Von so etwas würde ich für Degus absolut abraten.
Ein Futterautomat i
st zu einen von der Struktur des Futters her ziemlich ungünstig ( artgerechtes Futter für Degus besteht nach heutigem Stand nicht aus Pellets und getrocknetem Gemüse und Getreide, sondern möglichts naturnah aus artenreichen Trockenpflanzenmixen, Heu und in kleinerer Menge ölsaatenlastige Sämereien - im Idealfall parallel zu den Trockenpflanzen auch frisches blättriges Grün von draußen und Gräser) :
Hier würde das Haupt-Futter, was eben zugunsten eines guten Zahnabriebs und gesunder Verdauung und Stoffwechsels Pflanzen sind,
eher steckenbleiben oder aus Heuraufen herausrieseln . Auch die Möglichkeit, zu selektieren und gut passende Pflanzen nach belieben selber zu kombinieren entfällt so weiitgehend.
Zum anderen nimmt man den Tieren damit eine wichtige
Beschäftigungsmöglichkeit
und man
verschärft das Problem, dass üble Streits ausbrechen, um an die dann doch sehr zentrale Futterquelle zu kommen. Rangniedere Tiere gehen damit (wie bei zentraler Napffütterung) in vielen Gruppen dann oft eher leer aus: sie bkommen weniger und auch nur noch was übrig ist.
(Im Idealfall verteilt man für Degus das Futter auf mehrere Plätze im Käfig, so dass es gesucht werden kann und alle gleichzetig fressen können. Vor allem bei Saaten ist das einem tumben Angebot im Napf wirklich vorzuziehen. Am besten breit im Streu auf 1-2 Etagen verstreuen. Dann muss man bei den kleinen Saaten nicht so knausern: Die Degus sind noch Tage später immer wieder ganz wunderbar damit beschäftigt, nach den Saaten zu graben. Für die sehr lebhaften und aufgeweckten Tiere ist es wichtig, dass in Gefangenschaft solche Angebote gemacht werden - entfällt doch auch so schon vieles, was in der Natur ihren Tag füllt).
Und ja: einen Teil des Futters muss man abschreiben (bei der Napffütteurng aber durch die Selektion und das Einpinkeln aber auch) - das sollte man einfach in kleinem Maße einkalkulieren.
Da es Dir eventuell angesichts der Weihnachtstage darum geht, Abwesenheiten über mehr als 1-2 Nächte zu überbrücken (?) : Keiner lässt gerne andere Menschen in sein Haus/Wohnung, aber es sollte den Tieren zuliebe bei einer Abwesenheit von mehr als einem Wochenende jeder Halter über seinen Schatten springen und möglichst rechtzeiteig jemanden finden und ein wenig einlernen für die Gabe von Futter und Wasser und den prüfenden Blick, ob es allen gut geht (täglich oder bei entsprechend reichlicherer Futtergabe alle 2 Tage). Letztlich erwachsen dadurch sehr nette Beziehungen zu Nachbarn oder Menschen in der gleichen Wohngegend und es ist einfach wichtig, auch für den Notall (Krankenhaus etc) immer jemanden zu haben, der das schon mal gemacht hat und einspringen könnte. Ich habe hier sehr nette Nachbarn im Haus - und hüte auch gerne mal ihre Kaninchen . Und als diese eines Sommers mal nicht konnten habe ich über eine lokale FB-Gruppe einen Hilferuf gesendet mit Fotos meiner Lieben (grad wg der Schwänzchen ist das nicht jedermans Sache) - und eine wirklich nette Frau 2 Straßen weiter kennengelernt, denen ich sie gerne anvertraut habe. Das vielleicht als Idee. Man muss da natrülich auch den Mut haben, freundlich abzusage, wenn einem der andere vom Bauchgefühl her nicht geeignet erscheint.
P.S: Zum Futter findet sich zB auch hier in dem Link unter "Deguratgeber" einiges
Infomaterial – Deguhilfe Süd e.V.