- Kaninchen sind KEINE Kuscheltiere. Beitrag #1
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Dready
Guest
Viele erfahrene Kaninchenhalter werden mir hier beipflichten, denke ich.
Wer sich ein wenig mit Kaninchen beschäftigt, weiß, dass Kaninchen keine Kuscheltiere sind, die den ganzen Tag herumgetragen, geknuddelt und geknutscht werden wollen, sondern dass sie ihren eigenen Kopf haben und frei springen wollen.
Kaninchen sind Fluchttiere, Charaktertiere, denen man sicher kein "Kuschelverhalten" aufzwängen sollte.
Viele Kinder und auch kaninchenunerfahrene denken sich bei Kaninchenhaltung oftmals nicht, dass ja so ein kleines Tierchen doch gewisse Ansprüche hat, was sowohl Platz und Fütterung als auch das Verhalten der Tiere betrifft.
Nebenbei sind diese "kleinen, putzigen Tiere ja sooo goldig".... Natürlich sind sie das, aber wenn man hier wirklich Streicheltiere erwartet, wird man sicherlich in vielen Fällen enttäuscht.
Ich möchte hier Kaninchen sicher nicht schlecht machen, nein, ich bin sicher die Letzte, die das tut.
Aber ein Kaninchen ist nunmal ein eigenwilliges Tier, das entsprechende Haltung vorraussetzt und nicht in seinem Wesen unterdrückt werden will.
Darüber sollte man sich wirklich im Klaren sein, und wer das ist und bereit ist, ein Kaninchen, (eigentlich kann man das auf jedes Tier beziehen), so zu akzeptieren, wie es ist, macht einen guten Schritt nach vorn.
Natürlich gibt es immer auch unter den Kaninchen ganz arge Schmuser, die gerne kommen und gekrault werden, aber ich kenne bisher kein Kaninchen, dass besonders scharf darauf ist, die ganze Zeit herumgetragen zu werden und auch ein scheues Kaninchen kriegt man nicht einfach zu einem Schmuser, wenn man es den ganzen Tag auf dem Schoß zu Tode knuddelt.
Jedes Kaninchen ist individuell, so wie jedes andere Lebewesen auch.
Ich akzeptiere es, wenn einige meine Kaninchen nicht auf den Arm genommen werden wollen.
Daher mache ich es nur, wenn es notwendig ist (Gesundheitscheck, Tierarztbesuch, wenn sie aus/ins Gehege müssen) und selbst dann ist es bei einigen immer ein kleiner Kampf.
Sie möchten es einfach nicht und daher sollte ich sie auch nicht zwingen. Sie stehen dann unter Stress, fühlen sich unwohl und zeigen das auch - Ja, ich habe immer schöne Andenken in Form von Kratzern von Cleo und dem Baby
Und ich möchte nicht wissen, wie ein Kind auf soetwas reagiert, wenn es von seinen Kaninchen so böse gekratzt wird (wer mir nicht glaubt, ich kann Beweisfotos liefern
).
Mich wundert auch nicht, warum Paulchen im TH gelandet ist.
Er ist einfach ein absolutes Charaktertier, ein kleiner Dickkopf, der sich nicht einfach angrapschen lassen mag. Er kommt lieber von selbst an und lässt es auch nur dann manchmal zu, gekrault zu werden.
Ich komme mit dem Wesen meiner Tiere zurecht und auch andere erfahrene Kaninchenhalter tun das.
Aber man muss sich dessen einfach bewusst sein.
Ich liebe meine Monster, so wie sie sind, aber sie haben auch nicht umsonst diesen Spitznamen erhalten
Hier mal ein Auszug aus einem ganz aktuellen Geschehen von heute:
Naomi ist ja, wie der kleine Buuh, zur Zeit von den anderen getrennt.
Vielen ist Naomis Geschichte ja bekannt, das kleine Sorgenkind braucht den Abstand einfach und soll auch nicht mehr neu in die Gruppe integriert werden, da sie eh nicht in Außenhaltung kann.
Diese Entscheidung war absolut weise (auch in meinem jungen Alter treffe ich in Einzelfällen Entscheidungen dieser Art
), das habe ich heute morgen gemerkt.
Ich bin zu meinen kleinen kranken Hühnchen gekommen, und die zwei gehören auch schon zu den anhänglicheren Tieren. Sie laufen mir hinterher wie kleine Hunde und möchten dann auch mal gerne gekrault werden, nicht selten stolper ich mal über einen, weil sie so an mir kleben
Naja, aber als ich dann wieder ins Wohnzimmer (Monster-Revier) wollte, wollte Naomi natürlich mit. Ich musste auf beide achten, damit sie nicht durchflutschen, aber Naomi hat es dann doch geschafft, mit mir ins Wohnzimmer zu huschen...
mit fatalen Folgen.
Das kleine, "ach-wie-putzelig", süße Baby war ausgebrochen und fetzte eh schon wie eine Wahnsinnige durch die Bude.... aber in BRUCHTEILEN von Sekunden klebte sie an der kranken Naomi, die eh schon wunde Läufe und Hoppelprobleme hat, knurrend, fauchend, kratzend, beißend, es war einfach schlimm.
Das Baby war bei meinen VGs seit ihrer Geschlechtsreife immer schon ein harter Brocken, nichtmal Paulchen war so schlimm....
Gejage ist üblich, fliegendes Fell ist normal, das ist alles im Rahmen, aber hier war das einfach nicht mehr schön.
Hätte sie es geschafft, sich in Naomi zu verbeißen, hätte es Mord und Todschlag gegeben. Sie hätte nicht locker gelassen, sondern Naomi, die übrigens 3x so groß ist wie das Baby, in Stücke zerfetzt.
Naomi rannte, so schnell sie konnte, als sie mich dann endlich sah, sprang sie zu mir, schnell auf den Arm.... gerettet... puhhh
Sie war nur noch am Keuchen, ich dachte, sie kriegt gleich nen Herzinfarkt und fällt tot um. Auf meinem Arm (wo sie ansonsten nicht so gern ist) beruhigte sie sich dann langsam wieder und war einfach nur froh, dass sie von dem Baby weg war.Als ihr Puls sich wieder normalisiert hatte, setzte ich sie wieder in den Vorraum.... sie kam dann gleich her und stupste mich an, aber man hat ihr angemerkt,dass es wirklich zu viel für sie war.
Das Paulinchen ist zwar unheimlich süß, aber hier das absolute Terrormonster und eine richtig fiese Zicke anderen Kaninchen gegenüber. Außer Merlin, Paul und Cleo akzeptiert sie (zur Zeit) nichts, auch nach der VG damals mit Naomi hat sie sie nicht in der Gruppe haben wollen.
Natürlich passieren immer irgendwelche Monstereien (ich sag nur Apfelsaft-See auf dem Teppich :roll:
), aber darüber kann man irgendwie auch lachen.
Aber mir kann wirklich keiner erzählen, dass Kaninchen Kuscheltiere sind.
Ich liebe meine Tiere wirklich sehr und möchte sie nicht missen, auch wenn man mal sauer ist, weil sie irgendwas angestellt haben. Aber sie geben dafür auch so viel zurück, und das macht es auch aus.
Tiere sollten einen begleiten dürfen, auch wenn sie vielleicht nicht absolute Schmuser, sondern eher eine Kratzbürste, Angstfischchen oder Tapetenschäler sind.
Leider bedenken das Viele vor der Anschaffung eines Tieres nicht, dass sie nicht immer nur "süüüüß" sind, sondern auch mal Arbeit und Stress machen.
Und dann landen häufig viele Tiere in Tierheimen, werden weggegeben oder ausgesetzt.
Das ist sehr traurig und daher finde ich es umso wichtiger, wenn man sich über die Tiere, die man sich anschaffen will, entsprechend erkundigt.
Ein Tier hat es nicht verdient, weggegeben zu werden, nur weil man sich nicht richtig informiert hat.
Ein Tier kann nichts dafür, es ist, wie es ist, und wenn man dem gerecht werden kann, ist das wirklich schön.
Wer sich ein wenig mit Kaninchen beschäftigt, weiß, dass Kaninchen keine Kuscheltiere sind, die den ganzen Tag herumgetragen, geknuddelt und geknutscht werden wollen, sondern dass sie ihren eigenen Kopf haben und frei springen wollen.
Kaninchen sind Fluchttiere, Charaktertiere, denen man sicher kein "Kuschelverhalten" aufzwängen sollte.
Viele Kinder und auch kaninchenunerfahrene denken sich bei Kaninchenhaltung oftmals nicht, dass ja so ein kleines Tierchen doch gewisse Ansprüche hat, was sowohl Platz und Fütterung als auch das Verhalten der Tiere betrifft.
Nebenbei sind diese "kleinen, putzigen Tiere ja sooo goldig".... Natürlich sind sie das, aber wenn man hier wirklich Streicheltiere erwartet, wird man sicherlich in vielen Fällen enttäuscht.
Ich möchte hier Kaninchen sicher nicht schlecht machen, nein, ich bin sicher die Letzte, die das tut.
Aber ein Kaninchen ist nunmal ein eigenwilliges Tier, das entsprechende Haltung vorraussetzt und nicht in seinem Wesen unterdrückt werden will.
Darüber sollte man sich wirklich im Klaren sein, und wer das ist und bereit ist, ein Kaninchen, (eigentlich kann man das auf jedes Tier beziehen), so zu akzeptieren, wie es ist, macht einen guten Schritt nach vorn.
Natürlich gibt es immer auch unter den Kaninchen ganz arge Schmuser, die gerne kommen und gekrault werden, aber ich kenne bisher kein Kaninchen, dass besonders scharf darauf ist, die ganze Zeit herumgetragen zu werden und auch ein scheues Kaninchen kriegt man nicht einfach zu einem Schmuser, wenn man es den ganzen Tag auf dem Schoß zu Tode knuddelt.
Jedes Kaninchen ist individuell, so wie jedes andere Lebewesen auch.
Ich akzeptiere es, wenn einige meine Kaninchen nicht auf den Arm genommen werden wollen.
Daher mache ich es nur, wenn es notwendig ist (Gesundheitscheck, Tierarztbesuch, wenn sie aus/ins Gehege müssen) und selbst dann ist es bei einigen immer ein kleiner Kampf.
Sie möchten es einfach nicht und daher sollte ich sie auch nicht zwingen. Sie stehen dann unter Stress, fühlen sich unwohl und zeigen das auch - Ja, ich habe immer schöne Andenken in Form von Kratzern von Cleo und dem Baby
Und ich möchte nicht wissen, wie ein Kind auf soetwas reagiert, wenn es von seinen Kaninchen so böse gekratzt wird (wer mir nicht glaubt, ich kann Beweisfotos liefern
Mich wundert auch nicht, warum Paulchen im TH gelandet ist.
Er ist einfach ein absolutes Charaktertier, ein kleiner Dickkopf, der sich nicht einfach angrapschen lassen mag. Er kommt lieber von selbst an und lässt es auch nur dann manchmal zu, gekrault zu werden.
Ich komme mit dem Wesen meiner Tiere zurecht und auch andere erfahrene Kaninchenhalter tun das.
Aber man muss sich dessen einfach bewusst sein.
Ich liebe meine Monster, so wie sie sind, aber sie haben auch nicht umsonst diesen Spitznamen erhalten
Hier mal ein Auszug aus einem ganz aktuellen Geschehen von heute:
Naomi ist ja, wie der kleine Buuh, zur Zeit von den anderen getrennt.
Vielen ist Naomis Geschichte ja bekannt, das kleine Sorgenkind braucht den Abstand einfach und soll auch nicht mehr neu in die Gruppe integriert werden, da sie eh nicht in Außenhaltung kann.
Diese Entscheidung war absolut weise (auch in meinem jungen Alter treffe ich in Einzelfällen Entscheidungen dieser Art
Ich bin zu meinen kleinen kranken Hühnchen gekommen, und die zwei gehören auch schon zu den anhänglicheren Tieren. Sie laufen mir hinterher wie kleine Hunde und möchten dann auch mal gerne gekrault werden, nicht selten stolper ich mal über einen, weil sie so an mir kleben
Naja, aber als ich dann wieder ins Wohnzimmer (Monster-Revier) wollte, wollte Naomi natürlich mit. Ich musste auf beide achten, damit sie nicht durchflutschen, aber Naomi hat es dann doch geschafft, mit mir ins Wohnzimmer zu huschen...
mit fatalen Folgen.
Das kleine, "ach-wie-putzelig", süße Baby war ausgebrochen und fetzte eh schon wie eine Wahnsinnige durch die Bude.... aber in BRUCHTEILEN von Sekunden klebte sie an der kranken Naomi, die eh schon wunde Läufe und Hoppelprobleme hat, knurrend, fauchend, kratzend, beißend, es war einfach schlimm.
Das Baby war bei meinen VGs seit ihrer Geschlechtsreife immer schon ein harter Brocken, nichtmal Paulchen war so schlimm....
Gejage ist üblich, fliegendes Fell ist normal, das ist alles im Rahmen, aber hier war das einfach nicht mehr schön.
Hätte sie es geschafft, sich in Naomi zu verbeißen, hätte es Mord und Todschlag gegeben. Sie hätte nicht locker gelassen, sondern Naomi, die übrigens 3x so groß ist wie das Baby, in Stücke zerfetzt.
Naomi rannte, so schnell sie konnte, als sie mich dann endlich sah, sprang sie zu mir, schnell auf den Arm.... gerettet... puhhh
Sie war nur noch am Keuchen, ich dachte, sie kriegt gleich nen Herzinfarkt und fällt tot um. Auf meinem Arm (wo sie ansonsten nicht so gern ist) beruhigte sie sich dann langsam wieder und war einfach nur froh, dass sie von dem Baby weg war.Als ihr Puls sich wieder normalisiert hatte, setzte ich sie wieder in den Vorraum.... sie kam dann gleich her und stupste mich an, aber man hat ihr angemerkt,dass es wirklich zu viel für sie war.
Das Paulinchen ist zwar unheimlich süß, aber hier das absolute Terrormonster und eine richtig fiese Zicke anderen Kaninchen gegenüber. Außer Merlin, Paul und Cleo akzeptiert sie (zur Zeit) nichts, auch nach der VG damals mit Naomi hat sie sie nicht in der Gruppe haben wollen.
Natürlich passieren immer irgendwelche Monstereien (ich sag nur Apfelsaft-See auf dem Teppich :roll:
Aber mir kann wirklich keiner erzählen, dass Kaninchen Kuscheltiere sind.
Ich liebe meine Tiere wirklich sehr und möchte sie nicht missen, auch wenn man mal sauer ist, weil sie irgendwas angestellt haben. Aber sie geben dafür auch so viel zurück, und das macht es auch aus.
Tiere sollten einen begleiten dürfen, auch wenn sie vielleicht nicht absolute Schmuser, sondern eher eine Kratzbürste, Angstfischchen oder Tapetenschäler sind.
Leider bedenken das Viele vor der Anschaffung eines Tieres nicht, dass sie nicht immer nur "süüüüß" sind, sondern auch mal Arbeit und Stress machen.
Und dann landen häufig viele Tiere in Tierheimen, werden weggegeben oder ausgesetzt.
Das ist sehr traurig und daher finde ich es umso wichtiger, wenn man sich über die Tiere, die man sich anschaffen will, entsprechend erkundigt.
Ein Tier hat es nicht verdient, weggegeben zu werden, nur weil man sich nicht richtig informiert hat.
Ein Tier kann nichts dafür, es ist, wie es ist, und wenn man dem gerecht werden kann, ist das wirklich schön.