Ich habe mal nach den Zwergmöpsen gegoogled, aber außer dass sie auch Bonsaimöpse genannt werden nicht viel gefunden.
Das meiste waren Anzeigen in denen "Zwergmöpse" als "ABSOLUTE RARITÄT" verkauft werden sollten.
Also eine anerkannte Rasse sind sie demnach wohl nicht, wahrscheinlich eher eine neue Variante die sich ein paar Vermehrer ausgedacht haben. Eine extreme Kleinzüchtung kann beim Mops sicherlich auch viele weitere Gesundheitsprobleme herbeiführen.
Ein Mops ist ja nun schon ziemlich klein, warum braucht es da noch Zwergmöpse?
Ich finde auch normale Möpse gehören durchaus zu den Qualzuchten, denn sie haben doch eine ganze Menge rassebedingter Krankheiten und Probleme, sie neigen zu Augenerkrankungen,Herz- Kreislaufproblemen (vor allem im Sommer, da sie durch die kurze Nase nicht richtig abhecheln können), Demodex (extreme Vermehrung der Haarbalgmilbe) und Patella-Luxation.
Schade an der Sache ist, das Möpse eigentlich früher mal sehr gesunde, langlebige Hunde waren die nur durch die extreme Zucht auf äußere Merkmale krankgezüchtet wurden. Die Einkreuzung von anderen Rassen zum Retromops hilft da aber wohl auch nicht wirklich. Es müssten über Jahre nur Möpse von äußerster Gesundheit auf den Schauen gekürt werden, damit die Rasse wieder zu einem gesunden Allgemeinzustand kommt.
Natürlich muss nicht jeder Mops krank sein und es gibt sicher auch viele Züchter die auf gesunde Stammbäume achten (das behauptet aber natürlich jeder Züchter von sich), ich würde mir allerdings keinen Mops anschaffen, zu groß wäre mir die Gefahr dann große Summen zum Tierarzt tragen zu müssen um meinem Hund ein glückliches Leben zu ermöglichen (habe genau das im Bekanntenkreis erlebt, da hat der Mops in den ersten 2 Lebensjahren rund 2000 Euro beim Tierarzt gelassen, obwohl er aus einer angeblichen Superzucht kam).