Verkauft wird, was auch gekauft wird, so einfach ist das. Ich hatte auch erst kürzlich ein extrem unangenehmes Erlebnis in einer Zoohandlung. Ein kleines Mädchen sollte einen Hamster bekommen (erster Fehler: das Kind wird nie so lange wach sein, bis der Hamster aufsteht), bekam dann einen schicken Plastikkäfig in rot und pink (passt bestimmt prima ins Kinderzimmer). Das kleine Mädchen kann nix dafür, die war 4 oder 5, schätze ich, aber der Vater... meine Güte. Immerhin hat er sich von der Verkäuferin ein größeres als das Mini-Plastiklaufrad "aufschwatzen" lassen, das allerdings m.E. immer noch zu klein war (ist das Metallding mit dem roten Gewebeband, haben sicher schon einige gesehen). Das wollte er dann umsonst haben, immerhin braucht er dann das Plastikrad nicht mehr, das beim Käfig dabei war! Und so sollen Kinder Verantwortung lernen...
Als die Verkäuferin kurz noch Streu holen war, habe ich dann höflich gemeint, daß ich schon lange Hamster habe und sowohl Laufrad als auch Käfig zu klein seien, hab ihm sogar angeboten, ihm die Internet-Adressen von zooplus und Rodipet aufzuschreiben, fand er aber unverschämt. Die Kleine war dann ganz verunsichert. Aber die Nachfrage bestimmt den Markt, so ist das überall, bei Autos, Kleidung - und auch bei Tieren und Zubehör. Man kann nur drauf hinarbeiten, möglichst vielen Leuten bewußt zu machen, was gut ist und was nicht, damit die unnötigen oder gar gefährlichen Dinge wie Salzlecksteine und zu kleine Käfige irgendwann nicht mehr rentabel sind.