- Katzenjammer Beitrag #1
Mike1024
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Katzenjammer
Wie ich schon an anderer Stelle erwähnt habe, steht Miezka auf Musik.
Sie tut alles, um ihren jeweiligen Musikgeschmack kundzutun.
Wirklich alles.
Peinlichkeiten eingeschlossen.
*
An jenem Tag Anfang Dezember war ich wegen einer Routineimpfung mit Miezka abends noch beim Tierarzt.
Dazu ist keine Transportbox notwendig.
Ich habe eine dieser praktischen aufrollbaren Leinen.
Ausserdem will Miezka in dem beginnenden weihnachtlichen Trubel sowieso lieber getragen werden.
Der Weg führt durch die Innenstadt, wo vor einigen Tagen der Weihnachtsmarkt begonnen hat.
Nun bin ich ja nicht unbedingt ein Freund solcherart weihnachtlich kommerzialisierter Institutionen, aber ein Glas Glühwein könnte man sich ja schon zu Gemüte führen.
Alles auf der Welt ist im wachsen begriffen, warum sollten da die Preise für Glühwein eine Ausnahme machen?
Ausserdem findet der weihnachtliche Menschenauflauf nur einmal im Jahr statt, also, was soll’s.
Miezka auf dem Arm stelle ich mich an einem Glühweinstand an, die verwunderte Blicke meiner Mitmenschen ignorierend.
Es gibt hier auch einige Stehtische, um die sich das Weihnachtsvolk glühweinschlürfend versammelt.
Miezka schaut aufmerksam in die Runde, lässt sich aber ansonsten nicht stören.
Jetzt bin ich doch einigen Fragen ausgesetzt.
„Ja, Katze an der Leine, wie kommt’s?“, und Ähnliches.
Während des beginnenden Gesprächs erklingt mit einem mal eine Melodie.
Einige Meter weiter, neben dem Eingang zum Rathaus, hat sich einer mit einer Geige postiert und beginnt zu spielen.
Der, ein Junge von etwa 12 Jahren, intoniert gerade „Stille Nacht, Heilige Nacht“.
Schnell bildet sich ein Kreis um ihn, zu dem ich ebenfalls gehöre.
Weihnachtsstimmung eben.
Der Junge spielt nicht gerade wie ein Stargeiger, aber doch so halbwegs passabel.
Glaubte ich.
Ergriffen lauschen wir alle den Tönen.
Eben setzt er zur zweiten Strophe an.
Da ertönt von meinem Arm ein langgezogenes, lautes „Miauuuuuuu!!!!!!!!“
Einige Köpfe wenden sich mir zu.
Der Geiger fährt in seiner Interpretation fort.
„Miauuuuuuu!!!!!“
Will Miezka etwa runter vom Arm?
Nein, sie macht keine Anstalten.
„Miauuuuuuu!!!!!“
Unüberhörbar.
Einige der Anwesenden beginnen jetzt verschämt zu grinsen.
„Miauuuuuuu!!!!!“
Der Stehgeiger zeigt jetzt eine leichte Irritation.
Er hat wohl nicht mit Begleitgesang gerechnet.
„Miauuuuuuu!!!!!“
Das war eines zuviel!
Einige Leute beginnen lauthals zu lachen.
Immer mehr falsche Töne kommen aus dem Saiteninstrument.
Anstelle spiritueller Ergriffenheit macht sich nun allgemeine Heiterkeit unter den Zuhörern breit.
Schliesslich bricht der Spieler seine Darbietung ab
Kaum hat die musikalische Berieselung aufgehört, stellt auch Miezka ihre Kommentare ein.
Der Junge packt seine Geige ein und verschindet mit hochrotem Kopf in der Menge.
Er tut mir richtig leid, aber was kann ich tun?
Jedenfalls hat Miezka die Lacher auf ihrer Seite.
In dem Gewühl kann ich mich dann auch fast unauffällig verdrücken.
Miezka jedenfalls lässt sich bis heute durch nichts zu einer Übersetzung ihrer Äusserungen ins Deutsche überreden.
Aber was soll’s, wenn sie bei Dieter Bohlen nicht als Superstar durchgeht, dann vielleicht in seiner Jury.
Wie ich schon an anderer Stelle erwähnt habe, steht Miezka auf Musik.
Sie tut alles, um ihren jeweiligen Musikgeschmack kundzutun.
Wirklich alles.
Peinlichkeiten eingeschlossen.
*
An jenem Tag Anfang Dezember war ich wegen einer Routineimpfung mit Miezka abends noch beim Tierarzt.
Dazu ist keine Transportbox notwendig.
Ich habe eine dieser praktischen aufrollbaren Leinen.
Ausserdem will Miezka in dem beginnenden weihnachtlichen Trubel sowieso lieber getragen werden.
Der Weg führt durch die Innenstadt, wo vor einigen Tagen der Weihnachtsmarkt begonnen hat.
Nun bin ich ja nicht unbedingt ein Freund solcherart weihnachtlich kommerzialisierter Institutionen, aber ein Glas Glühwein könnte man sich ja schon zu Gemüte führen.
Alles auf der Welt ist im wachsen begriffen, warum sollten da die Preise für Glühwein eine Ausnahme machen?
Ausserdem findet der weihnachtliche Menschenauflauf nur einmal im Jahr statt, also, was soll’s.
Miezka auf dem Arm stelle ich mich an einem Glühweinstand an, die verwunderte Blicke meiner Mitmenschen ignorierend.
Es gibt hier auch einige Stehtische, um die sich das Weihnachtsvolk glühweinschlürfend versammelt.
Miezka schaut aufmerksam in die Runde, lässt sich aber ansonsten nicht stören.
Jetzt bin ich doch einigen Fragen ausgesetzt.
„Ja, Katze an der Leine, wie kommt’s?“, und Ähnliches.
Während des beginnenden Gesprächs erklingt mit einem mal eine Melodie.
Einige Meter weiter, neben dem Eingang zum Rathaus, hat sich einer mit einer Geige postiert und beginnt zu spielen.
Der, ein Junge von etwa 12 Jahren, intoniert gerade „Stille Nacht, Heilige Nacht“.
Schnell bildet sich ein Kreis um ihn, zu dem ich ebenfalls gehöre.
Weihnachtsstimmung eben.
Der Junge spielt nicht gerade wie ein Stargeiger, aber doch so halbwegs passabel.
Glaubte ich.
Ergriffen lauschen wir alle den Tönen.
Eben setzt er zur zweiten Strophe an.
Da ertönt von meinem Arm ein langgezogenes, lautes „Miauuuuuuu!!!!!!!!“
Einige Köpfe wenden sich mir zu.
Der Geiger fährt in seiner Interpretation fort.
„Miauuuuuuu!!!!!“
Will Miezka etwa runter vom Arm?
Nein, sie macht keine Anstalten.
„Miauuuuuuu!!!!!“
Unüberhörbar.
Einige der Anwesenden beginnen jetzt verschämt zu grinsen.
„Miauuuuuuu!!!!!“
Der Stehgeiger zeigt jetzt eine leichte Irritation.
Er hat wohl nicht mit Begleitgesang gerechnet.
„Miauuuuuuu!!!!!“
Das war eines zuviel!
Einige Leute beginnen lauthals zu lachen.
Immer mehr falsche Töne kommen aus dem Saiteninstrument.
Anstelle spiritueller Ergriffenheit macht sich nun allgemeine Heiterkeit unter den Zuhörern breit.
Schliesslich bricht der Spieler seine Darbietung ab
Kaum hat die musikalische Berieselung aufgehört, stellt auch Miezka ihre Kommentare ein.
Der Junge packt seine Geige ein und verschindet mit hochrotem Kopf in der Menge.
Er tut mir richtig leid, aber was kann ich tun?
Jedenfalls hat Miezka die Lacher auf ihrer Seite.
In dem Gewühl kann ich mich dann auch fast unauffällig verdrücken.
Miezka jedenfalls lässt sich bis heute durch nichts zu einer Übersetzung ihrer Äusserungen ins Deutsche überreden.
Aber was soll’s, wenn sie bei Dieter Bohlen nicht als Superstar durchgeht, dann vielleicht in seiner Jury.