Vorteile (allgemein):
- Durch Scheinträchtigkeit (diese tritt auf, wenn ein unkastriertes Weibchen mit einem kastrierten Männchen zusammen lebt/ in Kontakt kommt), kann es zu Veränderungen an der Gebährmutter kommen, die außerlich nicht erkannt werden können, aber eben große Auswirkungen haben können.
- Das Tier wird ausgeglichener (ist nicht mehr dem Stress der Scheinträchtigkeit ausgesetzt) und es ist nicht mehr Hormonschwankungen unterworfen.
- Es ist doppelter Schutz vor einer Trächtigkeit (z.B. wenn das Tier entkommt und einen unkastrierten Rammler trifft).
- Wenn es Rangprobleme in einer Gruppe gibt (z.B. mit mehreren Weibchen), kann die Kastration der Ranghöchsten oder aller Weibchen Besserung bringen.
Nachteile (allgemein):
- Das Narkose-Risiko
- Man nimmt ein Stück "Natur" weg.
- Der Stress der Kastration
Zusammenfassend:
Eine Kastration ist dann zu empfehlen, wenn man ein Kaninchen hat, dass gesund ist aber stark durch die Hormone im Allgemeinbefinden gestört ist (z.B. häufige Scheinträchtigkeit). Auch vorbeugend zum Schutz der Gesundheit (Gebährmutterveränderungen) ist es eine gute Möglichkeit. Man sollte es aber nur duchführen, wenn man einen guten Tierärzt kennt!
Niemals sollte man zu junge, zu alte, kranke oder schwache Tiere kastrieren lassen (Möglichst ab einem Jahr bis ins Alter - wenn noch ein guter Allgemeinzustand vorhanden ist). Dann steigt das Narkoserisiko nämlich beachtlich an!