Die "Schutzhundeausbildung" in Vereinen ist eine rein sportliche Ausbildung. Diese hat NICHTS damit zu tun, dass der Hund nach dieser Ausbildung seinen Halter schützt. Das tut Hund entweder, oder er tut es nicht. Der Hund beim "Schutzdienst" im sportlichen Sinne NICHT auf den Menschen ausgebildet. Das Beuteziel ist der Beissarm - im Prinzip nichts anderes, wie wenn Mensch mit Hund mit ner Beisswurst spielt.
Die zivile Ausbildung, bei der der Hund wirklich zum "Schutz" ausgebildet wird, auch dazu, ggf. gegen Menschen zu gehen, ist in D für Privatpersonen verboten. Das dürfen nur Polizei und Militär.
Deshalb wird Dir eine sportliche "Schutzhundeausbildung" (heutzutage nennt sich das "Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde" - das Wort "Schutdienst" spuckt noch von alters her in den Köpfen der Leute rum) nichts nützen, wenn Du einen Hund haben möchtest, der dich beschützt. Zumal Dir klar sein muss, dass Du ganz schnell in Teufels Küche kommst, wenn dein Hund aus welchen Gründen auch immer tatsächlich mal jemanden beissen sollte.
Prinzipiell könntest Du schon mit einem 40 cm Hund VPG machen. Allerdings dürfte da die PO einen Strich durch die Rechnung machen. Die Bringhölzer im VPG sind verhältnismässig schwer. Und Wand und 1m Hürde sind für kleine Hunde recht hohe Hindernisse. Also wären zumindest Prüfungen schon mal nicht möglich, da die PO nicht vorsieht, dass dieser Sport auch mit kleinen Hunden gemacht wird.