Ratschlag zu Bauernhofkatzen gesucht

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  • Ratschlag zu Bauernhofkatzen gesucht Beitrag #1
laurita210

laurita210

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Hallo liebe Tierfreunde,
ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass ich meine Frage ins Richtige eingeordnet habe.

Folgende Situation: Meine Mama und ich füttern inzwischen nun schon seit 10 Jahren jeden Tag Katzen auf einem Bauernhof ein Dorf weiter von uns. Wir haben auch alle der Katzen kastrieren lassen, um zu verhindern, dass es überhand nimmt. Der Bauer ist gleichgültig und hat seine Katzen auch nie selbst gefüttert, es stört ihn aber auch nicht, dass wir kommen. Angefangen hat es damit, dass ich auf die Zustände beim Hof durchs Zeitungsausteilen gekommen bin und dann hat es sich so eingebürgert, dass ich irgendwann immer häufiger zum Füttern gefahren bin, bis es dann jeden Tag war. Inzwischen sind es noch drei Katzen, die immer zum Fressen kommen. Seit ich 13J. alt bin machen wir das nun. Allerdings ziehe ich bald aus und kann sie deswegen nicht mehr weiter füttern und das komplett meiner Mama zu überlassen ist zu viel verlangt. Seit 10J. war sie nicht mehr im Urlaub aus Sorge darum, wer die Katzen füttern würde. Und auch sonst arbeitet sie wirklich sehr viel und ich will ihr nicht zumuten dort jeden Tag hinfahren zu müssen. Wir lieben die Katzen und machen das von Herzen gerne, aber wir sehen es inzwischen als eine Last und Aufgabe an, an die man zeitlich und auch örtlich gebunden ist.

Wir fragen uns nun, ob jemand eine Idee hat, was wir machen könnten mit den Katzen, um dort nicht mehr jeden Tag hinfahren zu müssen.

Denkt ihr, man würde 3 Katzen im Alter von mindestens 10Jahren noch vermittelt bekommen, um dem ganzen ein Ende zu setzen auch wenn es uns das Herz zerbricht?
Die Katzen waren alle sehr scheu und haben sich nicht anfassen lassen, nach Jahren ging es dann und man kann sie auch streicheln inzwischen ohne Probleme. Allerdings kann man nicht sagen, wie sie sich verhalten würden, wenn sie auf einmal in eine Wohnung/Haus vermittelt würden, und sonst ihr Leben lang nur draußen waren. Habt ihr Erfahrungen mit solchen Fällen, die ihr vielleicht selbst adoptiert habt?
Oder andernfalls, würde man sie nicht vermitteln können, denkt ihr man würde das mit dem Fressengeben auf alle 2 Tage beschränken können und dann immer weiter reduzieren bis sie sich wieder selbst zurechtfinden ohne uns als Futtergeber?
Allerdings glaube ich könnten das weder meine Mutter noch ich mit unserem Gewissen vereinbaren.

Ich bin um jede Erfahrung bzw. Ratschlag dankbar. Ich kann nachts nicht mehr schlafen und freue mich gar nicht mehr auszuziehen, einfach weil mir die Katzen solche Sorgen bereiten.

Was würdet ihr tun?

Liebe Grüße
Laura
 
  • Ratschlag zu Bauernhofkatzen gesucht Beitrag #2
Hey,

Es ist schwer zu sagen, wie die Tiere reagieren würden, wenn sie vermittelt würden.

Wir füttern selbst eine verwilderte Hauskatze und auch wenn sie sich streicheln lässt, kommt sie nicht freiwillig ins Haus. Keine Ahnung, ob sich das bessern würde, wenn man es "richtig" versucht, also quasi "erzwingt".

Unsere Hauskätzin Molly ist ebenfalls in einer wilden Kolonie geboren und kam mit 2 Jahren zu uns. Sie ist inzwischen 5 und immernoch recht scheu fremden gegenüber, mir aber sehr kuschelig gesonnen. Allerdings wurde sie auch schon als junge Katze gefangen und kastriert...

Das Alter ist eben etwas schwierig, da sie eben ihr lebenlang draußen waren. Da ist Freigang mindestens ein muss.
Und es ist eben fraglich, ob ihr sie überhaupt in gute Hände vermittelt bekommt (älter+scheu ist jetzt nicht eine Traumkombi). Solltet ihr Jemanden finden, der ihnen mit viel Geduld ein ruhiges Zuhause mit Freigang schenken würde, wäre das eventuell einen Versuch wert. Aber sie jetzt z.B. in Tierheim geben, würde ich nicht tun... Da ist die Gefahr groß,d ass sie dort nicht mehr rauskommen.

Eine andere Möglichkeit wäre zu schauen, ob ein anderer Hof Katzen aufnehmen würde und sie besser umsorgen würde. Viele Landwirte behandeln ihre Katzen ja wesentlich besser - auch wenn sie nicht ins Haus dürfen ist den meisten ein trockenes Plätzchen irgendwo und täglich eine Portion Futter gegeben.

Oder ihr fragt mal im Tierschutzverein eurer Stadt nach, ob es Freiwillige gibt, die eure Futterstelle übernehmen würden. Vielleicht kann man sich auch abwechseln, dass deine Mutter z.B. nur noch ab und zu füttern muss (wenn sie denn will).

LG und danke, dass ihr euch gekümmert habt!
 
  • Ratschlag zu Bauernhofkatzen gesucht Beitrag #3
Vielen Dank für die zügige und hilfreiche Antwort!
Eine der Katzen würden meine Nachbarn evtl. aufnehmen, allerdings muss man sehen wie es dann um die anderen beiden steht, es macht ja nur Sinn die Katzen herzugeben, wenn sie auch alle einen Platz finden können.
Dass das Tierheim keine Option ist, haben wir auch so ein eingeschätzt, weil die Chancen bei Alten und dazu keinen "Schoßkatzen" vermutlich geringer ist, vermittelt zu werden. Das könnten wir wahrscheinlich auch gar nicht übers Herz bringen! Wenn dann nur in eine Familie, die sich den Schicksalen annehmen möchte.

Danke für deine Erfahrungen mit deinen Katzen! Interessant zu hören, wie es laufen kann. In unserem Fall müsste man das, wenn sich jemand findet, vermutlich einfach ausprobieren. Ich habe auch bereits einmal gesehen, wie sich eine der Katzen beim Bauern ins Haus geschlichen hat als er die Tür noch offen stehen hatte.
Wir würden sie auch selbst gerne nehmen, aber mein Bruder hat leider eine Allergie und unsere zwei Hundis mögen leider keine Katzen.

Das mit dem Abwechseln der Futterstelle finde ich auch eine gute Idee, auf die ich noch gar nicht gekommen bin. Da werde ich mich definitiv mal erkundigen, ob es da eine Möglichkeit gibt sich abzuwechseln. Jeder 2. Tag stellt ja auch schon eine Entlastung dar für meine Mama. Man fährt ja doch jedes Mal je 10Min hin und zurück.

Nochmals lieben Dank für deine Antwort, die uns neue mögliche Perspektiven aufzeigt! :)
 
  • Ratschlag zu Bauernhofkatzen gesucht Beitrag #4
Hey, so eine Idee... Wie wohnt deine Mama denn? Vielleicht kann man die Katzen mit Voliere (eventuell mit Hilfe des Tierheims) bei deiner Mama am Haus/Wohnung ansiedeln und dort weiter füttern. Dazu müssen sie sich natürlich über ein paar Wochen daran gewöhnen, daher die Voliere.
Sowas wurde mal bei Hund Katze Maus gemacht.

Weiß ja nicht, ob das machbar wäre und ob das bei der recht kurzen Entfernung überhaupt klappt. Dazu können vielleicht Katzenbesitzer eher etwas sagen.
 
  • Ratschlag zu Bauernhofkatzen gesucht Beitrag #5
Eine der Katzen würden meine Nachbarn evtl. aufnehmen

Ehrlich gesagt würde ich das nicht versuchen. Das ist viel zu nah am alten Ort und die Katzen lebten dort ja nun auch schon einige Jahre. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie zurück laufen in ihr altes Revier. Man müsste sie extrem lang eingesperrt behalten, um zumindest eine Chance zu haben, dass sie den neuen Ort als Zuhause akzeptieren.
Viel besser wäre es, wenn man sie weit entfernt platziert, sodass sie nicht Dingen über den Weg laufen, die sie wieder erkennen und von dort zurück laufen.
Das Problem hat man teilweise auch mit normalen Hauskatzen, die an den Menschen gewöhnt sind und mit ihren Menschen umziehen. Bei Katzen, die (noch) keine Beziehung zu Menschen aufgebaut haben, hält sie noch weniger am neuen Ort.

Ehrlich gesagt würde ich schauen, dass die Katzen dort bleiben können und man die Fütterung auf mehrere Personen verteilt.
 
  • Ratschlag zu Bauernhofkatzen gesucht Beitrag #6
Das mit der Voliere ist zwar eine Idee aber leider nicht machbar. Ich wüsste nicht wie wir das hinbekommen sollten, ohne dass die Hunde sie dann scheuchen würden. Wir wohnen in Haus mit Garten, aber sehe das nicht als Option.. Also das fällt dann leider schon mal weg. Bisher ist wahrscheinlich die beste Lösung sich in irgendeiner Weise aufzuteilen. Da werde ich mich mal beim Tierschutz erkundigen, ob man uns da weiterhelfen kann. Bis Juli/August bin ich ja auch erstmal noch da.

Danke für alle Tipps und Ratschläge!
 
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