Richtige Behandlung?

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  • Richtige Behandlung? Beitrag #1
freake

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Hallo!

Ich war gerade beim Not-Tierarzt, weil Blitzchen starke Erkältungssymptome hatte (Röcheln, verklebtes Näschen, Niesen, ständig müde, etc).
Nun haben wir ein homöopathisches Mittel mitbekommen und ein Medikament namens Chloramphenicolsaft. Davon habe ich noch nie gehört, und er muss so viel bekommen, 2xtägl. 0,65ml (er wiegt 658g), ich wollte einfach mal fragen, ob jemand von euch dieses Medikament kennt, und ob es das richtige ist, für die beschriebenen Symptome. Also die Lunge ist ok, die wurde abgehört, also handelt es sich um eine Erkrankung der oberen Atemwege. Er wurde vor wenigen Wochen schon einmal wegen Erkältung behandelt, da hat er aber Baytril bekommen und es hat auch gewirkt. Das hatte ich der TÄ auch gesagt, daher bin ich etwas verwirrt, wieso wir jetzt etwas anderes bekommen.
Ich hoffe, mir kann jemand sagen, ob mit dieser Behandlung alles in Ordnung ist, ich bin etwas skeptisch, seit wir diesbezüglich mal sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben. Sonst würde ich morgen einfach zum nächsten Notdienst fahren.

Danke schonmal für eure Antworten und liebe Grüße,
freake
 
  • Richtige Behandlung? Beitrag #2
Unsere Pauline bekam dieses Zeug auch (jedoch, als Baytril bei ihr nicht anschlug). Sie bekam es 3 mal am Tag (genau alle 8 Stunden), 0, 60ml bei einem Gewicht von 450 Gramm.
Pauline wurde soweit wieder "gesund".
Ich weiß nicht wie es mit der Dosierung - 2 x täglich - okay ist.

Ich wünsche Deiner Ratz gute Besserung.
 
  • Richtige Behandlung? Beitrag #3
Chloramphenicol ist ein Antibiotikum, und das ist auf jeden Fall schon mal in Ordnung... und 2x täglich verabreichen ist bei Chloramphenicol auch richtig.... (zumindest unsere Mäuse haben es auch 2x pro Tag bekommen... unsere Ratzen brauchten es, soweit ich mich erinnere, zum Glück nie...)
Mit der Dosierung bei Ratten kenne ich mich leider nicht aus - da ist Chipi die Spezialistin...
Ich weiß nicht, ob es das Zeug nicht noch in einer stärkeren Konzentration gibt, sodass die Ratz davon weniger bräuchte...

Gute Besserung für Deine Ratte!

LG, seven
 
  • Richtige Behandlung? Beitrag #4
Vielen Dank für euere schnellen Antworten, da bin ich ja erleichtert, dass damit alles ok ist! =)

Danke auch für die lieben Wünsche =]
 
  • Richtige Behandlung? Beitrag #5
Für Chloro gibt es beide Möglichkeiten, 2x oder 3x täglich, entweder im Abstand von 12 oder 8 Stunden. Es gibt keinen "Beweis", daß eine Methode besser oder wirksamer ist; bei ganz akuten (lebensgefährlichen) Geschichten gibt man meist 3x, ansonsten eher 2x.

Chloro ist ein gehirngängiges AB, daher wird das oft für Erkrankungen "aufgespart", in denen man ein gehirngängiges AB braucht, aber man kann es natürlich genauso für Atemwegsinfekte benutzen. Wichtig ist, daß Chloramphenicol bakteriostatisch wirkt, nicht bakterizid - man sollte es also mindestens über 10 Tage verabreichen, um auf Nummer sicher zu gehen (d.h. natürlich nur, wenn es anschlägt - wenn nach 3-4 Tagen keinerlei Wirkung erkennbar ist, gilt wie bei jedem anderen AB auch, daß man überprüfen lassen sollte, ob der Wirkstoff der richtige ist).

Nachteil beim Chloro-Saft ist meiner Meinung nach, daß man relativ viel geben muß; selbst die Ratten, die ihn anfangs gern nehmen, weil er süß schmeckt, haben oft nach ein paar Gaben die Nase voll, und man muß es ihnen mit der Spritze ins Maul eingeben. Einige verweigern den Saft aber ganz. Wenn das vorkommt, lass dir Tabletten geben (gibt es mittlerweile wieder, zum Glück). Die schmecken relativ neutral, lassen sich gemörsert gut in Käsepaste o.ä. geben.
 
  • Richtige Behandlung? Beitrag #6
Nachteil beim Chloro-Saft ist meiner Meinung nach, daß man relativ viel geben muß; selbst die Ratten, die ihn anfangs gern nehmen, weil er süß schmeckt, haben oft nach ein paar Gaben die Nase voll, und man muß es ihnen mit der Spritze ins Maul eingeben. Einige verweigern den Saft aber ganz.
Ja, das sind schon heftige Mengen. Hatte mich anfangs erschrocken und gegrübelt ob die Mengen Probleme machen könnten. Habe das "Problem" so gelöst (vllt. sind es für den "Notfall" ja unterstützende Infos):

Pauline bekam zu festgelegten Uhrzeiten das AB und ihr Hauptfutter erst danach (um nicht zuvor schon satt zu sein).

Ich kochte dafür Karotten und pürierte sie (manchmal auch mit etwas Reis dabei). Eine Teelöffelmenge bekam sie dann mit dem Saft vermischt. Nur eine Teelöffelmenge da dies geschmacklich schon reichte und sie nicht so satt machte das sie die Hälfte hätte liegen lassen. (Reste der Karotten verteilte ich (natürlich ohne untergemischtes AB) auf all unsere Nager und verwahrte eine kleine Menge für die übernächste AB-Gabe).

Abends machte ich Obstbreie (selbstgemachten Apfelmus mit etwas Banane zum Beispiel). Dann wieder eine Teelöffelmenge abnehmen, AB drunter mischen und geben. (Reste sollte man da entweder ohne untergemischtes AB verteilen oder sofort weg werfen).

Wichtig war bei unserer Ratz das sie bei jeder AB-Gabe was anderes vorgsetzt bekam da es ihr ansonsten zu langweilig wurde und dies wiederum zu Einnahmeproblemen führte.

Da wir 3 mal am Tag geben mussten, bekam unsere Ratz zwischendurch Dinkelbrei, milch- und zuckerfrei zum selbst anrühren. Das gaben wir jedoch nur ungern.

Wenn das vorkommt, lass dir Tabletten geben (gibt es mittlerweile wieder, zum Glück). Die schmecken relativ neutral, lassen sich gemörsert gut in Käsepaste o.ä. geben.
Dies wäre die eindeutig einfachere und schnellere Variante. Wusste gar nicht das es dieses AB auch in Tablettenform gibt.
 
  • Richtige Behandlung? Beitrag #7
Wenn die Ratten sich austricksen lassen, ist das super ;) leider hatten meine das trotzdem immer schnell raus, wenn ich ihnen den Saft irgendwo untermischen wollte, daher gebe ich wenn möglich eigentlich immer gleich Tabletten, damit sie gar nicht erst misstrauisch werden, und die Mengen an gemörserten Tabletten sind so klein, daß das meist gar kein Problem ist (außer Karsivan und Doxycyclin, das schmeckt so eklig, daß sie es überall rausschmecken).
Viele Kleintierärzte geben bei Ratten, Hamstern etc. keine Tabletten, warum weiß ich auch nicht (wahrscheinlich weil Saft/Lösungen einfach "üblich" sind und gelehrt werden, aber für den Wirkstoff ist es ja egal, ob er auf die eine oder andere Art gegeben wird).
 
  • Richtige Behandlung? Beitrag #8
Ist es wichtig, dass der 12 Stunden Takt genau eingehalten wird? Also weil die TÄ sagte, morgens und Abends, aber es muss nicht - wie beim Menschen bei einigen Medikamenten ja - zu genauen Zeiten sein.
Dass es mindestens zehn Tage gegeben werden muss ist gut zu wissen, sie sprach nämlich irgendwie die ganze Zeit von fünf, aber wahrscheinlich meinte sie dann, dass wir nach fünf Tagen spätestens sehen sollten, ob es angeschlagen hat. Er geht sowieso am nächsten normalen Werktag noch mal zur behandelnden TÄ, da bekommen wir dann ja auch "Nachschub".
Bisher klappt es ganz gut mit dem Verabreichen, wir haben jetzt wieder Dosenmaisflüssigkeit genommen, die ist immernoch unser Standard-Wundermittel.
Falls es doch noch komplizierter wird, bitte ich meinen Freund (er muss zum TAi), sich Tabletten mitgeben zu lassen.
Danke für die ausführlichen Antworten!!
 
  • Richtige Behandlung? Beitrag #9
Je genauer du die Zeiten einhältst, desto besser. Auf die Minute muß das sicher nicht sein, aber die Abstände zwischen den Gaben sollten halt nicht mal 9 und mal 16 Stunden betragen.
 
  • Richtige Behandlung? Beitrag #10
Ok, gut zu wissen. =) Gilt das eigentlich für alle ABs? Weil ich beim Baytril damals die TÄ gefragt hab, obs wichtig ist, dass es pünktlich gegeben wird, aber sie meinte, hauptsache ungefähr die gleiche Zeit. Werd ich auf jeden Fall jetzt drauf achten!
 
  • Richtige Behandlung? Beitrag #11
Eigentlich sollten die Abstände immer relativ gleich eingehalten werden, auch wenn man selber AB nimmt. Nicht auf die Minute genau, das nicht, aber doch immer einigermaßen gleich. Ich versuche das eigentlich immer innerhalb derselben Stunde zu geben. Alle ABs haben ja eine bestimmte Wirkdauer, und um die bestmöglich zu nutzen, ist es natürlich immer besser, die Abstände relativ genau einzuhalten.
 
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