- Wenn Hunde Hunde jagen... Beitrag #1
Pewee
- Beiträge
- 28.757
- Punkte Reaktionen
- 3
Ich geb zu, ich war lange Zeit richtig stolz darauf, dass meine Hanna die typischen Vorurteile von Kleinhunden nicht bestätigte. Sie war zwar nie der sicherste Hund, den man sich wünschen kann, aber sie war zumindest kein Schisser und erst recht kein Hund, der andere ständig ankläffte. Klar, wenn Jerry einen Hund nicht mag, dann sie sowieso nicht, dafür ist der Gruppenzwang zu groß
In ihrem 5. Monat hatte sie mal eine Phase wo andere Hunde gar nicht in Ordnung waren, aber es war ok, sie bekam schnell mehr Sicherheit und sie spielte auch wieder mit anderen Hunden.
Seit einiger Zeit habe ich aber nun das Problem, dass Hanna vermehrt mit anderen Hunden aneinander gerät und zwar mit den bekannten "Gut- Wetter- Hunden". Wir kennen sie alle, hören nicht für 5 Cent, soziale Kompetenz vermutlich nie gelernt und der Besitzer ist oft so langweilig, dass man sich lieber mit anderen Sachen vergnügt. Diese "andere Sache" ist nun Hanna. Mittlerweile ist sie ein gesuchtes "Jagdobjekt". Besagte Besitzer haben mittlerweile die Tendenz nicht nur einen Hund zu halten und nicht zu erziehen. Nein, gerne sind es auch 2 oder 3 Hunde. Ich gebe meinen Hunden so viel Sicherheit wie ich kann, aber wie soll ich allein gegen 2-3 Hunde ankommen, die sich schon gut 100m von ihrem Besitzer entfernt haben? Mag sein, dass sie nur spielen wollen, aber sie verstehen oft die Körpersprache gar nicht. Jene Besitzer sind auch oft Gesprächsthema bei den anderen Hundehaltern. Wie oft wurden sie darauf schon angesprochen und wie oft hieß es, sie würden daran arbeiten... Wo sind denn dann die Schleppleinen? Wo sind die Futterdummies? Wo ist die Aufmerksamkeit zu den Hunden? Ich kann sie nicht sehen. Was ich sehe sind Hunde, die meine Hündin jagen und es ist mir egal, ob es für sie Spiel ist oder nicht, für meine Hündin ist es kein Spiel mehr.
Jedesmal trainier ich wieder so weit, dass Hanna halbwegs ruhig bleibt. Sie steht hinter mir und wartet ab, aber was bringt es mir, wenn dann 2-3 Wochen später wieder einer der "Gut- Wetter- Hunde" auf uns zurennt? Was bringt es, wenn ich dem Besitzer nachrufen muss, er solle seine Hunde an die Leine nehmen und er macht es nicht? Wie oft musste ich mich mittlerweile zanken? Ich kann es kaum noch abzählen.
Ich bin niemand der seine Hunde mit Samthandschuhen anfasst. Nie käme ich auf die Idee, Hanna hochzuheben oder an die Leine zu nehmen aus Unsicherheit. Ich behandle Hanna nicht anders als Jerry nur weil sie klein ist. Aber was bringt mein Verhalten, wenn der Halter des anderen Hundes meine Hanna nicht ernst nimmt? Dann brauch ich mich nicht wundern, wenn sein Hund Hanna eben auch nicht mehr ernst nimmt. Wie oft ist es deswegen schon passiert, dass ich den Besitzer böse anmotzte, er sollte seinen Hund endlich an die Leine nehmen? Letztlich führt es dazu, dass er seinen Hund anschreit, weil er NATÜRLICH nicht hört. Und was passiert? Klar, sogar Jerry wird nervös und lässt mich keine Sekunde mehr aus den Augen, wer mag auch schon schreiende Menschen.
Ich habe Verständnis für jeden Hund, der nicht perfekt hört. Kein Hund kann das und das ist auch in Ordnung. Ich habe auch Verständnis dafür, dass nicht jeder so intensiv mit seinen Hunden lebt, wie wir es hier fast alle tun. Aber ich habe kein Verständnis mehr dafür, wenn andere Menschen und Hunde psychisch und physisch belastet werden. Jene "Gut- Wetter- Hunde" haben es bereits geschafft, einer älteren Hundedame mehrere Nerven einezuklemmen, weil man sich auf sie drauf stürzen musste. Unwichtig zu erklären, dass besagte Hundedame schon starke Arthrose hatte und froh war, überhaupt länger als eine halbe Stunde ohne Pausen gehen zu können. Dieser Halter kann froh sein, keine Anzeige bekommen zu haben. Ich hätte ein Donnerwetter veranstaltet. Zumindest ist der Halter nun so vorsichtig, dass er den Hund an die Leine nimmt, wenn er den Besitzer der älteren Hundedame sieht.
Ich bin sauer und es macht auch keinen Spaß mehr. Ich liebe es mit meinen Hunden zu trainieren. Aber immer wieder bei Null anzufangen ist einfach nicht mehr schön. Solche Vorfälle von 5 Minuten kosten mich Wochen an Training. Was hab ich davon? Diese Vorfälle haben sich so gehäuft, dass sie hinter Jerry steht und die anderen Hunde anknurrt, selbst wenn es freundlich gesinnte Hunde sind, die lediglich schnuffern wollen. Klasse, darunter leidet natürlich auch das Fun- Training, weil wir durch die Hunde ständig unterbrochen werden.
Hanna muss vielleicht einfach mal von mir schwarz eingefärbt werden, vielleicht haben die Leute dann mehr Respekt... *hmpf*
Vielleicht können jetzt manche verstehen, wieso ich auf das Thema "Ich will unbedingt Mehrhundhalter sein" so allergisch reagiere. Es gibt einfach viel zu viele Menschen, die sich überschätzen, die nicht ausreichend an den Baustellen des Ersthundes arbeiten, aber unbedingt noch einen Hund brauchen... Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Hunde sind Arbeit, egal wie sehr wir sie lieben. Jeder weitere Hund bedeutet doppelt, wenn nicht sogar 3x so viel Arbeit, vor allem wenn der Ersthund noch Baustellen hat.
Hier mein Mäuschen ganz fertig vom Spaziergang heute mittag. War zu warm, hätte morgens lieber länger gehen und dafür den Mittagsspaziergang ausfallen lassen sollen. *seufz*

Uploaded with ImageShack.us
Seit einiger Zeit habe ich aber nun das Problem, dass Hanna vermehrt mit anderen Hunden aneinander gerät und zwar mit den bekannten "Gut- Wetter- Hunden". Wir kennen sie alle, hören nicht für 5 Cent, soziale Kompetenz vermutlich nie gelernt und der Besitzer ist oft so langweilig, dass man sich lieber mit anderen Sachen vergnügt. Diese "andere Sache" ist nun Hanna. Mittlerweile ist sie ein gesuchtes "Jagdobjekt". Besagte Besitzer haben mittlerweile die Tendenz nicht nur einen Hund zu halten und nicht zu erziehen. Nein, gerne sind es auch 2 oder 3 Hunde. Ich gebe meinen Hunden so viel Sicherheit wie ich kann, aber wie soll ich allein gegen 2-3 Hunde ankommen, die sich schon gut 100m von ihrem Besitzer entfernt haben? Mag sein, dass sie nur spielen wollen, aber sie verstehen oft die Körpersprache gar nicht. Jene Besitzer sind auch oft Gesprächsthema bei den anderen Hundehaltern. Wie oft wurden sie darauf schon angesprochen und wie oft hieß es, sie würden daran arbeiten... Wo sind denn dann die Schleppleinen? Wo sind die Futterdummies? Wo ist die Aufmerksamkeit zu den Hunden? Ich kann sie nicht sehen. Was ich sehe sind Hunde, die meine Hündin jagen und es ist mir egal, ob es für sie Spiel ist oder nicht, für meine Hündin ist es kein Spiel mehr.
Jedesmal trainier ich wieder so weit, dass Hanna halbwegs ruhig bleibt. Sie steht hinter mir und wartet ab, aber was bringt es mir, wenn dann 2-3 Wochen später wieder einer der "Gut- Wetter- Hunde" auf uns zurennt? Was bringt es, wenn ich dem Besitzer nachrufen muss, er solle seine Hunde an die Leine nehmen und er macht es nicht? Wie oft musste ich mich mittlerweile zanken? Ich kann es kaum noch abzählen.
Ich bin niemand der seine Hunde mit Samthandschuhen anfasst. Nie käme ich auf die Idee, Hanna hochzuheben oder an die Leine zu nehmen aus Unsicherheit. Ich behandle Hanna nicht anders als Jerry nur weil sie klein ist. Aber was bringt mein Verhalten, wenn der Halter des anderen Hundes meine Hanna nicht ernst nimmt? Dann brauch ich mich nicht wundern, wenn sein Hund Hanna eben auch nicht mehr ernst nimmt. Wie oft ist es deswegen schon passiert, dass ich den Besitzer böse anmotzte, er sollte seinen Hund endlich an die Leine nehmen? Letztlich führt es dazu, dass er seinen Hund anschreit, weil er NATÜRLICH nicht hört. Und was passiert? Klar, sogar Jerry wird nervös und lässt mich keine Sekunde mehr aus den Augen, wer mag auch schon schreiende Menschen.
Ich habe Verständnis für jeden Hund, der nicht perfekt hört. Kein Hund kann das und das ist auch in Ordnung. Ich habe auch Verständnis dafür, dass nicht jeder so intensiv mit seinen Hunden lebt, wie wir es hier fast alle tun. Aber ich habe kein Verständnis mehr dafür, wenn andere Menschen und Hunde psychisch und physisch belastet werden. Jene "Gut- Wetter- Hunde" haben es bereits geschafft, einer älteren Hundedame mehrere Nerven einezuklemmen, weil man sich auf sie drauf stürzen musste. Unwichtig zu erklären, dass besagte Hundedame schon starke Arthrose hatte und froh war, überhaupt länger als eine halbe Stunde ohne Pausen gehen zu können. Dieser Halter kann froh sein, keine Anzeige bekommen zu haben. Ich hätte ein Donnerwetter veranstaltet. Zumindest ist der Halter nun so vorsichtig, dass er den Hund an die Leine nimmt, wenn er den Besitzer der älteren Hundedame sieht.
Ich bin sauer und es macht auch keinen Spaß mehr. Ich liebe es mit meinen Hunden zu trainieren. Aber immer wieder bei Null anzufangen ist einfach nicht mehr schön. Solche Vorfälle von 5 Minuten kosten mich Wochen an Training. Was hab ich davon? Diese Vorfälle haben sich so gehäuft, dass sie hinter Jerry steht und die anderen Hunde anknurrt, selbst wenn es freundlich gesinnte Hunde sind, die lediglich schnuffern wollen. Klasse, darunter leidet natürlich auch das Fun- Training, weil wir durch die Hunde ständig unterbrochen werden.
Hanna muss vielleicht einfach mal von mir schwarz eingefärbt werden, vielleicht haben die Leute dann mehr Respekt... *hmpf*
Vielleicht können jetzt manche verstehen, wieso ich auf das Thema "Ich will unbedingt Mehrhundhalter sein" so allergisch reagiere. Es gibt einfach viel zu viele Menschen, die sich überschätzen, die nicht ausreichend an den Baustellen des Ersthundes arbeiten, aber unbedingt noch einen Hund brauchen... Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Hunde sind Arbeit, egal wie sehr wir sie lieben. Jeder weitere Hund bedeutet doppelt, wenn nicht sogar 3x so viel Arbeit, vor allem wenn der Ersthund noch Baustellen hat.
Hier mein Mäuschen ganz fertig vom Spaziergang heute mittag. War zu warm, hätte morgens lieber länger gehen und dafür den Mittagsspaziergang ausfallen lassen sollen. *seufz*

Uploaded with ImageShack.us