Eine ausgewachsene Sau kann gut 200 kg, ein Eber 250 kg auf die Waage bringen. Meist werden in der Chirurgie jedoch wenige Monate alte Hausschweine mit einem Gewicht von 20 bis 50 kg verwendet. Gesunde oder künstlich geschädigte Jungtiere sollen also als »Übungsmodelle« für zumeist ältere, kranke Herzpatienten dienen, die oftmals zusätzlich vielfältige weitere Organschäden aufweisen. Bei dem Vergleich zwischen Schwein und Mensch stimmen weder Körperbau, noch Alter, Lebensbedingungen, Krankheitsursachen oder Begleiterkrankungen.
Anstatt sich mit den wirklichen Verhältnissen beim menschlichen Patienten vertraut zu machen, sollen hier die Herzchirurgen an einer fremden Tierart üben. Auch das Testen von neuen Operationsmethoden, Herzklappen, Kunstherzen usw. am Tier ist nicht nur nutzlos, sondern irreführend. Ein gesundes Jungschwein unterscheidet sich vom kranken Menschen ganz erheblich.
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So geht es ohne Tierversuche
Operationsverfahren lassen sich entwickeln und erlernen, ohne dabei Menschen zu gefährden und Tiere zu quälen.
Verantwortungsvolle Chirurgen lernen ihr Handwerk indem sie zunächst bei erfahrenen Operateuren assistieren, dann unter Aufsicht kleinere Eingriffe vornehmen, bis sie schließlich selbstständig operieren können. Dies erfolgt ohne den Umweg über Tierversuche direkt am kranken Patienten. Nur so können Chirurgen die Anwendung operativer Techniken mit angemessener Sensibilität und Vorsicht erlernen. Mit Computersimulatoren, die ähnlich wie Flugsimulatoren funktionieren, lässt sich die für die chirurgische Präzision notwendige Fingerfertigkeit zusätzlich üben.
Ausgeklügelte In-vitro-Systeme mit isolierten Herzmuskelzellen können die Wirksamkeit herzwirksamer Medikamente testen.
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