Degu verweigert Essen nach Zahnkorrektur

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Hallo,
mein Degu (knapp 3Jahre alt) ist schon seit ungefähr 2,5 Jahren sehr regelmäßig beim Tierarzt, da seine Schneidezähne gekürzt werden müssen. Bisher hatte ich damit keine Probleme, nach den Behandlungen brauchte er einen Tag um sich an die kürzeren Zähnchen zu gewöhnen aber dann hat er auch wieder ordentlich gefressen. Seit drei Monaten (und drei Tierarztbesuchen) verweigert er jegliches Essen nach den Tierarztbesuchen. Ich muss ihn dann mit Peppelbrei Zwangsernähren, da er auch diesen nicht freiwillig isst. Nach einigen Tagen hört dann das Verweigern, zumindest vom Brei auf und er nimmt diesen an, nimmt jedoch weiterhin tendenziell ab. Schmerzen scheint er nicht zu haben, nach dem letzten Mal beim Tierarzt habe ich extra Schmerzmittel mit bekommen, dieses hat nur nichts bewirkt. Nun ist auch einer seiner oberen Schneidezähne abgebrochen, und somit kürzer als der andere, gehe ich jetzt aber wieder zum Tieratzt wird er vermutlich über Tage wieder alles verweigern und dann ebenfalls nichts festes essen wie aktuell ja auch, aber immerhin bekomme ich gerade den Brei freiwillig und stressfrei in ihn rein. Hat jemand Erfahrung oder Tipps?
 
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  • Degu verweigert Essen nach Zahnkorrektur Beitrag #2
Hallo,
mein Degu (knapp 3Jahre alt) ist schon seit ungefähr 2,5 Jahren sehr regelmäßig beim Tierarzt, da seine Schneidezähne gekürzt werden müssen. Bisher hatte ich damit keine Probleme, nach den Behandlungen brauchte er einen Tag um sich an die kürzeren Zähnchen zu gewöhnen aber dann hat er auch wieder ordentlich gefressen
Hallo,
Zwei Dinge hierzu:
1) Mit einem halben Jahr bereits Zahnprobleme zu haben, ist extrem jung .

2) Dazu ist es sehr ungewöhnlich , dass nur die Schneidezähne gekürzt werden müssen.

95-99 Prozent aller Zahnpatienten haben hinten ihre beginnenden Probleme - und erst nach sehr sehr langer Zeit (wenn die Zähne hinten schon so hoch gewachsen sind, gekippt stehen uä ), wenn auch ansatzweise keine normale normale Reibe-Kaubegwegug mehr möglich ist , DANN beginnen auch die Schneidezähne sichtbar aus der Form zu geraten.

Nun kann es angesichts des sehr jungen Alters gut sein, dass Dein Degu mit einem genetisch bedingten Überbiss oder einer sonstigen Fehlstellung (kann auch durch Stürze entstehen) leben muss. Und dass da bei ihm deshalb selbst bei korrektem Schleifen und IN-Formbringen des GESAMTEN Gebisses (also auch hinten) bereits nach 2-3 Wochen fast nichts mehr geht (die Zähne wachsen grob gesagt innerhalb von 3 Wochen einmal komplett in der Länge nach. Nach oben bzw ist da kein Platz mehr in der Mundhöhle, werden sie immer weiter in den Kiefer gedrückt (das sogenannte retrograde Zahnwachstum).
Gerade von den schwarzen Degus sind mir in den vergangenen 2 Jahren dank großartiger Farbzucht auf Teufel komm raus sehr viele bedauernswerte Kreaturen wie Deiner untergekommen, bei denen es wegen angeborenen Kieferfehlstellungen wirklich schon in den ersten Lebensmonaten losging. Tatsächlich oft Überbisseffekte oder schiefe Gaumen mit gekippt stehenden , aber fest sitzenden, Zähnen. :-(
Weshalb so mancher Züchter auf einmal ankündigte "seine Zucht neu aufzustellen".

Ich möchte aber nicht voreilig annehmen, dass Dein Kleiner tatsächlich eine Fehlstellung hat, die diese extrem kurzen Schleifintervalle (es liet ich so, als ob ihr jeden Monat gehen müsst (drei Monate - drei TA-besuche) notwendig machen. Viele müssen hier übrigens schon nach 3 Wochen gehen, damit das Leid nicht zu groß wird, da ohne passenden Biss/ Abrieb an den Gegenspielern die Zähne sich in der Zeit von der Länge her verdoppeln.
Denn es gibt ier duchaus noch eine Fehlerquelle - die zwar nicht den sehr jungen Start in das Leben als Zahnpatienten erklärt. Der junge Start kann aber eben auch andere Gründe haben: Ein Sturz, eine Mangelernährung oder Stoffwechslstörung der Mutter undoder des Jungdegus.
Aber was in Folge mit Deinem Degu passiert - und nun anscheinend in immer schnellerer Folge - kann eben auch die Folge einer unqualifizierten Zahnbehandlung durch den TA sein. Wenn dieser hauptsächlich vorne schleift - oder gar knipst (am besten noch wach ?) , dann ist es anfangs kurzfristig immer ein klein bisschen besser geworden, weil die vorne stöenden Schneidezähne waren erstmal wieder weg. Da es hinten aber kaum verändert aussah, klappt weiterhin kein Zahnabrieb - und die Schneidezähne, die sich im Normalfall hautsächlich an sich seber beim Kauen abreiben (nicht an Holz etc was manche glauben, denn da passt auch ihre Form gar nichtzu!) sind natürlich schwuppdiewupp nach 3 Wochen wieder komplett nachgewaschen. Hinten im Backezahnbereich verschlimmert ich die Situation von Monat zu Monat immer mehr und mehr. Die "Zahnbehandlungen" schlagen gar nicht mehr an, denn nun kann nicht mal mehr vorne etwas geknabbert werden.

So eine extreme tä Unkenntnis (nur vorne kürzen und dann noch Knipsen statt schleifen, was die hohe Gefahr von Kieferabszessen durch bis nach uten ziehende Risse birgt (wie ein Hartplastikröhrchen dass ich mit einer Zange berarbeite) ist inzwischen zwar deutlich seltener geworden. Aber es gibt sie weiterhin. Und selbst "halbschlecht" oder "nicht-gut" reicht auch schon, um einen Verlauf wie bei Dir zu bekommen. Gibt es sehr häufig leider. Und leider dauert es oft sehr lange, bis der Halter es erkennt.

Deshalb würde ich Dir auf jeden Fal raten, sehr zeitnah bevor es zu spät ist, etwas weiter zu fahren und zu versuchen, eine möglichst gute TA Adresse für Degus ausfindig zu machen im Stundenumkreis. Ich habe früher für eine Facebookgruppe eine recht gute TADatei aufgestellt durch Erfassen und Bewerten von Rückmeldungen. Wenn Du Deine PLZ verraten magst (hier oder per pn) kann ich schauen, ob jemand Gutes in der Nähe ist. (Gerne auch info bei wem Du bist)
Diese Zweitmeinung wäre auf jeden Fall angebracht. Selbst wenn Dein TA das ganz passabel kann.

Wurde denn schon mal der Kiefer geröngt?
Wie werden die Zahnbehandlungen durchgeführt?

LG Sabine
 
  • Degu verweigert Essen nach Zahnkorrektur Beitrag #3
Nun ist es fast eine Woche hin. Melde Dich doch mal und schreibe, wie es Deinem Degu geht?
Auch wenn Dir meine Antwort vielleicht nicht gefällt, wäre es doch anständig, denn wenn man einen solchen Fall bedenkt und in Ruhe beantwortet, kostet das auch Zeit. Zudem bin ich sicher, dass Dein Degu Hilfe braucht - und der Blick nach einem anderen TA hilfreich (ja vermutlich sogar lebensrettend) sein könnte.

Dazu könnte man jetzt noch einen Blick auf Dein Futter werfen, ob das nicht AUCH noch mit die Zahnprobleme begünstigt (wobei Degus mit einer guten Genetik (und nicht als Wurfmaschinen missbrauchten, gesunden, gut gefütterten und versorgten Müttern) nicht nach so wenigen Monaten schon sichtbar mit Zahnproblemen reagieren nach meiner Erfahrung - selbst bei übelstem Futter geht das oft erstaunlich lange.
Und ich könnte fragen, ob Du bereits eine UV B Lampe hast, da diese auch hilfreich sein kann für gesunde Zähne und Knochen (Calciumeinbau unter Vitamin D Einfluss).

Dass der Zahn abgebrochen ist kann mehrere Ursachen haben.
  • Oft ist ein Aufprall durch einen Sturz die Ursache. Auch hier gilt: ein poröser oder im entzündeten Zahnfach sitzender Zahn bricht schneller als ein festsitzender uo gutmineralisierter (und ob der TA in den Fällen draufschauen muss: oft ist es nötig, weil die Zähne einfach nach hinten wegklappen und der Degu kaum mehr fresse kann damit - oder Spitzen des abgebrochenen Zahns irgendwo sind, wo sie nicht hingehörem).
  • Sehr oft sind solche kippelnden oder fehlenden Zähne aber auch nur die "Spitze des Eisbergs" und (wie beim Eisberg mit dem großen unsichtbaren Teil unter Wasser) die sichtbare Folge von Kiefervereiterungen uo einem fortgechrittenem End-Stage-Gebiss bei retrogradem Zahnwachstum, wenn nichts mehr so richtig sitzt. Hier käme wieder der gut spezialisierte TA und auch ein Röntgen ins Spiel, um zu versuchen noch genauer zu sehen, wo Dein Degu gerade steht mit seinen Zahnproblemen. Und der Degu braucht eben in dem Fall den TA, denn mit dem entgegengekippten Zahn ist es idR nicht getan.
 
  • Degu verweigert Essen nach Zahnkorrektur Beitrag #4
Sehr gute und ausführliche Antwort
Als Tierarzthelferin dachte ich auch an die Backenzähne, TA Wechsel(unbedingt TA mit Spezialisierung Nager!), Zweitmeinung einholen,ist immer richtig, Futter prüfen ist auch sehr wichtig

Mich interessieren noch die anderen Tiere oder sitzt er einzeln?
Wurde er geröntgt und in Narkose gelegt?
Gewichtsreduktion? Bitte täglich wiege
 
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