlungsversuch mit Cortison- und Anti-Pilz-Salbe vorgeschlagen. Das machen wir jetzt seit vorgestern.
Um es nochmal auf den Punkt zu bringen:
- großflächiges Hautekzem mit dicken, gelblichen Borken und Krusten
- offenbar starker Juckreiz
- Hals, Flügel und Rücken besonders betroffen
- keine Besserung unter Antibiotika, Antiparasitika und Antimykotika (sowie Kokosöl und Ballistol)
- keine Änderungen bei Fütterung oder Stalleinrichtung
- die anderen Hühner sind symptomfrei (seit mehreren Monaten)
- Vermutungen in Richtung (Futtermittel-)Allergie oder Organschäden, leider schlecht diagnostizierbar und beim Huhn nicht/kaum beschrieben
Hier mal ein Bild von vor ein paar Tagen vom Hals:
... Und vom gesamten Huhn (mit Pulli)
Nachdem nun drei absolute Spezialisten in Sachen Vogelmedizin so etwas noch nicht gesehen haben und die Ursache immer noch unklar ist, wollte ich einfach mal nachfragen, ob jemandem von euch ein Krankheitsbild mit dieser Symptomatik bekannt ist. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich und Luise.
Danke schon mal im Voraus!