Moin,
einige von Euch wissen, das ich selber Wiedereinsteiger bin. Und auch ich bzw. wir möchten uns über Kurz oder Lang den Traum vom eigenen Pferd erfüllen. Reiten klappt bisher wieder gut, RL hab ich jetzt auch, ich lese alles was mir in die Finger kommt und mit Reiten bzw Ausbildung zu tun hat, frage erfahrenen Leuten Löcher in den Bauch

usw...
Aber... ganz ehrlich? Ich würde mir selber, trotz allem Weiterbilden usw. (noch lange) nicht zutrauen ein ganz junges Pferd (Fohlen) korrekt auszubilden. Jedenfalls nicht ohne proffessionelle Unterstützung. Die Basis wie Putzen, Hufe geben, Führen, i-wann erste Bodenarbeit unter Anleitung... ok, das ja. Aber für Dinge die darüber hinaus gehen, sollte man m.M. nach über ausreichend
praktische Erfahrung verfügen!
Ich sehe bei meinem Pflegepferd das es nicht mal eben 1, 2, 3 geht. Sie wird 4, ist gut eingeritten, hat also eine gute Basis aber sie muss noch viel lernen. Wenn ich nicht Besi (und jetzt auch RL) hätte, die mit mir zusammen daran arbeiten würde... ich hätte Angst zuviel falsch zu machen! Und man kann ´ne Menge falsch machen!!! Oft genug bedeutet das dann nicht nur, das ein Pferd später vielleicht schwer reitbar ist, sondern auch gesundheitliche Aspekte können dazu kommen. Was bringt es mir, ein womöglich verkorkstes Pferd zu haben? Das ich hinterher stolz sagen kann: Hey guck mal hab ich selber ausgebildet, eingeritten usw (besser gesagt: hab´s komplett verbockt:?). :eusa_naughty:
Es haben mich hier bei uns schon einige Leute schräg angeschaut und dusselige Kommentare abgegeben, als ich sagte, wenn eigenes Pferd, dann kein ganz junges. Ist hier relativ normal, junges Pferd kaufen, selber ausbilden. Dementsprechend sind die meisten Pferde aber dann auch. Sie wissen wann sie laufen dürfen, schneller werden und wieder anhalten, und damit hat´s sich´s bei vielen hier! Volte? Was ist das? Bodenarbeit? Hääää?:eusa_doh: (Es gibt glücklicherweise auch welche die es anders machen, ist nur ein Beispiel von so einigen hier).
Aber ich möchte das mein zukünftiges eigenes Pferd mal eine gesunde und gute Basisausbildung hat. Und die könnte ich (zumindest vorläufig) ihm nicht vermitteln.:eusa_think:
Dazu kommt noch was hier oben schon angeführt wurde: Solange genug Fohlen gekauft werden (egal ob Privat, Metzger, Händler...) wird weiter "produziert"

. Außerdem gibt es auch genug ältere, gut ausgebildete Pferde die evtl. letztendlich auch beim Metzger enden würden, wenn z.B. Besi sie aus finanziellen oder aus anderen Gründen nicht mehr behalten kann und niemand sie haben will, die aber für jemanden wie mich der ideale (Freizeit)Partner sein können. Warum also immer nur junge Pferde "retten" (nenne es mal eben so, mir fällt gerade nix anderes ein):eusa_think:?
So, das war mal eben meine bescheidene Meinung dazu...