Was beachten bei Kastration?

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Henni

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Hallo an alle!
Ich bin gerade etwas nervös :?, da mein Farbmausböckchen Benny morgen kastriert wird. Da ich danach auf keinen Fall was falsch machen möchte, wollte ich mal ein wenig nachforschen, wie eine Kastra so abläuft und was danach alles zu beachten ist. Hier mal meine Fragen:
1. Wie läuft denn eine Kastra genau ab? Also wie lange brauchen die Tierchen ungefähr, bis sie aus der Narkose aufwachen und kann man sie danach gleich mitnehmen?
2. Was eignet sich am besten als Transportmittel (wegen der Wunde)? Ich nehm normalerweise Pappkartons und fülle diese mit etwas Streu aus dem Käfig. Soll ich den Karton lieber mit Küchenpapier auslegen? Transportbox habe ich leider keine.
3. Wie muss der Käfig verändert werden? Haben einen Gitterkäfig mit zwei normalen Häuschen, einem hängenden Kokoshaus (kommt auf jeden Fall raus), einer Wippe, Klorollen und Pappzeug und halt Futternapf und Trinkflasche. Die Etage wollte ich erst mal nach der Kastra einbauen. Soll ich das Streu herausnehmen und nur Küchenrolle reinlegen? Müsste ich ja vorher machen, damit Benny gleich wieder einziehen kann.
4. Wie verhält sich das Mäuschen nach der Kastra, also auf was muss ich achten?

Der Tierarzt wird mir zwar sicher auch Anweisungen geben, aber zur Sicherheit möchte ich lieber mal hier fragen, viele von euch haben ja schon Erfahrungen gesammelt. Dann kann ich auch erkennen, ob mein TA gut ist und mir die richtigen Infos gibt.

Das war es erstmal, schon mal Danke für eure Antworten!

Grüße

Henni
und Benny
 
  • Was beachten bei Kastration? Beitrag #2
Huhu,
ich denke aber mal, dass du eien Transportbox mitbringen musst...Ich denke mal, du gibst die Maus morgens ab und holst sie abends ab, damit der Tierarzt sie erstmal noch Beobachten kann, falls noch etwas ist...Die Transportbox würde ich mit Küchenpapier auslegen. Dann auch die Maus erstmal auf Klopapier oder Küchenrolle halten und das Mäuschen warm halten...weil nach einer Operation es leicht zur Unterkühlung kommen kann. Jedoch nicht zu heiß ;)
Dann muss dein Mäuschen leider 6 Wochen allein leben, weil noch Restspermien überlebt haben können. Und 1 woche mindestens auf Klo/Küchenrolle halten.
Frag deinen Tierarzt ruhig mal nach der Operationsmethode, weil eine Nakose ist nicht so verträglich für die kleinen Mäuschen, also eine Injektionsnakose....


hoffe das hilft dir ;)


Lg Zwicki
 
  • Was beachten bei Kastration? Beitrag #3
Hallo Henni!
Zu Deinen Fragen:
1a) Weiß ich leider nicht - es gibt aber z. B. verschiedene Methoden, die Wunden zu schließen. Einige Tierärzte nähen die Wunden, dann müssen u. U. später die Fäden gezogen werden. Andere kleben die Wunden, und wieder andere benutzen ein Klebepflaster (das war z. B. bei unseren Kerlchen der Fall. Man sah überhaupt nichts und es ist super verheilt...)
1b) Weiß ich auch nicht genau - aber ich weiß, dass vernünftige Tierärzte die Tiere so lange unter Beobachtung halten, bis diese aufgewacht sind, und erst dann werden die Tiere mit nach Hause gegeben. Der Tierarzt müsste Dir eigentlich sagen, wie lange es ungefähr dauert.

2) Küchenpapier wäre auf jeden Fall zu empfehlen, damit keine Streu in die Wunde geraten kann. Auf Dauer würde ich auch den Pappkarton gegen einen gescheiten Transportkäfig ersetzen, denn durch Pappe haben sich die Nager ja doch mal leicht durchgenagt (ein OP-geschwächtes Tier wahrscheinlich nicht, aber möglicherweise wird das ja nicht Dein letzter Tierarztbesuch gewesen sein...)

3) Den Käfig würde ich ebenfalls komplett von Streu befreien und Küchenpapier reintun, wie Du ja schon sagtest. Kletterkram / Laufrad ebenfalls erstmal raus, damit er sich nicht evtl. die Wunde beim Toben wieder aufreißt. Unsere 5 Kerlchen waren jedoch ohne ihr Inventar so gelangweilt, dass sie aus lauter Verzweiflung das Käfiggitter rauf und runter geklettert sind (am Abend nach der Kastra, wohlgemerkt ;) ), sodass wir ihnen ihren Kletterkram noch am gleichen Abend wiedergegeben haben... Da müsstest Du halt mal schauen, wie Benny sich so macht....

4) Normalerweise sind sie erstmal noch müde und schläfrig. Du solltest Benny also erstmal in Ruhe lassen... Wenn er dann wach wird (also richtig wach, nicht mehr so dösig....), dann verwöhn ihn ruhig mit ein paar Leckerlis, die kann er sicher gut gebrauchen als Stärkung...
Ich kann aus eigener Erfahrung nur von unseren 5 Kastraten sagen, dass sie recht schnell wieder putzmunter waren und keinerlei Beeinträchtigungen mehr zeigten. Das muss aber nicht immer so sein, es kann sein, dass sie länger dösig sind und länger brauchen, sich zu erholen.

Wenn die Wunde genäht wird, solltest Du aufpassen, dass Dein Benny nicht versucht, sich selbst die Fäden zu ziehen bzw. an der Wunde herumzunagen.... Falls er das tut und die Wunde wieder aufgeht, müsstest Du natürlich umgehend nochmal zum Tierarzt...

Ich drücke die Daumen, dass alles gutgeht!
Bekommt Benny dann Mädelsgesellschaft, oder was hast Du für ihn geplant?

LG, seven (die selbst mal einen Benny hatte, das war aber ein unkastrabler 16g-Pimpf, der nur 4 Monate alt wurde, aber immer lieb zu seinen längst kastrierten Brüdern war...)


edit: zu Zwicki: Es reicht, die Maus 4 Wochen in "Ausstinkhaft" zu halten. 6 Wochen bieten 200% Sicherheit, aber mit 4 Wochen ist man auch auf der sicheren Seite.
Und die Injektionsnarkose SOLL unsicherer sein, aber ein Tierarzt, der damit langjährig erfahren ist, erzielt damit genauso gute Ergebnisse wie einer, der Inhalationsnarkose macht. Es kommt also nicht nur auf die Narkoseart an, sondern v. a. auch auf die Erfahrung des Tierarztes ;)
 
  • Was beachten bei Kastration? Beitrag #4
Oki Doki, wusste ich dann auch nicht so genau, ich habs nun einfach mal vom Kaninchen abgeleitet ;) und was mir mein Tierarzt gesagt hat...
 
  • Was beachten bei Kastration? Beitrag #5
Hallo Zwicki,
das hat mir ja schon sehr geholfen. Meinst du ich soll noch schnell eine Transportbox kaufen? Noch haben die Läden ja offen... Wenn der dann nämlich den ganzen Tag bleibt (Termin ist 9:00), ist so ein Karton ja absolut nicht geeignet.

Dann werde ich den Käfig also eine Woche lang mit Küchenrolle auslegen.

Noch eine Frage zu der OP-Methode: Welche Narkose-Möglichkeit gibt es noch? Ich habe bisher noch keine Ahnung was er genau vorhat, da ich noch nie dort war und nur mit der Sprechstundenhilfe gesprochen habe. Der muss sich das Mäuschen ja erstmal anschauen. Falls er mir aber nicht zusagt, werde ich auch einen anderen TA aufsuchen.

Benny wird erstmal alleine bleiben, er bekommt aber dann weibliche Gesellschaft, ich hoffe ja, dass ich in ein paar Wochen dann auch ein paar hübsche Mädels für ihn finde.

Gruß

Henni
und Benny


---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Henni1981 schrieb nach 13 Minuten und 33 Sekunden:

Danke auch an Seven für die schnelle und umfangreiche Antwort, haben wohl gleichzeitig getippt;)
Ich werde mal sehen, womit er die Wunde zu schließen gedenkt, aber ich vermute mal mit Fäden so wie sich die Sprechstundenhilfe angehört hat. Das mit dem Klebepflaster kann ich mal ansprechen, vielleicht hat der das auch.
Ich werde erstmal den Käfig leerräumen und dann schauen, ob er sich nicht doch langweilt. Aber die Kokosnuss wird er vermissen, da ist er am liebsten drin. Aber das ist mir zu riskant. Er hat ja zwei Häuschen als Alternativen.
Also, nach 4 Wochen werde ich nach Weibchen schauen, bisher steht nur eins fest: Nie mehr ZooLatiere! In unserem Tierheim sitzen allerdings grad nur 3 einsame unkastrierte Böckchen, die sich wohl untereinander bekriegt haben:(
So, dann verabschiede ich mich mal zum Tranportbox-Kauf!!!
Falls ihr aber noch Tips habt, nur her damit!

Gruß

Henni
und Benny

PS: Seven, das mit deinem "Pimpf" Benny habe ich schon gelesen *smile*, meiner ist zum Glück ca 30-35 g schwer, also kastrationsfähig. Zum Glück!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Was beachten bei Kastration? Beitrag #6
Mehr kann ich auch nicht sagen, nur bei der Inhalationnarkose ist es wohl so, dass die Maus nach Sekunden wieder wach wird. Also sobald er das Narkosemittel nichtmehr einatmet, wird er sofort wieder wach. Bei Injektionsnarkose dauerts länger...
 
  • Was beachten bei Kastration? Beitrag #7
Hallo Leute,
wollte mal Bescheid geben, dass Benny die Kastra gut überstanden hat. Habe zwar ewig warten müssen, aber sonst hat der TA seine Sache gut gemacht. Er ist mit Fäden genäht worden, die selber wieder rausgehen. Betäubt wurde er mit der Inhalationsmethode.
Er ist auch recht fit, er verkriecht sich zwar noch und schläft, ist aber vorher schon auf seine Trinkflasche geklettert, also ganz so wagemutig wie vorher.

Nochmal danke für eure Tips

Gruß

Henni
und Benny
 
  • Was beachten bei Kastration? Beitrag #8
Hey,
super, dass alles so prima gelaufen ist!
Dann wünsche ich Deinem Benny alles Gute und viel Spaß als zukünftiger "Weiberheld" ;)

LG, seven
 
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