Wie geht das ?

Diskutiere Wie geht das ? im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Ich habe also bei einer Kastration, die beim vollentwickelten Hund durchgeführt wird, nicht die oben angepriesenen gesundheitlichen Risiken im...
  • Wie geht das ? Beitrag #21
Ich habe also bei einer Kastration, die beim vollentwickelten Hund durchgeführt wird, nicht die oben angepriesenen gesundheitlichen Risiken im Nachgang, "nur" Verhaltensänderungen?

Sollte das so sein, sehe ich in einer dann aus Gründen durchgeführten Kastration keinen moralisch oder gesetzlich verwerflichen Akt.

Ganz davon ab: Welcher Hundebesitzer kastriert denn auch einfach so ohne triftigen Grund seinen Pfiffi? Ich kenne kaum Halter mit kastriertem Hund.
Der Aufreger - wenn's denn überhaupt einer ist - ging bisher somit völlig an mir vorbei...
 
  • Wie geht das ? Beitrag #22
Hi,

Welcher Hundebesitzer kastriert denn auch einfach so ohne triftigen Grund seinen Pfiffi?

hier in der Gegend wird pauschal alles zwischen sechs und zehn Monaten kastriert, wenn es nicht schon kastriert aus dem Tierschutz kam. Ohne Grund, einfach weil "das macht man so."

Ungefähr jeder dritte HH, den ich treffe, fragt mich, wann ich den Zwerg kastrieren lasse. :roll: Die unkastrierten Hunde teilen sich in zwei "Lager". Rüden von männlichen HH, wirklich wahr, da gibt es unglaublich viele, die nicht kastrieren lassen. Das zweite "Lager" sind die Sonderlinge - so wie ich. :mrgreen: Die Kastrationen nur dann nötig finden, wenn es wirklich notwendig ist. Und selbst davor würde ich einen Chip ausprobieren um zu sehen ob die Probleme wirklich mit den Sexualorganen zutun haben.

Zu der Kastration bei anderen Tierarten hat ja Mido schon was gesagt, es ist manchmal anders nicht möglich. Katzen/Kater unkastriert ist eine Zumutung für Tier und Mensch, bei Freigängern erklärt es sich von selbst. DAvon ab können Katzen dauerrollig werden, was für das Tier sehr unangenehme Folgen haben kann. Gibt es beim Hund nicht.

Rinder und Schweine, da geht es klar um die Mast. Kastrierte Tiere nehmen schneller zu, machen untereinander weniger Ärger und so unschön sich das anhört, diese Tiere leben nicht lang genug um eventuelle Folgen sehen.

Bei Kaninchen gehen wohl reine Bockgruppen manchmal gut, bei Ratten geht es wohl gut. Mäuse bringen sich um. Bei Meersauen kenne ich mich nicht aus.

Bei Pferden scheiden sich die GEister - zumindest was ich so mitbekomme. Einige sagen, dass es egal ist wann kastriert wird, andere sagen so spät wie möglich. Meine Chefin kastriert so spät wie möglich und so wie es eben gerade passt. Wir hatten jetzt einen zweijährigen Hengst stehen, wurde nicht gekört und dann standen wir vor der Wahl - alleine halten oder kastrieren und mit den anderen Wallachen auf die Weide. Da fiel die Wahl leicht.
Letztes Jahr hatten wir drei Hengste, die waren 3,5 als sie kastriert wurden weil sie eben zu dritt waren. Wir können ja nicht beeinflussen wie die Geschlechteraufteilung bei den Fohlen ist. :lol:

Ich weiß für mich persönlich, dass - sollte hier nochmal eine neue Katze einziehen - diese kastriert wird. Beim Hund mache ich es davon abhängig wie er reagiert und wenn, dann nicht bevor er geistig und körperlich erwachsen ist. Ich musste durch die Pubertät, warum sollte es meinem Hund besser gehen?:mrgreen:

Lg Demona
 
  • Wie geht das ? Beitrag #23
Gesundheitliche Folgen gibt es auch durchaus bei Spätkastrationen- Sexualhormone haben immer auch weitere Funktionen.
Bei erwachsenen Hunden nur nicht mehr ganz so drastisch in Hinblick auf Wachstum etc pp wie bei Fruhkastraten.

"Nur" Verhalten ist übrigens relativ.
Bei einem angstaggressiven Rüden verstärke ich die Aggression unter Umständen, eine bereits sehr selbstsicher nach vorne gehende Hündin wird durch eine Kastra ebenfalls unter Umständen aggressiver.

Der extremste Frühkastrat den ich kennenlernen durfte war ein mit 5 Wochen kastrierter Dobermann-Rüde.
Der war selbst mit 3-4 Jahren schlicht so dermaßen "wellig" geblieben, dass er regelmäßig auf die Mappe bekommen hat von so ziemlich allen anderen Hunden.
Totlieb, aber 40kg-Welpe mit absolut inadäquatem Sozialverhalten.

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Gesundheitliche Folgen gibt es auch durchaus bei Spätkastrationen- Sexualhormone haben immer auch weitere Funktionen.
Bei erwachsenen Hunden nur nicht mehr ganz so drastisch in Hinblick auf Wachstum etc pp wie bei Fruhkastraten.

"Nur" Verhalten ist übrigens relativ.
Bei einem angstaggressiven Rüden verstärke ich die Aggression unter Umständen, eine bereits sehr selbstsicher nach vorne gehende Hündin wird durch eine Kastra ebenfalls unter Umständen aggressiver.

Der extremste Frühkastrat den ich kennenlernen durfte war ein mit 5 Wochen kastrierter Dobermann-Rüde.
Der war selbst mit 3-4 Jahren schlicht so dermaßen "wellig" geblieben, dass er regelmäßig auf die Mappe bekommen hat von so ziemlich allen anderen Hunden.
Totlieb, aber 40kg-Welpe mit absolut inadäquatem Sozialverhalten.
 
  • Wie geht das ? Beitrag #24
Warum kastriert man einen fünf Wochen alten Hund?:shock::shock:
 
  • Wie geht das ? Beitrag #25
Musste eh in Narkose wegen einer Verletzungund da wurde das direkt "mit gemacht"...

Kein Auslands-Tierschutz, sondern "private Zucht" hier in Deutschland.
 
  • Wie geht das ? Beitrag #26
Aber mit fünf Wochen? :shock: Da laufen die doch noch nicht mal richtig rum. Findet man da die Eier überhaupt schon? Sorry, aber das find ich tierisch krass. :shock:
 
  • Wie geht das ? Beitrag #27
Ab der 2./3. Woche sind die durchaus schon findbar, wenn man sucht.
Ist insgesamt eine riesige Sauerei sowas zu machen.
 
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