Vorsicht, jetzt wird es länger:
Ich bin dagegen ein Pferd mit 3 Jahren zu reiten, weil die wenigsten dann körperlich schon voll gereift sind.
Außerdem bin ich der Meinung, dass sie auch psychisch noch nicht so weit sind. Es gibt viele, die die Arbeit noch nicht verkraften und werden schnell "sauer" geritten.
Weiterhin sind sie in dem Alter noch sehr zappelig, unaufmerksam und unkonzentriert.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ältere Pferde (ab 4, besser 5 Jahre) schneller und besser lernen und viel mehr Freunde daran haben. Ihr ganzer Charakter ist einfach gefestigter.
Mir ist bewußt, dass das sehr viele Pferdehalter anders sehen und besonders Reitställe und Gestüte sehr früh mit dem Beritt beginnen. Das hat meiner Meinung nach ausschließlich finanzielle Hintergründe. Ein Pferd, dass mit 4 Jahren schon komplett ausgebildet ist, verkauft sich besser als ein rohes und je früher ein Pferd verkauft werden kann, umso früher macht man Profit.
Noch zu der Begrifflichkeit "Beritt":
Für mich ist bereiten/einreiten die Arbeit unter dem Sattel. Alles andere (Longieren, Bodenarbeit) kann man schon früher beginnen.
Ich sehe es so, dass die Arbeit unter dem Sattel gerade am Anfang am meisten bringt, wenn das Pferd min. jeden zweiten Tag geritten wird. Die Länge und Intensität des Reitens muß natürlich der körperlichen Verfassung und Kondition angepaßt werden.
Aber ein häufiges Wiederholen (möglichst oft in der Woche) hilft dem Pferd zu begreifen, was es soll und was man von ihm will. Ist der Abstand der Trainingseinheiten zu groß, läuft man Gefahr immer wieder von vorne anzufangen.
Selbstverständlich ist das nicht der Weisheit letzter Schluss

. Es gibt da sooo viele Ansichten und Meinungen. Dies hier ist halt meine

.