Impfung alle drei Jahre / Ausreden....

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  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #1
H

HTD

Guest
Hallo,

nun es ist ja schon schlimm was man da hört, wie Kunden von den behandelnden Vet. beraten werden.
Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn alle über Umsatz Rückgänge jammern.

Beispiel:
Hund bekam am 14.7.07 TW Nobivac LT
14.7.07 Nobivac SHP+LT

Jetzt rief diese Kundin bei 5 Vet. an, da der Hund ja wieder zum impfen soll.
Aber Sie wollte die neue 3 Jahres Impfung eingetragen bekommen, keiner der fünf wollte es machen!
Jeder argumentierte anders, einmal stimme dies alles nicht, einmal gebe es den Wirkstoff nicht mehr und auch die Nebenwirkungen wurden erwähnt.

Dies ist in meinen Augen eine Sauerei!

Hier muss ich ganz klar sagen, scheint es doch darum zu gehen den Kunden regelmäßig in die Praxis zu bekommen.
Warum nur? Ein Schelm der an Umsatz denkt.

Jetzt bin ich nur gespannt wie es bei uns selbst wird in zwei Wochen, denn dann bekäme unserer seine Impfung nach einem Jahr laut Impfbuch.
Da muss ich doch mal anrufen.

Aber wie sind Eure Erfahrungen mit diesem Thema oder ist es überhaupt wichtig?
Mal gespannt wer schon eine drei Jahres Impfung hat.

Gruß guido
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #2
Warum nur? Ein Schelm der an Umsatz denkt.

[SCHILD]Schelm[/SCHILD]

Bedenke,es lebe der Kommerz.Ohne diesen fällt vielen das Leben schwer.

Ich kann da nicht soviel zu sagen.Mein TA ist ein guter Freund.Der sagt schon zeitig Hallo,wenn wieder was fällig ist.
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #3
ELTON, und wie steht dein Freund zu dieser 3 Jahresimpfung?
Zu dir sollte er da ja dann eine ehrliche Meinung haben.
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #4
ELTON, und wie steht dein Freund zu dieser 3 Jahresimpfung?
Zu dir sollte er da ja dann eine ehrliche Meinung haben.
würd mich auch interessieren. hier im ort sind die meinungen sehr verschieden-jeder sagt auch hier was anderes.
gibt es sowas auch für katzen eigentlich?weiß das jemand? dann müsste ich meinen katzen nur alle 3 jahre die fahrt zum ta antun
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #5
Keine Ahnung.
Aber ich werde ihn Morgen mal anrufen,oder eben hingehen und ihn fragen.Dann werde ich es euch mitteilen.
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #6
siehste elton, dann hast du morgen gleich was vor ;)
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #7
Die anderen Impfstoffe sind auch zum Teil länger wirksam als ein Jahr, aber nicht dafür zugelassen.

Der Tollwutimpfstoff ist der gleiche wie früher, nur wurde er neu zugelassen. Mehr Nebenwirkungen kann er also nicht haben.

Das Problem bei einer Dreijahresimpfung ist das manche Länder (besonders außerhalb der EU, und ich glaube auch noch England und Norwegen (?), korrigiert mich wenn ich falsch liege) diese nicht anerkennen und bei Einreise eine lückenlos jährlich erfolgte Impfung verlangen. Oder alternativ Titerkontrolle, aber der verlangte Titer ist so hoch angesetzt das man ihn nur mit jährlichen Impfungen erreicht.
Also ist für Hunde in diese Länder reisen sollen weiterhin jährliche Impfung angebracht, sonst hat man danach Probleme mit den Behörden.

Es ist imho durchaus sinnvoll das der Hund wenigstens einmal jährlich vom TA untersucht wird, und eine Allgemeinuntersuchung ist bei der Impfung ja dabei (sollte zumindest). Das wäre das "unlukrative" Argument für Jahresimpfungen.
Zumal viele Tierbesitzer für eine reine Vorsorgeuntersuchung ohne damit verbundene Impfung, kaum zum TA gehen würden.
Bei der routinemäßigen Impfuntersuchung werden oft zb. Herzprobleme, starker Zahnstein, sogar Tumore an den Zitzen, etc festgestellt. Sicher sind viele Tierbesitzer so aufmerksam das sie das schon vorher feststellen (obwohl zb. Herzgeräusche ohne Stethoskop schwer feststellbar sind), aber man glaubt kaum wie viele Menschen sich ihren Hund kaum mal von Kopf bis Fuss anschauen und dann ganz verwundert über den kirschkerngrossen Knoten in der Milchleiste sind :eusa_doh:

Wenn sich eine Praxis sonst mit klar falschen Argumenten (zb. Nebenwirkungen, nicht zugelassen etc) gegen die Dreijahresimpfung ausspricht, finde ich das nicht fair dem Kunden gegenüber.

Jetzt bin ich nur gespannt wie es bei uns selbst wird in zwei Wochen, denn dann bekäme unserer seine Impfung nach einem Jahr laut Impfbuch.

Wenn die vorherige Impfung nicht mit einem für drei Jahre zugelassenen Impfstoff erfolgte (und das auch im Impfpass steht), ist sie auch nur für ein Jahr gültig. Auch wenn es der selbe Impfstoff ist, Bürokratie ;)
In dem Fall müsstest du jetzt schon impfen lassen (dann kannst du ja den Dreijahresimpfstoff beantragen für diese Impfung), da sonst dein Hund als ungeimpft gilt und falls in der Zeit mal was mit einem Tollwutfall in der Umgebung der eventuell Kontakt zu deinem Hund hatte, sein sollte (man kann ja nie wissen) hättest du bzw. dein Hund ein riesen Problem, da Hunde mit Tollwutverdacht getötet werden müssen wenn keine gültige Impfung nachgewiesen wird.
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #8
Hallo,

ja ist auch für Katzen wichtig!
Laut meinen Unterlagen :

Wird auch hier mit 15 Monaten Katzenschnupfen,Katzenseuche und Tollwut geimpft.
Dann jährl. Katzenschnupfen und alle drei Jahre! Katzenseuche und Tollwut.

Hier schaut ihr am besten mal bei Virbac/Intervet.

Ich werde jedenfalls max. noch einmal kmpl. impfen, danach gehe ich auf jeden fall auf die 3 Jahres Impfung!

Schönen Abend noch.

PS. haustierimpfungen.de
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #9
Es bleibt noch Leptospirose, das muß jährlich geimpft werden. Zwar können nur 2 Stämme von Leptospiren bekämpft werden, aber immerhin.
Der Impfschutz nimmt nach 6 Monaten schon wieder ab, es wäre sogar sinnvoll, Impfstoffe zu entwickeln, die mehr Lepto-Stamme abtöten würden und dann halbjährlich zu Impfen.

Leptospiren gehen auch auf den Menschen und können zu sehr schweren Erkrankungen führen.

Also Leptispirose jährlich impfen.
Parvovirose, Hepatitis, Staupe und Tollwut brauchen nur noch alle drei Jahre geimpft zu werden.
Infektionskrankheiten wie Zwingerhusten nur wenn eine aktuelle Epedemie vorliegt.

Genau so sind die Impfempfehlungen des Bundesverbands praktizierender Tierärzte:


....das erscheinen mir sinnvolle, verantwortungsbewußte Richtlinein, die von dem Grundsatz "So wenig impfen wie möglich, aber so viel wie nötig" ausgehen.

Mein Tierarzt war letztes Jahr auch totaaaaal degegen, als ich nach einer Drei-Jahres-Impfung fragte. Er rief sofort seine Frau dazu (ebenfalls Tierärztin - Gemeinschaftspraxis) und zusammen redeten sie dann auf mich ein, dass das angeblich total unsicher sei, weil ja noch garnicht richtig erforscht usw.....blabla schon klar :roll:

Dieses Jahr werde ich auf die offiziellen Impfempfehlungen Hinweisen und darauf bestehen! Wenn sie's nicht machen wollen, dann geh ich woanders hin (was schade wäre, weil ich da schon seit 6 Jahren hingehe und mich mit den beiden eigentlich gut verstehe, aber abzocken lass ich mich nun auch nicht!)
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #10
...

Jeder argumentierte anders, einmal stimme dies alles nicht, einmal gebe es den Wirkstoff nicht mehr und auch die Nebenwirkungen wurden erwähnt.
Welche Nebenwirkung werden denn genau erwähnt?
Weiß jemand, ob diese Impfung mehr/andere Nebenwirkungen aufweist?

Hm...
Mein Hund bekam gestern die Impfung, wo halt mehre Impfstoffe 3 Jahre halten. Nun ist sie 24 Stunden nach der Impfung immer noch nicht wieder ganz fit. :(
Sonst war sie immer höchstens ein paar Stunden nach der Impfung etwas müde. Aber dieses Jahr war sie wirklich den ganzen Tag über 'fertig'.
Zum Glück kann ich inzwischen schon sehen, dass es ihr wieder besser geht. ...aber hm... Frage mich jetzt natürlich, ob diese 3-Jahres-Spritze so viel 'mehr' Nebenwirkungen hat. Oder ob es einfach mal daran liegt, dass der Hund jedes Jahr etwas älter wird. Oder ob sie vielleicht noch etwas ganz anderes hat? o_O ...nein, eigentlich verbinde ich den Zustand mit der Impfung und es geht ja schon wieder etwas aufwärts.

Wie war das bei euren Hunden? Traten da verstärkt Nebenwirkungen im Zusammenhang mit 'dieser' Impfung auf oder war alles 'wie immer'?

Viele Grüße, ~§~

 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #11
Hallo,

also ich kann Dich beruhigen, der Wirkstoff ist identisch und es sind nicht mehr Nebenwirkungen da ja der gleiche Wirkstoff.
Nur wird die Möglichkeit 3Jahre einzutragen oft nicht gemacht und auch seitens der jeweiligen Praxis nicht gewollt.

Selbst Intervet die sehr schnell reagierten und Ihre Wirkstoffe für drei Jahre freigaben, merkten dies extrem.
Und wenn man so manches hört, dann muss ganz einfach der KUNDE sein Recht einfordern, denn er bezahlt ja auch dafür.

Jedenfalls akzeptiere ich keine Eintragung mehr von 12 Monaten - und dies ohne wenn und aber.

Deinem wird es sicherlich morgen wieder gut gehen, geht uns Menschen auch nach einer Impfung manchmal so, denn es belastet der Körper halt doch.

In diesem Sinne gute Genesung für den Vierbeiner.
Gruß guido
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #12
DyingDream: Vielleicht wurde ein Impfstoff einer anderen Firma als sonst benutzt; die Hersteller benutzen zum Teil andere Adjuvantien (was ausser dem Impfstoff selber noch in der Impfung drin ist), und es gibt Hunde die deswegen auf Impfstoffe einer bestimmten Firma empfindlicher reagieren (keine bestimmte, das ist von Hund zu Hund verschieden, man kann nicht sagen die Impfungen von Hersteller Sowieso sind am verträglichsten).

Das hat aber nix mit dem Dreijahresintervall zu tun.

dass das angeblich total unsicher sei, weil ja noch garnicht richtig erforscht usw.....

Gerade bei Zoonosen wie Tollwut werden die EU-Kommission auch gerade erlauben das etwas auf den Markt kommt was nicht ausreichend getestet wurde...
Nee, da kann man schon davon ausgehen das das seine Richtigkeit hat. Zumal das auch keinen Vorteil für die Hersteller bringt durch den Dreijahresintervall nur noch ein Drittel der Impfdosen zu verkaufen.
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #13
Wir waren neulich gerade mit unserem Welpen zur Nachimpfung der Grundimmunisierung beim Tierarzt. 2 Tierärzte aus der Gegend haben uns gleich am Telefon relativ deutlich genervt geraten uns an einen anderen Tierarzt zu wenden, als wir nur nachfragten ob es die Möglichkeit gäbe nicht gleich das volle Standardprogramm impfen. Wir wollten "nur" den Schutz gegen Pavo, Staupe und Hepatitis + natürlich Tollwut.

Es ist übrigens nachgewiesen, dass die Impfstoffe für Parvo, Staupe und Hepatitis deutlich länger immunisieren als 1 Jahr-einige gehen sogar davon aus, dass sogar die Grundimmunisierung schon 10 Jahre ausreichen könnte. Als guten und sicheren Kompromiss finde ich das Münchener Schema ( also 1. Jahr Staupe + Hepatitis, 2. Jahr Parvovirose, 3. Jahr Tollwut usw...). Vorteil ist auch natürlich, daß man dennoch jährlich beim TA vorbei muß, um den Standard-Check gleich mitmachen lassen zu können.

Generell besteht ja eigentlich keine Impfpflicht abseits von Tollwut. D.h. die Impfung ist vollkommen freiwillig-das offenbar oft benutzte Argument, dass der TA es dann im Impfpass nicht eintragen kann ist unsinnig, weil diese gar nicht drin stehen müssen (Bei anstehenden Auslandsreisen muß man natürlich aufpassen-da kann es anders sein).

Aber um deutlich zu sagen: die 4 genannten Impfungen machen durchaus Sinn, da das Risiko die Krankheit zu bekommen entweder zu hoch, der Krankheitsverlauf zu schwer oder die Impfung verpflichtend oder gut wirksam ist. Im Gegensatz dazu bitte ich aber mal über die anderen Impfungen Gedanken machen. Es ist natürlich eine Einstellungssache und ich will um Gottes Willen niemanden vom Impfen abraten aber ich finde es ist es wert sich wenigstens mal Gedanken über folgende Impfungen zu machen anstatt sie kritiklos spritzen zu lassen:

Zwingerhusten:


Zwingerhusten z.B. das oft auch einfach mal mitgeimpft wird: die Krankheit ist gut mit einfachen Medikamenten zu behandeln, die Wirksamkeit sehr umstritten, da sehr sehr viele trotz der Impfung daran erkranken. Der Zwingerhusten ist in der Regel nicht eine lebensbedrohliche Erkrankung, sondern eine Erkältungskrankheit beim Hund.

Leptospirose

Es gibt sehr viele Arten von Leptospirose-Erregern. aber nur gegen 2 kann überhaupt geimpft werden. Die Impfung wirkt also nicht gegen die meisten dieser Erreger. Die Erreger gegen die geimpft werden kann erzeugen normalerweise einen fast unmerkbaren schwachen Krankheitsverlauf. Es gibt aber tatsächlich schwere Fälle dieser Krankheit die aber von den Serotypen hervorgerufen wird, die nicht mit der Impfung abgedeckt werden, auch wenn man diese Impfung empfehlungsgemäß alle 6 Monate statt jährlich durchführen würde!!

Borreliose:

Wenn man die Zecken innerhalb der ersten 24 Stunden entfernt, verhindert dies eine Borrelienübertragung übrigens weitgehend. Also die Zecken fallen dann eigentlich schon auf, wenn man den Hund 1-2mal am Tag anschaut. Die Impfung erzeugt sehr häufig Reaktionen die einer richtigen Borreliose gleichen. Borresliose verläuft meist auch symptomfrei. Der Erreger konnte bei vielen Hunden nachgewiesen werden, obwohl sie nie eine Reaktion gezeigt hatten.

(Die Informationen habe ich zum größten Teil aus von heiltierarzt.de , sind aber auf mehreren anderen Seiten verteilt auch zu finden)

Das Problem ist aber meistens nicht nur das Überzeugen des TA, daß man Kunde ist, dessen Wünsche respektiert werden wollen, sondern daß die Tierärzte den gewünschten 3-fach Impfstoff gar nicht vorrätig hat/haben will.

Wir sind jetzt beispielsweise so verblieben, daß extra für uns eine 10er Packung (kleiner Einheiten gehen wohl nicht) des gewünschten Serums bestellt wird, wovon wir dann praktisch 9 wegwerfen können, da diese nur 1/4 Jahr haltbar sind und der TA diese nicht lagern bzw. anderen Kunden weitermpfehlen möchte.

Immerhin-Etwas teuerer aber wenigstens das Ziel (unsere Welpe vor aus unserer Sicht unsinnigen Impfungen zu bewahren) erreicht. Die 3-Jahre für die Tollwutimpfung war komischerweise überhaupt kein Thema beim TA. Das machte sie anstandslos.

DyingDream, unsre Tierärztin hat uns in der Diskussion auch eine Mehrfach-Impfung andrehen wollen, die Aktivstoffe (lebende Viren) enthält. Diese sind natürlich deutlich belastender -nicht daß dein TA sowas geimpft hat?
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #14
Moment, jetzt steige ich nicht mehr durch, ich habe jetzt schon mehrfach gelsen, das Impfungen gegen Leptospirose doch sinnvoll sind (auch wenn nur gegen zwei Stämme geimpft wird) und das der Trend dahin gehen sollte das die Impfstoffe gegen mehr Stämme von Leptospieren immunisieren können.

Was stimmt denn nun? Braucht man Lepto eigentlich nicht impfen weil es nur gegen die zwei harmlosen Stämme schützt und die Wirkung damit vernachlässigbar ist, oder sollte man trotzdem Impfen um wenigstens vor den zwei Stämmen geschützt zu sein????

Noch mal nebenbei: Irgendwie ist das ja schon eine riesen Sauerei was da einige Tierärzte abziehen. Auch eine Tierarztpraxis ist ein Dienstleistungsunternehmen und muß auf die Wünsche der Kunden eingehen.....das ist sonst irgendwie ein bisschen, als wenn man sich einen Maler kommen lässt und der sagt "Ich streich ihnen die Wände aber nicht in dem gewünschten Rot, weil das hektisch aussieht, ich male sie nur in grün!" ..den würd man doch umgehend vor die Tür setzen und ihm sagen er solle sich sein Grün sonstwohin stecken.....warum macht man das eigentlich nicht beim Tierarzt (ist ja teuer genug)......*grummel*
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #15
Moment, jetzt steige ich nicht mehr durch, ich habe jetzt schon mehrfach gelsen, das Impfungen gegen Leptospirose doch sinnvoll sind (auch wenn nur gegen zwei Stämme geimpft wird) und das der Trend dahin gehen sollte das die Impfstoffe gegen mehr Stämme von Leptospieren immunisieren können.

Was stimmt denn nun? Braucht man Lepto eigentlich nicht impfen weil es nur gegen die zwei harmlosen Stämme schützt und die Wirkung damit vernachlässigbar ist, oder sollte man trotzdem Impfen um wenigstens vor den zwei Stämmen geschützt zu sein????

Naja, harmlos sind die zwei Stämme gegen die die Impfung schützt nicht, aber es sind nicht die, die aktuell bei Hunden am häufigsten nachgewiesen werden. Ich denke der Gedanke hinter der Impfung war das Leptospirose eine Zoonose ist (also auf Menschen übertragbar). Die beiden Stämme gegen die geimpft wird (icterohemorragiae und canicola) waren bei Hunden die verbreitetsten als die Impfung entwickelt wurde.
Die Tatsache das mittlerweile andere Stämme verbreiteter sind liegt bestimmt auch zum Teil daran das viele Hunde gegen eben diese beiden Stämme geimpft sind.

Leptospirose ist gebietsweise praktisch "ausgerottet" und in anderen Gebieten/Ländern noch relativ weit verbreitet.
Aber auch in denen wo kaum noch Fälle nachgewiesen werden, kann man nicht sicher sein das es nicht mehr auftritt. Die Hauptüberträger sind Nagetiere (wildlebende Ratten, Feldhamster, Mäuse) über das Urin das Gewässer verunreinigt, und die kann man schlecht kontrollieren.
Es kommt also auch darauf an wo und wie der Hund lebt, ein Jagdhund oder einer der viel in kleinen Gewässer badet ist zb. gefährdeter als ein Stadthund.
In Risikogebieten und bei Hunden mit "Risikolebensstil" könnte es sogar sinnvoll sein die Impfung alle 6 Monate zu verabreichen.
Soweit ich weiß, wird gegenwertig an einer Leptospiroseimpfung geforscht die mehr Stämme abdeckt, aber da ist noch nichts auf dem Markt.
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #16
Also Ringo trinkt ständig aus irgenswelchen Pfützen...muß ich mir da Gedanken machen?
Letzten Herbst hat er noch die jährliche Allround Impfung bekommen, dieses Jahr wollte ich auf drei-Jahres-Rhytmus umsteigen....dann erscheint es mir aber besser doch weiterhin jährlich gegen Lepto zu impfen sonst werden die beinahe ausgerotteten Stämme wieder aktiv werden, wenn keiner mehr seinen Hund impfen lässt.
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #17
Also Ringo trinkt ständig aus irgenswelchen Pfützen...muß ich mir da Gedanken machen?

Also, das ist auf jeden Fall eine "gute" Möglichkeit sich mit Leptospirose zu infizieren. Wenn du das Pfützentrinken irgendwie vermeiden kannst, umso besser.

dann erscheint es mir aber besser doch weiterhin jährlich gegen Lepto zu impfen sonst werden die beinahe ausgerotteten Stämme wieder aktiv werden, wenn keiner mehr seinen Hund impfen lässt.

Deine Argumentation ist vom Standpunkt der "Seuchenbekämpfung" absolut richtig. Obwohl Hunde wie gesagt nicht die Hauptüberträger sind, sondern Nager.

Die Tatsache das in letzter Zeit fast nur noch andere Serovare bei Hunden festgestellt werden, ist auch nicht gleichbedeutend mit der Schlussfolgerung das es in der "freien Wildbahn" jetzt nur noch diese Serovare gibt; um das folgern zu können müsste man wissen wie viele dieser Hunde einen Impfschutz hatten, der auch eine Infektion mit den Serovaren icterohemorragiae und canicola verhindert hat. Also, was untersucht sind, sind Hunde, und nicht wildlebende Nager, was viel aussagekräftiger wäre.
Ob es in der letzten Zeit groß angelegte Untersuchungen bezüglich Leptospirose bei wildlebenden Ratten und Mäusen gab, weiß ich nicht. Wenn jemand was findet, wäre es interessant den Link hier reinzustellen.
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #19
Huhu,
mal was zu der 3 Jahres Impfung, davon hab ich erst gar nichts mitgekriegt, bin dann mit meiner großen zur TÄ, weil die Impfung fällig wär und meine TÄ erzählte mir dann davon. Aber ich geh da auch schon Jahre lang hin. Es ist bestimmt so, dass viele TÄ Kapital machen wollen, also nicht gerechtfertigt teilweise, aber nicht alle sind anscheinend so.
LG
 
  • Impfung alle drei Jahre / Ausreden.... Beitrag #20
Also,
da habe ich mich nu bis zum Abwinken schlau gemacht,und Cosili hat schon so ziehmlich alles alles dazu gesagt,was es zu sagen gibt.
Ich persönlich werde meinen Hund weiterhin jährlich impfen lassen.
Und ja Cosili,die von dir genannten Länder sehen das mehr als genau.
Bei der 3 Jahres Impfe muß der Hund kern gesund sein;es sollte dazu vorab eine Kot und Blut Untersuchung erfolgen.Sollte der Hund nämlich nur eine Kleinigkeit haben,könnte es gut sein,das der erforderliche Wert im Blutgehalt nicht hoch genug ist.
Das selbe sollte aber auch bei der Jahres-Impfe gemacht werden.
Trotzdem gibt es lt. Serum-Hersteller nur eine Sicherheit von 99,9999999%.

Fazit,
ich finde es schon einen Brüller,das ein und dasselbe Serum nu auch für 3 Jahre zugelassen ist,wo es vorher nur 1 Jahr war.
Gegen alles was durch die Impfe abgedeckt wird,hilft es im 1 Jahres und 3 Jahres Rythmus gleich.Der einzige Haken ist das mit der Tollwut.In England wurde bei Blutuntersuchungen schon öfters festgestellt,das die erforderliche Anzahl von Antikörpern bei der 3 Jahresimpfung nicht den erforderlichen Wert erreicht.

Info,
Los ging das vor 5-6 Jahren in den USA.Da wurde wohl rumexperentiert und man kam darauf,das es auch im 3 Jahres Rythmus funzt.
Vor etwa 4 Jahren sagte die Schweiz,ja volle Möhre,dat machen wir auch.
Und vor etwa nicht ganz 3 Jahren schwappte das dann Europaweit über.

Richtigstellung
Hiermit nehme ich zurück,das das aus Kommerzgründen gemacht wird.

Eine Serumeinheit kostet etwa 4 bis 6€ + Arbeitslohn und Kleinteile.
 
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