- Allgemeine Tipp's und Info's rund um's Streifenhörnchen Beitrag #1
Silberfeder
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Hallo!
Ich dachte, da es ja derzeit super viele Streifenhörncheninteressenten gibt und auch sehr sehr viele Frage immer wieder wiederholt werden, sollten wir vllt. mal einen kleinen Sammelthread machen, in dem allgemeines mal nachgeschaut werden kann.
Wenn ein Moderator oder ein Admin Lust/Zeit hat, kann er das ja sogar oben anpinnen!
Am besten auch kein Gerede zwischendrin, damit es übersichtlich bleibt.
Und tut mir Leid, wenn mein Geschreibe nicht so fachsimpelnd ist *g* Ich schreibe aus eigener Hand und kopiere nicht!
1. Was für Streifenhörnchenarten gibt es?
In der Gattung der Streifenhörnchen gibt es relativ viele Arten, zu denen z.B. die Folgenden zählen:
Hopi-Chipmunks (Tamias rufus)
Kleiner Chipmunk (Tamias minimus)
Streifen-Backenhörnchen (Tamias striatus)
Sibirisches Streifenhörnchen(Tamias sibiricus)
Letzteres ist das meist vertretene Streifenhörnchen, in der Heimtierhaltung. Es ist außerdem das einzige Streifenhörnchen, das auf dem Eurasischen Kontinent lebt, alle anderen Streifenhörnchen leben in Amerika.
Das chinesische Baumstreifenhörnchen (Tamiops swinhoei) wird fälschlicher Weise oft als naher Verwandter des Streifenhörnchens gehalten, daher sind sie aus ganz anderen Unterfamilien. Das sib. Streifenhörnchen gehört der Unterfamilie der Erdhörnchen an und dass chin. Baumstreifenhörnchen ist einer der kleinsten Vertreter der Schönhörnchen, darum wird dies hier auch vorerst nicht behandelt.
2. Wie verhalten sich Streifenhörnchen?
Auf jede Rasse separat einzugehen würde zuviel Zeit rauben, zumal bei uns ja überwiegend das sib. Streifenhörnchenvertreten ist. Darum wird auch erstmal nur auf dieses eingegangen.
Das sib. Streifenhörnchen ist ein absoluter Einzelgänger, mehr dazu unter Punkt 3.
Unsere kleinen Freunde stammen nämlich aus Gegenden, in welchen es im Winter sehr kalt wird und wo Futterdepote angelegt werden um den Winter zu überdauern. Während dieser Sammelzeit werden die Streifenhörnchen meist sehr aggressiv, sowohl anderen Tieren als auch ihrem Menschen gegenüber.
Das nennt man Herbstaggressivität oder Herbsteln. Es kommt zwar nicht bei allen vor, aber trotzdem sollte immer Vorsicht geboten sein.
Ansonsten sind Streifenhörnchen relativ scheu und werden zwar Futterzahm, d.h. sie kommen beim Füttern auch auf die Hand, aber sie lassen sich weder richtig streicheln noch ohne weiteres festhalten.
Streifenhörnchen halten Winterruhe, d.h. sie sind in den kalten Wintermonaten (zumeist) garnicht zu sehen und schlafen in ihrem Häuschen. Nur gelegentlich wachen sie auf, um Futter und Wasser zu sich zu nehmen.
Wichtig ist:
Niemals ein Winterruhehaltendes Streifenhörnchen grundlos wecken!!
Es bedeutet einen enormen Aufwand, der Kraft kostet, den heruntergefahrenen Kreislauf des Hörnchens wieder hochzufahren.
Zwar sollte man zwischendurch überprüfen, ob das Hörnchen noch atmet und es allgemein noch in gutem Zustand ist, aber bitte nicht wecken.
Zur Paarungszeit erfreuen sich viele Streifi-Besitzer dann am Zwitschern ihrer Weibchen, das von einem grellen Pfeiffton bis hin zum Vogelähnlichen Gezwitscher die Stille der Nacht und des verdienten Feierabende zerreißt.
Das ist allerdings von Hörnchen zu Hörnchen unterschiedlich Lautstärke und auch die Tageszeiten oder die Zeitspanne sind sehr unterschiedlich.
3. Kann man Streifenhörnchen zusammen halten?
Dies ist wohl die meistgestellte Frage, die in Foren gestellt wird, und sie raubt manchen Mitgliedern den letzen Nerv, denn Streifenhörnchen sind und bleiben absolute Einzelgänger.
In der Natur leben sie zwar über den Frühling in Familienverbänden, aber auch dort hat jedes Tier sein Revier, welches er sehr aggressiv verteidigt.
Besonders im Herbst kommen diese Revierkämpfe in den kleinen Zimmervolieren zu sehr schlimmen Verletzungen oder sogar bis zum Tod.
Auch sollten Streifenhörnchen möglichst die einzigen Tiere in dem Zimmer sein, durch Anwesenheit von Artgenossen oder anderen Kleintieren sind sie oft sehr gestresst, was auch dem Halter manchmal auf den ersten Blick nicht auffällt.
4. Was fressen Streifenhörnchen oder "Was ist zu beachten"?
Streifenhörnchen fressen alles Mögliche an Nüssen, Kernen, Körnern, Rispen etc.
Sehr viele Hörnchenbesitzer kaufen sich vorgefertigte Hörnchen-Mischungen, die den Bedarf eines Streifhörnchens eigentlich sehr gut decken.
Darin enthalten sind meist Maiskörner, Hirse, Haselnüsse, getrocknetes Obst (sehr wenig dank hohem Zuckeranteil), Sonnenblumenkerne etc.
Ansonsten ist es wichtig, dem Hörnchen tierische Eiweiße zuzuführen, wie z.B. Mehlwürmer.
Das kann allerdings nicht jeder mit seinem Magen vereinbaren, daher gibt es auch Lösungen für das Wasser, Perlen für das Futter oder Drops, die das ersetzen können.
Auch Obst sollte auf keinen Fall fehlen. Entweder, man füttert mit frischem Obst und muss wöchentlich das Häuschen nach gebunkertem absuchen oder man füttert einfach trocken Obst.
Außerdem sollte man täglich mehrere verschiedene Nusssorten füttern.
5. Wie leben Streifenhörnchen oder "Was brauchen Sie"?
Streifenhörnchen brauchen Platz. Viel Platz. Das setzt natürlich beim Halter voraus, dass er diesen Platz einem so kleinen Nagetier opfern kann. Wer weniger geben möchte/kann sollte sich vielleicht ein anderes Nagetier holen.
Volieren für Streifi's sollten 1x1x2m (lxbxh) als Maße haben. Grundsätzlich gilt: Es geht nicht groß genug.
Am besten ist es, wenn die Streifenhörnchen mind. 1 geschlossene Seite im Käfig haben, damit sie sich wirklich zurückziehen können und nicht immer "bedrängt" werden. Auch sollten sie nicht mittig im Raum sondern an mind. 1 Wand stehen.
Als Gitterabstand eignet sich bis zu 19mm bei Volierendraht, bei normalen Käfiggittern sollte es bei 10mm liegen, da sich Streifenhörnchen sehr gerne durch schmale Öffnungen durchschieben, solange sie genug Platz (auch in die Breite) bieten.
In einen Käfig gehört dann eine vernünftige Ausstattung wie z.B. verschiedene Schlafstellen in Form von Wellensittich-Nistkästen, Hängematten, gewölbte Baumrinde etc.
Zusätzlich noch einige Äste, am besten verschieden dick und lang. Diese gehören mal waagerecht, mal senkrecht oder auch schräg befestigt, aber nicht so viele, dass das Streifenhörnchen nicht mehr vernünftig springen kann. Es klettert zwar gerne, aber springen kann es auch sehr gut.
Auch sollten hohe Käfige so ausgestattet sein, dass Hörnchen, sollten sie von oben fallen, sich irgendwie selbst auffangen können, denn auch so ein Sturz aus 1,60-2,50 Höhe hat schon einige Hörnchen das Leben gekostet.
Es eignet sich vieles zur Ausstattung, Kordeln, Seile, Kokosnüsse, aber wichtig ist es, dem Hörnchen genügend Mümmelplätze zu gewähren durch Ecketagen etc.
Ansonsten benötigen Streifenhörnchen auch noch Auslauf. Dieser sollte allerdings erst gewährt werden, wenn das Streifi sich eingewöhnt hat und den Käfig als sein Territorium akzeptiert hat. Diese Eingewöhnungszeit sollte mindestens 6 Wochen dauern. Lässt man das Streifenhörnchen vorher raus, wird es wahrscheinlich auch das Zimmer als sein Revier annehmen. Das hätte zur Folge, dass es nicht mehr in die Voliere geht und im Herbst das ganze Zimmer gegen Eindringlinge, also den Menschen, verteidigt.
5. Zähmung?
Von vorneherein kann man schon prompt sagen: Streifenhörnchen sind sehr individuell, sodass man es gar nicht verallgemeinern kann, ob Streifi's je zahm werden.
Aber es gibt Hoffnung: Die meisten werden es.
Vorraussetzungen dafür gibt es sogar! Zuerst ist es schon sehr hilfreich, wenn die Streifi's aus Zuchten kommen, nicht aus Tierhandlungen.
Warum?
Leider werden viel zu viele Streifi's aus der Natur eingefangen und importiert. Das birgt ja schon direkt die Furcht vor dem Menschen.
Hörnchen aus Zuchten haben meist sofort Kontakt zu Menschen und werden oftmals sogar durch spezielle Auslese darauf gezüchtet, die ruhigsten und zahmsten weiterzuzüchten, sodass die Integration des Menschen in das Leben des Hörnchens leichter fällt.
Nächste Vorraussetzung ist das Problem der meisten Menschen: Geduld
Auf keinen Fall darf man das Hörnchen überfordern, einfach greifen oder ähnliches, dann kann es sehr schnell passieren dass das Kleine beißt.
Streifenhörnchen sind keine Kuscheltiere!
Mit zahm meinen wir hier: Futterzahm.
Das bedeutet, die Tiere kommen freudig angehüpft, wenn wir Futter in der Hand haben, aber nicht, um gestreichelt zu werden!
Es ist manchmal hilfreich, Dinge von sich in den Käfig zu hängen oder zu legen, damit das Hörnchen sich an den Geruch des Menschen gewöhnt, ohne dass man in seinen Lebensraum eingreift.
Auf keinen Fall darf man Häuser und Versteckmöglichkeiten nehmen, damit ängstigt man das Hörnchen nur und raubt sogar das Vertrauen zum Mensch als das es hilft.
Wenn das Hörnchen einzieht sollte der Käfig komplett eingerichtet sein und auch in der Zeit nichts mehr verändern, damit sich das Hörnchen in Ruhe einleben kann.
Es hilft auch, sich mal an den Käfig zu setzen und verbal zu lesen, d.h. dem Hörnchen vorzulesen, so dass es sich an die Stimme gewöhnt.
Hüpft das Hörnchen bei Anwesenheit nicht mehr vom Gitter weg, kann man auch anfangen, Leckerli (in Maßen!) zu geben.
Es gibt übrigens solche Helden, die meinen dem Hörnchen weder Wasser noch Futter zu geben würde es zahm machen, da es dann ja zwangsläufig aus der Hand fressen muss!
Bitte nicht nachahmen! Das ist Tierquälerei und führt zu nichts außer Unwohlsein von Seiten des Tieres!
Wenn jetzt noch Fragen sind, her damit.
*Überarbeitung by Korni*
Ich dachte, da es ja derzeit super viele Streifenhörncheninteressenten gibt und auch sehr sehr viele Frage immer wieder wiederholt werden, sollten wir vllt. mal einen kleinen Sammelthread machen, in dem allgemeines mal nachgeschaut werden kann.
Wenn ein Moderator oder ein Admin Lust/Zeit hat, kann er das ja sogar oben anpinnen!
Am besten auch kein Gerede zwischendrin, damit es übersichtlich bleibt.
Und tut mir Leid, wenn mein Geschreibe nicht so fachsimpelnd ist *g* Ich schreibe aus eigener Hand und kopiere nicht!
1. Was für Streifenhörnchenarten gibt es?
In der Gattung der Streifenhörnchen gibt es relativ viele Arten, zu denen z.B. die Folgenden zählen:
Hopi-Chipmunks (Tamias rufus)
Kleiner Chipmunk (Tamias minimus)
Streifen-Backenhörnchen (Tamias striatus)
Sibirisches Streifenhörnchen(Tamias sibiricus)
Letzteres ist das meist vertretene Streifenhörnchen, in der Heimtierhaltung. Es ist außerdem das einzige Streifenhörnchen, das auf dem Eurasischen Kontinent lebt, alle anderen Streifenhörnchen leben in Amerika.
Das chinesische Baumstreifenhörnchen (Tamiops swinhoei) wird fälschlicher Weise oft als naher Verwandter des Streifenhörnchens gehalten, daher sind sie aus ganz anderen Unterfamilien. Das sib. Streifenhörnchen gehört der Unterfamilie der Erdhörnchen an und dass chin. Baumstreifenhörnchen ist einer der kleinsten Vertreter der Schönhörnchen, darum wird dies hier auch vorerst nicht behandelt.
2. Wie verhalten sich Streifenhörnchen?
Auf jede Rasse separat einzugehen würde zuviel Zeit rauben, zumal bei uns ja überwiegend das sib. Streifenhörnchenvertreten ist. Darum wird auch erstmal nur auf dieses eingegangen.
Das sib. Streifenhörnchen ist ein absoluter Einzelgänger, mehr dazu unter Punkt 3.
Unsere kleinen Freunde stammen nämlich aus Gegenden, in welchen es im Winter sehr kalt wird und wo Futterdepote angelegt werden um den Winter zu überdauern. Während dieser Sammelzeit werden die Streifenhörnchen meist sehr aggressiv, sowohl anderen Tieren als auch ihrem Menschen gegenüber.
Das nennt man Herbstaggressivität oder Herbsteln. Es kommt zwar nicht bei allen vor, aber trotzdem sollte immer Vorsicht geboten sein.
Ansonsten sind Streifenhörnchen relativ scheu und werden zwar Futterzahm, d.h. sie kommen beim Füttern auch auf die Hand, aber sie lassen sich weder richtig streicheln noch ohne weiteres festhalten.
Streifenhörnchen halten Winterruhe, d.h. sie sind in den kalten Wintermonaten (zumeist) garnicht zu sehen und schlafen in ihrem Häuschen. Nur gelegentlich wachen sie auf, um Futter und Wasser zu sich zu nehmen.
Wichtig ist:
Niemals ein Winterruhehaltendes Streifenhörnchen grundlos wecken!!
Es bedeutet einen enormen Aufwand, der Kraft kostet, den heruntergefahrenen Kreislauf des Hörnchens wieder hochzufahren.
Zwar sollte man zwischendurch überprüfen, ob das Hörnchen noch atmet und es allgemein noch in gutem Zustand ist, aber bitte nicht wecken.
Zur Paarungszeit erfreuen sich viele Streifi-Besitzer dann am Zwitschern ihrer Weibchen, das von einem grellen Pfeiffton bis hin zum Vogelähnlichen Gezwitscher die Stille der Nacht und des verdienten Feierabende zerreißt.
Das ist allerdings von Hörnchen zu Hörnchen unterschiedlich Lautstärke und auch die Tageszeiten oder die Zeitspanne sind sehr unterschiedlich.
3. Kann man Streifenhörnchen zusammen halten?
Dies ist wohl die meistgestellte Frage, die in Foren gestellt wird, und sie raubt manchen Mitgliedern den letzen Nerv, denn Streifenhörnchen sind und bleiben absolute Einzelgänger.
In der Natur leben sie zwar über den Frühling in Familienverbänden, aber auch dort hat jedes Tier sein Revier, welches er sehr aggressiv verteidigt.
Besonders im Herbst kommen diese Revierkämpfe in den kleinen Zimmervolieren zu sehr schlimmen Verletzungen oder sogar bis zum Tod.
Auch sollten Streifenhörnchen möglichst die einzigen Tiere in dem Zimmer sein, durch Anwesenheit von Artgenossen oder anderen Kleintieren sind sie oft sehr gestresst, was auch dem Halter manchmal auf den ersten Blick nicht auffällt.
4. Was fressen Streifenhörnchen oder "Was ist zu beachten"?
Streifenhörnchen fressen alles Mögliche an Nüssen, Kernen, Körnern, Rispen etc.
Sehr viele Hörnchenbesitzer kaufen sich vorgefertigte Hörnchen-Mischungen, die den Bedarf eines Streifhörnchens eigentlich sehr gut decken.
Darin enthalten sind meist Maiskörner, Hirse, Haselnüsse, getrocknetes Obst (sehr wenig dank hohem Zuckeranteil), Sonnenblumenkerne etc.
Ansonsten ist es wichtig, dem Hörnchen tierische Eiweiße zuzuführen, wie z.B. Mehlwürmer.
Das kann allerdings nicht jeder mit seinem Magen vereinbaren, daher gibt es auch Lösungen für das Wasser, Perlen für das Futter oder Drops, die das ersetzen können.
Auch Obst sollte auf keinen Fall fehlen. Entweder, man füttert mit frischem Obst und muss wöchentlich das Häuschen nach gebunkertem absuchen oder man füttert einfach trocken Obst.
Außerdem sollte man täglich mehrere verschiedene Nusssorten füttern.
5. Wie leben Streifenhörnchen oder "Was brauchen Sie"?
Streifenhörnchen brauchen Platz. Viel Platz. Das setzt natürlich beim Halter voraus, dass er diesen Platz einem so kleinen Nagetier opfern kann. Wer weniger geben möchte/kann sollte sich vielleicht ein anderes Nagetier holen.
Volieren für Streifi's sollten 1x1x2m (lxbxh) als Maße haben. Grundsätzlich gilt: Es geht nicht groß genug.
Am besten ist es, wenn die Streifenhörnchen mind. 1 geschlossene Seite im Käfig haben, damit sie sich wirklich zurückziehen können und nicht immer "bedrängt" werden. Auch sollten sie nicht mittig im Raum sondern an mind. 1 Wand stehen.
Als Gitterabstand eignet sich bis zu 19mm bei Volierendraht, bei normalen Käfiggittern sollte es bei 10mm liegen, da sich Streifenhörnchen sehr gerne durch schmale Öffnungen durchschieben, solange sie genug Platz (auch in die Breite) bieten.
In einen Käfig gehört dann eine vernünftige Ausstattung wie z.B. verschiedene Schlafstellen in Form von Wellensittich-Nistkästen, Hängematten, gewölbte Baumrinde etc.
Zusätzlich noch einige Äste, am besten verschieden dick und lang. Diese gehören mal waagerecht, mal senkrecht oder auch schräg befestigt, aber nicht so viele, dass das Streifenhörnchen nicht mehr vernünftig springen kann. Es klettert zwar gerne, aber springen kann es auch sehr gut.
Auch sollten hohe Käfige so ausgestattet sein, dass Hörnchen, sollten sie von oben fallen, sich irgendwie selbst auffangen können, denn auch so ein Sturz aus 1,60-2,50 Höhe hat schon einige Hörnchen das Leben gekostet.
Es eignet sich vieles zur Ausstattung, Kordeln, Seile, Kokosnüsse, aber wichtig ist es, dem Hörnchen genügend Mümmelplätze zu gewähren durch Ecketagen etc.
Ansonsten benötigen Streifenhörnchen auch noch Auslauf. Dieser sollte allerdings erst gewährt werden, wenn das Streifi sich eingewöhnt hat und den Käfig als sein Territorium akzeptiert hat. Diese Eingewöhnungszeit sollte mindestens 6 Wochen dauern. Lässt man das Streifenhörnchen vorher raus, wird es wahrscheinlich auch das Zimmer als sein Revier annehmen. Das hätte zur Folge, dass es nicht mehr in die Voliere geht und im Herbst das ganze Zimmer gegen Eindringlinge, also den Menschen, verteidigt.
5. Zähmung?
Von vorneherein kann man schon prompt sagen: Streifenhörnchen sind sehr individuell, sodass man es gar nicht verallgemeinern kann, ob Streifi's je zahm werden.
Aber es gibt Hoffnung: Die meisten werden es.
Vorraussetzungen dafür gibt es sogar! Zuerst ist es schon sehr hilfreich, wenn die Streifi's aus Zuchten kommen, nicht aus Tierhandlungen.
Warum?
Leider werden viel zu viele Streifi's aus der Natur eingefangen und importiert. Das birgt ja schon direkt die Furcht vor dem Menschen.
Hörnchen aus Zuchten haben meist sofort Kontakt zu Menschen und werden oftmals sogar durch spezielle Auslese darauf gezüchtet, die ruhigsten und zahmsten weiterzuzüchten, sodass die Integration des Menschen in das Leben des Hörnchens leichter fällt.
Nächste Vorraussetzung ist das Problem der meisten Menschen: Geduld
Auf keinen Fall darf man das Hörnchen überfordern, einfach greifen oder ähnliches, dann kann es sehr schnell passieren dass das Kleine beißt.
Streifenhörnchen sind keine Kuscheltiere!
Mit zahm meinen wir hier: Futterzahm.
Das bedeutet, die Tiere kommen freudig angehüpft, wenn wir Futter in der Hand haben, aber nicht, um gestreichelt zu werden!
Es ist manchmal hilfreich, Dinge von sich in den Käfig zu hängen oder zu legen, damit das Hörnchen sich an den Geruch des Menschen gewöhnt, ohne dass man in seinen Lebensraum eingreift.
Auf keinen Fall darf man Häuser und Versteckmöglichkeiten nehmen, damit ängstigt man das Hörnchen nur und raubt sogar das Vertrauen zum Mensch als das es hilft.
Wenn das Hörnchen einzieht sollte der Käfig komplett eingerichtet sein und auch in der Zeit nichts mehr verändern, damit sich das Hörnchen in Ruhe einleben kann.
Es hilft auch, sich mal an den Käfig zu setzen und verbal zu lesen, d.h. dem Hörnchen vorzulesen, so dass es sich an die Stimme gewöhnt.
Hüpft das Hörnchen bei Anwesenheit nicht mehr vom Gitter weg, kann man auch anfangen, Leckerli (in Maßen!) zu geben.
Es gibt übrigens solche Helden, die meinen dem Hörnchen weder Wasser noch Futter zu geben würde es zahm machen, da es dann ja zwangsläufig aus der Hand fressen muss!
Bitte nicht nachahmen! Das ist Tierquälerei und führt zu nichts außer Unwohlsein von Seiten des Tieres!
Wenn jetzt noch Fragen sind, her damit.
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