- 13 jähriger Hund - 2. Zusammenbruch Beitrag #1
H
hermanni-Jessica
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Hallo zusammen,
ich habe mich hier angemeldet, weil unser 13-jähriger Border Collie „Timo“ nun zum zweiten Mal starke Probleme zu haben scheint.
Erst mal zu seiner Vorgeschichte:
Er hat seit wir ihn besitzen (etwa 12 Jahre) Hüftdysplasie und Arthrose vom Tierarzt diagnostiziert bekommen.
Nach einem kurzen Fehlgriff ist er nun seit vielen Jahren in guter ärztlicher Behandlung.
Er hat in jüngeren Jahren gegen seine Schmerzen Tabletten bekommen, dann sind wir auf pflanzliche Mittel wie Teufelskralle bekommen. Leider mussten wir vor 4 Jahren in eine Dachgeschosswohnung ziehen, sodass der Hund bei jedem Gassi gehen in das 3. Stockwerk über die Treppen laufen muss. Er hat ein Geschirr zum Gassi gehen bekommen, mit dem wir ihn beim Laufen der Treppen sehr gut unterstützen können.
In seinen letzten 2-3 Jahren hat ihm das Wetter immer mehr zugesetzt. Wenn es warm war, kam er aus dem Trinken gar nicht mehr raus und hechelte ununterbrochen. Auf Empfehlung des Tierarztes wird sein langes Fell um die Jahreszeit immer radikal gekürzt, das hat auch Besserung gebracht.
Derzeit bekommt er Senioren-Trockenfutter. Ganz selten bekommt er mal ein Stück Wurst oder Käse, Leckerlies nur zu gegebenen Anlässen wie Belohnungen oder als „Lockmittel“. Ab und zu bekommt er auch wenige Reisreste unter sein Futter gemischt, Feuchtfutter bekommt er sei ungefähr 3 Jahren nicht mehr.
Nun gab es im Juni diesen Jahres den ersten Vorfall. Vom einen auf den anderen Moment wurde der Hund total apathisch. Ich habe ihn in diesem Moment in der Küche neben einem großen Urinfleck gefunden. Ab diesem Moment wollte er nicht mehr aufstehen, wenn man ihn zwang (zum Beispiel um Gassi zu gehen) schwankte er stark beim Laufen, er schaffte es nicht, den Urin anzuhalten, sodass es am ersten Tag immer in’s Treppenhaus ging. Er hatte schon Zeiten, wo er beim „Anlaufen“ im Treppenhaus zum Gassi gehen regelmäßig schon in das Treppenhaus gepinkelt hat, spätestens dann aber draußen auf dem Weg oder der Straße (10m vom Busch entfernt), mein erster Gedanke war dabei vielleicht etwas zu menschlich, aber ich finde ihn gar nicht so abwägig: Wenn wir Menschen auf die Toilette müssen, wird es meistens erst vor der nächsten Gelegenheit (z.B. Haustür) so unerträglich, dass wir meinen, wir müssten uns gleich in die Hose machen. Geht es dem Hund vielleicht nicht anders?
Ich habe ihn dann die Treppen am ersten Tag komplett getragen und ihn dann auf seinem Teppich abgelegt, Futter und Trinken direkt vor die Nase, das er nicht weit laufen musste.
Beim Gassi gehen hat er sich im Übrigen einfach so auf die Wiese gelegt und wollte nicht mehr aufstehen. Er hat nur noch auf meine Stimme reagiert und das auch nur sehr eingeschränkt. Auf andere Hunde (er macht sonst bei Rüden immer Terror) kam keine Reaktion.
Am zweiten Tag stand er schon wieder nach mehreren Anläufen alleine auf und lief auch mal in der Wohnung herum, seine Reaktionen auf Rufen wurde besser und er nahm nicht nur Leckerlies sondern auch sein gewohntes Trockenfutter wieder gut an. Bin an dem Tag mit ihm runter in den Garten (es war noch ziemlich warm) und habe ihn da einmal kühl mit Wasser übergossen, nachdem ich sein Fell wieder gekürzt hatte. Die Treppen lief er zur Hälfte wieder wie gewohnt alleine. Beim Pinkeln hat er (wie es für ihn normal ist) auch wieder manchmal das Bein angehoben.
Es war Wochenende und unser Tierarzt der auch einige km (wegen unserem Umzug) weg wohnt, hatte keinen Notdienst gehabt an diesen besagten zwei Tagen.
Als ich am nächsten Tag von der Arbeit kam, um mit ihm zum Doc zu gehen, war er wieder völlig normal. Er kam zur Begrüßung schwanzwedelnd an, ging ohne Probleme Gassi und kümmerte sich dort wieder auch um die anderen Hunde. Alles war wie vorher!
Ich ging am gleichen Tag noch mit ihm zum Arzt, der sagte mir aber nur, dass er für seine Vorgeschichte und sein Alter völlig fit sei, kein Fieber, Blutbild war erst vor einem halben Jahr ohne Unauffälligkeit gemacht worden.
Bis gestern war wieder alles normal, dann fing das Gleiche wieder an, diesmal war meine Mutter vor Ort. Ich kam am gleichen Tag am Mittag nach Hause und mir bot sich folgende Situation: Es schein mir nicht so schlimm wie der Anfang beim letzten mal. Er zeigte Reaktionen auf Rufe und wirkte nicht ganz so abwesend. Ansonsten war es aber mit dem „in die Wohnung und den Hausflur pinkeln“ und dem Schwanken das gleiche. Er legte sich auch wieder beim Gassi gehen hin. Zum Aufstehen musste man ihn gestern noch „zwingen“, indem man ihm mit einem Griff unter den Bauch nach oben hievte, wie beim letzten Vorfall eben auch.
Heute morgen schien es mir wieder besser zu werden, denn über Nacht habe ich ihn mehrmals auf dem Boden laufen gehört (vermutlich zum Wassernapf in die Küche) und heute morgen ist er nach 2 Anläufen völlig alleine aufgestanden und ließ sich ohne Probleme dann sein Geschirr anlegen. Gepinkelt hat er im Hausflur nicht (Obwohl er von 22 bis 7 Uhr morgens aushalten musste), erst auf der Straße konnte er es nicht mehr halten. Die nächsten Male hat er zum Pinkeln wieder das Bein angehoben. Heute morgen ist er die Hälfte der Treppen auch wieder alleine gelaufen, er geht zum Trinken und Fressen auch wieder zu seiner gewohnten Stelle. Dennoch schwankt er noch leicht und liegt fast den ganzen Tag über. Ob er heute wieder wie üblich an der Haustür begrüßt, muss ich noch abwarten, da ich noch auf der Arbeit bin.
Meine Mutter hat nun für morgen früh einen Termin beim Tierarzt. Ich bin der Meinung, dass man ihm noch mindestens 3-4 Tage geben sollte, in denen er eine Chance hat sich weiter zu erholen, das letzte mal dauerten die Symptome ja etwa 3 Tage an.. Natürlich ist das „Erlösen“ nun ein größeres Thema in der Familie… Aus derzeitiger Sicht – da ja eine Besserung von gestern auf heute schon wieder eingetreten ist – halte ich es aber für viel zu voreilig, ohne bekannte Ursache da etwas zu entscheiden. Ich weiß, per Ferndiagnose kann nur vermutet werden, aber vielleicht hat der eine oder andere ja eine Vermutung zur Ursache, kennt ähnliche Fälle oder weiß sogar Hilfsmittel zur Besserung.
Ich bin um jeden Rat, jede Erfahrung und jede Hilfe dankbar!
Viele Grüße,
Jessica
ich habe mich hier angemeldet, weil unser 13-jähriger Border Collie „Timo“ nun zum zweiten Mal starke Probleme zu haben scheint.
Erst mal zu seiner Vorgeschichte:
Er hat seit wir ihn besitzen (etwa 12 Jahre) Hüftdysplasie und Arthrose vom Tierarzt diagnostiziert bekommen.
Nach einem kurzen Fehlgriff ist er nun seit vielen Jahren in guter ärztlicher Behandlung.
Er hat in jüngeren Jahren gegen seine Schmerzen Tabletten bekommen, dann sind wir auf pflanzliche Mittel wie Teufelskralle bekommen. Leider mussten wir vor 4 Jahren in eine Dachgeschosswohnung ziehen, sodass der Hund bei jedem Gassi gehen in das 3. Stockwerk über die Treppen laufen muss. Er hat ein Geschirr zum Gassi gehen bekommen, mit dem wir ihn beim Laufen der Treppen sehr gut unterstützen können.
In seinen letzten 2-3 Jahren hat ihm das Wetter immer mehr zugesetzt. Wenn es warm war, kam er aus dem Trinken gar nicht mehr raus und hechelte ununterbrochen. Auf Empfehlung des Tierarztes wird sein langes Fell um die Jahreszeit immer radikal gekürzt, das hat auch Besserung gebracht.
Derzeit bekommt er Senioren-Trockenfutter. Ganz selten bekommt er mal ein Stück Wurst oder Käse, Leckerlies nur zu gegebenen Anlässen wie Belohnungen oder als „Lockmittel“. Ab und zu bekommt er auch wenige Reisreste unter sein Futter gemischt, Feuchtfutter bekommt er sei ungefähr 3 Jahren nicht mehr.
Nun gab es im Juni diesen Jahres den ersten Vorfall. Vom einen auf den anderen Moment wurde der Hund total apathisch. Ich habe ihn in diesem Moment in der Küche neben einem großen Urinfleck gefunden. Ab diesem Moment wollte er nicht mehr aufstehen, wenn man ihn zwang (zum Beispiel um Gassi zu gehen) schwankte er stark beim Laufen, er schaffte es nicht, den Urin anzuhalten, sodass es am ersten Tag immer in’s Treppenhaus ging. Er hatte schon Zeiten, wo er beim „Anlaufen“ im Treppenhaus zum Gassi gehen regelmäßig schon in das Treppenhaus gepinkelt hat, spätestens dann aber draußen auf dem Weg oder der Straße (10m vom Busch entfernt), mein erster Gedanke war dabei vielleicht etwas zu menschlich, aber ich finde ihn gar nicht so abwägig: Wenn wir Menschen auf die Toilette müssen, wird es meistens erst vor der nächsten Gelegenheit (z.B. Haustür) so unerträglich, dass wir meinen, wir müssten uns gleich in die Hose machen. Geht es dem Hund vielleicht nicht anders?
Ich habe ihn dann die Treppen am ersten Tag komplett getragen und ihn dann auf seinem Teppich abgelegt, Futter und Trinken direkt vor die Nase, das er nicht weit laufen musste.
Beim Gassi gehen hat er sich im Übrigen einfach so auf die Wiese gelegt und wollte nicht mehr aufstehen. Er hat nur noch auf meine Stimme reagiert und das auch nur sehr eingeschränkt. Auf andere Hunde (er macht sonst bei Rüden immer Terror) kam keine Reaktion.
Am zweiten Tag stand er schon wieder nach mehreren Anläufen alleine auf und lief auch mal in der Wohnung herum, seine Reaktionen auf Rufen wurde besser und er nahm nicht nur Leckerlies sondern auch sein gewohntes Trockenfutter wieder gut an. Bin an dem Tag mit ihm runter in den Garten (es war noch ziemlich warm) und habe ihn da einmal kühl mit Wasser übergossen, nachdem ich sein Fell wieder gekürzt hatte. Die Treppen lief er zur Hälfte wieder wie gewohnt alleine. Beim Pinkeln hat er (wie es für ihn normal ist) auch wieder manchmal das Bein angehoben.
Es war Wochenende und unser Tierarzt der auch einige km (wegen unserem Umzug) weg wohnt, hatte keinen Notdienst gehabt an diesen besagten zwei Tagen.
Als ich am nächsten Tag von der Arbeit kam, um mit ihm zum Doc zu gehen, war er wieder völlig normal. Er kam zur Begrüßung schwanzwedelnd an, ging ohne Probleme Gassi und kümmerte sich dort wieder auch um die anderen Hunde. Alles war wie vorher!
Ich ging am gleichen Tag noch mit ihm zum Arzt, der sagte mir aber nur, dass er für seine Vorgeschichte und sein Alter völlig fit sei, kein Fieber, Blutbild war erst vor einem halben Jahr ohne Unauffälligkeit gemacht worden.
Bis gestern war wieder alles normal, dann fing das Gleiche wieder an, diesmal war meine Mutter vor Ort. Ich kam am gleichen Tag am Mittag nach Hause und mir bot sich folgende Situation: Es schein mir nicht so schlimm wie der Anfang beim letzten mal. Er zeigte Reaktionen auf Rufe und wirkte nicht ganz so abwesend. Ansonsten war es aber mit dem „in die Wohnung und den Hausflur pinkeln“ und dem Schwanken das gleiche. Er legte sich auch wieder beim Gassi gehen hin. Zum Aufstehen musste man ihn gestern noch „zwingen“, indem man ihm mit einem Griff unter den Bauch nach oben hievte, wie beim letzten Vorfall eben auch.
Heute morgen schien es mir wieder besser zu werden, denn über Nacht habe ich ihn mehrmals auf dem Boden laufen gehört (vermutlich zum Wassernapf in die Küche) und heute morgen ist er nach 2 Anläufen völlig alleine aufgestanden und ließ sich ohne Probleme dann sein Geschirr anlegen. Gepinkelt hat er im Hausflur nicht (Obwohl er von 22 bis 7 Uhr morgens aushalten musste), erst auf der Straße konnte er es nicht mehr halten. Die nächsten Male hat er zum Pinkeln wieder das Bein angehoben. Heute morgen ist er die Hälfte der Treppen auch wieder alleine gelaufen, er geht zum Trinken und Fressen auch wieder zu seiner gewohnten Stelle. Dennoch schwankt er noch leicht und liegt fast den ganzen Tag über. Ob er heute wieder wie üblich an der Haustür begrüßt, muss ich noch abwarten, da ich noch auf der Arbeit bin.
Meine Mutter hat nun für morgen früh einen Termin beim Tierarzt. Ich bin der Meinung, dass man ihm noch mindestens 3-4 Tage geben sollte, in denen er eine Chance hat sich weiter zu erholen, das letzte mal dauerten die Symptome ja etwa 3 Tage an.. Natürlich ist das „Erlösen“ nun ein größeres Thema in der Familie… Aus derzeitiger Sicht – da ja eine Besserung von gestern auf heute schon wieder eingetreten ist – halte ich es aber für viel zu voreilig, ohne bekannte Ursache da etwas zu entscheiden. Ich weiß, per Ferndiagnose kann nur vermutet werden, aber vielleicht hat der eine oder andere ja eine Vermutung zur Ursache, kennt ähnliche Fälle oder weiß sogar Hilfsmittel zur Besserung.
Ich bin um jeden Rat, jede Erfahrung und jede Hilfe dankbar!
Viele Grüße,
Jessica
