Der richtige Umgang mit Streunerkatzen

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  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #1
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Schweinemama

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Wir füttern derzeit zwei streunerkatzen, einerseits ein Jungtiere, das kam vor wochen hier an, wir haben aus dem küchenf2nster geworfen, anfangs lief da Tier mit seiner Beute weg, mittlerweile döst das Tier ab 5:00 morgens vor dem küchenfenster, abends dürfen wir es teilweise vor der Haustüre begrüssen. Sicherheitsabstand 2-3 meter. Sehr gepflegt, sandfarben hellrot leicht getigert, grüne Augen.

Eine zweitkatze kommt auch, muttertier, dass von uns ebenfalls sehr viel gefüttert wird. Das Tier sah total ausgehungert aus, wohnt in der Nähe eines HHolzschuppen, und Brachte vor etwa 2 Wochen mal seine katzenbabies vorbei, ist vi3l scheuer, kommt nicht alle Tage, aber bekommt dann umso mehr, katzenbabies haben wir bis jetzt 2x gesehen, zwei Stück sind es, im perfekten babykatzenalter, pfauchen, plüschkugeln, blaue Augen, und spielen miteinander eines ist grau Tiger, das andere stellenweise getigert, sonst weiss. Schauen sehr gepflegt aus die Babies, die Mutter hat eingerissene Ohren ist weiss grau, die dürfte ein Tier sein, dass sich wirklich hier halbwild durchschlägt.

Wir sind im Ferienhaus rund herum natur, der nächste nachbar ist 2 kilometer die Strasse lang. Weiterführen, aufhören, einfangen versuchen?

Ein Nachbar füttert katzen, kennt die beiden älteren Tiere aber nicht.
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #2
Hey,

ihr solltet die Tiere unbedingt einfangen und zum Tierarzt bringen. Grundimmunitisierung und Kastration sind ein muss.

Dann könnt ihr euch überlegen, was ihr möchtet.
Wenn die Kitten alt genug sind, könnte man sie von der Mutter trennen und vermitteln. Wenn Katzen noch jung sind, verlieren sie oft relativ schnell die Scheu gegen Menschen.
Für sehr scheue, erwachsene Katzen ist die Vermittlung meist etwas schwieriger. Entweder sie finden nette Katzenmenschen, die sich ihrer annehmen - oder sie finden irgendwo auf Bauernhöfen etc. einen Platz. Die werden es aber wesentlich schwieriger haben, als die Kitten und evtl. auch sehr lange im Tierheim sitzen.
Wenn es euch also nichts ausmacht, die Katzen zu füttern und zu versorgen, würde ich sie wohl wieder mitnehmen.

Man sollte sich dann aber bewusst sein, dass man bis zu einem gewissen Teil für die Tiere verantwortlich ist. Natürlich kann man schlecht sehr scheue Katzen jährlich zum Tierarzt bringen, aber sollte eine davon mal ernsthaft krank und/oder verletzt sein, sollte man sie schon einfangen und ärztlich versorgen lassen. Jedenfalls meine Meinung. ;)

Du kannst dich auch mal beim Tierheim, Tierschutzvereinen oder Katzenhilfen in der Nähe erkundigen, ob sie dich bei so einer Kastrationsaktion unterstützen würden.

LG
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #3
Mal den örtlichen Tierschutzverein ( oder den nächsten) informieren. Eventuell ist Katze eins ja gar kein Streuner, sondern hat nur ein recht großes Revier.
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #4
Mal den örtlichen Tierschutzverein ( oder den nächsten) informieren. Eventuell ist Katze eins ja gar kein Streuner, sondern hat nur ein recht großes Revier.

:eusa_doh: Klar, könnte ja auch ein Freigänger sein.

Also ruhig mal beim Tierheim etc. anrufen und fragen, auch mal Nachbarn etwas weiter entfernt fragen.

Falls sie Niemand kennt und eingefangen wird, sollte vor einer Kastration o.ä. natürlich auch nach Tattoo oder Chip geschaut werden.
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #5
Hallo, die Kitten haben wir letzte Woche für einige Stunden eingesammelt. Das muttertier, der Beschreibung her eine wildkatze hat uns fast attackiert, bei uns sind kornmähmaschinen rumgefahren, und die Kitten sind ständig am feldrand rumgelaufen, rein ins feld wieder raus. Das wäre gefährlich geworden. Nachdem Frau Mutter geknurrt hat wie ein Rottweiler aber ständig blickkontakt zu den babies hätte, wir hatten die putzis in den Schatten unter einen Strauch gesetzt, in einer transportbox- etwas weiter weg vom Feld. Aber wir haben schweren Herzens beschlossen die Kitten wieder auszulassen, die 3 kommen denke ich so schnell nicht mehr.

Das zweiter ist mittlerweile zutraulicher, es miaut in der früh, bekommt eine Option gekochtes Fleisch mit Gemüse -wir haben ja eine diabetikerhündin- Huhn, Reis, Haferflocken und Gemüse (ständig Käse und wiener Würstchen könnte ich nicht mehr vertreten, nachdem das Tier alleine in der früh 2 Stück wiener Würstchen verdrückt hat, am Abend kam es aber nochmals... am Tier könnte man anfangs die Rippen zählen, mittlerweile ist es pausbackig... fotographiert ist es auch schon... Ich darf mich auf 2 meter nähern mit der futterschüssel. Es wird doch überlegt ob das Tier von selber näher kommt, aber es wird langsam.
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #6
Solltet ihr der Katzen nochmal habhaft werden lasst sie nicht wieder laufen sondern bringt sie zum TA und/oder TH, zumindest die Kleinen sobald möglich.
Die Mutter dann per Lebendfalle wie auch Nr. 2.

Was du da fütterst ist, sorry, kein Katzenfutter
Lass alles außer Fleisch weg oder kauf einfach direkt richtiges Futter.

Wenn du das alles nicht willst, sondern nur ein bisschen Reste hinkippen lass es bitte ganz, dann wandern sie vllt ab wo sich komplett zu einer Futterstelle wo jmd die volle Verantwortung auch trägt, die er mit Anfüttern übernimmt.
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #7
Das ist leider immer so ein Problem mit den füttern. Die Katze die immer kommt liebt Käse, darf man den füttern oder nicht. Sie hat sich heute getraut zu mir zu kommen um sich eine Scheibe Käse zu holen.... aber nur 1 Scheibe, den rest der Fütterung sass ich 2 meter entfernt, dass nimmt sie mittlerweile entspannter hin, die putzt sogar die Reste die rausfallen auf, das futterschüsselchen wechseln sieht sie mit Spannung entgegen... da kam sie heute sogar sehr nahe, bis sie begriffen hat was sie da tut.

Nun liegt sie entspannt beim küchenfenster putzt sich, döst ein wenig und hofft auf gaben, die aus dem küchenfenster ihren Weg in ihren Magen finden.

Die mittels sind in der Nähe, wohl mit der Mutter (andere katze), manchmal hört man sie frühmorgens vorbeirascheln. Futter stelle ich hin, aber die käsekatze ist die einzige die wir bei der Schüssel sehen.

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Käse bekommt sie eine scheibe
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #8
Käse ist auch nicht geeignet.

Hast du dich mal umgehört, ob die Katzen vielleicht doch Jemandem gehören? Ansonsten solltest du dich wirklich dringend informieren, wo und wie du Hilfe zur Kastration bekommt. Die Tiere müssen dringend kastriert werden, Katzen können wirklich eine Plage werden.

Je eher, desto besser. Es kann auch sein, dass die Mutterkatze bereits wieder trächtig ist.

LG
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #9
Hallo, die Kitten haben wir letzte Woche für einige Stunden eingesammelt. Das muttertier, der Beschreibung her eine wildkatze hat uns fast attackiert, bei uns sind kornmähmaschinen rumgefahren, und die Kitten sind ständig am feldrand rumgelaufen, rein ins feld wieder raus. Das wäre gefährlich geworden. Nachdem Frau Mutter geknurrt hat wie ein Rottweiler aber ständig blickkontakt zu den babies hätte, wir hatten die putzis in den Schatten unter einen Strauch gesetzt, in einer transportbox- etwas weiter weg vom Feld. Aber wir haben schweren Herzens beschlossen die Kitten wieder auszulassen, die 3 kommen denke ich so schnell nicht mehr.

Das zweiter ist mittlerweile zutraulicher, es miaut in der früh, bekommt eine Option gekochtes Fleisch mit Gemüse -wir haben ja eine diabetikerhündin- Huhn, Reis, Haferflocken und Gemüse (ständig Käse und wiener Würstchen könnte ich nicht mehr vertreten, nachdem das Tier alleine in der früh 2 Stück wiener Würstchen verdrückt hat, am Abend kam es aber nochmals... am Tier könnte man anfangs die Rippen zählen, mittlerweile ist es pausbackig... fotographiert ist es auch schon... Ich darf mich auf 2 meter nähern mit der futterschüssel. Es wird doch überlegt ob das Tier von selber näher kommt, aber es wird langsam.

Es ist mit Sicherheit keine Wildkatze, die würde ihre Jungen nicht in der Nähe von Menschen auf die Welt bringen und die hättet ihr mit Sicherheit auch nicht einfangen können. Wildkatzen meiden Menschen sehr weitläufig, auch in Gebieten wo sie inzwischen wieder heimisch sind, bekommt man sie so gut wie nie zu Gesicht. Sie leben vorwiegend in Wäldern, große Populationen kommen in Laub- oder Mischwäldern vor, die von Menschen völlig ungestört sind, auch entlang von Küsten, am Rand von Sumpfgebieten oder Auwäldern. Es wird sich um eine verwilderte Hauskatze handeln, womöglich ist ihre Mutter auch schon eine Streunerin gewesen und sie ist auch schon frei aufgewachsen. Am besten wäre es gewesen, das Muttertier mit den Kitten einzusammeln und in eine Auffangstation oder Tierheim zu bringen, dort hätte man die Mutterkatze kastrieren können und sie wieder freilassen, sobald die Kitten alt genug sind. Die Kitten haben dort die Chance auf Menschen sozialisiert zu werden, weil Katzen die man einfach nur füttern kann und die total scheu sind und sich nicht anfassen lassen, die will kein Mensch. Außerdem wie soll man die bei Bedarf zum TA bringen, die sind dann weder entwurmt noch geimpft oder wenn ihnen sonst was fehlt? Wenn ihr die Kitten schon hattet, warum habt ihr sie dann nicht zum Tierarzt gebracht?

Wenn man Streunerkatzen anfüttert, sollte man sich überlegen, ob man die Verantwortung übernehmen will oder nicht und wenn ja, dann sollten sie eingefangen werden, ggf. mit Lebendfallen, da muss natürlich als erstes überprüft werden, ob die nicht doch tätowiert oder gechipt sind, auch ist ein Katzenfund stets dem örtlichen Tierheim zu melden. Dann kann man sie kastrieren lassen.

Wenn man sie füttert, sollte man sich schon etwas in das Thema einlesen und richtiges Futter kaufen. Katzen dürfen schon mal ein Würstchen oder etwas Käse fressen, aber ernähren sollte man sie nicht damit.
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #10
Der Tierarzt hat erklärt, dass er die Tiere kastriert, es ihnen aber in der Wildnis gut geht. Es handelt sich um weder Haus noch 100 prozentige wildkatze. Die Tiere haben aber ihre Nische gefunden und leben recht gut damit.

Die kitten sind wieder eine einkreuzung mit wildkatze, diese wären nach all ihren freiheiten hier, als Hauskatze absolut ungeeignet.

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Dass auch wildkatzen ihre jungen in der nähe von menschen grossziehen ist hier üblich. Im wald gibt es fuchs, marder, luchs und jede Menge greifvögel. Hier bei menschlichen Siedlungen sind die Kitten relativ sicher, wobei die streifzüge von Mutti Katze immer grösser werden, bis sie im Wald verschwindet.
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #11
Hey

Interessant, dass der Tierarzt das so einfach bestimmen kann, ohne die Kitten je zu Gesicht bekommen zu haben? Oder hast du die Kitten nun endlich eingesammelt und kastrieren lassen?

Selbst Wissenschaftler, die sich intensiv mit Wildkatzen befasst haben, brauchen dafür DNA-Tests ... Mal ganz davon ab, dass die Hybridisierung, weil irgendwelche Idioten unkastrierte Katzen nach draussen schicken, dazu führen wird, dass die Wildkatze aussterben wird, weil es irgendwann keine reinen Tiere mehr gibt ..
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #12
In Bayern ist mal eine Studie zu Hybridisierung gemacht worden, das Ergebnis war erstaunlich positiv, es wurden nur wenige Hybride gefunden. Es wird davon ausgegangen, dass die meisten Wildkatzen den Menschen so weiträumig meiden, dass es nur selten zu Revierüberschneidungen von verwilderten Hauskatzen und Wildkatzen kommt. Leider wird es sicher auch Gegenden geben in denen es sich anders verhält.

In Österreich gibt es zwar inzwischen wieder Luchse aber nur sehr, sehr wenige. Hingegen gibt es Marder und Füchse in der Nähe menschlicher Siedlungen und auch mittendrin zuhauf, also diese Erklärung, dass die Wildkatze zum Schutz ihrer Kitten die menschliche Nähe sucht, wage ich zu bezweifeln.
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #13
Verwilderten Katzen geht es selten gut
Oder gibt es die Vereine umsonst, die sich den A**** aufreißen um dieses Leid zu mindern?

Die Katzen gehören kastriert, gefüttert und bei Bedarf vernünftig versorgt.
Nur so bekommt man entsprechende Populationen langfristig in den Griff und vor allen Dingen reduziert man so die Gefährdung heimischer Arten.

Und das mit den Wildkatzen...s.o.
Da hat dein TA leider absolut keine Ahnung.
 
  • Der richtige Umgang mit Streunerkatzen Beitrag #14
Zu den Wildkatzen wurde ja nun schon genug geschrieben, leider verwechseln viele immer noch Wildkatze und "verwilderte Katze". Nicht jede graugetigerte Katze, die draußen rumläuft, ist automatisch auch eine Wildkatze.

Und auch wie Midori schon schrieb geht es Streunern selten gut. Spätestens im Winter wenn das Fressen knapp und es kalt wird sieht es im wahrsten Sinne mau aus...

Die kitten sind wieder eine einkreuzung mit wildkatze, diese wären nach all ihren freiheiten hier, als Hauskatze absolut ungeeignet
Gerade Kitten haben meist gar keine Probleme sich umzugewöhnen. Mein Lieblingskatzenverein hat schon mehrmals (mitgeholfen) teils große Streunerkolonien aufzulösen. Die Kitten/ jungen Katzen kamen dabei immer auf Pflegestellen, wurden kastriert und geimpft und dann auf Endstellen - teils auch als Wohnungskatzen - vermittelt. Die älteren Tiere wurden kastriert und medizinisch versorgt. Hat der Gesundheitszustand es zugelassen durften diese entweder zurück, wenn der Ort geeignet war und eine regelmäßige Versorgung mit Futter gegeben war oder wurden auch an geeignete Orte (Bauernhöfe, etc.) vermittelt.
Ich habe bzw. hatte hier auch 3 Hardcorefreigänger bzw Streuner, die sich aufgrund von FIV an das Leben im Haus gewohnen mussten. Nicht bei einem konnte ich da irgendwelche Probleme feststellen. Gut, Clarence und Lina waren auch lange Zeit im Tierheim/ bzw Pflegestelle, aber Malley, ein langjähriger unkastrierter Streuner, wurde damals morgens auf der Straße eingefangen und 3 Stunden lang zu mir gefahren. Da wussten wir absolut gar nicht wie er auf Wohnung und Menschen reagiert. Selbst da hatte ich keine Probleme. Im Gegenteil, ich hatte eher das Gefühl das die Tiere "dankbar" waren nicht mehr ums überleben kämpfen zu müssen.
 
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