- Mal in Ruhe nachdenken Beitrag #1
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Caro48
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Etwas in eigener Sache:
Ab und zu passiert es, dass ein vermitteltes Tier kurz nach dem es aus dem Tierheim abgeholt wurde, erkranken kann.
Bei manch neuem Tierbesitzer wird in einem solch einem Fall , der Tierschutzverein dafür verantwortlich gemacht.
Da fallen Sätze wie:
„Wie können die ein krankes Tier abgeben?!“
oder :
„Die haben doch einen Tierarzt der ist doch dazu da die Gesundheit der Tiere zu überprüfen, hat er das nicht bemerkt !?“
Es wird ab und an auch soweit gegangen, dieses Tier dann (mitunter auch vorwurfsvoll) dem betreffenden Tierschutzverein wieder zurück zu bringen.
Ist es nun Unverständnis oder einfach nur unfair die Verantwortung hin und her zu schieben? Oft auch für eine Erkrankung, die erst Monate nach der Vermittlung des Tieres auftritt !
Solche Äußerungen sind gedankenlos, sie tun weh und vorallem sind sie unfair.
Viele stellen sich kaum die Frage, was für Tiere das überhaupt sind, die in Tierheime abgeschoben werden und wer weiß schon welche Arbeit die Helfer dort leisten?
Ein Tier, welches abgegeben wird, ist in den meisten Fällen unerwünscht, in den allerwenigsten Fällen liegen wirklich persönliche, familiäre und finanzielle Probleme vor. Das bemerkt man aber auch, wie schwer es dem ehemaligen Tierbesitzer fällt, sein Tier dort zu lassen.
In vielen Fällen aber hat so manches Tier vieles mitmachen müssen, ist vielleicht schlecht gehalten und unterversorgt worden. Die vielen Fundtiere , herrenlos aufgegriffen, die wenigsten davon ganz bestimmt nicht von allein "gegangen", bevölkern unzählig die Tierheime. Gering ist wirklich die Zahl der Tierbesitzer, die ihr Tier vermissen und froh sind es im Tierheim wiedergefunden zu haben.
In jedem Frühjahr immer wieder das gleiche Bild, die Tierheime füllen sich regelrecht schlagartig mit Jungtieren, unzählige Katzenwelpen werden gefunden oder gebracht, meist ohne das Muttertier. Die Gründe oder Begründungen sind so mannigfaltig.
Aber genau dann bedeutet es für alle Tiere, dass vorherrschend fast alle Pfleglinge unter starkem Stress stehen (das gilt für Katzen noch stärker als für Hunde). Sie kommen in eine neue, fremde und für sie vielleicht unheimliche Umgebung, meist erst einmal zur Quarantäne in eine Beobachtungsbox.
Sie haben ständig andere Menschen und Tiere um sich herum, der Geräuschpegel ist höher und unbekannt, es entfällt der gewohnte Lebensrhythmus. Zwangsläufig sind bei einem größeren Bestand auch kranke Tiere dabei, d.h. es herrscht zeitweise ein gewisser Infektionsdruck.
Durch den Stress sind diese Tiere anfälliger als Tiere, die immer im selben Haushalt leben, insbesondere Welpen unter 10 Wochen.
Bei Erkrankungen besteht die Hauptaufgabe darin, durch Verabreichung von Medikamenten und auch abwehrsteigernden Mitteln, vom Tierarzt angeordnet, dass diese Therapie von den Helfern gewissenhaft durchgeführt wird.
Passiert es nun, dass ein vor kurzem übernommenes Tier nach einigen Tagen im neuen Zuhause, plötzlich erkrankt, kann es sich nun schon jeder selbst denken , - die erneute Umstellung stellt wieder eine Stress-Situation für das Tier dar und kann somit zu einer Erkrankung führen.
Die Schuld liegt dann aber nicht beim Verein oder beim Tierarzt, sondern in der Natur der Dinge.
Auch Schutzimpfungen können nicht alles verhindern.
Man kann nicht gegen alles impfen und es dauert auch eine gewisse Zeit, bis ein belastungsfähiger/beständiger Impfschutz überhaupt aufgebaut werden kann.
Manche Tierbesitzer erwarten einfach auch zuviel.
Oft wird gefragt ob bei Katzen ein FeLV-/FiV-Test durchgeführt wurde.
Ein solcher Test wird nur bei Verdacht oder besonderem Bedarf durchgeführt, routinemäßig wäre es viel zu teuer.
Wie wir wissen und da braucht sich niemand etwas vor zu machen ist der Geldmangel, das größte Sorgenkind jedes Tierschutzvereins.
Versorgung, wie z.B. Futter (es müssen ja auch spezielle Futtersorten für spezielle Erkrankungen bereitgestellt werden, die teuer sind) und tierärztliche Betreuung benötigen eine ganze Menge an Geld. So ein Tierheim hat ebenso enorme Fixkosten, die beglichen werden müssen. Das Geld muss mühsam erworben werden. Viele freiwillige, unbezahlte Helfer, die ihre gesamte Freizeit dafür opfern, sorgen mit unterschiedlichsten Aktionen dafür, dass Geld in die Kasse kommt.
Es ist deshalb durchaus gerechtfertigt , für ein übernommenes Tier auch eine gewisse vorbestimmte Summe zu bezahlen .
Es gibt da gewiss keinen Verdienst oder gar ein großes Haben auf dem Vereinskonto, sondern im Allgemeinen können kaum die anfallenden Kosten gedeckt werden. Tierheime sind dankbar für jede Spende, seien es nun Sach – oder Geldspenden.
Vielleicht überzeugt der Text ein wenig , ein Tier nicht gleich wieder zurückzubringen, wenn es mal ein kleines Problem gibt und – ein bisschen Verständnis zu wecken für die Tierschutzvereine und vor allem – Für all die Tiere, die dort gerade leben müssen, aus welchem Grund auch immer. LG, Caro
Ab und zu passiert es, dass ein vermitteltes Tier kurz nach dem es aus dem Tierheim abgeholt wurde, erkranken kann.
Bei manch neuem Tierbesitzer wird in einem solch einem Fall , der Tierschutzverein dafür verantwortlich gemacht.
Da fallen Sätze wie:
„Wie können die ein krankes Tier abgeben?!“
oder :
„Die haben doch einen Tierarzt der ist doch dazu da die Gesundheit der Tiere zu überprüfen, hat er das nicht bemerkt !?“
Es wird ab und an auch soweit gegangen, dieses Tier dann (mitunter auch vorwurfsvoll) dem betreffenden Tierschutzverein wieder zurück zu bringen.
Ist es nun Unverständnis oder einfach nur unfair die Verantwortung hin und her zu schieben? Oft auch für eine Erkrankung, die erst Monate nach der Vermittlung des Tieres auftritt !
Solche Äußerungen sind gedankenlos, sie tun weh und vorallem sind sie unfair.
Viele stellen sich kaum die Frage, was für Tiere das überhaupt sind, die in Tierheime abgeschoben werden und wer weiß schon welche Arbeit die Helfer dort leisten?
Ein Tier, welches abgegeben wird, ist in den meisten Fällen unerwünscht, in den allerwenigsten Fällen liegen wirklich persönliche, familiäre und finanzielle Probleme vor. Das bemerkt man aber auch, wie schwer es dem ehemaligen Tierbesitzer fällt, sein Tier dort zu lassen.
In vielen Fällen aber hat so manches Tier vieles mitmachen müssen, ist vielleicht schlecht gehalten und unterversorgt worden. Die vielen Fundtiere , herrenlos aufgegriffen, die wenigsten davon ganz bestimmt nicht von allein "gegangen", bevölkern unzählig die Tierheime. Gering ist wirklich die Zahl der Tierbesitzer, die ihr Tier vermissen und froh sind es im Tierheim wiedergefunden zu haben.
In jedem Frühjahr immer wieder das gleiche Bild, die Tierheime füllen sich regelrecht schlagartig mit Jungtieren, unzählige Katzenwelpen werden gefunden oder gebracht, meist ohne das Muttertier. Die Gründe oder Begründungen sind so mannigfaltig.
Aber genau dann bedeutet es für alle Tiere, dass vorherrschend fast alle Pfleglinge unter starkem Stress stehen (das gilt für Katzen noch stärker als für Hunde). Sie kommen in eine neue, fremde und für sie vielleicht unheimliche Umgebung, meist erst einmal zur Quarantäne in eine Beobachtungsbox.
Sie haben ständig andere Menschen und Tiere um sich herum, der Geräuschpegel ist höher und unbekannt, es entfällt der gewohnte Lebensrhythmus. Zwangsläufig sind bei einem größeren Bestand auch kranke Tiere dabei, d.h. es herrscht zeitweise ein gewisser Infektionsdruck.
Durch den Stress sind diese Tiere anfälliger als Tiere, die immer im selben Haushalt leben, insbesondere Welpen unter 10 Wochen.
Bei Erkrankungen besteht die Hauptaufgabe darin, durch Verabreichung von Medikamenten und auch abwehrsteigernden Mitteln, vom Tierarzt angeordnet, dass diese Therapie von den Helfern gewissenhaft durchgeführt wird.
Passiert es nun, dass ein vor kurzem übernommenes Tier nach einigen Tagen im neuen Zuhause, plötzlich erkrankt, kann es sich nun schon jeder selbst denken , - die erneute Umstellung stellt wieder eine Stress-Situation für das Tier dar und kann somit zu einer Erkrankung führen.
Die Schuld liegt dann aber nicht beim Verein oder beim Tierarzt, sondern in der Natur der Dinge.
Auch Schutzimpfungen können nicht alles verhindern.
Man kann nicht gegen alles impfen und es dauert auch eine gewisse Zeit, bis ein belastungsfähiger/beständiger Impfschutz überhaupt aufgebaut werden kann.
Manche Tierbesitzer erwarten einfach auch zuviel.
Oft wird gefragt ob bei Katzen ein FeLV-/FiV-Test durchgeführt wurde.
Ein solcher Test wird nur bei Verdacht oder besonderem Bedarf durchgeführt, routinemäßig wäre es viel zu teuer.
Wie wir wissen und da braucht sich niemand etwas vor zu machen ist der Geldmangel, das größte Sorgenkind jedes Tierschutzvereins.
Versorgung, wie z.B. Futter (es müssen ja auch spezielle Futtersorten für spezielle Erkrankungen bereitgestellt werden, die teuer sind) und tierärztliche Betreuung benötigen eine ganze Menge an Geld. So ein Tierheim hat ebenso enorme Fixkosten, die beglichen werden müssen. Das Geld muss mühsam erworben werden. Viele freiwillige, unbezahlte Helfer, die ihre gesamte Freizeit dafür opfern, sorgen mit unterschiedlichsten Aktionen dafür, dass Geld in die Kasse kommt.
Es ist deshalb durchaus gerechtfertigt , für ein übernommenes Tier auch eine gewisse vorbestimmte Summe zu bezahlen .
Es gibt da gewiss keinen Verdienst oder gar ein großes Haben auf dem Vereinskonto, sondern im Allgemeinen können kaum die anfallenden Kosten gedeckt werden. Tierheime sind dankbar für jede Spende, seien es nun Sach – oder Geldspenden.
Vielleicht überzeugt der Text ein wenig , ein Tier nicht gleich wieder zurückzubringen, wenn es mal ein kleines Problem gibt und – ein bisschen Verständnis zu wecken für die Tierschutzvereine und vor allem – Für all die Tiere, die dort gerade leben müssen, aus welchem Grund auch immer. LG, Caro