Zu viele Böckchen: Wie soll ich sie trennen?

Diskutiere Zu viele Böckchen: Wie soll ich sie trennen? im Farbmäuse Vergesellschaftung Forum im Bereich Farbmäuse Forum; Hallo, ich habe seit dem achten November dieses Jahres fünf männliche, unkastrierte Farbmäuse bei mir, die ich aus dem Tierheim geholt habe. Die...
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  • Zu viele Böckchen: Wie soll ich sie trennen? Beitrag #1
pinki009

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Hallo,

ich habe seit dem achten November dieses Jahres fünf männliche, unkastrierte Farbmäuse bei mir, die ich aus dem Tierheim geholt habe. Die Mitarbeiterinnen im Tierheim sagten, dass die Gruppe zusammen aufgewachsen ist und sich bislang gut vertrugen, so dass eigentlich alle Beteiligten davon ausgingen, dass sie sich auch weiter vertragen würden. Leider kam es jedoch im neuen Käfig zu einigen Rangeleien, die schließlich so weit gingen, dass eines der Mäuschen eine große Bisswunde an der Schulter hatte. Da ich von dieser Maus (sie heißt Finn) weiß, dass sie sich mit dreien der Mäuse schon öfters gerangelt hat, konnte ich nur die fünfte Maus mit ihr zusammentun, so dass ich Finn und Snoopy nun von den Anderen getrennt habe. Leider zeigen sich schon wieder Probleme, denn jetzt fangen die beiden auch schon an mit Rangkämpfen, und auch die Dreiergruppe käbbelt sich um bestimmte Schlafplätze. Ich kann ja schlecht alle einzeln halten, aber jetzt bin ich etwas ratlos: Sollte ich Finn und Snoopy wieder zu den anderen setzen, jetzt da sie sich auch zanken, oder soll ich sie separiert lassen? Und was kann ich mit der Dreiergruppe machen? Gibt es andere Möglichkeiten als Kastration, um die Mäuschen verträglicher zu machen? Ich will sie auf keinen Fall kastrieren lassen, da mir das Narkoserisiko doch sehr hoch erscheint.
 
  • Zu viele Böckchen: Wie soll ich sie trennen? Beitrag #2
Hallo

Um eine Kastration kommst du leider nicht drum rum. Ich muss sagen, dass dieses Tierheim wissen müsste, dass sich männliche Farbmäuse nicht vertragen und sie kastriert werden müssen!

Sie sind einfach so Revierbezogen oder wie man das nennt.

Wenn du zu einem mäusekundigen Tierarzt gehst, der sich auch super mit Kastrationen auskennt, ist das Risiko von einer Kastration gar nicht sooo hoch. Da wär es wahrscheinlicher, dass ein Mäuschen durch den Streitereien stirbt :? :(

Nur doof ist, dass du sie jetzt schon getrannt hast. Wie lange sitzen die denn schon getrennt??

Es ist schwer sie wieder zu vergesellschaften, wenn sie den Gruppengeruch verloren haben. Bei unkastrierten Männchen ist es sowieso so gut wie unmöglich!

Ich denke, dass du nun erstmal alle kastrieren lassen solltest und dann anscheinend 2 getrennte Gruppen zu halten!

Wie groß ist denn dein Käfig? Evtl. lässt es sich prima umsetzen 2 getrennte Gruppen zu halten.

Das Tierheim hätte einfach die Farbis kastrieren lassen können oder eventuell sagen, dass sie sich streiten, wenn Farbis nicht kastriert werden. Ich finde das ein bisschen "unfair". Denn egal ob sie aus einen Wurf stammen oder es bis JETZT alles gut ging. Diese Sache kann von einem Moment auf den anderen Kippen!

Also ich fass einfach nochmal alles zusammen, was ich dir sagen möchte:

Am besten suchst du einen MÄUSEKUNDIGEN Tierarzt, damit das Risiko bei solch einer Operation GESENKT (nicht verschwindet) wird, denn um eine Kastration wirst du so oder so nicht herum kommen.

Ich habe zwar schon gelesen, dass jemand unkastrierte Farbis zusammengehalten hat und es immer gut ging und noch niemand an Streit und Beisserei gestorben ist. Doch das scheint bei dir nicht der Fall zu sein und ich habe dies erst einmal gelesen.

LG Jenny
 
  • Zu viele Böckchen: Wie soll ich sie trennen? Beitrag #3
Danke für die schnelle Antwort. Getrennt sind die Mäuse jetzt seit Mittwoch Abend. Der große Käfig (wo jetzt die Dreiergruppe drin ist) ist einen Meter lang und je einen halben hoch und breit und hat zwei Etagen. Die Mäuse haben also quasi jetzt jeder eine Etage für sich. Der kleine Käfig, wo jetzt Finn und Snoopy drin sind, ist wesentlich kleiner: 40 cm lang, etwa 25 breit und hoch. Ich komme leider erst Montag dazu, einen neuen Großkäfig zu kaufen, da ich dafür Begleitung brauche. Zum Glück sind die beiden einigermaßen zahm, so dass ich sie zwischendurch rausnehmen kann.
Dann werd ich also doch mal beim Tierarzt anrufen, ich hab eigentlich einen ziemlich guten Eindruck von dem, der konnte mit meinen alten Mäusen auch gut umgehen. Ich hoffe nur, dass da alles gut geht.
 
  • Zu viele Böckchen: Wie soll ich sie trennen? Beitrag #4
Huhu

Du kannst deinen Tierarzt auch fragen, ob er sowas schon mal gemacht hat.
Ein mäusekundiger Tierarzt kennt sich zwar mit Mäusen aus, aber manche kennen sich nich sooo gaanz gut mit einer Kastration aus.

Ansonsten bleibt dir nichts anderes übrig als 2 Gruppen zu halten. Denn ich denke seit Mittwoch ist schon zu lang und dann noch warten bis die Kastration war...
Auf jeden Fall ist der Käfig 45x25x25 wirklich zu klein. Welchen neuen Käfig haste denn?
Du solltest immer beachten, dass wenigstens die Mindestmaße eingehalten werden (80x50x80cm)

Ansonsten noch viel Glück bei der Kastration ;)
Eventuell kannste ja auch bei mehreren Tierärzten fragen.
Ich würde immer sowas fragen wie:

-Welches narkosemitteln nehmen Sie?
-Wie oft haben sie das schon gemacht?

Und sowas... ich glaub mehr dazu kannst du auch hier nachlesen:

Operation und Narkoseformen

Man sollte ja auch immer mehr bedenken, als dass ein Tier da einfach operiert wird und fertig. Die Tiere brauchen ja auch genügen Wärme und und und. Aber das steht ja alles im oben genannten Link ;)

LG Jenny
 
  • Zu viele Böckchen: Wie soll ich sie trennen? Beitrag #5
Keine Sorge, der neue Käfig soll schon die Größe des anderen (also 100x50x50) haben. Ich habe auch schon einige Infos über Farbmäuse gesammelt, ich bin da also nicht völlig unwissend. ;)
Danke für die Hilfe und den Link. Ich werd den Tierarzt auf jeden Fall ein paar Sachen fragen (schon allein, weil ich noch nie ein Tier kastrieren lassen habe). Ich habe allerdings nicht nur mit dem Vorgang der Operation an sich Probleme (im Sinne von Befürchtungen und offenen Fragen), sondern ich werde davor und danach Schwierigkeiten mit mindestens einem Mäuserich haben. Drei sind zumindest so weit zahm, dass man sie rausnehmen kann und sie ruhig bleiben, den Vierten könnte ich mit dem Häuschen rausnehmen, aber der Fünfte ist SO scheu, dass ich ihn nicht anfassen kann, geschweige denn hochnehmen. Der ist mir am ersten Tag bei der Umsetzung vom Transport- in den großen Käfig entkommen und ich brauchte fast zwölf Stunden, bis ich den wieder hatte (und auch das nur gerade so, fast wär er wieder weg gewesen). Der verlässt auch fluchtartig das Häuschen, wenn ich ihn damit nehmen will, und als mein Geruch noch fremd war, rannte er schon, wenn er mich nen guten Meter vom Käfig entfernt roch. Ich nehme an, dass der Vorbesitzer den mal irgendwie falsch angefasst hat (die Mäuse haben auch alle kaputte Schwanzspitzen). Ich fürchte mich also davor, dass dieser Mäuserich beim Tierarzt entkommt, vorher gar nicht erst zum Tierarzt gelangt (weil er beim Versuch des Umsetzens entwischt) oder schlicht und einfach nach der Operation von mir nicht auf Wundheilung kontrolliert werden kann (geschweige denn angefasst, wenn ich da was von zwangsernähren lese, ahne ich schlimmeres). Und wenn doch was schief geht und einer aus der Zweiergruppe die Kastration nicht überlebt (und gerade die beiden sind meine Lieblinge), dann hätte ich noch ein Problem, weil der Andere allein wäre. Außerdem weiß ich nicht, was das Tierheim sagen wird, wenn die erfahren, dass ich die Mäuschen kastrieren lassen habe...

Du siehst, es kommen erhebliche Probleme auf. Andererseits würde ich es lieber heute als morgen machen lassen, weil die Zweiergruppe sich heute Nacht so heftig gefetzt hat, dass ich Angst um das rangniedrigere Tierchen hatte. :(
 
  • Zu viele Böckchen: Wie soll ich sie trennen? Beitrag #6
Puh, gut, dass Du Dich FÜR die Kastras entschieden hast!
So lange bitte die Mäuschen auch nicht größer setzen - hast ja gemerkt, was passiert ist, als sie vom Tierheim zu Dir kamen und mehr Platz hatten... Bis zur Kastra und ruhig auch noch 3-4 Wochen danach sollten sie auf kleinem Raum sitzen, damit sie eben nicht anfangen, sich um ein Revier zu kloppen.
Danach sollten sie dann natürlich schon mehr Platz bekommen (Mindestmaße wurden ja schon genannt...)

Ein Tierheim, das etwas gegen die Kastras von Mäusen hat, sollte sich erstmal gründlich schlaumachen, bevor es überhaupt Tiere hält. Unser Tierheim z. B. lässt direkt alle männlichen Kleintiere kastrieren, die dort auflaufen, eben weil sie um die Problematik wissen (und weil sie verhindern wollen, dass Leute mit Tieren aus dem Tierheim "züchten").

Von daher solltest Du Deine Mäuschen auf jeden Fall kastrieren lassen (steht im Abgabevertrag irgendwas von Kastra-Verbot? Falls ja, ist das nichtig, würde ich sagen (ohne Gewähr!), denn es geht ja um die Gesundheit der Tiere - und gesund können sie nicht leben, wenn sie nicht kastriert sind, weil sie sich dann totbeißen würden oder ihnen ein nicht artgerechtes Leben in Einzelhaft zugemutet werden müsste...)

Ach ja - falls ein Kerlchen bei der Kastra oder danach stirbt und Du einen Einzelkerl hast, so wäre das sicher tragisch für das verstorbene Mäuschen und auch für Dich. Jedoch wäre es dann überhaupt kein Problem, dem Kerlchen ein oder zwei Mädels dazuzuvergesellschaften - eine VG Mädels-Kastraten geht meist sehr gut (besser als Mädels-Mädels unter Umständen...).

Viel Erfolg!
LG, seven

edit: Das was Du da "schwarzmalst" ;) von wegen Zwangsernähren etc. sind die Ausnahmen von der Regel! Normalerweise sind die Kerlchen schon am Abend nach der Kastra wieder halbwegs munter, Komplikationen sind zwar nicht auszuschließen, aber doch auch eher die Ausnahme... Von daher drücke ich mal die Daumen, dass bei Dir alles glattgeht!
 
  • Zu viele Böckchen: Wie soll ich sie trennen? Beitrag #7
Ach ja, ich frag vielleicht lieber vorher schonmal: Falls mein Tierarzt sich mit Mäusekastrationen nicht so auskennt, gibt es vielleicht irgendwo ne Liste mit geeigneten Tierärzten in Essen oder kennt jemand einen? Ich würde die Mäuschen ungerne zu einem Fremden in die Praxis bringen, von dem ich nicht weiß, wie er mit denen umgeht, auch wenn es ein Mäuseexperte sein sollte.
Meine Schwester hat zwar ihre Ratte, die einen Tumor am Auge hatte, bei dem operieren lassen und sehr gute Erfahrungen mit dem gemacht, aber Mäuse sind ja doch nochmal ne ganz andere Ecke, gerade bei so empfindlichen Teilen.
 
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