Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung

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Weltenseele

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Hallo zusammen,

ich habe auch schon in einem anderen Forum unser Problem beschrieben, eröffne nun aber aus Verzweiflung hier auch noch einen Thread, da es sich wohl zu einer never-ending-story entwickelt und ich mir so dringend Tipps oder Erfahrungen wünsche...

Der bisherige Verlauf:

Vor etwa einem Jahr, nach einer Milztumor-OP fing vermehrter Durst-/Harndrang an, bei unserer mittlerweile 13-jährige Hündin (Rottw./Pit-Mix). Eine Aushilfstieräztin nahm Blut und konnte aber keine Erklärung dafür finden.

(...)

Vor ein paar Wochen bin ich zu meinem neuen Tierarzt wegen der gleichen Symptome. Da die Leberwerte sehr hoch waren, wurden wir zu einem Ultraschallspezialisten geschickt um die Leber zu röntgen. Die Diagnose Tumor in der NRR. Weitere Blutuntersuchungen zum Cushing wurden ebenfalls gemacht...
Nach sorgfältigem abwägen, gemeinsam mit unserem Haustierarzt sowie einem "Organspezialisten", haben wir uns für eine OP und gegen die Zerstörung der NNR durch Medikamente entschieden. Ganz einfach, weil die Medikamente BEIDE Nebennieren zerstören und man danach lebenslang schwer zu dosierende Medikamente geben muss. Bei einer Entnahme nur einer NN kann das andere Organ, die Produktion der Hormone ganz gut alleine weiter übernehmen.

Am Tag der OP wurde noch ein CT erstellt um den Tumor genau zu lokalisieren und umliegende Organe abzuchecken. Es war ein riskanter Eingriff, da die Aorta nur 2 mm und die Nierenvene 0 mm vom zu entfernenden Tumor entfernt lagen.

Die OP war am Mi, 26.9.
Während der OP wurde noch ein weiterer Tumor auf einem Leberlappen entdeckt und gleich mitentfernt. Soweit war die OP ein guter Erfolg.
Sie musste noch 2 Nächte auf Station bleiben zur Kontrolle - im Nachhinein betrachtet sehr weise - Menschen würden 1 - 2 Tage auf Intensiv und weitere 1 - 2 Wochen auf Station liegen...

Am Fr, 28.9. durfte ich sie Abends abholen.
Sie war sehr schwach aber sonst stabil.

Am Sa, 29.9. ging es ihr sehr schlecht und der Kreislauf brach immer wieder zusammen, sodass ich mit ihr gleich zum Tierarzt bin, um ihr wenigstens noch mal Infusionen zu geben und ich bekam auch welche für zu Hause mit. Sie hat eine Hand voll Futter gefressen und es auch bei sich behalten.

Von Sa, 29.9. auf So, 30.9. Nacht bekam sie so ein Ei an der Seite, das Unter der Haut weiter nach unten gerutscht ist. Auf dem Weg zum Haustierarzt ist der Kreislauf kollabiert. Ultraschall hat erst mal nix ausgesagt - Tropf und wieder zur Tierklinik, in der sie operiert wurde. Als wir ankamen kam viel blutiges Zeugs aus der Wunde. notfallmäßiges Einliefern. Ultraschall war wieder nicht auffällig, sodass man innere Blutungen ausschließen konnte. Die Blutwerte waren einigermaßen ok. Wieder musste sie eine Nacht und einen Tag stationär dort bleiben.

Am Mo, 1.10. hat sie gefressen, war stabil und ich konnte sie Abends wieder abholen. Es ging ihr sichtlich besser, wenn sie auch noch schwach war aber wieder etwas fröhlicher wirkte. Sie fraß mit Appetit und schlief sehr viel. Sorgen machte mir allerdings ihre hohe Atemfrequenz von bis zu 70 in der Minute im Ruhezustand.

Am Do, 4.10. ist Sie soweit stabil, aber es hat sich wieder sehr viel Flüssigkeit an der Naht gebildet, sie auch ein bisschen aufgegangen ist und es sifft ziemlich, und da ich ohnehin zur Kontrolle zum Haustierarzt musste zeigte ich es besorgt vor. Abwarten hieß es.

Am Fr, 5.10. Morgen bellte sie im Liegen ein mal und ein Hautlappen wölbte sich aus der Wunde - ab zum Tierarzt. Sie wurde wieder in Narkose gelegt und neu vernäht, da auch teilweise der Faden abgestoßen wurde. Abends durfte ich sie wieder abholen und sie war erstaunlich fit nach einer weiteren Narkose innerhalb so kurzer Zeit.

Am Sa. 6.10. Nachkontrolle, es sifft aber soweit OK

Am So, 7.10 füllte sich die Haut rund um die Naht immer wieder und es entleerte sich immer wieder ergussweise. Die Atmung ist tagsüber sehr schnell und Abends das erste Mal wieder im Normalzustand.

Mo, 8.10 war ich wieder bei meinem Haustierarzt und bekam noch ein anderes Antibiotika und die Bauchdecke scheint unter der Haut auch noch nicht ganz geschlossen zu sein. Die Atmung war noch immer normal, hat sich aber seit heute Mittag wieder erhöht.

Di, 9.10. Die Bauchdecke ist wieder offen, erneute OP.

Do, 11.10 Die Bauchdecke ist wieder offen, der Abstrich von der letzten OP sagt aus, dass Bakterien (keine Ahnung welche) vorhanden sind, leider noch nicht welche... Dauertropf und auf den weiteren Befund warten.

Fr, 12.10. Der Befund der Bakterien ist da und es ist auch bekannt, dass 4 Antibiotika helfen können... Wieder in die Tierklinik zur Bauchspülung und OP.

Sa. 13.10. + So. 14.10. Der Hund ist munter, frisst usw. Die Wunde sifft weiter, was aber nun gut durch 2 Drainagen abfließen kann.

Mo, 13.10. Der Hund ist immer noch stationär in der Klinik. Ist munter aber die Wunde sifft und wird gespült und die Bauchdecke ist wieder 3 cm offen. Die heutige Info des Klinikchefs, wenn sie sich nicht weiter vergrößert, konzentrieren wir uns auch die Infektionsbekämpfung und nähen später notfalls noch etwas Muskelgewebe ein...


Sie bekommt seit der OP: Cortison, Schmerzmittel (Rymadil), H2-Blocker (Ranic), Antibiotika (Synulox), Leberunterstützung (Legavit) und Leberdiätfutter. Seit etwa dem 9.10. Antibiotika (Baytrill) zusätzlich sowie Globuli RV5 und RV25. Das neue Antibiotika gezielt gegen diese Bakterien weiß ich im Moment gar nicht.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Tipps, irgendwas....

Viele Grüße
Moni
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #2
Ich hoffe, hier antwortet Elstertier!
Alles Gute
HelgaK
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #3
Du heilige Scheiße :shock: Womit hat dein Hund denn das verdient?
Das ist ja grausam und ich wünsche ihm eine baldige Genesung!
Alles gute!
LG

PS: Tips kann ich hier auch nicht liefern :?
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #4
Hallo Moni,

ich habe mir gerade Dein Protokoll durchgelesen und kann mir sehr gut vorstellen wie Du Dich im Moment fühlst.
Immer wiedre Narkosen und Op´s nur um dann am nächsten Tag festzustellen das der Op-Wunde wieder aufgeplatzt ist.
Totz Deines sehr ausfürhlichen Berichts hätte ich noch ein paar Fragen an Dich zum genauen Verlauf der Krankheitsgeschichte.

Wenn ich das richtig vestanden habe dann hat sie aktuell eine Drainage aus der die Flüssigkeit abfließen kann?
Die Ärtzte gehen also davon aus das Wundheilstörung durch Bakterien hervorgerufen wird?
Agieren diese Bakterien nur lokal am Wundherd oder befinden sich Ereger in der Blutbahn (Septikämie)?
Wie sieht denn das Wundegbiet aus? Heiß, verklebt (zusätzliche verklebungen neben der Flüssigkeit aus der Wunde)?
Was auch aufschlussreich wäre ist die Farbe und Konsistenz der Wundflüssigekeit. Wenn sich Eiter darin befindet (heller, fadenziehend, übel riechend) lässt das auf mehr als auf eine Lokale Störung schließen.
Hat sich mittlerweile schon nekrotisches (abgestorbenes) Gewebe gebildet?
Mit was spülen die TA´s die Wundhöhle?

Die Bauchdecke war zum 13.10 als ein paar cm geöffnet, wie sieht es mit der Unterhautnaht aus? Ist die innere Naht stabil geblieben oder wurden auch hier die Nähte abgestossen?
Bitte enschuldige das ich Dich so mit Fragen bombadiere aber ich möchte mir zuerst einen genauen Überblick verschaffen.

Dein Bericht endet ja am 13.10..wie gehts Deinem Hund jetzt?
Bitte gib mir noch den´Namen des aktuellen Medikaments da ich dadurch auf den Bakterienstamm schließen kann.

Der große Appetitt kommt vermutlich das Cortison das, das Baytril wurde vermutlich mittlerweile gegen das "neue" ersetzt oder`?
Und Infusionen wird sie vermutlich auch noch bekommen, Ringer-Lactat und Glucose?

So, genug gefragt, bitte berichte wie es der Patientin jetzt geht und wenn ich genauere Infos habe kann ich Dir vielleicht noch Tipps geben. Ich kann es Dir nicht versprechen aber ich werde men möglichstes Versuchen.

Viel Kraft Dir und Gute Besserung Deiner Hündin.

LG
Elstertier
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #5
Da ich im Moment am verzweifeln bin, möchte ich dir kurz eine kleine aktuelle Zusammenfassung geben.

Ich habe heute morgen mit dem Arzt gesprochen, der wiederum mit einem Humanmediziner vom Fach gesprochen hat...

Es ist so, dass die Leber dieses viele Wundsekret abgibt, welches sehr eiweißreich ist und die Wundheilung blockiert.

Leider ist die Behandlung (Vakuumverband) des Menschen nicht auf den Hund übertragbar, da der Hund 2 Wochen auf dem Rücken liegen müsste.

Zu deinen Fragen:
In der Wunde sind aktuell 2 Drainagen.

Die Wunheilunggsstörung kommt sehr wahrscheinlich von dem Wundsekret der Leber und wird durch die Bakterien zusätzlich beeinflusst.

Ich weiß im Moment leider nicht wie das Wundgebiet aussieht, da ich sie seit Freitag nicht mehr gesehen habe.

Das Wundsekret war hellrosa bis rosa, manchmal auch ein wenig grünlich und hat irgendwann auch gerochen. Wie es momentan aussieht weiß ich nicht.

Mit was gespühlt wird habe ich vergessen, es ist ein Desinfektionsmittel, das auch in der Humanmedizin zum spülen verwendet wird.

Die Bauchdecke hat sich seit gestern weiter geöffnet, sodass morgen eine neue OP anstehen würde...

Über die Medikation hab ich keinen Überblick mehr, da es am Telefon immer neue Hiobsbotschaften gibt, die mich meine eigentlichen Fragen vergessen lässt... aber ich fahr sicher bald wieder hin, dann weiß ich genaueres. (Sie ist ja wieder in der 100 km entfernten Klinik und nicht bei unserem Haustierarzt)

Es ist dringender denn je...

Verzweifelte Grüße
Moni
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #6
Liebe Moni,

was genau soll in der OP morgen passieren? Wollen sie nur die Naht erneut schließen oder die Leber erneut begutachten um die Ursache der sekretabgabe zu finden?

Lg
Elstertier
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #7
Liebes Elstertier,

vorhin wurde eigentlich nur über eine erneute Schließung der Naht gesprochen. Da ich während des Telefonats wieder so erschrocken war, habe ich weiteres vergessen zu fragen. Das ist nun auch meine Frage, ob man nicht evtl die Leber erneut operieren /behandeln könnte.
Ich warte nun auf einen Rückruf meines Haustierarztes und werde mich dann wieder mit der Klinik in Verbindung setzen...
Ich melde mich wieder.
Viele Grüße
Moni
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #8
Hallo Moni

Sowohl Leber als auch Milz sind extrem gut durchblutete Organe. Das die Leber noch soviel Wundsekret absondert das dadurch die Wundheilung in solchem Umfang beeinträchtigt wird, halte ich für sehr ungewöhnlich und bedenklich.
Das Problem das ich hier sehe wenn "einfach" erneut die Naht geschlossen wird ist folgendes: Wenn ein Organ so viel Wundsekret absondert stimmt irgendwas nicht. Daher besteht die Gefahr das es einfach immer weiter sifft wenn die Ursache des Problems nicht behoben wird.
Insofern hat eine erneute Wundnaht wohl wenig Sinn.
Besprich mit Deinem Haustierarzt ob es nicht sinnvoller wäre (wenn denn schon operiert wird) noch mal ganz genau die Ursache zu erörtern. Nach der Zeit dürfte da eigentlich gar nichts mehr siffen.
Und frag bitte auch ob die TA´s mittlerweile andere Fäden nehmen. Da je scheinbar schon eine Fadenart von Deiner Hündin abgestossen wurde (was nichts mit Bakterien oder ähnliches zu tun hat) muss unbedingt ein anderer genommen werden. Sonst hast Du danach das Selbe in Grün.

Was sagen die Ta´s in der Klinik eigentlich grundsätzlich wie sie das ganze einschätzen und wier klären sie es sich das so lange Zeit nach der Leber-OP da immer noch was vor sich hinsifft?


LG
Elstertier
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #9
Hallo,

ich habe Moni gestern eine pn gesendet.

In dieser habe ich ihr empfohlen zur unterstützenden Heilbehandlung und zur Kräftigung des Imunsystems Propolis zu geben. (Dies kann oral sowie äusserlich in Salbenform geschehen).

Einiges, stark gekürzt, zu Propolis:

In der Materia medica von Hans M. Steingasser ist nachzulesen, dass Propolis eines der stärksten Waffen ist, die die Natur zu bieten hat.

Aufgrund von Forschungsergebnissen, weiss man inzwischen das Propolis eine antimykotische, desinfizierende Wirkung hat. Es ist zugleich schmerzstillend und stärkt vor allen Dingen die körpereigene Abwehrkraft.
Es wird angewendet bei entzündlichen Prozessen, (schlecht heilende Wunden, Abszesse, Hautgeschwüre), da schädliche Mikroorganismen, wie Pilze und Bakterien durch Propolis abgetötet werden.

Im Deutschen Journal für Homöopathie beschreibt der Veterinärmediziner G. Borschel unter anderem:

Die Inhaltsstoffe von Propolis bestehen aus:
Flavonoiden:
Galangin
Pinocembrin
Quercinin
Apigenin
Halangin
Ruthin.
Diese sind bakterizid, fungizid und viruzid.
Er beschrieb außerdem eine große OP, bei welcher er äußerlich die Wunde mit Propolissalbe behandelte, die Naht vornahm und anschließend erneut auf die Naht Propolis auftrug. Er konnte von einer sehr sauberen, guten Wundheilung berichten.
Es führt auch nicht zur Bildung resistenter Keime. Darüber hinaus hat es eine lokal anästhetische Wirkung.

In der ehemaligen DDR gab es Versuche, die eindeutig bewiesen, dass die Wirkung verschiedener Antibiotika durch Gabe von Propolis verstärkt wurde. (Plattenlochtest)


Propolis enthält ca. 30 Substanzen, die antimikrobiell wirken.

In unserer TA-Praxis ist Propolis nicht mehr wegzudenken.
Meine eigenen Tiere, (auch die Eichhörnchen-Findelkinder) bekommen Propolis um das Imunsystem zu stärken. Bei Hautabschürfungen und auch tiefergehenden Verletzungen, habe ich es bei meinen Hunden und Katzen mit großem Erfolg angewendet.
Wichtig ist dabei aber, darauf zu achten, dass es sich um hochwertiges, reines und nicht "gepanschtes" Propolis handelt. (Es kann über einen Imker gekauft, oder aber auch in der Apotheke bestellt werden).
Ich würde Moni auf alle Fälle empfehlen, es bei den behandelnden Ärzten vorzubringen.

Gruß
Suzie
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #10
Liebe Moni,

ich habe gerade noch mal mit einem befreundeten Ta der Uniklinik München telefoniert.
Ich habe ihm das ganze so geschildert wie Du es mir berichtet hast.
Letzendlich kam er ebenfalls zu der Ansicht die ich Dir jetzt zu vermitteln versuche.
Ich habe in meiner Zeit in der Tierklinik zwei ähnliche Fälle erlebt und möchte Dir meine Eindrücke und Empfindungen mitteilen.

Ich weiß das Du Dein Tier sehr liebst, sonst hättest Du kaum die Kosten aber auch die Emotionale Belastung so auf Dich genommen.
Auch das Du Dir im Internet rat suchst, und hunderte von Kilometern fährst damit der Hund die bestmöglichste Hilfe bekommt, zeigt mir da Du alles für Deinen Hund tun würdest.

Was Dir die Ta´s für eine Prognose gegeben haben weiß auch nicht, ich kann Dir hier nur meine Meinung sagen.
Ich sehe das der Hund 13 Jahre alt ist, mehrere Tumore hatte und operiert wurde. Lebertumore streuen sehr gerne daher ist die Wahrscheinlichkeit das auch ander Organe (jetzt vielleicht noch nciht sichtbar)betroffen sind sehr sehr hoch.
Sie wurde jetzt vom 26.09 bis 13.10 insgesamt 3x operiert worden und nun steht eine vierte an.
Die Wunde heilt nicht und sie muss stationör mit vielen Medikamenten behandelt werden.

Bitte versteh mich nicht falsch aber hast Du Dir schonmal übelegt sie zu erlösen?
Die Wahrscheinlichkeit das durch eine erneute OP alles heilt und sich ihr Allgemeinbefinden stabilisiert ist sehr gering.
Zudem weiß man nicht ob der Tumor gestreut hat, Meatastasen wachsen sehr schnell.
Im schlimmsten Fall hätte sie in ein paar Monaten eine erneute Bauch-OP vor sich.

Sie hatte 13 glückliche Jahre und nun muss sie aufgrund einer schlimmen Krankheit sehr leiden. Du hast Dein Möglichstes versucht, aber irgendwann kommt der Punkt an dem man für sich selber wissen muss das eine Erlösung der beste Weg für das Tier ist.

Es ist die schwerste Entscheidung von allen aber diese muß man für sich und das Tier treffen. Überleg Dir was Dein Tier möchte, und was das Beste für sie ist.

Liebe Grüße
Elstertier
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #11
Das die Wunde schlecht heilt, bzw. die Bauchdecke sich oft eröffnet kann auch an der Cortisongabe liegen, da Cortison die Haut dünner macht, so denke ich das es sich auch auf die Unterhaut ausdehnt, außerdem senkt cortion das Abwehrsystem was ja auch für den bakterienbefall sprechen könnte.

Das die Wunde sifft kann daran liegen das sie das Nahtmaterial nicht verträgt, aber du hast ja geschrieben das die wunde komplett neu genäht werden musste, deshlab geh ich mal davon aus das ein anderes Nahtmaterial verwendet wurde.

In ihrem Alter hat sie natürlich nicht so eine gute Heilung wie ein Hund der 5 Jahre jünger ist, also denke ich das es auj jedenfall auch noch sehr lange dauern wird bis sich die Sache gibt.

Ich würde an deiner Stelle, falls du noch die Kraft hast und mit deinem hund weiter kämpfen möchtest, Suzies Rat folgen. Ich würde zusätzlich noch Homeophatie anwenden, da man in solchen Fällen, wo die "normale" Med. meist versargt, auf alternative Med nicht verzichten sollte, und ruhig beides versuchen einzusetzten.

Ich kann Elstertier verstehen zu dem Schritt des Erlösens zu Raten, da bei Lebertumoren und den ganzen Kram den deine hündin hat, meißt Metasten nur iene Frage der Zeit sind.
Wurde denn schon mal die Lunge geröngt? Ich kann auch verstehen das man als Besitzer gar nicht wissen will wie der Rest aussieht (in diesem Fall eben die Streunung), aber es wäre durchaus Sinnvoll zu wissen in wie weit man eine reelle Chance hat diesem Hund noch ein längeres Leben zu Bieten. Denn diese ganze Kraft die ihr beide aufopfern müsst sind für die "eventuelle" kurze Zeit enorm hoch.

Auch ich würde für meine Tiere alles tun, und mein Hund hat auch Krebs, aber selbst wenn deiner Hündin in diesem Fall geholfen wird, würde noch ein langer Weg bevor stehen, denn dann würde man dir bestimmt eine Chemo empfehlen.
Die Frage ist eben wirklich für was man Kämpft, sind es Wochen, Monate, Jahre in denen der Hund 3 mal die Woche zum Tierarzt muss und ein haufen Med schlucken muss, oder sind es Wochen, Moante, Jahre die man zusammen mit seinem Hund genießen kann und vielleicht einfach die zeit nutzen will um Aufwiedersehen zu sagen?

Ich finde du bist in einer sehr schwirerigen Situation und ich wüßte nicht was ich an deiner Stelle tun würde, ich weiß auch nicht wie Fit dein Hund für ihr Alter noch ist, denn 13 Jahre für einen Rotti sind ja schon echt Bemerkenswert.

Also wenn du das Gefühl hast das dein Hund, egal wie lange er noch zu Leben haben mag (das stellen wir jetzt erst mal in den Hintergrund) ein Lebenswertes Leben, und auch wenn haufenweise Med. und TAbesuche notwendig sein sollten, ein glückliches Leben haben kann, dann würde ich es auch verstehen das du sie nicht Erlösen willst.

Ich kenne ein Frau die einen Hund hatte der schwerst Herzerkrankt war, die Ärzte aus der TK gaben ihm noch höchstens 100 Tage. Er lebte noch 2 Jahre, zwar mit Med und TA Besuchen aber es ging ihm sehr gut.

Es gibt immer zwei Seiten und eben diese beiden Entscheidungen, und egal welche man trifft, man muss dazu stehen und sagen können: ja mein Hund hatte die ganzen Jahre die er bei mir ein super Tolles Leben.

Aber egal welche Entscheidung du triffst, du triffst sie FÜR deinen Hund.

Rede einfach nochmal mit deinen TÄ und frage nach einer ehrlichen Prognose.

Nina
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #12
Ich danke euch für eure Tipps, Einschätzungen und eure Anteilnahme.

Ein Professor der Humanmedizin sagt zum "Siffen", dass das beim Menschen durchaus vorkommt, die Vets sagen, soetwas extremes haben sie noch nicht erlebt...
Die Nahttechniken sowie das Fadenmaterial wurde schon oft gewechselt...
Die ganzen Organe wurden vor der ersten OP via CT geröntgt und Ultraschall abgecheckt...
Die Prognose? Schlecht, wenn die Sekretion nicht ganz schnell zum erliegen kommt...

Ich habe noch eine Tierhomöopathin hinzugezogen, die mir hoffentlich auch bald noch ein paar Hilfen gibt...

Wir haben uns nun nach Abwägen zu einer weiteren OP entschlossen...
... die letzte Hoffnung, dass bevor sich die Bauchdecke wieder so weit öffnet, die Sekretion nachlässt.

Morgen vor 3 Wochen war die erste OP,
morgen ist die 5. und definitiv letzte OP.

Sehr traurige und angespannte Grüße
Moni
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #13
Ich druecke euch die Daumen.
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #14
Ich drück auch weiterhin die Daumenu nd hoffe das Beste für euch,

ganz Liebe Grüße

Nina
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #15
Also die OP ist wieder gelaufen - erfolgreich wie immer - die Bauchhöhle sieht, wie immer, gut aus; wie immer wurde alles aufgefrischt und versorgt... wie immer heißt es weiter hoffen, dass die Leber ihre Sekretbildung einstellt...

Ich war vor der Narkose heute morgen noch 4 Stunden bei ihr. Sie ist, für das was sie durchmachen musste, fit und fröhlich... und das macht es noch unerträglicher dem Ende entgegen zu sehen...

Sie ist so tapfer, dass es einen selbst fast beschämen lässt.

Ich werde weiter berichten.

Hoffende Grüße
Moni
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #16
Moni,

ich drück Euch die Daumen und hoffe für Dich und Deine Hündin das Beste.

Lg
Elstertier
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #17
und auch von hier feste die daumen drück
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #18
Schön zu Hören das es ihr gut geht :) halt uns auf dem laufenden, drück euch immer noch ganz Fest die Daumen ;)

Gruß Nina
 
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #19
Hallo Moni!

Ich wünsche Euch alles Gute und drücke die Daumen, dass doch noch alles gut wird.

Viele Grüße,
Sonja
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Dringend: Hernie/Wundheilungsstörung Beitrag #20
Och mensch - das klingt ja richtig schlimm! so viele OPs in einer so kurzen zeit - schön das es deiner Hündin trotzdem so gut geht wie du es beschrieben hast!
Ich wünsche euch alles gute *ganz fest die daumen drück*
 
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