- Trauriger Alltag einer Wohnungskatze Beitrag #1
Mrs. Bunny
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Ich zwänge mich auf die Fensterbank, die dicht mit stacheligen Pflanzen besiedelt ist. Meine Haut schmerzt und fast verliere ich das Gleichgewicht. In letzter Sekunde kann ich mich an dem Vorhang vor dem Fenster festhalten. Langsam setze ich mich zwischen die stacheligen Pflanzen. Ich schaue hinunter. Ich sehe fliegende Geschöpfe, die auf Bäumen rumhüpfen und sich gegenseitig jagen. Mein Jagdtrieb in mir wird geweckt. Ich taste mich weiter vor und versuche mich leise zu verhalten. Heute wird es klappen, heute werde ich endlich eines der fliegenden Geschöpfe erwischen. Ich halte mich dicht am Boden, damit ich nicht bemerkt werde. Plötzlich stoße ich gegen etwas. Es ist die durchsichtige Trennung zwischen meinem Leben und dem anderen da draußen. Täglich versperrt sie mir den Weg in die Freiheit. Enttäuscht setze ich mich wieder auf die Fensterbank. Ich beobachte weiterhin die fliegenden Geschöpfe und würde am liebsten losspringen. Aber ich kann nicht. Die durchsichtige Trennung ist mein Feind, mein größter Feind.
Plötzlich nehme ich etwas aus den Augenwinkeln wahr. Ein Mensch steht unten auf der Wiese. Nicht nur das, zwei kleine Geschöpfe mit großen Ohren hoppeln über die Wiese. Sie scheinen Spaß zu haben. Sie jagen sich gegenseitig und machen Luftsprünge. Sie fressen zusammen auf der Wiese und toben herum. Sie strahlen etwas aus, was ich mein ganzes Leben noch nie gefühlt habe. Freiheit. Ich will runter zu den hoppelnden Geschöpfen und mit ihnen über die Wiese toben. Ich kann diese Langweile in der winzigen 1-zimmerwohnung nicht mehr ertragen. Ich will nur Freiheit und Gesellschaft. Doch ich weiß, dass ich dieses Gefühl niemals zu spüren bekommen werde. Diese andere Welt, die ich klar und deutlich durch die durchsichtige Trennung sehen kann, ist nur zu erträumen.
Ich beobachte die Geschöpfe noch eine Weile und mein Herz zieht sich zusammen. Den Schmerz der stacheligen Pflanzen auf der Fensterbank fühle ich nicht mehr. Den größten Schmerz fühle ich in mir. Die Hoffnungslosigkeit übermannt mich.
Plötzlich sind die hoppelnden Geschöpfe verschwunden, sie scheinen Angst zu haben. Dann sehe ich den Grund. Ein weiteres Geschöpf rennt auf die Wiese, sie hat einen Schwanz, genauso wie ich. Sie jagt einem winzigen Ding hinterher. Es sieht spannend und aufregend aus. Sofort ist mein Jagdtrieb wieder geweckt. Ich will raus. Raus aus der winzigen Wohnung, raus aus meiner alten, traurigen und einseitigen Welt. Aber ich kann nicht. Ich bin eingesperrt.
Ich will toben, ich will jagen. Ich will Freiheit. Doch ich weiß, dass es nie so kommen wird. Deshalb will ich nur noch eins. Sterben.
Aus der Sicht einer Wohnungskatze
Ein Appell an alle Katzenhalter die eine Wohnungskatze alleine halten. Schenkt ihnen ein Partner. Jetzt.
Die Erzählung habe ich tatsächlich mitgekriegt. In der oberen Wohnung unseres Hauses wohnt tatsächlich eine Wohnungskatze in einer 1-Zimmerwohnung. Ich sehe sie immer am Fenster sitzen, wenn meine Kaninchen auf der Wiese sind. Ich musste mich auch einmal um sie kümmern und habe den traurigen Alltag miterlebt. Es zerreißt mir das Herz.
Plötzlich nehme ich etwas aus den Augenwinkeln wahr. Ein Mensch steht unten auf der Wiese. Nicht nur das, zwei kleine Geschöpfe mit großen Ohren hoppeln über die Wiese. Sie scheinen Spaß zu haben. Sie jagen sich gegenseitig und machen Luftsprünge. Sie fressen zusammen auf der Wiese und toben herum. Sie strahlen etwas aus, was ich mein ganzes Leben noch nie gefühlt habe. Freiheit. Ich will runter zu den hoppelnden Geschöpfen und mit ihnen über die Wiese toben. Ich kann diese Langweile in der winzigen 1-zimmerwohnung nicht mehr ertragen. Ich will nur Freiheit und Gesellschaft. Doch ich weiß, dass ich dieses Gefühl niemals zu spüren bekommen werde. Diese andere Welt, die ich klar und deutlich durch die durchsichtige Trennung sehen kann, ist nur zu erträumen.
Ich beobachte die Geschöpfe noch eine Weile und mein Herz zieht sich zusammen. Den Schmerz der stacheligen Pflanzen auf der Fensterbank fühle ich nicht mehr. Den größten Schmerz fühle ich in mir. Die Hoffnungslosigkeit übermannt mich.
Plötzlich sind die hoppelnden Geschöpfe verschwunden, sie scheinen Angst zu haben. Dann sehe ich den Grund. Ein weiteres Geschöpf rennt auf die Wiese, sie hat einen Schwanz, genauso wie ich. Sie jagt einem winzigen Ding hinterher. Es sieht spannend und aufregend aus. Sofort ist mein Jagdtrieb wieder geweckt. Ich will raus. Raus aus der winzigen Wohnung, raus aus meiner alten, traurigen und einseitigen Welt. Aber ich kann nicht. Ich bin eingesperrt.
Ich will toben, ich will jagen. Ich will Freiheit. Doch ich weiß, dass es nie so kommen wird. Deshalb will ich nur noch eins. Sterben.
Aus der Sicht einer Wohnungskatze
Ein Appell an alle Katzenhalter die eine Wohnungskatze alleine halten. Schenkt ihnen ein Partner. Jetzt.
Die Erzählung habe ich tatsächlich mitgekriegt. In der oberen Wohnung unseres Hauses wohnt tatsächlich eine Wohnungskatze in einer 1-Zimmerwohnung. Ich sehe sie immer am Fenster sitzen, wenn meine Kaninchen auf der Wiese sind. Ich musste mich auch einmal um sie kümmern und habe den traurigen Alltag miterlebt. Es zerreißt mir das Herz.