Wildratten Aufzucht und dann eine Hausratte als Freund?

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Bombi

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Hallo, hab vor ca. 1 1/2 Wochen ein Rattenbaby im Pferdestall gefunden und daher das wir vier Katzen haben die dort auch immer rumschnurken, hab ich sie wieder unter den Paletten des Heudens getan. ( Hab sie natürlich nicht angefasst!) Als ich dann ca. 1 Std. zurückkam, habe ich sie wieder im Stall gefunden. Also fragte ich meinen Dad ob er irgend etwas von Ratten im Stall weis?! Naja eine Ratte ist schon in die Falle gegangen und eine andere hat die Katze gebarcht (beides Großtiere --> also vieleicht die Eltern...) Ich sagte ihm das ich eine gefunden habe und wie ich war er der Meinung sie human zu töten..... doch sie ist sooo süß und ausserdem sagte meine Freundin "nein die wird nicht getötet".... das starke Geschlecht hat gesprochen ;)!
Also haben wir es jetzt schon etwas aufgepeppelt ( wir benutzten 10% Kondensmilch 1:1 mit Wasser gemischt und Katzenwelpenmilch ), jetzt hat der kleine Racker schon Zähne, ein weiches Fell, Augen usw. sind offen.... doch er nimmt die Flasche nicht mehr an, er nuckelt nur an der Haut der Hand und lutscht die Milch dort runter, okay so richtig hat er noch nie an der künstlichen Brust nuckeln wollten... aber er wurde dazu gezwungen und alle 2-3 Std. auch in der Nacht gefüttert....

1.Was soll ich ihm jetzt geben? Also Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Obst und Gemüse hab ich ihm jetzt reingetan und mit Milch füttern wir ihn auch noch so gut es geht....

2.Wenn der kleine groß ist, kann man ihn mit einer Hausratte befreunden oder ist wieder auswildern das beste, obwohl er dann bestimmt nicht länger als 3 Wochen leben würde?
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
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Ach ja, irgendwelche Sätze wie:
Wildtiere, Gesetz, darf man nicht usw. werde ich ignorieren ;)!
Deutschland ist ein Sozialstaat, Tiere sollten da nicht ausgeschlossen werden und ebenfalls hilfe bekommen, wie diese kleine Ratte! ;)
 
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  • Wildratten Aufzucht und dann eine Hausratte als Freund? Beitrag #2
Hi Bombi!
Erstmal: Ich find´s toll, dass die Ratte bei Euch eine Chance bekommen hat und Ihr es geschafft habt, sie aufzupäppeln.
Zu Deiner Frage, was Ihr nun mit ihr machen sollt - ganz unabhängig davon, ob es verboten ist, ein Wildtier zu behalten oder nicht, solltet Ihr im Sinne der Ratte entscheiden... Wahrscheinlich ist sie inzwischen durch den dauernden Menschenkontakt sehr zutraulich, oder? Wenn Ihr das Gefühl habt, dass sie draußen nicht überlebensfähig ist, weil sie einfach schon zu zahm ist, dann würde ich sie - Wildtier hin oder her - mit einer Farbratte vergesellschaften und behalten. Wenn aber die Chance besteht, dass sie draußen durchaus noch gut allein zurechtkommt, dann würde ich ihr die Freiheit zurückgeben. (Auch wenn, wie Du sagst, sie dann vielleicht nicht lange überleben wird wegen allerlei Fressfeinden. Aber das wäre nunmal die Natur... Wir haben auch schon diverse Wildmäuse unter unseren Dachschrägen eingefangen und im Wald ausgesetzt - wohl wissend, dass sie in der freien Wildbahn eine durchschnittliche Lebenserwartung von 5 Monaten haben, in Gefangenschaft aber bis zu 2 Jahre alt werden... Nur, was nützt es uns, 2 Jahre lang eine unglückliche und ihre Freiheit vermissende Wildmaus im Käfig hocken zu haben? Man kann schlecht alle Wildtiere einfangen, nur damit sie keiner mehr fressen kann...)
Daher, wie gesagt, würde ich im Sinne der Ratte entscheiden - auch wenn draußen Fressfeinde lauern...
LG, seven
 
  • Wildratten Aufzucht und dann eine Hausratte als Freund? Beitrag #3
Hallo :D

1.Was soll ich ihm jetzt geben? Also Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Obst und Gemüse hab ich ihm jetzt reingetan und mit Milch füttern wir ihn auch noch so gut es geht....

Theoretisch darf dem Tier alles gegeben werden, was auf dieser Liste steht , wobei mit neuen Sachen immer ein wenig aufgepasst werden muss, ob es vertragen wird.
Bei einem Tier das ausgewildert wird ist aber wichtig, dass es rechtzeitig seine natürliche Nahrung kennen lernt. Idealerweise wird Nahrung also so naturbelassen wie möglich angeboten - Getreideähren statt Körner, Wildgemüse und Gartengemüse der Saison statt Bananen aus dem Supermarkt, frische statt getrocknete Kräuter, ein Insekt deiner Wahl statt Hundekuchen usw. usf.
Zusätzlich wird dabei auch eine Vorliebe für Menschenfutter vermieden - eine Ratte die alles tut um Haferflocken zu bekommen, wird vom Nachbarn bestimmt nicht süß gefunden.

2.Wenn der kleine groß ist, kann man ihn mit einer Hausratte befreunden oder ist wieder auswildern das beste, obwohl er dann bestimmt nicht länger als 3 Wochen leben würde?
Auswildern!
Selbst drei Wochen in Freiheit sind für das Tier besser als 3 Jahre im goldenen Käfig. Es wird immer mehr Bewegungs- und Nagedrang haben, als eine Farbratte. Selbst ein riesiger Eigenbau (der zudem nagefest sein müsste) kann diesem Bewegungsdrang kaum gerecht werden, die Ratte würde oft nach einem Ausweg suchen, möglicherweise Verhaltensstörungen entwickeln...
Die Vergesellschaftung mit einer Farbratte stelle ich mir schwer bis kaum möglich vor und sie wäre für beide Ratten nicht das große Glück. Die Farbratte stammt von der Wanderratte ab, du hast (vermutlich, ich weiß es natürlich nicht) eine Hausratte - eine ganz andere Art, demnach wäre es eher eine Zwangsgemeinschaft als ein glückliches Miteinander. Auch wenn dein Tier eine Wanderratte ist, wird eine VG schwierig (sie hat ja kein normales Sozialverhalten gelernt und ist zudem deutlich lebhafter als eine Farbratte). Einzelhaft wäre grausam.
Auch wird ein wildes Tier niemals so zahm und ruhig, wie ein domestizierter Verwandter - irgendwann beisst sie evtl. mal fest zu und sicherlich findet das dann niemand mehr süß.

Zur Auswilderung findest du hier weitere Infos:

(Übrigens finde ich es ganz und gar nicht sozial ein Lebewesen aus seiner Natur zu entnehmen und einzusperren und zeitgleich aus der Nahrungskette zu entfernen, was bedeutet, dass ein anderes Junges als Nahrung dient, welches sonst evtl. die Chance auf ein Leben und Fortpflanzung gehabt hätte - aber das ist eine Frage des Blickwinkels, natürlich kann ich ebenso verstehen, dass man so einem kleinen Wesen helfen mag.)

Wenn das Tier sich beim Auswilderungsversuch als zu menschenbezogen herausstellt (statt in die Freiheit zum Menschen läuft beispielsweise), dann werdet ihr sie wohl behalten müssen... Einfach wird die Haltung sicher nicht.

lg Okapi
 
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  • Wildratten Aufzucht und dann eine Hausratte als Freund? Beitrag #4
Okay, hat sich erledigt, der kleine ist heute Mittag gestorben.
Naja man hats probiert.....

Danke für euere Antworten..

mfg Bombi
 
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