Huhu und zwar brauchte ich mal einen Rat von euch.
Habe einen kastrieren Kater im alter von 5 jahren und bis jetzt lebt er in Einzelhaltung.Jetzt bin ich mir aber am überlegen mir ein kitten Mädel zu holen,aber mein bedenken ist,das mein Kater keine Katze akzeptieren wird

Was meint ihr dazu?Sollte ich den Versuch wagen,oder eher nicht?
Hallo herzlich willkommen hier im Forum
Schön, dass du dich im Vorfeld informierst. Es ist gut, dass der Kater Gesellschaft bekommen soll, nur sollte es kein weibliches Kitten sein, dass wird vermutlich nicht funktionieren. Um dir gezielter Ratschläge und Tipps geben zu können, müsste man noch mehr über deinen Kater wissen. Weißt du wie gut er als Kitten sozialisiert wurde? Wie lange er bei der Katzenmutter und den Geschwistern aufgewachsen ist? Wie alt war er beim Einzug? Wie alt war er bei der Kastration? Ist er Freigänger oder Wohnungskatze? Wenn er jetzt jahrelang in Einzelhaltung gelebt hat, dann würde ich eher zu einer langsamen Zusammenführung raten.
Sehr wichtig für eine gute und schnelle Vergesellschaftung ist die Sozialisation der Tiere, je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sollte es die andere Katze sein.
Ich würde aufgrund des geschlechtsspezifischen unterschiedlichen Sozialverhaltens Kater und Kätzin, welches sich oft in den jungen Jahren deutlich bemerkbar macht eher zu gleichgeschlechtlich raten. Die meisten Kater sind im Umgang mit Artgenossen deutlich ruppiger und körperbetonter, die wollen nach Katerart raufen und balgen. Die meisten Kätzinnen stehen gar nicht auf solche Balgereien, die balgen sich nur in den ersten Wochen mit ihren Geschwistern und später stehen sie dann meist gar nicht mehr auf Raufereien und bevorzugen eher Jagdspiele. Es gibt aber auch zurückhaltende Kater und weibliche Raufbolde, am wichtigsten ist immer, dass man beim Aussuchen der Zweitkatze die möglichst passend zur Erstkatze wählt, also möglichst ähnlich im Wesen, Charakter und Temperament. Generell wird meist zu gleichgeschlechtlich geraten, da tut man sich bei der Vergesellschaftung oft leichter.
Auch kann bereits eine 4-5 jährige Katze nicht mehr mit dem Spieltrieb eines Kitten mithalten und je nachdem wie schlecht oder gut dein Kater sozialisiert ist, sollte der Neuzugang deinem Kater besser körperlich gewachsen als total unterlegen sein und vor allem bestens sozialisiert und in der Lage, deinem Kater noch etwas Sozialverhalten beizubringen, dass kann aber nicht von einem Kitten kommen. Auch sollte je jünger die Katze desto geringer der Altersunterschied sein, Kitten sollten am besten mit Kitten aufwachsen dürfen, man muss sich ja nur mal die eigene Kindheit ohne andere Kinder vorstellen.
Es gibt keinen Welpenschutz bei Katzen und erst recht nicht bei Katern gegenüber einem Kitten. Manchmal klappt es mit Kitten zu einer erwachsenen Katze ganz gut, weil der Neuzugang noch nicht voll genommen wird und die nicht gleich eine Konkurrenz darin sehen, aber damit verschiebt man die Problematik nur auf später und falls dein Kater den Neuzugang doch nicht leiden kann, wäre er ihm dann auch noch körperlich haushoch überlegen. Gerade zu einer schlecht sozialisierten Katze oder einem Tier, dass längere Zeit in Einzelhaltung gelebt hat, würde ich kein Kitten setzen, dass wäre mir zu riskant.
Ich denke ein zweiter Kater im Alter von 3-6 Jahren, bestens sozialisiert, natürlich auch schon kastriert, deinem Kater im Wesen, Charakter und Temperament möglichst ähnlich und der bisher immer mit anderen Katzen zusammengelebt hat, wäre die eindeutig bessere Wahl. Außerdem kann man bei einem Kitten meist noch gar nicht so genau sagen, ob es vom Charakter und Temperament überhaupt zum vorhandenen Tier passen würde.