- Macht ein weiterer VG-Versuch sinn? Beitrag #1
M
Miss_Knuddel
- Beiträge
- 3
- Punkte Reaktionen
- 0
Hallo zusammen.
Mir fällt es gerade sehr, sehr schwer mich überhaupt hier an euch zu wenden. Ich bin nur derzeit sehr rat- und mutlos. Aber von vorn.
Ich entschuldige mich jetzt schon einmal für den sehr langen Text. Bin sehr durcheinander.
Private Umstände hatten ergeben, dass ich von einem Bekannten ein Kaninchen übernahm. Also, ich hatte mich dazu bereiterklärt. Hannah... ca. 6 Monate alt und eine Zwergwidderdame. (Noch? nicht kastriert) Ich hab also zugestimmt, dass ich versuche sie mit meinen zu vergesellschaften.
Ich habe bereits zwei Kaninchen. Ein Pärchen - Amy und Sören (beide kastriert). Sie leben seit knapp 3 Jahren zusammen, und sind auch beide ca. 3,5 Jahre alt. Habe für beide ein Gehege mit rund 6 qm. + Auslauf, wenn wir daheim sind.
Hannah ist seit 1,5 Wochen bei uns und lebt in einem provisorischen Gehege im Wohnzimmer. Käfig mit Gitterelementen, die ihr nur gut 2qm Platz bieten.
Vom Charakter kann ich zu den dreien sagen...
Sören & Amy: Sören ist der Chef, ziemlich ruhig und scheu uns Menschen gegenüber. Amy ist neugierig, nicht scheu, aber auch nicht sooo menschenbezogen.
Hannah: sehr neugierig, sanft und gutmütig. Sie ist alles andere als scheu uns gegenüber. Egal was ist, sie chillt meistens gelassen im Gehege. Wir können uns nähern, ohne, dass sie auch nur aus ihrer bequemen Liebeposition aufsteht, etc.
Sooo... zur VG...
Als neutrales Gebiet können wir nur die Küche anbieten. Und so hatten wir es auch erst probiert.
Samstag haben wir in der Küche soweit alles vorbereitet. Allerdings hab ich keine neutrale Kanincheneinrichtung mehr, und hab auch (leider) nicht dran gedacht, dass die Gerüche ja trotzdem an Teppichen und Häuschen dran sind. Ziemlich dumm von uns, ja.
Ich hab zuerst Hannah abgesetzt und alles etwas beschnüffeln lassen, bis ich Amy & Sören mit dazu gepackt hab. Hatte irgendwo gelesen, dass das leichter sein könnte
In den ersten 30 Minuten verlief irgendwie alles wie erwartet ab. Gegenseitiges beschnüffeln und jagen. Recht schnell hat sich Amy auf Hannah gestürzt und sie ein paar Runden durch die Küche gejagt. Dabei gabs auch nen Biss in den Po. Sonst gabs keine weiteren Wunden. Zwischendurch hatten sich Sören und Amy in der Wolle, wobei Sören Amy recht schnell wieder dominiert hat. Gefressen hatten sie abends gemeinsam. Hannah ist immer zurück gezuckt, wenn Sören sie beschnüffeln kam. In der Küche gabs viele Sitationen, in denen Amy nur gucken wollte. Aber Hannah ist ununterbrochen davon gestürmt, wodurch dann Amy angefangen hatte sie öfter zu jagen. Ich hielt das alles noch für normal und tragbar.
Abends bekamen sie Frischfutter aus einer Schüssel und alle haben normal gefressen, Hannah wurde auch nicht weg gejagt. Sie zuckte nur immer selbst weg, wenn jemand in ihre Richtung sprang und sie zufällig da saß.
Dann begannen unsere (noch) größeren Fehler, die wir als Halter begangen haben.
Wir hatten Sonntag das Gehege von Amy und Sören grob gereinigt, alles etwas umgestellt - aber ja immer noch die gewohnte Einrichtung. Da es in der Küche soweit ganz friedlich verlief, sind wir davon ausgegangen, dass sie den Rest auch im Gehege klären können. (Mittlerweile weiß ich auch, dass das VIEL zu früh war)
Da war auch wieder das übliche Gerangel miteinander. Immer mal kurz, mit Pausen, und jeder kam zum fressen. Daher hatte ich mir keine weiteren Sorgen gemacht. Für mich war alles okay, solange alle ausreichend fressen konnten und das Jagen nicht pausenlos war. Richtung Abend wurde es aber häufiger. Hannah machte keinerlei Anstalten sich zu wehren, oder den anderen zu nähern. Sie hoppelte mit sicherem Abstand ein bisschen rum. Wenn sich jemand langsam näherte, ist sie weiterhin abgehauen und dann sind die anderen erst hinterher.
Amys Aggressionen gegenüber Hannah nahmen weiter zu. Ich war drauf gefasst, dass es zwischen Weibchen stressiger sein kann, wollte dem Ganzen aber meinem Bekannten zuliebe eine Chance geben. (Und weil ich Hannah mittlerweile selbst sehr ins Herz geschlossen habe)
Ich habe beobachtet, dass sich Amy Hannah teilweise sehr langsam genähert hatte, sie beschnüffelte und dann beißen wollte - und das alles seeehr langsam... Bevor Amy sie beißen konnte, ist Hannah abgehauen und Amy hinterher. Mit der Zeit ging Amys Blume immer höher und die Aggressionen nahmen zu. Ich dachte mir noch, dass Amy frustriert ist, da sie ihren Rang nicht mit Hannah ausmachen kann. Weil Hannah halt immer nur abgehauen ist.
Ich hab gelesen, dass man nicht sofort den Mut verlieren darf und den Kaninchen Zeit geben muss. Ich habe aber auch gelesen, dass zunehmendes Zwicken am Po und Jagen kein gutes Zeichen sind und damit das unterwürfige böse vertrieben werden soll. Mein Zwiespalt.. die ganze Zeit über.
Im Gehege gabs abends dann auch wieder Frischfutter. Zuerst war alles normal. Hannah traute sich zu den beiden und wurde auch eine ganze Zeit lang akzeptiert. Bis Amy plötzlich zu ihr rüber sprang und sie vertrieb. Hannah hatte noch zweimal versucht sich zu nähern, aber Amy dachte gar nicht mehr dran sie ran zu lassen. Sören interessierte sich wenig für Hannah und ließ sie einfach gewähren. Dann hab ich mich belesen, dass man überall Futter verteilen soll, damit sie sich auch aus dem Weg gehen und trotzdem fressen können. Heu lahg sowieso schon an allen Ecken, damit Hannah überall, wo sie verschnaufte schön fressen konnte.
Jedoch war Hannah abends schon ziemlich gestresst und hatte sich gar nicht mehr richtig umgeschaut. Sie ist immer aufgeblüht, wenn ich mich ihr näherte. Dann hab ich richtig zusehen können, wie sie sich entspannte und anfing mehr zu hoppeln. Bis Amy wieder kam.
Ich gab dem Ganzen über Nacht eine Chance, hatte abends noch weiter und weiter gelesen - also zum Thema VG. War dann aber selbst ganz durcheinander, weils überall irgendwie anders steht mal ja mal nein, etc.
Parallel sind mir dann schon beim Lesen meine ganzen Fehler vor Augen geführt worden und ich bekam schon ein sehr ungutes Gefühl.
Bin die Nacht immer mal rüber. Und teilweise war es sehr lange ruhig. Aber die Sitation blieb die selbe. Sobald Amy auf Hannah traf, und Hannah mal ruhig blieb, wollte Amy langsam zubeißen, dann stürmte Hannah wieder davon und die Jagd ging los und Amys Aggressionen schraubten sich wieder nach oben. Ich hab bemerkt, dass einige der Köttel kleiner wurden.
Heute Morgen meinte mein Freund zu mir, dass sie den ganzen Morgen lang ruhig waren (Uhrzeit 5-6). Ich hatte mich schon etwas gefreut und dachte, dass Amy Hannah in Ruhe lässt und sie nur Zeit bräuchten. Bis ich dann 6:30 selbst drüben war. Die Köttel waren teilweise sooooooo winzig und Hannah wirkte sehr gestresst und vor allem einfach nur müde. In der kurzen Zeit, die ich vorm Gehege saß, hat Amy wieder intensiver angefangen Hannah zu jagen. Unermüdlich. Hannah kam kaum zum liegen oder fressen. Mein Bauch sagte mir, raus mit ihr. Und gleichzeitig hatte ich im Hinterkopf, wenn man sie trennt, ginge alles komplett von vorn los. Ich habe mich für mein Bauchgefühl entschieden und fühle mich super schuldig und mies, Hannah diesem Stress so lang ausgesetzt zu haben. Ich mein, wir haben ja alles falsch gemacht...
Nun sitzt sie wieder im Wohnzimmer, sie wirkt erschöpft, aber ruhig. Kam sofort an, als ich ihr Fressen in ihre Schüssel legte. Ich hab das Gefühl, sie ist einfach nur erleichtert dem Stress entkommen zu sein. Ihre Köttel sind mittlerweile auch wieder etwas größer. Sie hat einen größeren Zwicker am Po und ein, zwei kleinere, kaum spürbare - aber nunmal vorhandene Zwicker.
Und jetzt zur eigentlichen Frage - oder Fragen...
Würde ein weiterer Versuch überhaupt Sinn machen?
Würde Amy Hannah je als zweites Weibchen im Revier (diesmal grundgereinigt) akzeptieren?
Würde eine Kastration etwas an Amys Aggression gegenüber Hannah ändern?
Ich weiß, dass es nie eine Garantie gibt - aber Wahrscheinlichkeiten. Und eure Erfahrungen.
Wenn ein zweiter Versuch möglich wäre - kann das überhaupt noch mal in der Küche klappen, auch wenn wir sie mit Essigreiniger säubern?
Ich mein, ich weiß jetzt, dass sie viel, viel länger auf neutralem Boden bleiben müssten. Und das eine normale Reinigung des Geheges (Also Amy & Sörens Revier) nix bringt.
Ich weiß, dass es nicht so ratsam ist mit zwei Weibchen und einem Männchen. Aber ich dachte mir, vom Charakter her ist Hannah ziemlich unterwürfig und stellt für Amy keine Gefahr dar. Ich habe den Eindruck bekommen, dass Sören grundsätzlich nichts gegen Hannah hat. Er hat nicht einmal versucht sie zu beißen und wirklich sehr wenig und nur ganz kurz gejagt. Aufgrund Amys Hetzerei ist Hannah nicht auf einen Annäherungsversuch seitens Sören eingegangen. Sie hatte nur eins im Sinn: Flucht.
Allerdings brummelte und klopfte Hannah immer, wenn sie weg hoppelte. Klingt für mich als Mensch immer sehr "Geqählt" - also dieser Laut. Aber im Netz steht sooo viel über Laut- und Körpersprache, dass ich mir mittlerweile überhaupt nicht mehr sicher bin.
Vom Platz her, wäre derzeit ein 4. Kaninchen nicht möglich. In ein paar Jahren ziehen wir in ein Haus mit Stall, etc. Dann ginge so was locker.
Warum ich mich überhaupt an euch wende und mich eurer Kritik stellen möchte... ich liebe Hannah sehr. Sie ist mir in den nun knapp zwei Wochen SO sehr ans Herz gewachsen, dass ich für mich die Strapazen in Kauf nehmen würde. Mit allem drum und dran was es zu beachten gilt - im Rahmen unserer Möglichkeiten was Platz und Vorbereitung der VG und dem neutralen Boden angeht. Aber nichts geht über das Wohl des Tieres. Und wenn es absolut aussichtslos ist, muss ich sie in andere Hände geben. Zum Bekannten zurück geht nicht, und ich hab keinen Plan, in wessen Hände ich sie notfalls noch geben könnte. Und ich wollte nie in eine Situation geraten, in der ich ein Tier in ein TH abgeben müsste. Und eigentlich ist das keine Option für mich. Aber im Wohnzimmer hat sie nunmal a) keinen Genossen und b) nicht so viel Freiraum.. ich bin so ratlos, verwirrt & verzweifelt...
Ich hab bestimmt so viel vergessen, was ihr ggf. noch an Infos braucht, bitte schreibt, wenn ihr noch mehr wissen müsst.
Und ich entschuldige mich nochmals für den langen Text
Mir fällt es gerade sehr, sehr schwer mich überhaupt hier an euch zu wenden. Ich bin nur derzeit sehr rat- und mutlos. Aber von vorn.
Ich entschuldige mich jetzt schon einmal für den sehr langen Text. Bin sehr durcheinander.
Private Umstände hatten ergeben, dass ich von einem Bekannten ein Kaninchen übernahm. Also, ich hatte mich dazu bereiterklärt. Hannah... ca. 6 Monate alt und eine Zwergwidderdame. (Noch? nicht kastriert) Ich hab also zugestimmt, dass ich versuche sie mit meinen zu vergesellschaften.
Ich habe bereits zwei Kaninchen. Ein Pärchen - Amy und Sören (beide kastriert). Sie leben seit knapp 3 Jahren zusammen, und sind auch beide ca. 3,5 Jahre alt. Habe für beide ein Gehege mit rund 6 qm. + Auslauf, wenn wir daheim sind.
Hannah ist seit 1,5 Wochen bei uns und lebt in einem provisorischen Gehege im Wohnzimmer. Käfig mit Gitterelementen, die ihr nur gut 2qm Platz bieten.
Vom Charakter kann ich zu den dreien sagen...
Sören & Amy: Sören ist der Chef, ziemlich ruhig und scheu uns Menschen gegenüber. Amy ist neugierig, nicht scheu, aber auch nicht sooo menschenbezogen.
Hannah: sehr neugierig, sanft und gutmütig. Sie ist alles andere als scheu uns gegenüber. Egal was ist, sie chillt meistens gelassen im Gehege. Wir können uns nähern, ohne, dass sie auch nur aus ihrer bequemen Liebeposition aufsteht, etc.
Sooo... zur VG...
Als neutrales Gebiet können wir nur die Küche anbieten. Und so hatten wir es auch erst probiert.
Samstag haben wir in der Küche soweit alles vorbereitet. Allerdings hab ich keine neutrale Kanincheneinrichtung mehr, und hab auch (leider) nicht dran gedacht, dass die Gerüche ja trotzdem an Teppichen und Häuschen dran sind. Ziemlich dumm von uns, ja.
Ich hab zuerst Hannah abgesetzt und alles etwas beschnüffeln lassen, bis ich Amy & Sören mit dazu gepackt hab. Hatte irgendwo gelesen, dass das leichter sein könnte
In den ersten 30 Minuten verlief irgendwie alles wie erwartet ab. Gegenseitiges beschnüffeln und jagen. Recht schnell hat sich Amy auf Hannah gestürzt und sie ein paar Runden durch die Küche gejagt. Dabei gabs auch nen Biss in den Po. Sonst gabs keine weiteren Wunden. Zwischendurch hatten sich Sören und Amy in der Wolle, wobei Sören Amy recht schnell wieder dominiert hat. Gefressen hatten sie abends gemeinsam. Hannah ist immer zurück gezuckt, wenn Sören sie beschnüffeln kam. In der Küche gabs viele Sitationen, in denen Amy nur gucken wollte. Aber Hannah ist ununterbrochen davon gestürmt, wodurch dann Amy angefangen hatte sie öfter zu jagen. Ich hielt das alles noch für normal und tragbar.
Abends bekamen sie Frischfutter aus einer Schüssel und alle haben normal gefressen, Hannah wurde auch nicht weg gejagt. Sie zuckte nur immer selbst weg, wenn jemand in ihre Richtung sprang und sie zufällig da saß.
Dann begannen unsere (noch) größeren Fehler, die wir als Halter begangen haben.
Wir hatten Sonntag das Gehege von Amy und Sören grob gereinigt, alles etwas umgestellt - aber ja immer noch die gewohnte Einrichtung. Da es in der Küche soweit ganz friedlich verlief, sind wir davon ausgegangen, dass sie den Rest auch im Gehege klären können. (Mittlerweile weiß ich auch, dass das VIEL zu früh war)
Da war auch wieder das übliche Gerangel miteinander. Immer mal kurz, mit Pausen, und jeder kam zum fressen. Daher hatte ich mir keine weiteren Sorgen gemacht. Für mich war alles okay, solange alle ausreichend fressen konnten und das Jagen nicht pausenlos war. Richtung Abend wurde es aber häufiger. Hannah machte keinerlei Anstalten sich zu wehren, oder den anderen zu nähern. Sie hoppelte mit sicherem Abstand ein bisschen rum. Wenn sich jemand langsam näherte, ist sie weiterhin abgehauen und dann sind die anderen erst hinterher.
Amys Aggressionen gegenüber Hannah nahmen weiter zu. Ich war drauf gefasst, dass es zwischen Weibchen stressiger sein kann, wollte dem Ganzen aber meinem Bekannten zuliebe eine Chance geben. (Und weil ich Hannah mittlerweile selbst sehr ins Herz geschlossen habe)
Ich habe beobachtet, dass sich Amy Hannah teilweise sehr langsam genähert hatte, sie beschnüffelte und dann beißen wollte - und das alles seeehr langsam... Bevor Amy sie beißen konnte, ist Hannah abgehauen und Amy hinterher. Mit der Zeit ging Amys Blume immer höher und die Aggressionen nahmen zu. Ich dachte mir noch, dass Amy frustriert ist, da sie ihren Rang nicht mit Hannah ausmachen kann. Weil Hannah halt immer nur abgehauen ist.
Ich hab gelesen, dass man nicht sofort den Mut verlieren darf und den Kaninchen Zeit geben muss. Ich habe aber auch gelesen, dass zunehmendes Zwicken am Po und Jagen kein gutes Zeichen sind und damit das unterwürfige böse vertrieben werden soll. Mein Zwiespalt.. die ganze Zeit über.
Im Gehege gabs abends dann auch wieder Frischfutter. Zuerst war alles normal. Hannah traute sich zu den beiden und wurde auch eine ganze Zeit lang akzeptiert. Bis Amy plötzlich zu ihr rüber sprang und sie vertrieb. Hannah hatte noch zweimal versucht sich zu nähern, aber Amy dachte gar nicht mehr dran sie ran zu lassen. Sören interessierte sich wenig für Hannah und ließ sie einfach gewähren. Dann hab ich mich belesen, dass man überall Futter verteilen soll, damit sie sich auch aus dem Weg gehen und trotzdem fressen können. Heu lahg sowieso schon an allen Ecken, damit Hannah überall, wo sie verschnaufte schön fressen konnte.
Jedoch war Hannah abends schon ziemlich gestresst und hatte sich gar nicht mehr richtig umgeschaut. Sie ist immer aufgeblüht, wenn ich mich ihr näherte. Dann hab ich richtig zusehen können, wie sie sich entspannte und anfing mehr zu hoppeln. Bis Amy wieder kam.
Ich gab dem Ganzen über Nacht eine Chance, hatte abends noch weiter und weiter gelesen - also zum Thema VG. War dann aber selbst ganz durcheinander, weils überall irgendwie anders steht mal ja mal nein, etc.
Parallel sind mir dann schon beim Lesen meine ganzen Fehler vor Augen geführt worden und ich bekam schon ein sehr ungutes Gefühl.
Bin die Nacht immer mal rüber. Und teilweise war es sehr lange ruhig. Aber die Sitation blieb die selbe. Sobald Amy auf Hannah traf, und Hannah mal ruhig blieb, wollte Amy langsam zubeißen, dann stürmte Hannah wieder davon und die Jagd ging los und Amys Aggressionen schraubten sich wieder nach oben. Ich hab bemerkt, dass einige der Köttel kleiner wurden.
Heute Morgen meinte mein Freund zu mir, dass sie den ganzen Morgen lang ruhig waren (Uhrzeit 5-6). Ich hatte mich schon etwas gefreut und dachte, dass Amy Hannah in Ruhe lässt und sie nur Zeit bräuchten. Bis ich dann 6:30 selbst drüben war. Die Köttel waren teilweise sooooooo winzig und Hannah wirkte sehr gestresst und vor allem einfach nur müde. In der kurzen Zeit, die ich vorm Gehege saß, hat Amy wieder intensiver angefangen Hannah zu jagen. Unermüdlich. Hannah kam kaum zum liegen oder fressen. Mein Bauch sagte mir, raus mit ihr. Und gleichzeitig hatte ich im Hinterkopf, wenn man sie trennt, ginge alles komplett von vorn los. Ich habe mich für mein Bauchgefühl entschieden und fühle mich super schuldig und mies, Hannah diesem Stress so lang ausgesetzt zu haben. Ich mein, wir haben ja alles falsch gemacht...
Nun sitzt sie wieder im Wohnzimmer, sie wirkt erschöpft, aber ruhig. Kam sofort an, als ich ihr Fressen in ihre Schüssel legte. Ich hab das Gefühl, sie ist einfach nur erleichtert dem Stress entkommen zu sein. Ihre Köttel sind mittlerweile auch wieder etwas größer. Sie hat einen größeren Zwicker am Po und ein, zwei kleinere, kaum spürbare - aber nunmal vorhandene Zwicker.
Und jetzt zur eigentlichen Frage - oder Fragen...
Würde ein weiterer Versuch überhaupt Sinn machen?
Würde Amy Hannah je als zweites Weibchen im Revier (diesmal grundgereinigt) akzeptieren?
Würde eine Kastration etwas an Amys Aggression gegenüber Hannah ändern?
Ich weiß, dass es nie eine Garantie gibt - aber Wahrscheinlichkeiten. Und eure Erfahrungen.
Wenn ein zweiter Versuch möglich wäre - kann das überhaupt noch mal in der Küche klappen, auch wenn wir sie mit Essigreiniger säubern?
Ich mein, ich weiß jetzt, dass sie viel, viel länger auf neutralem Boden bleiben müssten. Und das eine normale Reinigung des Geheges (Also Amy & Sörens Revier) nix bringt.
Ich weiß, dass es nicht so ratsam ist mit zwei Weibchen und einem Männchen. Aber ich dachte mir, vom Charakter her ist Hannah ziemlich unterwürfig und stellt für Amy keine Gefahr dar. Ich habe den Eindruck bekommen, dass Sören grundsätzlich nichts gegen Hannah hat. Er hat nicht einmal versucht sie zu beißen und wirklich sehr wenig und nur ganz kurz gejagt. Aufgrund Amys Hetzerei ist Hannah nicht auf einen Annäherungsversuch seitens Sören eingegangen. Sie hatte nur eins im Sinn: Flucht.
Allerdings brummelte und klopfte Hannah immer, wenn sie weg hoppelte. Klingt für mich als Mensch immer sehr "Geqählt" - also dieser Laut. Aber im Netz steht sooo viel über Laut- und Körpersprache, dass ich mir mittlerweile überhaupt nicht mehr sicher bin.
Vom Platz her, wäre derzeit ein 4. Kaninchen nicht möglich. In ein paar Jahren ziehen wir in ein Haus mit Stall, etc. Dann ginge so was locker.
Warum ich mich überhaupt an euch wende und mich eurer Kritik stellen möchte... ich liebe Hannah sehr. Sie ist mir in den nun knapp zwei Wochen SO sehr ans Herz gewachsen, dass ich für mich die Strapazen in Kauf nehmen würde. Mit allem drum und dran was es zu beachten gilt - im Rahmen unserer Möglichkeiten was Platz und Vorbereitung der VG und dem neutralen Boden angeht. Aber nichts geht über das Wohl des Tieres. Und wenn es absolut aussichtslos ist, muss ich sie in andere Hände geben. Zum Bekannten zurück geht nicht, und ich hab keinen Plan, in wessen Hände ich sie notfalls noch geben könnte. Und ich wollte nie in eine Situation geraten, in der ich ein Tier in ein TH abgeben müsste. Und eigentlich ist das keine Option für mich. Aber im Wohnzimmer hat sie nunmal a) keinen Genossen und b) nicht so viel Freiraum.. ich bin so ratlos, verwirrt & verzweifelt...
Ich hab bestimmt so viel vergessen, was ihr ggf. noch an Infos braucht, bitte schreibt, wenn ihr noch mehr wissen müsst.
Und ich entschuldige mich nochmals für den langen Text