Wie ich schon oft genug erwähnt habe, kommt mein kleiner Törpe auch von einem ungarischen Tierschutzverein.
Törpes Mutter wurde hochträchtig aus der Tötungsstation geholt - und mir zerreisst der Gedanke das Herz, dass mein Kleiner gar nicht auf der Welt wäre, wenn es ihren Einsatz dort nicht geben würde.
Das Leid der Tiere in den Tötungsstationen ist für unsere Maßstäbe unvorstellbar.
Ja, der deutsche Tierschutz braucht Unterstützung, finanzielle Mittel etc...
Dennoch leben die Tiere in deutschen Tierheimen und Pflegestellen im Paradies im Gegensatz zu denen in Tötungsstationen.
Nicht nur, dass sie dort nach Ablauf einer bestimmten Frist (wenn überhaupt...) qualvoll getötet werden - denn auch Tiere zu vergasen kostet Geld, weswegen man so viele Tiere wie möglich mit möglichst wenig Gas zu töten versucht. So viele wie möglich werden in einen Raum gequetscht und es wird gewartet bis sie tot sind - wie sehr sie sich dabei quälen ist völlig egal.
Und warum sollten Tiere, die eh getötet werden, denn Futter, geschweige denn irgendeine andere Form von Zuwendung erhalten? Das Kostet nunmal alles Geld.
Es ist auch nicht so, dass dort irgendwie auch nur annähernd "tierliebe" Menschen arbeiten. Den Mitarbeitern der Tötungsstationen sind die Viecher herzlichst egal - ganz im Gegenteil werden sie dort häufig noch mit Freude gequält. Bei Minusgraden werden Hunde mit Wasserschläuchen bespritzt, so dass sie elendig erfrieren, sie werden geschlagen, getreten und mißhandelt.
Jedem einzelnen Tier, das Tierschützer dort hinausholen, wird im wahrsten Sinne des Wortes das Leben gerettet. Und durch jedes Tier, das nach Deutschland in eine Familie kommt, wird Platz für ein weiteres Leben geschaffen.
Der Tierschutz im Ausland arbeitet häufig unter dem Existenzminimum. Die Menschen, die sich dort engagieren, werden von ihren Landsleuten sowie von der Politk nicht ernstgenommen, ausgelacht und leider auch oft in ihrer Arbeit behindert. Irgendeine Art von Unterstützung findet nicht statt.
Warum sich diese Menschen trotzdem weiter die Mühe machen, Tiere zu retten, auf eigene Kosten zu versorgen und zu vermitteln? Ich weiß es nicht.
Und dann setzten sich deutsche "Tierfreunde" auch noch auf das hohe Ross zu sagen, man solle den Tierschutz im Ausland nicht unterstützen.
Sorry, das ist für mich unverständlich.
Natürlich haben wir hier genug eigenes Tierleid, das streite ich nicht ab. Aber ich finde es falsch zu sagen, deswegen sollten wir denen, denen es noch schlechter geht als uns nicht mehr helfen...
Nicht zuletzt muss jeder einzelne selbst entscheiden, wo und wie er Tieren helfen will. Wenn jemand für sich entscheidet, ich möchte ein deutsches Tierheim unterstützen, ist das genauso richtig, als wenn jemand sagt, ich hole mir ein Tier aus dem Ausland, weil das zur Zeit der einzige kleine Beitrag ist, den ich leisten kann, um dort zu helfen.
Es ist nur wichtig, überhaupt etwas zu tun.
Wo man hilft, sollte egal sein, denn Tierliebe und Tierschutz sollten keine Grenzen kennen.