Hi,
hier kommt der Rest, ich hoffe, ich habe an alles gedacht.Es geht da weiter, warum das Becken erst mal ohne Fische stehen sollte.
Das lässt sich damit erklären, dass sich in der Zeit erst einmal nützliche Bakterien entwickeln müssen.
Im Aquarium wird durch Stoffwechselprozesse zunächst Ammoniak frei. Dieser ist zwar giftig, aber die Bakterien, die ihn abbauen, bilden sich relativ schnell. Der Ammoniak wird zu Nitrit abgebaut. Leider ist auch Nitrit ein starkes Fischgift. Daher muss man warten, bis sich auch die Bakterien in ausreichender Menge gebildet haben, die das Nitrit zu Nitrat umwandeln.
Bis sie sich gebildet haben wird die Nitritkonzenttation im Becken zunächst stark ansteigen und dann wieder sinken. Ist sie wieder nicht nachweisbar, d.h. der Test zeigt die kleinste Stufe an, ist der sogenannte Nitritpeak vorbei und es können langsam Fische zugesetzt werden.
Das Nitrat ist nur in hohen Konzentrationen giftig und wird z.T. von den Pflanzen abgebaut, oder mit dem Wasserwechsel entfernt.
Jetzt komme ich zum eigentlichen Hauptthema, den Fischen. Ich hoffe, dass ich niemanden erschreckt habe.
Um einen ersten Überblick zu gewinnen, eignet sich
www.zierfischverzeichnis.de.
Schaut euch da mal um und fragt dann mit euren Wasserwerten, Beckengröße und Wunschfischen hier noch mal nach. :wink:
Es ist wesentlich leichter, sich die Fische nach dem Wasser auszusuchen, als sich sein Wasser zu verändern.
Pauschal ist wenig zu dem Thema zu sagen, nur noch kurz einige häufig falsch gemachte Sachen.
Antennenwelse( Ancistrus), zum mindest der gebräuchlichste, werden zu groß für ein 60er Becken. Sie brauchen Holz für ihre Verdauung.
Guppies und Neons haben vollkommen unterschiedlich Ansprüche
Lebendgebärend aus dem Laden sind krankheitsanfälliger
Minihaie und Kugelfische sind keine Anfängerfische
Prachtschmerlen brauchen wirklich große Becken, genau wie Goldfische
Fische passen sich NICHT der Aquariengröße an. Es würde doch aich keiner auf die Idee kommen, einen weißen Hai in der Badewanne zu halten, weil er da kleiner bleibt...
(wird ergänzt :wink: )
Wichtig ist auch noch die tägliche Pflege. Wobei täglich sich eigentlich fast nur auf die Fütterung bezieht. Und auf das Beobachten der Fische nach Auffälligkeiten. Und wenn zu viel abgestorbenes Pflanzenmaterial im Becken ist, dieses zu entfernen. Hier gilt aber nicht zu übertreiben.
Damit wäre ich auch schon beim Thema der Fütterung angekommen.
Dabei ist die erst Frage, was soll gefüttert werden. Der Handel bietet eine riesige Auswahl an Flockenfutter und ähnlichen an. Für die meisten „Anfängerfische“ ist das durchaus ausreichend.( Guppies und Mollies &co sollten auch grüne Flocken bekommen)
Wer allerdings mal den Schluss von sich selbst auf seine Fische wagt, wird erkennen, dass andauernde Dosenkost nicht unbedingt ideal ist.
Daher sollte man den Fischen nach Möglichkeit auch Frostfutter oder sogar Lebendfutter gönnen.
Damit wäre ich schon beim Thema, wie oft gefüttert werden soll. Das lässt sich wieder nicht pauschal sagen. Auf jeden Fall sollte man vermeiden, täglich Futtermassen ins Becken zu kippen. Als Richtwert gilt hier, wie viel die Fische in 2-3 Minuten fressen einmal am Tag.
Einmal pro Woche können die Fische ruhig fasten. Ich selbst füttere auch unregelmäßig, nur in den seltensten Fällen täglich.
Zu regelmäßiger Pflege gehört auch der Wasserwechsel. Je nach Besatz wird er wöchentlich oder seltener durchgeführt. Je mehr Fische im Becken sind, desto häufiger muss Wasser gewechselt werden. Auch die Menge richtet sich nach dem Besatz. ~20-30% sind die Regel, bei seltenem Wasserwechsel mehr.
In kleinen Becken muss mehr und häufiger Wasser gewechselt werden als in großen. Gerade in 60er Becken ist ein wöchentlicher Wasserwechsel nicht verkehrt.
So selten wie möglich wird der Filter gereinigt. Die nützlichen Bakterien siedeln sich im Filter an und werden bei jeder Reinigung gestört. Deshalb solltet ihr den Filter erst dann reinigen, wenn die Leistung nachlässt oder wieder Dreck ins Becken kommt. Selbst dann wird nur der gröbste „Dreck“ entfernt.
Ein Mattenfilter wird nach Möglichkeit nie gereinigt.
All die schönen Wasserzusätze

Wasseraufbereiter
Ich selbst nehme nach langer Überlegung keine mehr, da ich kein Problemwasser habe. Ich würde nach meinem jetzigen Wissensstand nur in Ausnahmesituationen Wasseraufbereiter empfehlen.
Letztendlich ist die Entscheidung aber jeden selbst überlassen.
Wenn ich jetzt anfange über das Thema zu reden, wird das hier unübersichtlich. Bei Interesse über Wirkungsweise, Sinn &Co könnt ihr ja einfach fragen.
Dünger
Es gibt die verschiedensten Sorten von Aquariendüngern. Er enthält die Spurenerlemente, damit die Pflanzen besser wachsen können. Die von den Herstellern angegebene Menge nehme ich nie. Wenn das Becken nicht übermäßig dicht bepflanzt ist, reicht auch weniger.
Wichtig ist es aber, einen Aquariendünger zu nehmen, da normaler Flüssigdünger Stoffe enthält, die im Aquarium auch so ausreichend vorhanden sind uns höchstens zu Algenwachstum führt.
Bakterienstarter
Dazu habe ich keine Erfahrung, ich bin immer gut ohne ausgekommen. Wenn ihr das verwenden wollt, denkt daran, dass er nicht die Einlaufzeit ersetzt.
...
Dann gibt es noch die Möglichkeit der Co2 Düngung, aber auf dem Gebiet bin ich nicht so bewandert, das kann ja jemand anders tippen. :wink:
So, ich hoffe, dass ich an alles gedacht habe, bei Logikfehlern oder ähnlichem macht mich einfach darauf aufmerksam. Ich erhebe keinen Anspruch auf Richtigkeit, der Text ist größtenteils aus dem Kopf geschrieben, deshalb kann ich auch keine Quellen angeben. Das sind zu ziemlich alle Bücher, die ich zu dem Thema gelesen habe und das Internet.
Noch Fragen?

:wink: