Ein Halti "kann" eine sehr gute Erziehungshilfe gerade bei ängstlichen..
oder v.L auch bei aggressiven Hunden sein.
Zum einen, weil es den Hund daran hindert, zubeißen zu können,
Ein Halti ist kein Maulkorb und so konstruiert, dass der Hund durchaus beißen
kann.
zum anderen, weil es bei sachgerechter Anwendung den Hund dazu bringt, sich in "Gefahrensituationen" Dir zuwenden zu müssen und ihm gar nichts anderes übrigbleibt, als die konkrete "Gefahr" Dir zur Lösung zu überlassen.
Und das ist ja das, was der Hund schlußendlich lernen soll!!!
Hier widersprichst Du Dir selber.
Der Hund SOLL sich Dir zu wenden, soweit richtig. Durch das Halti "zwingst" Du ihn aber dazu. Lerneffekt - gleich null, wenn man nicht in dem Augenblick, wo der Hundekopf in Halters Richtung zeigt, lobt was das Zeug hält - das kann man aber oft nicht, weil Hund gerade rumgiftet - und das mögen die wenigsten "verstärken".
Viel einfacher und vor allen dingen ohne gefährliche gesundheitliche Nebenwirkungen wäre es, mit dem Hund ein Signal zu erarbeiten, auf dass er sich von selber zum Halter umwendet und Blickkontakt aufbaut.
Und bevor jetzt wieder alle brüllen "bei meinem Hund geht das nicht, weil er gleich losschreit, wenn er XY sieht!"
Man baut das Signal in einer Umgebung auf, wo es sicher funktioniert und generalisiert es dann langsam (wie man es bei jeder anderen Übung auch tut).
Man wendet es erst im Ernstfall und dann rechtzeitig genug an, wenn es ausreichend trainiert ist und der das Objekt des Hasses noch so weit weg, dass der Hund noch auf einen reagiert. Dazu beobachtet man seinen HUND und nicht die Umgebung.
Wenn man richtig gearbeitet hat, sind die bösen Radfahrer, oder der Lieblingsfeind, oder was auch immer der Hund als Auslöser für seine Wutanfälle betrachtet, selber das Signal, sich zu seinem Menschen umzudrehen.
Liebe Grüße
Martina