Mäuseproblem: Maus wird gebissen

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Robin77

Robin77

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Hallo,
das Problem an sich ist im Grunde schon gelöst, aber ich hätte trotzdem ein paar Fragen zum wieso.
Ich habe eine grosse Mäusegruppe (18) und eine kleine (7).
Erstmal zur Grossen:
Die 18er Gruppe ist meine "Hauptgruppe". Sie erscheint mir wie eine gut funktionierende "Zivilisation" mit klarer Rangordnung. Die Gruppe lebt harmonisch zusammen, aber jeder hat seinen klaren Platz in der Gruppe. Schon öfters ist die Gruppe mit neuen Mäusen vergesellschaftet worden und bis auf 1x auch immer mit Erfolg (mit einer Maus gab es damals grosse Probleme und so kam es dann letztenendes auch zu meiner zweiten kleineren Gruppe, aber dazu später mehr) und die neu hinzugekommenen Mäuse haben dann auch immer recht schnell ihren Platz in der Gruppe gefunden. Die meisten Mäuse waren Problemfälle, aber inzwischen sind alle gesund und wohlauf und wenn man sie so beobachtet scheinen sie ein ausgelastetes und frohes Leben zu führen. Deshalb betrachte ich die Gruppe in sich jetzt auch als "geschlossen", bzw. "fertig" und werde zu dieser Gruppe keine neuen Problemfälle mehr hinzunehmen.
Nun das Problem:
Seit kurzem beansprucht eines der Mäuschen eine komplette Etage für sich (es sind insgesamt 6 Etagen - grosser Eigenbau). Sie wohnt jetzt in der untersten Etage; beteiligt sich zwar auch am Leben in den oberen Etagen, aber die unterste ist "ihre" und da wird auch jeder der dort herunterkommt (bis auf einige Ausnahmen) gleich verjagt. Es wird jedoch "harmlos" verjagt, also ohne bessereien und eine Etage höher ist dann auch gleich alles wieder gut und sie geht wieder nach unten in ihr Revier.
Das ist auch im Grunde nicht das Problem - solange es sonst keine Probleme gibt, kann sie ja ruhig ihre Etage haben, der Käfig ist ja gross genug.
Nun kommt das eigentliche Problem: Eines der Mäuse hat kein sehr ausgeprägte sozialverhalten (wie mir scheint, beherrscht sie die "Mäusesprache" nicht wirklich). Das war bisher nie ein Problem. Sie war fast von Anfang an mit in der Gruppe, wurde akzeptiert und es gab nie Streß.
Nun allerdings - genaugesagt seit der letzten Käfigreinigung am Sonntag - hat die "Unteretagenmaus" (Sputnik) es total auf die "ohne Mäuseprache-Maus" (Zora) abgesehen - soweit, daß es über das jagen hinaus auf richtiges beissen hinauslief. Es ging sogar soweit, daß sie nicht nur aus der Etage heraus, sondern durch den kompletten Käfig gejagt wurde und teilweise kam es mir sogar so vor, als wäre Sputnik richtig durch den Käfig auf die Suche nach Zora gegangen um diese dann zu attackieren (mit den anderen Mäusen macht sie das nicht - es bezieht sich ausschließlich auf diese eine).
Heute abend dann kam es zum "Höhepunkt" und Zora wurde von ihr blutig in Rücken, Ohr, Hinterteil und Schwanz gebissen (wobei sich Zora auch überhaupt gar nicht wehrt), so daß ich sie jetzt (also Zora) aus dem Käfig herausgenommen habe. Nun ist im Käfig auch wieder alles gut und friedlich.
Zora ist zwar nicht schlimm verletzt und es blutet auch nichts mehr, aber nun setze ich sie erstmal nicht wieder dort herein (zumal ich wenn ich auf der Arbeit bin ja die Mäuse auch nicht beobachten und schlimmeres verhindern kann).

Gelöst habe ich das Problem erstmal so (womit wir bei der 7er Gruppe angelangt wären):
Meine 7er Gruppe besteht fast ausschließlich aus Tieren, die "einfach miteinander leben", aber nicht wirklich irgendeine Rangordnung, oder ähnliches haben und die - genau wie Zora - wohl nie wirklich die Mäusesprache gelernt haben. Da fast alle meine Mäuse als ausgewachsene Tiere zu mir kamen, kann ich nicht sagen, woran das liegt. Einige wurden sicherlich viel zu früh von den Eltern getrennt, andere kommen aus unschönen verhältnissen und auch wenn sie allesamt ganz liebe und reizende Tiere sind, sind sie irgendwo doch verhaltensgestört (zumindest wenn ich es am Maßstab meiner großen Gruppe messe).
Dieser "Verhaltensstörung" habe ich es wohl auch zu verdanken, daß Zora vom Fleck weg von der kleinen Gruppe akzeptiert wurde.
Nachdem sie sich total friedlich auf neutraler Ebene getroffen haben, wagte ich es, sie mit in den 7er Käfig zu setzen und habe sie den ganzen Abend beobachtet und es gab keinerlei Probleme, so daß ich sie jetzt auch dort drinnen lasse. Die "Kleingruppe" hat sie nichtmal am hintern beschnüffelt, sondern haben sie gleich wie eine von ihnen behandelt (was ja auch schon zeigt, daß sie nicht wirkliche Mäuseverhaltensweisen haben).

Nun meine Fragen:

1.) Wie kann es kommen, daß eine Maus auf einmal so "durchdreht" und erstens ein eigenes so grosse Revier für sich beansprucht und zweitens sich regelrecht ein "Opfer" sucht, das sie bekämpfen kann?
2.) Wäre es sinnvoll zu versuchen Zora nach einer Weile wieder in die Gruppe zu integrieren, oder sollte ich sie lieber in der "Gestörtengruppe" lassen?
3.) War es richtig Zora rauszunehmen, oder hätte ich besser Sputnik herausnehmen sollen (soll heissen: sucht sie sich jetzt vielleicht ein anderes Ofper?)
4.) Welche Gründe kann es noch haben, daß vereinzelte Mäuse so wenig davon verstehen, sich mit anderen Mäusen zu verständigen und sich nichtmal verteidigen, wenn sie angegriffen werden?

Zum Schluß noch eine kurze positive Nachricht:
Vor einiger Zeit hatte ich einen fehlgeschlagenen VG-Versuch mit einer Kleinen, die auch die Mäusesprache nicht konnte. Sie war extrem schreckhaft und keine andere Maus durfte auch nur in ihre Nähe kommen, ohne daß sie panisch die Flucht ergriff. Sie war im Grunde immer allein und wurde eines Tages ganz schlimm gebissen, so daß ich die VG als fehlgeschlagen betrachten musste. Sie war damals so schlimm verletzt daß ich regelrecht um ihr leben bangen musste. Diese kleine lebt inzwischen auch in der kleinen Gruppe und sie blüht regelrecht auf. Sie ist zwar noch immer ein bischen schreckhafter als die anderen, aber ist total in die kleine Gruppe integriert, soll heissen: sie essen zusammen, sie schlafen zusammen und von panischer Fluch und verstörtem, angespanntem in der Ecke hocken, panisch danach ausschau haltend, daß auch keine andere Maus in der Nähe ist kann nicht mehr die Spur die Rede sein. Sie wirkt inzwischen viel glücklicher und sowas von viel entspannter. Da bedanke ich mich nochmal bei Seven für den Ratschlag, sie nicht wieder in die grosse Gruppe zu vergesellschaften - ich denke, das war genau die richtige Entscheidung, sie in einer kleinen Gruppe zu halten (auch wenn der Platz für den Extra-Käfig erstmal geschaffen werden musste :)
 
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen

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  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #2
Hui, eine lange Geschichte ;)

Frage 1) kann ich leider nicht beantworten. So einen Fall hatte ich noch nicht und wüsste jetzt auch nicht, dass ich sowas schon mal gelesen hätte.
Aber ich könnte mal spekulieren ;) Du schreibst ja, dass Du öfter mal Mäuschen dazubekommen und mit der Gruppe vergesellschaftet hast. Vielleicht war das für Sputnik (und vielleicht für einige andere auch) einfach zu viel des Guten? Eine VG ist ja jedes Mal großer Stress für die Mäuschen, weshalb man eine Maus ja auch nur 2-3mal in ihrem Leben vergesellschaften sollte (es sei denn natürlich, sie bleibt am Ende als Einzelmaus zurück).
Vielleicht hat Sputnik einfach "Panik geschoben", dass wieder neue Mäuse kommen, dass sie sich wieder auf andere Mitbewohner einstellen muss, dass "ihr" Revier durch immer neue "Eindringlinge" bedroht sein könnte. Vielleicht hat sie sich deshalb eine eigene Etage "zugelegt" - so nach dem Motto: Wer weiß, wie viele Fremde da noch kommen, ich mach mir jetzt mein eigenes Reich auf...
Das ist natürlich jetzt sehr aus Menschensicht gedacht - aber wer weiß, wie eine Maus so tickt ;) Ob da was dran sein kann, weiß ich natürlich nicht...

Frage 2) Wenn Zora in der "Gestörten-Gruppe" gut zurechtkommt, würde ich sie dort lassen - dieses Hin- und Her muss ja nicht sein, wenn´s der Maus dort gefällt ;)

Frage 3) Hmpf. Ich glaube, ich hätte auch Zora rausgenommen. Natürlich kann es passieren, dass sich Sputnik jetzt nach einem neuen Opfer umsieht - aber wenn die anderen sich wehren und nicht alles mit sich machen lassen, so wie Zora, dann lässt sie´s möglicherweise wieder bleiben. In der "Gestörten-Gruppe" hätte sie wahrscheinlich noch viel leichter neue Opfer gefunden...

Frage 4) Naja, ich hätte jetzt auf die gleichen Gründe getippt, die Du schon angeführt hast - zu früh von der Mutter getrennt, schlechte Verhältnisse, womöglich zeitweise Einzelhaltung... Oder auch "Mäuse einfach zusammenschmeißen" ohne Vergesellschaftung - wer weiß, was die Mäuschen erlebt haben, bevor sie zu Dir kamen...


Ansonsten: Ich weiß nicht, ob ich damals die Geschichte von Kami erzählt hatte - die war ja in der Großgruppe auch total unglücklich, hatte vor jeder Maus Angst und hielt sich von allen fern. In der kleinen "Lazarettgruppe" mit 3 bzw. später 4 anderen Mäuschen blühte sie auch total auf und kuschelte auch mal mit den anderen.
Es gibt halt Mäuse, die keine großen Gruppen mögen - und wenn man dann das Glück hat, dass man genug Platz für eine zweite, kleine Gruppe hat, ist das doch wunderbar...

LG, seven
 
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #3
jo, aber den platz hat leider nicht jeder, ich muss mir den auch imemr schaffen, aber zum wohl der mäuschen.
 
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #4
Ja, der Platz ist tatsächlich ein Problem. Eigentlich hatte ich ja extra diesen riesen Eigenbau gebastelt, damit alle Mäuse darin genug Platz haben und zusammen leben können. Nun musste ich ja vor einer Weile - sozusagen aus der Not heraus - eine zweite Gruppe bilden, allerdings da noch mit dem Hintergedanken, daß sie später wieder in die grosse Gruppe zurück können.

Zuerst hatte ich für die zweite Gruppe einen Teil des Eigenbaus abgetrennt, aber das hat mir nicht wirklich gefallen und als ich dann beschlossen hatte, daß es wohl besser ist, nicht wieder zu versuchen, sie in die grosse Gruppe zu intergrieren (da das "Beissopfer" damals sich wie oben schon erzählt so wunderbar erholt und entwickelt hatte), habe ich erstmal aus meinem Notfall-und-Charantänekäfig und ein paar alten Gitterkäfigen was zusammengebastelt.

So hat nun die grosse Gruppe den kompletten Eigenbau und die kleine Gruppe die übereinandergebastelten Gitterkäfige, die ich jetzt erstmal im Schlafzimmer stellen konnte, was aber auch nicht ideal ist.

Ich denke nicht, daß sich die kleine Gruppe irgendwie vermitteln lässt (zumal dort auch 3 Albino-Mädels dabei sind, die mit Myko zu kämpfen haben....Albino ist ja oft eh nicht so beliebt und dann auch noch krank....da stünden die Chancen schlecht).

Laut Mauscalc reicht der Gitterkäfigzusammenbau für 5 (und maximal 7) Mäuse und die kleine Gruppe zählt ja inzwischen schon 8 (mit Zora), also muss ich mir demnächst was einfallen lassen, das zumindest die Mindestgröße gegeben ist, das es einigermaßen vernünftig ausschaut und das ich auch irgendwo vernünftig stellen kann - da ist wohl Möbelverrücken angesagt :)

Na ja, halb so wild, ist schon irgendwie machbar, aber wäre halt schöner gewesen, wenns mit allen zusammen im grossen Käfig geklappt hätte...

zu Frage 2) Mit dem zurücksetzen hatte ich zum Einen deshalb angedacht, weil die grosse Gruppe ja eigentlich ihr "zu Hause" ist und sie von Anfang an, als ich sie bekommen habe (etwa vor 1/2 Jahr), in dieser Gruppe gelebt hat. Es kam mir ein bischen gemein vor, sie aus ihrem zu Hause herauszureißen, obwohl sie ja gar nichts böses gemacht hat und eigentlich das Opfer ist. Aber das ist wohl auch wieder aus zu menschlicher Sicht gedacht :)
Zum Anderen auch deshalb, damit die kleine Gruppe nicht noch grösser wird (nicht daß dem "Beissopfer" die Gruppe zu groß wird und sie wider in ihre alten Panik-Verhaltensweisen zurückfällt, wo sie sich doch inzwischen so gut erholt hat).

Aber in der grossen Gruppe herrscht jetzt Frieden und die kleine Gruppe versteht sich bislang auch* (auch wenn ich sie inzwischen wohl nicht mehr wirklich "kleine" Gruppe nennen kann :), also belasse ich das jetzt so, auch wenn´s schade ist.

*wobei ich hier nicht weiß, ob das vielleicht zum Teil auch an dem engen Wohnraum (3 Etagen mit jeweils ca. 80x40 Grundfläche - gesamthöhe ca. 1m) liegen könnte...?
 
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #5
hm, finde ich für 8 mäuse wirklich bissle klein, soviel hatten meine 2 mäuse damals mal.
als sie mehr wurden hatte ich auch probs und meine bude vollgestellt und kaum einer kam noch, da die meisten mäuse eklig finden und dann noch solch schwarm, mein vermieter war damals auch nen biest wär der mal eiunmal in meine bide gekommen, ich glaube der hätte mich geworfen.

finde es aber super, wie du den kleinen mäusis alle hilfast, ich kenne albinos auch nur als futtertiere leider, dabei finde ich die süß habe mir beim wurf immer eine gewünscht, leider nur ein einziges mal eine bekommen und einmal eine beige mit schwarzem schwanz und fußenden wie ne siam, aber war ein richtiges bist, bissig bis zum geht nicht mehr:)
aber die albinos glaube ich leben mehr zum gefressen werden, finde die auch imemr größer als alle anderen, aber meiustens hatte ich die erfahrung, das die am zahmsten sind.
 
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #6
Nur kurz, weil ich gerade Besuch habe: Die Farbe der Mäuse hat absolut nix mit dem Charakter oder der Gesundheit oder sonstwas zu tun - das ist alles Zufall ;)
Ausführliche Antwort folgt - spätestens morgen...
LG, seven
 
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #7
...leider hast du recht, daß in Zooläden in der Regel die Albino-Mäuse als Futtermäuse enden, weil sich die farbigen einfach besser verkaufen lassen. Dennoch gibt es ansonsten absolut keinen Unterschied zwischen ihnen und farbigen Mäusen.
Bei mir ist es auch so, daß 2 von den Albinos meine zutraulichsten Mäuse sind - das ist aber mit Sicherheit reiner Zufall und liegt wahrscheinlich daran, daß ich die Albino-Mädels auch schon am längsten habe :)
 
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #8
Zu den anfänglichen Fragen:
Warum wieso weshalb das angefangen hat, kann ich nicht sagen.
Verstärkt wurde es aber vermutlich dadurch, dass du Sputnik das Revier gelassen hast. Bei Moritz und Freddy ist nach der VG was Ähnliches passiert: Freddy hatte einen Teil nie betreten, Moritz hat den Zugang verteidigt. Nach ein paar Tagen Streutauschen zwischen den Bereichen hatte sich das dann erledigt und die beiden gingen wieder entspannter miteinander um.
Reinigst du den EB immer komplett? (Weil das nach der Reinigung passiert ist?)

Es war definitiv richtig Zora herauszunehmen. Sie war haushoch unterlegen, hat sich deshalb nicht auf Kämpfe eingelassen und "wollte" nur weglaufen. In freier Wildbahn hätte sie das auch getan, im Käfig gings nicht.

lg Okapi
 
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #9
Nochmal nebenbeibemerkt: Es sind übrigens alles Mädels (weshalb ich dieses neuerdings so stark ausgeprägte Revierverhalten von Sputnik noch merkwürdiger finde).
Die letzte (und es bleibt auch die letzte :) VG ist....grrr - ich habe kein Zeitgefühl, aber so etwa 2-3 Monate her. Sputnik und Zora sind aber keine neu hinzugekommenen Mäuse, sie sind beide schon etwa 1/2 Jahr in der Gruppe.

Ja, diesmal war´s ne Komplettreinigung - war aber bislang immer kein Problem (diesmal habe ich aber zeitgleich auch die Häuschen und das ganze Spielzeug mitgemacht, was ich sonst immer zwischendurch und nicht bei der "großen Säuberung" mache, je nachdem wie schmutzig halt ist)


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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Robin77 schrieb nach 1 Stunde, 46 Minuten und 15 Sekunden:

Sagte ich, in der grossen Gruppe herrscht Frieden? Mit dem ist es jetzt vorbei: Sputnik rastet gerade vollkommen aus und stürzt sich auf absolut alles, was sich bewegt.
Sie durchstreift die Etagen des Käfigs und sobald sie eine der Anderen entdeckt, stürzt sie sich drauf und jagd sie durch die Ebenen - manches Mal, wenn sie eine andere Maus von Weitem sieht, die sie nicht bemerkt, schleicht sie sich ganz langsam von hinten an (wie eine Katze auf Beutejagd) und dann Zack geht´s los. Habe auch schon gesehen, daß sie auf einem Häuschen lauert mit Blick von oben auf den Eingang und sobald jemand rauskommt: Zack.
Das ist doch echt nicht normal!
Es gab noch kein blutiges beissen, werde das also erstmal noch bis morgen beobachten, aber wenn das nicht aufhört, muss Sputnik da raus (kann ja nicht sein, daß sie die ganze Truppe in Angst und Schrecken versetzt), bzw. muss dann erstmal "ihre" Etage abtrennen (kann mir nicht noch nen dritten Käfig hier hinstellen). Was kann bloss mit ihr los sein? So ein Verhalten kenne ich von Mäusen überhaupt gar nicht, dieses gezielte Opfersuchen, das heranpirschen, das Auflauern - das machen doch sonst eher Tiere, die wesentlich höher in der Nahrungskette stehen, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #10
Bevor du jemanden raus nimmst, probier ne VG! Alle zusammen in einen möglichst kleinen Käfig, EB reinigen und dann langsam (!) die Etagen zurück. Ne neue Etage darf immer erst dazu, wenn alle Mäuse das bereits vorhandene nutzen. Wenn wieder mit Revier angefangen wird, Streu innerhalb des Geheges vertauschen - wenn es auch dort, wo Sputnik ihr Revier errichten will, immer wieder nach den anderen riecht, merkt sie zum einen, dass sie das nicht schafft (und gibt hoffentlich auf) und die anderen werden mutiger, wenn es schon ein bisschen nach ihnen riecht.

Irgendwas ist ihr zu Kopf gestiegen...

Ich mach mir ein bisschen Sorgen, dass wenn du sie nicht "sanft entmachtest", die anderen Mausels sie irgendwann gewaltsam vom Thron stoßen. Dennoch halte ich es (noch) für falsch sie aus der Gruppe zu nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #11
ja, zu Kopf gestiegen ist glaube ich die Richtige Bezeichnung:

Inzwischen hat sie sich sogar einen Thron/Residenz geschaffen. In "ihrer" Etage ist ein Gebilde, das ich mal aus Brettern und so quadratischen Häuschen, die ich übereinander gebastelt habe gebaut hatte und ganz oben auf ist nochmal ein Häuschen. Dieses hat sie sich nun auserkoren, hat Streu und Futter dort hochgeschafft und blickt nun von dort aus auf "ihre" Etage herunter - und wehe jemand kommt vorbei, dann stürzt sie sich von dort oben auf denjenigen herab und verjagt ihn...

Ich habe mir gedacht, ich werde jetzt erstmal für Verwirrung sorgen: Die einzelnen 6 Etagen des Eigenbaus sind herausnehmbar - nun werde ich die Reihenfolge ändern, so daß "ihre" nicht mehr die unterste ist, zudem werde ich noch Streu aus allen Ebenen durcheinandermixen und die Häuschen ein bischen umstellen. Das wird sie sicherlich erstmal verwirren und vielleicht kehrt letztenendes wieder Frieden ein. Leider wird es wohl die anderen auch verwirren, aber ich werde das mal als "letzten Versuch" ansehen, bevor ich jetzt eine Tagelange VG starte. Falls das nicht hinhaut, versuch ich´s mit deinem VG-Vorschlag. Noch habe ich die Hoffnung, daß sie grad irgendwie an kurzzeitiger Geistesverwirrtheit leidet :) ...falls es beim verjagen bleibt versuch ich´s weiter, aber falls es nochmal blutig werden sollte (wie bei Zora), dann kommt sie erstmal raus...
 
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #12
Nach meiner Etagen-Tauschaktion ist nun erstmal Frieden eingekehrt. Zuerst herrschte natürlich helle Aufregung, aber inzwischen hat sich alles beruhigt und es gab bislang keine weiteren Streitereien. Sputniks Etage existiert quasi nicht mehr, bzw. ist vollkommen umgebaut und nun scheint sie ihr auch nicht mehr zu gefallen (zumindest hat sie jetzt wieder bei den anderen gepennt). Puh, nun hoffe ich mal, der Frieden hält an...
 
  • Mäuseproblem: Maus wird gebissen Beitrag #13
Na, Du bist ja raffiniert ;)
Dann drücke ich auch mal die Daumen, dass Sputnik sich jetzt beruhigt und wieder dauerhafter Frieden im Käfig einkehrt!

LG, seven
 
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Thema:

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