Wir haben einen Landseer/Kuvasz
Hallo,
also ein Aussie ist ein Hütehund, KEIN Hirtenhund. Er wurde dazu gezüchtet die Herde auf Kommando zusammenzutreiben. Er ist, im Vergleich zu einem Landseer, sehr viel kleiner. Ein Hirtenhund treibt nicht zusammen sondern wurde dazu gezüchtet eigenständig auf die Herde aufzupassen und sie vor Raubtieren (z.B. Wölfen) zu schützen, vor allem auch nachts, wenn der Hirte selbst schläft und der Hund alleinig auf die Herde aufpassen muss. Er beschützt seine eigene Herde bis hin zur Selbstaufgabe. Hirtenhunde haben einen stark ausgeprägten Beschützerinstinkt.
Er braucht die Beschäftigung und muss ganz stark gelenkt und geleitet werden um ihm die richtigen Kommandos beizubringen. Er braucht eine sehr dominante Lenkung (Was nicht heißt, dass man ihn schlagen darf oder gar sollte - das ist keine Dominanz sondern Hilflosigkeit des Hundebesitzers die auch bei Hirtenhunden dazu führen kann, dass sie sich gegen das Herrchen richtet). Wer nicht die genügende Dominanz und vor allem Hundeerfahrung aufweißt, der sollte eher eine andere Rasse wählen. Möglicherweise auch gar keinen Hund. Er MUSS beschäftigt werden sonst entwickelt er sich zum Gegenteil. Hier ein Link zum
Hütehund - Australian Shepherd:
http://www.hamlet-australian-shepherd.de/aussierichtig.html
Bei einem
Hirtenhund (z.B. Landseer, Kuvasz, Neufundländer)ist das aber noch viel, viel schwieriger. Er denkt und handelt irgendwann eigenständig und wenn man dann etwas versäumt hat, dann ist es nur schwer wieder aufzuholen. Diese Hunde sind sehr intelligent, haben aber ihren eigenen Kopf. Einem Anfänger würde ich NIE zu einem solchen Hund raten. Und wenn er halt keine Lust hat oder meint, dass andere Dinge Vorrang haben, dann entscheidet er sich dafür. Er benimmt sich auch anders als andere Hunde. Selbst Hundeschulen haben oftmals nicht die ausreichende Erfahrung mit einem solchen Hund zu arbeiten, denn diese Hunde "ticken anders". Bei einem Hirtenhund kann es auch vorkommen, dass er mit Dir ziemlich eingeschnappt ist, weil Du ihm etwas gesagt hast was er nicht so wollte. Ein Wohnungshund ist ein Hirtenhund wie es ein Landseer / Kuvasz ist, auf
KEINEN Fall. Natürlich kann man einen solchen Hund mit ins Haus nehmen, das machen wir auch. Aber er wird
RIESIG GROSS und braucht eine Aufganbe, sehr viel Bewegung und auch Beschäftigung. Wobei man bei der Auswahl eines solchen Hundes auch auf die Kosten achten sollte und ob die Eltern HD-frei sind.
Meine Hündin liebt auch Kinder. Undsere Züchter hatten sogar ein Kleinkind. Sie läßt sich sogar von den täglich vorbeigehenden Schulkindern streicheln. Aber da sie ja noch ein Baby ist (mit 20 Wochen) macht sie eben auch noch Dinge die einem nicht so gefallen... z.B. an den Händen mit ihren spitzen Zähnen knabbern, Tapete abreißen, Blumen ausgraben, Kunstblunen, das Lieblingskleid, die neuste Hose der Tochter oder andere Dinge zerreißen, oder auch mal ins Wohnzimmer oder in die Küche aufs Parkett pullern oder einen Berg auf den neuen Teppich setzen. Allerdings ist das schon besser geworden bei ihr und sie gewöhnt sich an den Ablauf (bzw. wir richten uns auch sehr viel nach ihr). So ein Hund ist halt wie ein Kleinkind. Mann muss auch Kleinkinder ständig im Auge behalten, ihnen aber auch sagen was sie dürfen und was nicht.
Wir haben ein großes und vor allem abgezäuntes, Grundstück und viele Katzen so dass sie auch eine "Herde" hat auf die sie aufpassen kann. Wir haben 2 große Kinder (15, 17).
Trotzdem gehe ich mindestens 1 1/2 Stunden mit ihr und bewege sie täglich, beschäftige sie täglich mehrfach mit Dummys und unsere Familie fährt auch mit ihr im Juli zum Wassertraining. Wo es geht wird sie mitgenommen. Unser kleiner VW reichte nun auch nicht mehr. Aus diesem Grund haben wir uns einen Opel MV6 mit riesigem Kofferraum (auch Pampersbomber genannt) geholt mit Hundeschutzgitter, im VW anfangs auch einen Hunde-Sicherheitsgurt.
So ein Hund muss auch gepflegt werden, da das Fell recht lang wird. Allerdings hat das Fell den Vorteil, dass der Schutz zum Teil, sobald er trocken wird, allein herausfällt und das Fell wieder in vollem Glanze strahlt.
Aber... so ein Landseer / Kuvasz (wir haben eine Mischung aus beidem - Vater ein
RIESIGER Landseer - Mutter: Kuvasz) braucht vieeeeeel, viel Liebe. Wer also nicht die Zeit hat oder in Arbeit ist, dem würde ich keinen Landseer empfehlen, da so ein Hund viel, viel Beschäftigung benötigt. Auch eine Wohnung ist einfach zu klein für solch einen Hund. Er ist auch kein Stadthund sondern benötigt viel, viel Auslauf und vor allem eine Herde für die er verantwortlich sein kann. Dies kann auch die Familie sein.
Bei
Wohungen empfehle ich eher einen
kleineren Hund. Meine Freundin hat zum Beispiel eine total niedlichen und kleinen Pudel (sie hat eine Tierhaarallergie und deshalb einen Pudel gewählt). Eigentlich mochte ich Pudel nicht so gern. Doch der ist zum Verlieben süß und hört sogar aufs Wort. Größere Hunde würde ich eh nicht als Wohnungshunde halten bzw. in der Stadt wo sie nicht einmal von der Leine dürfen.
Wie gesagt, es ist wichtig, dass Du Dir auch die Frage stellst
wofür Du einen Hund haben möchtest und
welche Aufgaben er erledigen soll bzw.
welche Räumlichkeiten zur Verfügung stehen und
ob es ein Erst-Hund ist oder Du bereits Hundeerfahrung vor allem mit
Hirten- oder Hütehunden hast. Sollte das nicht der Fall sein, dann lieber eine andere Rasse wählen.
Falls Du mehr wissen möchtest... dann schau einfach auf unserer HP:
*EDIT: Foren Regeln beachten: Keine Eigenwerbung, Platz für deine eigene HP ist im Profil*http://www.landseer-kuvasz.info
Wenn Du noch mehr Fragen hast, dann beantworte ich sie Dir gern.
Hier auch noch ein interessanter Landseer-Link:
http://www.landseer-nothilfe.de
LG MaskGirl
