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Die Kombination ist natürlich äußerst ungünstig, die beiden Katzen haben durch den Altersunterschied vollkommen unterschiedliche Bedürfnisse. Daher wird auch immer empfohlen, wenn man jüngere Katzen zu einem älteren Tier setzt, dann sollten es 2 Katzen sein. Sonst hat man oft in kürzester Zeit zwei unglückliche Stubentiger - eine überforderte Altkatze und eine gelangweilte, unterforderte junge Katze.
Die Kleine ist natürlich nicht ausgelastet, ihr fehlt der Artgenosse der mit ihr durch die Gegend tollt, die Kratzbäume rauf und runter jagt, zusammen mit Katzenbuckel durch die Wohnung rennt usw.
Weißt du etwas über die Sozialisierung der jungen Katze als Kitten? War sie lang genug bei der Katzenmutter und den Geschwistern, weiß sie, dass es auch Grenzen gibt, hat sie gelernt, wann man Zähne und Krallen einsetzen darf und wann nicht?
Ihr Verhalten ist auch ganz normal, stell dir vor du hättest als Teenager nur deine Ur-Oma zur Gesellschaft gehabt. Egal wie verspielt die Altkatze noch ist, selbst 4-5 Jahre alte Katzen können nicht mehr mit dem Spieltrieb eines Kitten mithalten und noch viel weniger kann eine 20jährige Katze ein adäquater Spielkamerad für eine 2jährig Katze sein.
Hier bist auf jeden Fall du gefragt, dich mehrmals täglich mit beiden Tieren ausgiebig zu beschäftigen, die ältere soll ja nicht vernachlässigt werden, aber die braucht halt mehr Zuwendung und Aufmerksamkeit und die jüngere Katze muss richtig ausgepowert werden und dass mehrmals am Tag. Am besten wäre natürlich du holst dir noch einen adäquaten Spielkameraden für den Jungspund dazu. Also eine Katze im Alter von 1-3 Jahren, auch schon kastriert und bestens sozialisiert, der jüngeren Katze vom Wesen, Charakter und Temperament recht ähnlich, vielleicht etwas ruhiger und ausgeglichener und nicht dominant. Je nachdem wie wild die Kleine ist, darf es falls sie rauflustig sein sollte, dann gerne auch ein junger Kater sein, ansonsten klappt es, aufgrund des in vielen Fällen recht unterschiedlichen Spiel- und Sozialverhalten von Kater und Kätzin, meist mit einem gleichgeschlechtlicher Artgenossen besser.