hallo! ich bin auch studentin und wollte mir einen hund anschaffen.
da ich in wuppertal kaum wohnungen gefunden habe, die hundehaltung erlauben (die jetzige nur, wenn alle mitmieter einverstanden sind und EINER hat nein gesagt

), und wenn dann nur in den heftigsten ecken der stadt oder ne 3/4 stunde fahrt von der uni entfernt (und dafür ziehe ich weiß gott nicht ins stinke-wuppertal

), warte ich jetzt noch die 1 1/2 jahre ab, bis ich ins referendariat gehe und dann aber in eine andere stadt ziehe, weil die hier ist nicht grade hundefreundlich
wald wäre zwar in der nähe gewesen, aber wie gesagt, nützt ja nix, wenn der hund hier nicht erlaubt ist, bzw wenn man ne hundewillkommene wohnung findet, die aber mitten in der stadt liegt...
ich würde dir auf jeden fall dazu raten, abzuwarten, bis du die eigene wohnung hast. such dir halt eine, in der tiere erlaubt sind. dann kannst du immer noch weiter sehen.
des weiteren gibt es folgende punkte zu bedenken, die du momentan einfach noch nicht beantworten KANNST:
1. mein studiengang ist noch kein bachelor-studiengang, demnach kann ich mir den stundenplan immer selbst zurechtlegen und habe somit die möglichkeit, einem hund gerecht zu werden. du wirst hundert prozentig einen bachelor studiengang belegen (wird jetzt in allen deutschen unis so umgestellt) und in einem bachelor-studiengang kann man sich den stundenpan mit wenigen freiheiten zusammenstellen. nicht selten hat man dann einmal die woche auch mal 8-10 stunden hintereinander...
2. ich bin seit 4 jahren in einer beziehung und wohne auch mit meinem partner zusammen. da er auch studiert und völlig andere zeiten hat als ich (er hat den bachelor-studiengang, ich nicht

), wäre das für einen hund natürlich optimal, da sich die allein-bleib-zeiten nicht so ausweiten würden (höchsten 2-4 stunden täglich), wie wenn man alleine wohnt. das ist bei dir so wie ich das raushöre ja nicht gegeben oder? natürlich kann man sich auch als einzelperson hunde halten. aber dazu musst du halt wissen, ob du häufig genug zu hause bist, dass der hund nicht leidet.
3. was willst du denn studieren? solltest du zum beispiel medizin oder so studieren, kann ich dir jetzt schon sagen, dass du später als arzt nicht selten 14 stunden außer haus bleibst. ist natürlich auch keine optimale voraussetzung für das tier. abgesehen davon musst du in vielen studiengängen auch auslandssemester mit einplanen oder ganze semester, in denen du praktika in einem anderen teil deutschlands über nen halbes jahr absolvieren musst...
studentenwohnheime bieten nach meiner kenntnis keine hundehaltung an. und als "wachhund" solltest du den hund auch nicht "ausbilden", schließlich wirst du in einer wohnung wohnen, darüber würden die nachbar sich sicherlich nicht freuen

zumal ein hund, der in deiner anwesenheit bellt, also "aufpasst", auch in deiner abwesenheit beim kleinsten gräusch bellen wird. nicht gute voraussetzungen in einem wohnungs-haus!!
außerdem solltest du deinen hund meines erachtens so erziehen, dass er merkt, dass DU IHN beschützt

nicht selten kann es sonst zu dominanzproblemen führen, wenn der hund meint, auf alles aufpassen und die verantwortung übernehmen zu müssen. mein rat also: immer nen hund holen mit dem ziel, dass er so selten wie möglich anschlägt
lass dir das alles am besten mal durch den kopf gehen
wie gesagt, ich persönlich finde, es ist möglich, sich nen hund als student zu halten, aber die voraussetzungen dafür müssen gut geplant und durchdacht sein und das kann man erst tun, wenn man im studium drin ist und die eigene wohnung schon hat.
gruß