Linda Tellington Gebiss

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  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #1
***gitti**

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Halle ich hab da eine Frage:
:arrow:Wer kennt das Linda Tellington Gebiss :?::?:
:arrow:und welche erfahrungen habt ihr damit gemacht!
:arrow:und was haltet ihr davon es für den normalen ausritt zu nehmen??
lg
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #2
Hey,

Also Erfahrungen habe ich keine damit gemacht, da ich keines besitze. Aber durch die langen Anzüge ist sehr scharf, deshalb sollte es nur als Korrekturgebiss (als das es ja auch verkauft wird ;) ) verwendet werden.
Ich halte nichts davon, es für normale Ausritte zu nehmen. Wenn man sein Pferd nur mit so einem Gebiss draußen unter Kontrolle halten kann gehört man meiner Meinung nach noch nicht ins Gelände...


lg
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #3
Ich muss mich meiner Vorrednerin anschließen: Das Gebiss ist lediglich für die Korrektur zu gebrauchen und gehört in Profihände!

Bleib' lieber bei der Wassertrense, da bist du gewiss besser bedient. ;)

LG
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #4
Wie sieht denn so ein Gebiss aus?


Und in wie fern kann ein scharfes Gebiss zur Korrektur gebracht werden.... *kopfschüttel*
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #6
Die genaue Wirkung ist mir auch unbekannt, Elly, ich habe das Gebiss aber auch noch nie in Gebrauch gesehen.

Ich mach' mich nachher mal für euch schlau. ;)
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #7
Das Rollerbit wird beim TTEAM-Training vor allem bei Pferden angewandt, die auf der Vorhand laufen, nicht gut untertreten, nicht genug im Rücken schwingen, den Unterhals herausdrücken und/oder die Trense nicht gut annehmen.

Das Rollerbit bietet die Möglichkeit, zwei Paar Zügel einzuschnallen. Das obere Paar besitzt keine Hebelwirkung, das untere wirkt über die Anzüge mit Hebelkraft und zusätzlich auf das Genick und über die Kinnkette auf die Kinngrube ein.

Sie sollten das Rollerbit nie nur mit dem unteren Zügel reiten. Wohl aber können Sie nur mit dem oberen Zügel reiten.

Da bei der Verschnallung und Anwendung viele Dinge zu beachten sind, empfehlen wir, sich beides von einem TTEAM-Lehrer zeigen zu lassen.
Quelle:

Da fängt man m.E. am völlig falschen Ende an. Ein Pferd, das auf der Vorhand läuft, kommt nicht durch ein Gebiss auf die Hinterhand sondern durch treiben und richtiges Reiten. Auch der Rücken schwingt dadurch nicht mehr und das Pferd bekommt durch ein solches Gebiss eher noch mehr Angst vor Gebissen als dass ihm diese genommen wird. Das Pferd wird höchstens gezwungen, den Kopf zu senken und "nachzugeben" aber mit pferdegerechtem Reiten hat das dann nichts mehr zu tun.

Normalerweise halte ich von Linda Tellington Jones im Vergleich zu anderen bekannten Trainer relativ viel, aber mit diesem Gebiss macht man als Laie alles falsch.

Also: Bleibe lieber bei "normalen" einfach oder doppelt gebrochenen Gebissen und probiere nicht mit Gebissen mit Anzügen herum, die schnell zu Folterwerzeugen werden können.
*edit* achja, und bevor du so viel Geld für ein Gebiss ausgibst, mit dem du wahrscheinlich nicht zurückkommst und das Vertrauen des Pferdes zerstörst, leiste dir lieber eine gute, intensive Reitstunde. Davon hast du mehr;)
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #8
Das Gebiss hat sehr lange Anzüge, jedoch kurze Aufzüge (eben das was vom Gebiss aus nach oben geht und beim Annehmen des Gebisses Druck aufs Genick ausübt). Daher dreht das Gebiss mehr als dass es auf dem Genick einwirkt (mehr Einwirkung auf die Zunge und den Oberkiefer).
Die Zunge wird durch die Rolle nach unten gedrückt, die Rolle ist in halber Höhe angebracht, daher wölbt sie sich bei Druck.
Dieses Gebiss löst keine Rittigkeitsprobleme?
Dieses Gebiss ist dazu da, dass das Pferd lernt, dem Gebiss zu weichen, keinesfalls darf es zum Erlangen der Anlehnung gebraucht werden (Englich bzw. Klassisch Reiten). Das Gebiss ist dazu da, nicht gebraucht zu werden und das Pferd feiner auf Gewichts und Schenkelhilfen einzustellen. Es ist ein Korrekturgebiss für einen Reiter, der in der Lage ist ein Pferd zu korrigieren und ist nicht dazu da um die eigenen reiterlichen Mankos auszugleichen.
Zum Ausreiten halte ich das Gebiss für absolut ungeeignet.
LTJ führt das Gebiss gerne in Kombination mit dem Halsring vor. Sie reitet Pferde mit Halsring und greift nur dann ins Gebiss, wenn das Pferd eine Korrektur benötigt oder wehrig ist. Sie ist ruhig und gefühlvoll in der Hand und sitzt im Pferd, so dass sich die Pferde sehr schnell auf sie und den Halsring einstellen.
Dieses Gebiss hat nur den Zweck, dass es nicht benutzt wird. Das Pferd wird durch andere Mittel (Entzug der Gebisshilfe) ins Gleichgewicht gebracht und verlässt sich nach einiger Zeit nur noch auf Schenkel-, Stimm- und Gewichtshilfen.
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #9
Machtnix, aber das ist wieder das Problem an Hilfsmitteln die im freien Handel erhältlich sind und angepriesen werden, aber eigentlich ausschließlich in Profihände gehören. Viele Reiter lesen die Beschreibung und denken sich, dass sich durch dieses Gebiss alle ihre Probleme in Luft auflösen. Die Anmerkung, dass man es nur unter Anleitung verwenden sollte ist nett gemeint, aber mal ehrlich - wie viele Leute halten sich daran?

Linda Tellington Jones mag dieses Gebiss richtig anwenden können, aber der Durchschnittsreiter kann es nicht.
Deshalb habe ich auch geschrieben, dass der Laie (=mindestens 80% aller Reiter) mit diesem Gebiss alles falsch macht.
Denn jemand, der nach diesem Gebiss fragt, ist kein Profi, der weiß, wie er es verwenden muss. Ein Profi ist sich bewusst, welche Wirkung das Gebiss hat und wie er es richtig einsetzt. Der wird dann aber auch nicht hier danach fragen.
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #10
Damit hast du absolut recht! Bin voll deiner Meinung :023:
Man muss sicher nicht gleich ein Profi sein um so gut zu reiten, dass man ein Pferd mit entsprechenden Hilfsmitteln korrigieren kann, wenn ichs mir recht überlege, würde ich dieses Gebiss nichtmal jedem 'Profi' in die Hand geben.

Grundsätzlich ist es immer ein Problem und vom Grundsatz her falsch, wenn man reiterliches Unvermögen (was keine Schanden ist, denn Niemand ist perfekt, jeder hat mal angefangen und noch lange nicht jeder, der jahrelang reitet, hatte die Möglichkeit auf entsprechenden Pferden von entsprechenden Trainern zu lernen), unpassendes Material, körperliche Mängel oder Unzulänglichkeiten durch schärfere Zäumungen zu kompensieren.
Da ist es egal ob man hier im LTJ Gebiss Thread schaut oder im Gebisslos reiten Thread.
Eigentlich könnte man in jedem Thread schreiben, dass das Pferd dem TA, Ostheopaten und Zahnarzt vorgestellt werden muss, dass das Material angepasst werder muss, das eine genaue Pferdebeurteilung über die körperlichen Möglichkeiten gemacht werden muss und dass dann ein Trainingsplan für das Pferd im Sinne seiner Stärken und Schwächen und im Hinblick auf seine Nutzung erstellt werden muss. Hinzu kommt dann noch die reiterliche Ausbildung.
Leider ist das Utopie, also tun die Menschen, die ihre Pferde lieben das, was in ihren Möglichkeiten liegt und Fragen gehört dazu.
Gut, wenn sich Reiter erst informieren und dann z.B. ein Gebiss kaufen, was dem Pferd u.U. helfen aber auch Schaden zufügen kann.
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #11
ok danke für eure tipps glaub ich bleib dann doch besser bei meiner wasstertrense da ich mit mein pferd ja zurecht komme ganz gut !
danke
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #12
Sorry Gitti, du musst jetzt nicht meinen, wir wollen wie die Hyänen auf dich losgehen und dich als miesreitender Tierquäler abstempeln.
Du musst auch nicht die nächsten Jahre in der Reitbahn verbringen, bis du endlich wieder mit deinem Pferd rauskannst, da es ja draußen etwas schwierig zu sein scheint (sonst hättest du ja nicht nach einem schärferen Gebiss gefragt).
Das ist Quatsch. Jedes Pferd sollte das Gelände gemeinsam mit dem Reiter genießen dürfen und lernen dürfen, sich dort zu entspannen.
Hier gilt natürlich auch der Grundsatz, dass die Sicherheit des Reiters vor das Wohl des Pferdes gestellt werden muss. Wenn dein Pferd draußen nicht sicher ist, würde ich dir zu einem Pelham oder einer Springkandare raten, es muss ja nicht gleich das LTJ Gebiss sein. Falls du Westernreiter bist, gibt es noch genügend weitere Gebiss- und Gebisslose Möglichkeiten, die du ausschöpfen kannst und die wirklich nichts tun können, auch wenn du dich selber mal erschreckst und in den Zügel greifst. Zu Mindest erhältst du bei vielen anderen und auch wirkungsvollen Gebissen kein Pferd, das Angst vorm Gebiss hat oder abstumpft.
Diese Gebisse (je nach Ausbildungsstand und Reitweise) kannst du auch ganz locker lassen und musst keine Angst haben, dass dein Pferd sich erschrecken könnte und mit dir über die nächste Hauptstraße rast, wenn z.B. ein Krankenwagen kommt oder einer der beliebten Pilzsammler plötzlich jubelnd aus dem Gebüsch springt (schlecht erzogene Hunde, mit Stöcken spielende Kinder, Mountainbiker, Sonntagsnachmittagsausflugspinkler... haben auf so manches Pferd den gleichen Effekt).
Du solltest für deine Ausritte in dem Fall, dass du dich unsicher fühlst ein schärferes Gebiss wählen. Gleichzeitig aber an der Rittigkeit deines Pferdes arbeiten und möglichst mit freundlichen und sicheren Stallkollegen ausreiten, die es deinem Pferd leichter machen. Du wirst sehen, dass du ganz schnell wieder bei der Wassertrense landest und ein sicheres, freundliches Ausreitpferd bekommst.
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #13
hallo machtnix!
danke das war echt mal ein richtiger guter tipp muss ich sagen !
aber danke an alle anderen auch den ich bin für jeden seine meinung offen und ich probiere gern auch aus wenn es hilft!
lg
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #14
Das sehe ich zumindest teilweise anders.
Ich denke nicht, dass man mit seinem Pferd ins Gelände gehen sollte wenn man von vorneherein Angst hat (und zumindest ein bisschen Angst scheinst du ja zu haben, Gitti, sonst würdest du kein scharfes Gebiss im Gelände verwenden wollen). In diesem Fall hielte ich es für besser, wenn du auf einem zuverlässigen Pferd ausreiten würdest, während ein erfahrenerer Reiter auf deinem Pferd ins Gelände geht. So bekommt ihr beide mehr Routine im Gelände und wenn ihr nebenbei noch fleißig auf dem Platz trainiert, könnt ihr schon bald ohne Angst und schärferes Gebiss ausreiten:)
Denn wenn man mit einem schärferen Gebiss ins Gelände geht, beginnt man schnell, sich nur mit diesem Gebiss sicher zu fühlen und kommt nicht mehr davon los.
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #15
Trotz, dass ich nun wirklich keine Angst habe mit meinem Pferd ins Gelände zu gehen, so nehme ich manchmal auch ein Gebiss bei dem ich mehr Einwirkung habe. Z.B. wenn uns der Weg dicht an einer Pferdekoppel vorbeiführt (möglicherweise noch mit Fohlen), wir die Hauptstraße überqueren müssen und z.B. Renntag ist, wenn ich mit bestimmten Leuten ausreite, die ihre Pferde nicht im Griff haben die dann einfach losrasen oder hochrossige, kleine, dicke Stuten reiten. In diesen Fällen vergisst mein Kleiner dann eben doch mal seine gute Erziehung und ich will keine Hengstmanieren oder gar Steigerei. Ansonsten gehe ich auch mit Bosal raus.
Was spricht dagegen draußen permanent mit einem anderen Gebiss zu reiten als in der Bahn? Man muss ja nicht gleich schlotternd auf dem Pferd sitzen.
Als Westernreiter stehen mir natürlich jede Menge Gebisse zur Verfügung. Da ich grundsätzlich ohne Reithalfter (Mouth Closer) reite, kann das Pferd sein Maul öffnen, wenn es meint, dass es mit einer solchen Aktion weiterkommt.

Mein Ausreitgebiss ist dicker als das normale Snaffle. Es hat kurze Aufzüge und längere Anzüge, dadurch dreht sich das Gebiss erst nur. Es ist doppelt gebrochen mit verdickter Mittelolive, die erst nur einwirkt. An den Laden ist es dünner, so dass man -wie beim Snaffle auch- ausschließlich auf der Zunge reitet ohne Oberkiefer und Laden zu traktieren. Durch den Kinnriemen wird verhindert, dass das Pferd mit der Zunge gegen das Gebiss drückt und dieses nach oben gegen den Oberkiefer drückt. Das verdickte Mittelteil verhindert, dass das Pferd die Zunge zurückzieht, da man ansonsten mit dem Gebiss auf die Laden kommen würde. Die längeren Anzüge geben mir im Zweifelsfall mehr Kraft, falls dieses doch nötig sein sollte (obwohl bei meinem Pferd die Korrektur immer in Tiefstellen -Nachgiebigkeit im Maul- und Vorwärtsreiten besteht). Sollte das Pferd das Maul öffnen weil es rumschreien will oder pullen möchte, bleibt die Einwirkung gleich.
Die beweglichen Anzüge gestatten eine gute seitliche Zügelführung (wenn notwendig) .
Zum Bremsen brauche ich das Gebiss nicht, was aber an der Rittigkeit und dem Charakter des Pferdes liegt, außerdem darf man bei Hengsten sowieso nicht noch mehr Spannung ins Pferd reiten, wenn sie spannig werden, sonst hat man Ruckzuck ein nervöses, trippeliges oder gar steigendes Pferd und kann lockere Ausritte vergessen.
Hier mal ein Bild des Gebisses:
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #16
tut mir leid aber angst hab ich keine reite mein pferd schon den ganzen sommer drausen und das sogar täglich den ich bin täglich geritten im gelände ,hatte nie schwierigkeiten und hab auf jeden fall keine angst davor !sry das muss ich schon mal klar stellen ich hatte noch nie angst vor pferden und werde es auch nie haben !!
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #17
Was spricht dagegen draußen permanent mit einem anderen Gebiss zu reiten als in der Bahn?
Gegenfrage - warum sollte man das tun?;)
Wenn alles gut auf dem Platz funktioniert, sollte es auch im Gelände funktionieren, auch wenn die Situation durch mehr Umwelteinflüsse etwas erschwert ist. Warum also im Gelände ein anderes Gebiss benutzen?
Wenn man mit einem Hengst an rossigen Stuten vorbei muss, ist das natürlich wieder etwas anderes. Wenn man weiß, dass es zu so einer Situation kommt, finde ich es i.O. ein schärferes Gebiss zu verwenden, um die Aufmerksamkeit des Pferdes leicht wieder zurück zu bekommen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man auch in Schrecksituationen nicht zu hart zugreift und den Umgang mit dem Gebiss schon geübt hat.

Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich allgemein kein Freund von scharfen Gebissen bin und noch nie eins benutzt habe, weil ich es nicht für nötig gesehen habe und mich auch nicht wirklich traue, eins zu benutzen.

Gitti, sorry, ich bin davon ausgegangen, dass dein Pferd z.B. durchgeht (das ist der häufigste Grund, warum Leute ein schärferes Gebiss nutzen wollen). In diesem Fall wäre es völlig normal Angst zu haben, denn man verliert die Kontrolle über das Pferd und die Situation, was sehr gefährlich werden kann. Ich wollte dich also auf keinen Fall beleidigen oder verletzen.
Angst ist übrigends keineswegs etwas schlechtes, sondern eine natürliche Schutzfunktion. Sie hat also einen Sinn. Jeder hat hin und wieder mal Angst beim Umgang mit Pferden. Das ist völlig normal und kein noch so erfahrener Reiter kann behaupten, dass er noch nie Angst beim Umgang mit Pferden hatte.

*edit*
Da ich glaube, oben etwas um den heißen Brei herumgeredet zu haben, meine Meinung zu "scharfen" Gebissen allgemein:
zum Lösen von Problemen - auf keinen Fall
zur Verfeinerung der Hilfen und Verbesserung der Rittigkeit - vollkommen ok, wenn es auch nichts für mich ist
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #18
werde das linda tellington gebiss nicht ausprobiern da ich ja gern ins gelände geh mit mein pferd und es bis etz immer funktioniert hat! aber ich werd mal das gebisslose reiten ausprobiern und testen vieleicht gefällt meinem pferd das ja auch besser!
ist zwar ganz was anders wie ich eig imemr vorhatte aber vieleicht macht es meinem pferd ja noch mehr spaß so ganz ohne gebiss! mal sehn aber danke für eure tips
lg
 
  • Linda Tellington Gebiss Beitrag #19
Gegenfrage - warum sollte man das tun?;)
Wenn alles gut auf dem Platz funktioniert, sollte es auch im Gelände funktionieren, auch wenn die Situation durch mehr Umwelteinflüsse etwas erschwert ist. Warum also im Gelände ein anderes Gebiss benutzen?
Wenn man mit einem Hengst an rossigen Stuten vorbei muss, ist das natürlich wieder etwas anderes. Wenn man weiß, dass es zu so einer Situation kommt, finde ich es i.O. ein schärferes Gebiss zu verwenden, um die Aufmerksamkeit des Pferdes leicht wieder zurück zu bekommen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man auch in Schrecksituationen nicht zu hart zugreift und den Umgang mit dem Gebiss schon geübt hat.

Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich allgemein kein Freund von scharfen Gebissen bin und noch nie eins benutzt habe, weil ich es nicht für nötig gesehen habe und mich auch nicht wirklich traue, eins zu benutzen.

Gitti, sorry, ich bin davon ausgegangen, dass dein Pferd z.B. durchgeht (das ist der häufigste Grund, warum Leute ein schärferes Gebiss nutzen wollen). In diesem Fall wäre es völlig normal Angst zu haben, denn man verliert die Kontrolle über das Pferd und die Situation, was sehr gefährlich werden kann. Ich wollte dich also auf keinen Fall beleidigen oder verletzen.
Angst ist übrigends keineswegs etwas schlechtes, sondern eine natürliche Schutzfunktion. Sie hat also einen Sinn. Jeder hat hin und wieder mal Angst beim Umgang mit Pferden. Das ist völlig normal und kein noch so erfahrener Reiter kann behaupten, dass er noch nie Angst beim Umgang mit Pferden hatte.

*edit*
Da ich glaube, oben etwas um den heißen Brei herumgeredet zu haben, meine Meinung zu "scharfen" Gebissen allgemein:
zum Lösen von Problemen - auf keinen Fall
zur Verfeinerung der Hilfen und Verbesserung der Rittigkeit - vollkommen ok, wenn es auch nichts für mich ist

Wie schon gesagt, reite ich den Hengst im Gelände grundsätzlich mit einem Gebiss, das zwar nicht gerade schärfer ist, als das Gebiss, was ich sonst benutze (das Geländegebiss ist dicker), jedoch hat es durch die Hebel eine größere Kraftübertragung. Im Training läuft der Hengst auf verschiedenen Gebissen, einige davon sind schärfer als das Geländegebiss und ich verwende sie ausschließlich zum feinen Reiten in der Bahn.

Bei den anderen Pferden, bei denen ich draußen ein Gebiss mit mehr Einwirkung benutze, handelt es sich um Pferde, die nicht 100% sicher sind. Nicht jedes Pferd bleibt an der Straße ruhig, wenn ein Krankenwagen vorbeirauscht (an Renntagen ist hier ganz schön was los). Da ist mir mein Leben einfach wichtiger.
Wird ein Pferd auf ein schärferes Gebiss umgestellt (bei Dressurpferden z.B. die Umstellung auf das Reiten mit Kandare), reite ich auch damit häufig aus um dem Pferd zu vermitteln, dass das schärfere Gebiss nicht grundsätzlich Schwerstarbeit bedeutet und es lernt, sich auch mit diesem Gebiss zu entspannen. Bei diesen Pferden ist natürlich die Kandarenreife Voraussetzung.
Ich bin mir jedoch sicher, dass ich nicht einfach ins Gebiss greife oder das Gebiss zum Bremsen verwenden muss, da ich häufig mit schärferen Gebissen reite.

Grundsätzlich gilt jedoch, dass alles mit einem normalen Gebiss geritten werden muss, bevor man ein schärferes Gebiss einschnallt. Hierbei schließe ich den Hengst mit ein. Es ist absolut möglich ihn Gebisslos oder mit einfachem Gebiss in allen Situationen zu reiten (1 Jahr lang gemacht, bevor ich das 'Ausreitgebiss' genommen habe), man muss nur ein wenig mehr aufpassen und warum soll ich es auf Kämpfe ankommen lassen. Das Pferd würde nur lernen sich aufzuregen und hengstig zu werden, da der Reiter dieses nur mit etwas Mühe unterbinden kann.
Bei Ausritten achte ich grundsätzlich darauf, dass meine Pferde entspannt, ruhig, konzentriert und sicher sind und sich eben auch so fühlen.
 
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