Extrem aggressive Katze

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  • Extrem aggressive Katze Beitrag #1
Imzadi

Imzadi

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Hallo,

ich habe meine kleine Mieze jetzt seit 2 Jahren, sie ist kastriert, um schonmal hormonelle Probleme auszuschließen.

Sie kommt aus Spanien, ist eine Straßenkatze und ihre ersten 3 Wochen dort müssen der Horror gewesen sein. Eine Bekannte, die sich dort um die Tiere kümmert brachte sie mir mit.
Ich zog sie mit der Flasche auf, seitdem ist ihre Bindung zu mir mehr als nur intensiv. Allerdings reagiert sie auf Fremde und selbst auf Familienmitglieder, die sie bereits kennt wahnsinnig ängstlich. Im besten Fall versteckt sie sich nur, im schlimmsten Fall fühlt sie sich so bedroht, dass sie angreift, ebenso mich, wenn ich dazwischen komme. Das sind dann wirklich gefährliche Angriffe in denen sie anscheinend versucht ihr Leben zu verteidigen mit allem drum und dran. Kreischen, schreien, fauchen und vor allem brutalstes Angreifen.

Sobald die Gäste weg sind ist es so, als wäre nie etwas gewesen. War ich mit ihr allein brauchte ich mir bisher NIE Sorgen machen. Egal ob ich sie mal aus Versehen leicht trete, weil sie wieder wie ein Flummi um die Beine hüpft oder ob ich mit ihr stundenlang kuschle, sie mir die Arme ewig ableckt beim Schmusen und sich nachts immer unter meiner Decke in meinen Armen einkuschelt.
Heut allerdings folgte sie mir ins Bad, ich vermutete sie noch immer im Wohnzimmer und wollte die Tür hinter mir schließen. Leider bekam sie sie an den Kopf. Ich riss die Tür auf und wollte sie streicheln da sprang sie mich mit einem Kreischen an und griff mein Bein immer wieder an, was ich in Abwehrhaltung hinhielt. Nur mit dem Vorhalten einer Zeitschrift konnte ich sie langsam zurückdrängen und mich im Bad einsperren. Sie bezog davor Stellung, fauchte und miaute in tiefen Tönen. Beim Herauskommen konnte ich mir nur mit einem Spritzer Wasser behelfen, da sie direkt wieder angreifen wollte. Sie lief ins Wohnzimmer, ich schloss die Tür und gab ihr Ruhe. Ab und an schaute ich hinein, sprach leise mit ihr, stellte Futter hinein. Sie fraß aber sobald ich die Tür nur leicht öffnete schrie sie unter dem Bett hervor oder fauchte.
Nach 4 Stunden fiel mir nichts mehr ein, als den Notdienst zu rufen, der sie in die Klinik brachte. Ich vermutete eine Verletzung.
Die Helfer konnten nur mit dicken Handschuhen an den Käfig heran denn sie schlug sofort um sich. Sie wurde narkotisiert, geröngt, das Blut wurde untersucht. Nichts zu finden, zumindest halt keine Knochenverletzung. Sie hatte wohl am Zahnfleisch geblutet, das kann von dem Stoß an der Tür kommen aber auch bei ihrer Wüterei durch die Wohnung passiert sein. Meine Hoffnung lag darin, dass sie nach der Narkose etwas ruhiger sein würde, was bestätigen würde, dass es sich "nur" um Agressivität wegen Schmerzen handelte. Leider schlug sie weiterhin um sich, riss sich die Kanülen raus, etc.

Sie ist jetzt bis morgen dort und wird in Ruhe gelassen. Es tut mir so wahnsinnig leid, da ihre in früher Kindheit eingeimpfte Angst vor Menschen dadurch nicht gerade abgebaut wird allerdings wüsste ich nicht, wie ich sie zur Zeit in der Wohnung halten könnte. Mich auch nur auf 10m zu nähern ließ sie ja komplett durchdrehen.

Die Chance ist also leider hoch, dass es sich um eine arge Verhaltensstörung handelt, welche immer stärker und öfter zum Ausbruch kommt, da sie ja nun auch schon mich allein angriff, was sonst IMMER ein Tabu war.

Ich bin so wahnsinnig ratlos. Selbst wenn sie morgen halbwegs ruhig sein sollte und ich sie mit nach Hause nehmen sollte habe ich eine Wahnsinnsangst, sie könnte mich sofort wieder anfallen.

Ansonsten kurz zu den Umständen: ich bin selbständig und arbeite zuhause - sie ist also nicht einsam, sie sonnt sich tagsüber, futtert mit Appetit, spielt mit mir (mal versteckt sie sich hinter Türen, um sich dann zu freuen, wenn ich vorgebe, mich zu erschrecken ;) und ebenso spiele ich aktiv mit ihr mit Bällchen etc.), hat regelmäßige ihre 5 Minuten in denen sie in Milisekunden durch die Wohnung rennt.
Nichts was darauf schließen lässt, sie wäre unglücklich. Außer halt ihre Angst vor Fremden, bei denen sie beim kleinsten Zucken Zustände bekommt.


So, ich würde mich freuen, wenn sich jemand durch diesen Riesentext quält und Rat weiß.

Liebe Grüße,
Imzadi

P.S. So sah ich danach aus:
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #2
Hallo Imzadi,

erstmal herzlich Willkommen im Forum!

Irgendwie weiß ich gerade nicht wirklich was ich sagen soll. Deine Geschichte hat mich wieder einmal daran erinnert, dass die meisten Menschen gar nicht wissen, was ein richtiger Katzenkratzer ist...

Es ist auch klar, dass das hier eine sehr schlimme Situation für alle Beteiligten ist. Man kann es niemanden zumuten mit einer Katze zusammen zu leben, die einen jeden Moment derart überfallen kann. Andererseits - wenn die Katze nicht bei dir bleiben kann, was soll aus ihr werden?
Offensichtlich ist sie ja trotz allem sehr auf dich fixiert und so wie sie jetzt ist kann man sie als "unvermittelbar" abstempeln.
Diese Ausgangssituation ist schon denkbar schlecht und ich hoffe sehr, dass wir hier eine Lösung finden können.

Um ehrlich zu sein, ich hätte auch eine Lösung - ich bin mir nur nicht sicher, ob sie funktionieren würde, weil deine Katze bereits jetzt derart eifersüchtig reagiert...

Du hast die Katze als Baby bekommen, mit der Flasche aufgezogen - im Klartext: sie hatte nie wirklich Kontakt zu Artgenossen.
Deshalb hatte sie auch nie die Möglichkeit, ein richtiges Sozialverhalten zu lernen. Sie hat nie im Spiel mit anderen Katzen ausprobieren können, wie fest man zubeißen darf bevor es wehtut und wann der Einsatz von Krallen angebracht ist.
Vor allen Dingen hat sie auch nie TEILEN gelernt - dich zu teilen.

Sie könnte all das nachholen, wenn du dich traust sie mit einer zweiten Katze zu vergesellschaften.
Auf Dauer sehe ich darin die einzige Möglichkeit sie zu einer halbwegs "normalen" Katze zu erziehen.

Allerdings wirkt deine Katze laut Beschreibung wirklich sehr besitzergreifend und aggressiv.
Mit zwei Jahren ist sie auch bereits ausgewachsen und um ehrlich zu sein, ich frage mich ob man es einer anderen Katze zumuten könnte sie dazu zu setzen.
Auf jeden Fall würde so eine Vergesellschaftung keine einfache Sache werden. Andererseits ist die Katze mit zwei Jahren aber doch noch eher jung und immerhin könnte sie auf andere Katzen auch besser zu sprechen sein als auf andere Menschen.
Auf lange Zeit gesehen würde sich eine Vergesellschaftung (wenn sie gelingt) auf jeden Fall lohnen.
Da stellt sich die Frage, wie du darüber denkst?

Etwas akuter ist aber vorerst das Problem, wie es im Moment weiter geht.
Naja, keine leichte Frage. Man müsste erst einmal sehen, wie die Katze Morgen reagiert.
Du solltest sie auf jeden Fall mit nach Hause nehmen. Das du Angst vor ihr hast kann ich verstehen, aber eine Chance solltest du der Katze auf jeden Fall geben.

Was natürlich nicht heißt, dass du dich so zurichten lassen sollst wie unten auf dem Foto!
Feste Kleidung und dicke Handschuhe in Reichweite - wenigstens bis du weißt woran du bist.

Dann müsste man eben sehen, wie die Katze sich verhält.
Auf keinen Fall solltest du sie bedrängen. Das Verhalten der Katze lässt darauf schließen, dass sie wirklich aus der Defensive heraus handelt. Sie fühlt sich in ihrem Revier angegriffen.
Den Unfall mit der Tür wird sie als Angriff aufgefasst haben.

Versuch sie vielleicht erst einmal in Ruhe zu lassen und beobachte sie ein bisschen.
Bachblüte oder ähnliches könntest du auch einsetzen, auch wenn es sicher keine Wunder vollbringt, ein bisschen Unterstützen könnte es das ganze vielleicht doch.

Wie hast du dir denn die Zukunft mit ihr so vorgestellt? Was erhoffst du dir?
(Eine blöde Frage, ich weiß, aber mir fällt grad nicht ein wie ich es sonst formulieren könnte.)

So, ist nun doch ein bisschen lang geworden. Sorry.
LG
by blackcat
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #3
Also im Tierheim hatten wir eine Katze mit ähnlichen Symptomen. Die hatte eine Zyste im Gehirn :( Ich will dir keine Angst machen, aber wurde sowas schon abgeklärt? Oder vielleicht eine Hormonstörung?
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #4
Dankeschön für eure Antworten.
Nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe und alles abgewägt habe werde ich sie heute auf jeden Fall erstmal abholen.
Da sie gestern auch abends, laut Tierarzt, in der Klinik rumwütete, besteht natürlich die Chance, dass sie, sobald ich hier zuhause den Käfig öffne, sie wie eine Furie rausschießt. ich werde sehen, wie sie reagiert und ihr zur Not die Wohnung überlassen und mich selbst heute woanders einquartieren, damit sie zumindest schonmal in vertrauten Gefilden ist. Falls ihre neu erworbene Angst vor mir nun dauerhaft ist, werde ich das ja heute oder spätestens morgen früh merken.

Die Idee eine zweite Katze zu holen ist mir noch gar nicht gekommen und sie klingt gar nicht schlecht. Die Frage ist nur, welcher Katze man das zumuten kann? Ich hab nicht so recht die Möglichkeit schlichtend dazwischen zu gehen, falls es zur ernsthaften Keilerei kommt. Ich würde wohl einfach unter die Räder geraten.

Wie schon gesagt, sie ins Tierheim zu geben ist schlicht unmöglich bei ihrer mehr als ausgeprägten Menschenangst. Sämtliche Ängste die sie so hat würde nur noch potenziert werden.

Meine große Hoffnung liegt einfach darin, dass sie, während sie spielerisch nach meinem Bein schnappen wollte, mit dem Mund gegen die Tür prallte. Vielleicht war es diesmal einfach besonders schmerzhaft. So richtig rechtfertigt es die Reaktion natürlich nicht. Warum konnte sie sich fast 4h kein bisschen beruhigen? Was wäre das nächste Mal? Muss ich jetzt Angst haben, wenn ich durch den Flur laufe, sie mir spielerisch an die Beine springt und ich ihr vielleicht aus Versehen auf eine Pfote trete?

Zur Sache mit den Zysten, die Tierärztin, die uns hier abholte, erwähnte die Möglichkeit der Gehirnzysten durch Toxoplasmose. Ich habe sie gestern darauf testen lassen, kenne das Ergebnis noch nicht aber es sollen wohl eh sehr viele Katzen die Erreger in sich tragen. Wie stelle ich denn zystenartige Gewebsveränderungen im Gehirn fest? Per CT?
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #5
Hallo Imzadi, willkommen im Forum!

Fühl dich erst mal fest gedrückt, das ist wirklich eine blöde Situation. Und ich kann es gut verstehen, da wir mit unserer Katze vor knapp 5 Jahren in einer ähnlichen Situation waren.

Tisha war 2,5 Jahre alt, als sie so aggressiv wurde; nur der Auslöser war ein anderer. Wir wollten umziehen, waren mitten in den Vorbereitungen, ein paar Kartons waren gepackt und es herrschte allgemein etwas Unruhe. Montag abends hat sie noch mit mir gekuschelt, bis zu dem Tag konnte jeder unsere Süße streicheln und sie hat fast alles mit sich machen lasssen. Am nächsten Tag hat sie mich dann direkt nach dem Aufstehen angegriffen, mit riesengroßen schwarzen Augen und knurrend wie ein großer Hund. Erst haben wir sie noch beruhigt (und mich verarztet) bekommen und ich bin arbeiten gefahren, aber mittags hat sie dann meinen Freund mit einem Sprung ins Gesicht angegriffen :shock:. Lange Rede, kurzer Sinn: ich nach Hause, Katze eingefangen mit Handschuhen und Decken und ab zum TA. Die Erkenntnis, dass sie körperlich völlig gesund war, war zwar erleichternd, aber hat uns dann auch vor das nächste Problem gestellt: was sollten wir nun mit ihr anfangen? Bis der Umzug zu Ende war, wurde sie in einer Katzenpension aufgenommen und wir haben sie dann direkt in die neue Wohnung gebracht.

Danach haben wir sie eine Weile in Ruhe das neue Revier auskundschaften lassen und sind abends wieder nach Hause. Es waren echt grausame Wochen: wir konnten keinen Schritt in ihrer Nähe machen, ohne dass sie gefaucht oder geknurrt hat. Und es war endlos viel Geduld und Gelassenheit nötig, um so ruhig zu bleiben, dass sie den Eindruck vermittelt bekam, es sei alles in Ordnung. Das wäre an der Stelle mein Rat, der einzige der mir einfällt. Sie scheint entweder aus der Defensive wegen des "Angriffs" so zu reagieren oder eben aus Angst. Wir sind mit absoluter Ruhe dagegen angekommen. Veränderungen wie ein neuer Blumentopf waren in den ersten 6 Monaten eine Katastrophe und Besuch ging mal gar nicht, da hat sie direkt wieder angegriffen. Unbewußt haben wir vielleicht dann auch noch einiges falsch gemacht, weil wir natürlich auch Angst vor weiteren Angriffen hatten.

Zur weiteren Situation gebe ich blackcat recht:
Du hast die Katze als Baby bekommen, mit der Flasche aufgezogen - im Klartext: sie hatte nie wirklich Kontakt zu Artgenossen.
Deshalb hatte sie auch nie die Möglichkeit, ein richtiges Sozialverhalten zu lernen. Sie hat nie im Spiel mit anderen Katzen ausprobieren können, wie fest man zubeißen darf bevor es wehtut und wann der Einsatz von Krallen angebracht ist.
Vor allen Dingen hat sie auch nie TEILEN gelernt - dich zu teilen.

Sie könnte all das nachholen, wenn du dich traust sie mit einer zweiten Katze zu vergesellschaften.
Auf Dauer sehe ich darin die einzige Möglichkeit sie zu einer halbwegs "normalen" Katze zu erziehen.

Allerdings wirkt deine Katze laut Beschreibung wirklich sehr besitzergreifend und aggressiv.
Mit zwei Jahren ist sie auch bereits ausgewachsen und um ehrlich zu sein, ich frage mich ob man es einer anderen Katze zumuten könnte sie dazu zu setzen.
Auf jeden Fall würde so eine Vergesellschaftung keine einfache Sache werden. Andererseits ist die Katze mit zwei Jahren aber doch noch eher jung und immerhin könnte sie auf andere Katzen auch besser zu sprechen sein als auf andere Menschen.
Auf lange Zeit gesehen würde sich eine Vergesellschaftung (wenn sie gelingt) auf jeden Fall lohnen.
Da stellt sich die Frage, wie du darüber denkst?
Genau das war auch unsere Ausgangssituation und die VG war sehr schwierig, die erste ist auch gründlich schief gelaufen. Aber im Endeffekt hat es sich gelohnt und in den letzten 11 Monaten, seit Sky da ist, hat sich die süße Maus wirklich noch mal extrem zum positiven verändert. Und da hat die VG sogar mit 6 Jahren noch geklappt. Vielleicht macht dir das etwas Mut ;).
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #6
Ja, es macht mir Mut. :)

Wenn es z.B. nach meiner Mutter ginge würde ich meine Kleine direkt beim Tierarzt lassen ...
Nun, das wird niemals passieren, sie wird heute auf jeden Fall zurückgeholt.
Mir macht allerdings Sorgen, wie ich es vermeide, dass sie z.B. das Wohnzimmer besetzt und ich dadurch keinen Zugang mehr dazu habe.
Gedoppelte Handschuhe habe ich mir bereits zurecht gelegt allerdings nur für den Notfall, dass sie mich angreifen sollte. Sie aktiv damit einzufangen ist damit nicht möglich, es brauchten gestern 2 Menschen mit Falknerhandschuhen, Köcher und Käfig über 10 Minuten, sie zu fangen. ich bewunderte zwar schon immer ihren Lebenswillen, der sie auch befähigte eine schlimme Darminaktivität in ihren ersten Wochen zu bewältigen, allerdings hängt sie so sehr am Leben, dass sie vermutet, jeder würde es ihr nehmen wollen.

Schon wieder lange Rede kurzer Sinn, ich hoffe jedenfalls, dass ich nicht die Gefangene meiner eigenen Katze sein werde und mich nur dort aufhalten kann, wo sie es erlaubt. Wer schonmal todesängstliche Katzenschreie gehört hat, die einem so wahnsinnig Angst machen, weiß was ich meine.
Ebenso werde ich den TA auf die Möglichkeit einer "leicht" verspäteten Sozialisierung ansprechen. :)
Zusätzlich werde ich dem Essen wohl demnächst Bachblüten beimischen, das wird bei ihr sicher keine Wunder wirken aber schaden kann es nicht. Werde mich da mal schlaulesen.

Vielen Dank euch.
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #7
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass alles gut geht!
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #8
So, ich war eben bei der Kleinen in der Tierklinik, vom spuckenden, fauchenden und kreischenden Kätzchen ist nicht viel übrig. Sie fraß nicht, trank nicht und ging den ganzen Tag nicht aufs Katzenklo.
Sie ist etwas abseits untergebracht, um genug Ruhe zu haben. Sie saß erst sehr verängstigt in der Ecke. Als ich einige Zeit bei ihr war, taute sie auf und stand auf, leider auf sehr wackeligen Beinen. :(
Sie schnupperte dann alles etwas an, drehte eine kurze Runde durch das Katzenklo und! kam vor zum Gitter, schaute mich an, ließ mich näherkommen und wollte sich zaghaft an meinem Finger reiben.

Leider kann ich sie erst morgen früh abholen.
Ich werde sie morgen erst eine Weile in der Transportbox belassen und dann hoffen, dass sie so wenig sauer wie möglich auf mich ist. Ich habe mir dann noch ein Veromonspray geben lassen, was über die Steckdose beruhigende Duftpartikel abgeben soll.
Mit etwas Glück hatte sie gestern einfach "nur" starke Schmerzen.
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #9
Ein Update für alle, die es interessiert und die mir geholfen haben.

Gestern Mittag hab ich sie zu mir geholt, sie musste zum dritten Mal narkotisiert werden, damit ihr die Kanülen entfernt werden konnten. Bei Bewusstsein rastete sie sofort wieder aus, wenn die Schwestern sie berührten.

Zuhause ließ ich sie in einem ruhigen, warmen Zimmer erstmal 2 Stunden in der Box stehen, damit sie sich beruhigt und erstmal langsam in der Wohnung ankommt.
Sie wirkte wieder ganz ruhig, fraß Trockenfutter aus der Hand. Dann gab ich ihr Nassfutter und öffnete den Käfig. Seitdem läuft sie wieder hier herum und ist so, als wäre nichts gewesen. Nur, dass sie die Nacht jetzt immer außerhalb des Schlafzimmers verbringen wird und ich jetzt eine gehörige Portion Vorsicht an den Tag lege.
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #10
Puh, auch wenn das alles unschön für die Katze und dich gewesen ist, zum Glück ist es vorbei und soweit alles beim alten. Ich drücke euch die daumen, dass es so bleibt. Alles Gute für euch!
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #11
Schön, dass du die kleine wieder bei dir hast und dass es son einigermaßen geht.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft, Geduld und natürlich auch Glück, dass ihr das wieder hinbekommt und bald wieder ein inniges Verhältnis zueinander habt :).
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #12
Ich drück dir die Daumen, das es weiterhin gut klappt
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #13
Auch hier werden alle Daumen und Pfötchen gedrückt!

Und ich stimme Ina und Blackcat in allen Punkten zu, was eine Vergesellschaftung angeht.
Wir haben hier mit Momo ähnliche Erfahrungen gemacht -allerdings nicht ganz so schlimm, da sie zu dem Zeitpunkt noch kein Jahr alt war. Aber sie begann, hier definitiv aus Langeweile, ab und an aggressiv zu regieren, beißen, fauchen, verfolgen. Wir haben damals recht schnell entschlossen, dass eine zweite Katze hilfreich sein könnte. Und seitdem ist sie ausgelastet und hat sie nie wieder so reagiert. Von daher bin ich ein großer Verfechter der These, dass eine zweite Katze in Wohnungshaltung gegen die Aggressivität helfen kann.
Wobei auch ich mir bewusst bin, dass bei dir die Situation wirklich schlimm ist und eine Vergesellschaftung extrem schwierig werden kann.

Bitte denk in Ruhe darüber nach und lass dir und der Mieze Zeit mit der Entscheidung.
 
  • Extrem aggressive Katze Beitrag #14
wie gehts ihr jetzt? besser geworden oder ist es schlimmer?
dein fall interessiert mich sehr, und würde mich echt für dich und deiner mieze ein happy end wünschen.
das mit vergesellschaftung halte ich auch für eine gute idee. ich denke eine sozialisierte katze, die ein ungefähr selbe alter hat wie deine katze. dazu sollte sie keine schüchterne katze sein oder eine die sich leicht unterbuttern lässt. sonst hast du mit einer sehr schwierigen kombination zu tun, bei der eine vergesellschaftung zimelich sinnlos sein würde, weil der neuzugang sich ängstlich zurückzieht.
halte uns auf dem laufenden, ich denke schon dass sich die anderen auch für deine geschichte interessieren.
liebe grüße
 
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Extrem aggressive Katze

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