Pony nicht zu bremsen, brauche Rat

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schnuppe

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Ich habe seit Mitte November ein eigenes Pony (Isi-Lewitzer).Seit letztem Donnerstag steht der kleine nun endlich hier bei mir.
Bis zu seinem Umzug habe ich ihn versucht so regelmäßig wie möglich zu besuchen,und war ca alle 14 Tage dort.Wir waren immer in Gruppe im Gelände.Er war immer artig und ich hatte keine Schwierigkeiten.Mir wurde zu Anfangs auch gleich gesagt das er kein Anfängerpony ist,da er gerne testet.

Nun gut,am Freitag haben wir hier in neuer Umgebung unsere erste Schrittrunde gemacht.Ich hab ihn vorher etwas ab longiert um auf Nummer sicher zu gehen.Im Gelände waren wir zu viert und er war wie ein Deckchen.Auch wenn wir nur Schritt gemacht haben.
Am Sonntag wollten wir zu zweit die selbe Runde reiten,nur hab ich ihn diesmal nicht longiert.Sind ganz in Ruhe nach ner weile angetrabt.Da meinte mein Kleiner schon,langsam galoppieren zu müssen,immer schön hinter der Stute vor uns her.
Plötzlich rennt er wie ein verrückter los,vor uns eine riesen verschneite Wiese,die natürlich zum Toben eingeladen hat.
Ich hab ihn einfach nicht gehalten gekommen,hab mich schwer gemacht und versucht ihn nach links abzuwenden,oder wenigstens ne Volte zu reiten,da hat er zwei Hüpfer gemacht und ich hab das Gleichgewicht verloren,und bin in den Schnee geplumpst.Nachdem ich ihn irgendwann wieder eingefangen habe,haben wir das ganze abgebrochen und sind zurück gelaufen,Ich hatte keine Kraft mehr,nach dem ich ihm im Tiefschnee hinter her stapfen Mußte.

Nun hab ich Angst das er jedesmal wenn er freie Fläche hat den schalter umlegt.Um das Longieren komm ich in Zukunft erstmal nicht drum rum.Werd jetzt ertsmal mit Bodenarbeit und Longentraining weiter machen,um Ihm auch zu zeigen wer der Chef ist.
Hat vielleicht noch jemand nen Rat für mich,warum er plötzlich so aufdreht,obs einfach an den ganzen neuen Eindrücken liegt?
Und was ich eventuell noch machen kann.
"Ich hoffe ich werd nicht in der Luft zerissen"weil ich mein pony nicht halten konnte,;)

danke schonmal
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #2
Keine Angst, hier wird niemand in der Luft zerissen;)

Was häufig hilft, sind etwas anspruchsvollere Dressurübungen, sobald dein Pony anfängt zu rennen. Dadurch lenkst du seine Aufmerksamkeit wieder zurück auf dich und weg von der Idee des Wegrennens. Welche Übungen du machst, hängt davon ab, was er und du kannst. Wenn er sich wieder beruhigt hat und auf dich hört, kannst du normal weiterreiten.
Wichtig ist nur, dass du rechtzeitig reagierst, also bevor er richtig losrennt und du keinen Einfluss mehr hast.

Hat dein Pony denn sonst genug Auslauf auf der Weide o.ä.? Sonst ist es kein Wunder, dass er zu viel Energie hat und hin und wieder mal durchstartet.
Wie oft reitest du ihn denn?
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #3
Wieso gehst du nicht ersteinmal mit deinem neuen Pferd auf den Platz oder in die Halle?
Direkt ins Gelände zugehen find ich sehr verantwortungslos genauso wenn es erst seit Donnerstag bei dir ist.
Warte doch erstmal bis er sich eingelebt hat.

Wie siehts denn sonst aus mit Auslauf?
Weide? Paddock?
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #4
Ich weiß nicht ob die Regel heut zu Tage immer noch gilt - aber wenn man sich nichts getan hat sollte man wieder aufsitzen nach einem Sturz. So hab ichs damals noch gelernt (keine Kraft mehr... nun gut wackelige Knie hat ja jeder nach so einer Aktion, aber trotzdem).
Jetzt weiß er nämlich wie er dich runter bekommt und du unten bleibst.
Sei froh dass du ihn wieder einfangen konntest, es ist fraglich ob ein Pferd, dass evtl noch nicht 100%ig eingewöhnt ist, den Weg nach Hause finden würde.

Ich würds wirklich auch erstmal so machen dass du erstmal "lernst" dein Pferd zu reiten. Damit mein ich nicht dass du generell reiten lernst, aber das Pferd und du, ihr müsst euch ja erstmal aufeinander einstellen.
Und dazu finde ich es wichtig, dass du auch allein mit ihm arbeiten und umgehen kannst, also wie oben schon erwähnt wurde, erstmal Arbeit in der Halle oder auf dem Platz und wenn alles gut läuft geht ja immer noch anschließend ne kleine Runde zu mehreren ins Gelände.


LG
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #5
Ich weiß nicht ob die Regel heut zu Tage immer noch gilt - aber wenn man sich nichts getan hat sollte man wieder aufsitzen nach einem Sturz. So hab ichs damals noch gelernt (keine Kraft mehr... nun gut wackelige Knie hat ja jeder nach so einer Aktion, aber trotzdem).
Normalerweise schon, aber bevor alles schief geht, weil man wieder aufsitzt, obwohl man körperlich und/oder psychisch nicht mehr in der Lage ist, sich beim Pferd durchzusetzen, sollte man doch lieber führen.
Wie das Pony den Reiter runter bekommt, weiß es sowieso schon, wenn es ein paar Runden über den Acker gerannt ist;)
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #6
Wir haben leider keine Halle am Stall.Die Pferde stehen von ca 8-16 uhr auf Paddock,wo Platz zum Toben ist.
Und Zwischendurch haben wir die Jüngsten auch auf dem Platz toben lassen,welcher zur Zeit etwas besseren Boden hat.Wie gesagt in seinem alten Zuhause wurde er ca alle 14 Táge bewegt,was ja wirklich sehr sehr wenig ist,da war er gut händel bar,allerdings war da die Koppel größer.
Ich möchte ihn nur weil er jetzt hier ist nicht überfordern,und ihn schon ertsmal ankommen lassen,bin jetzt Quasi 2 mal geritten seit dem er hier ist.Hab mir jetzt erstmal nen Trainingsplan überlegt,und zum Glück auch Unterstützung im Stall.
Ich weiß das wir beide Zeit brauchen,und ich nicht zu viel erwarten darf,ich war nur etwas überrascht,weil ich ihn noch nicht so erlebt habe.
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #7
Du hast ihn bisher alle 2 Wochen mal besucht und geritten - glaub mir da kommen mit Sicherheit noch viel mehr Überraschungen - mitunter vielleicht auch negativ - auf dich zu, einfach weil ihr zwei euch jetzt erst richtig kennen lernt.

Wenn ich dran denke was meine Dicke damals mit mir angestellt hat (ja, sie mit mir nicht umgekehrt) - vom Reitplatz (zwar eingezäunt aber mit Durchgang) gerannt mitten in der Reitstunde weil sie sich in den Kopf gesetzt hat dass sie grad mal Durst hat (ab zum Wasserbottich auf die Wiese), mich beim "Führen" quer über den Hof gezogen, beim Longieren umgeschubst und abgehauen und und und.... hat nen bisschen gedauert, aber wir haben uns aufeinander eingestellt, gelernt einander einzuschätzen und zu respektieren und hinterher war alles klar.

LG
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #8
ich werde es einfach mit ruhe und geduld angehn,wir haben ja schließlich noch so ca. 20 Jahre vor uns(hoffentlich).
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #9
Das ist natürlich dumm gelaufen, aber wie Du schon selber gesagt hast, würde ich Deinem Hotta erstmal etwas Zeit geben, sich einzuleben. Das kann, je nach Sensibilität des Pferdes, bis zu einem halben Jahr dauern. Stell Dir vor, man reißt Dich, ohne dass Du es verstehst, aus Deinem gewohnen Umfeld, von Deinen Bezugspersonen und von Deinen Freunden weg und steckt Dich irgendwo anders hin... Da wärst Du auch erstmal etwas verwirrt. Pferde können sich dann mitunter anders verhalten, als sie es in ihrer gewohnen Umgebung getan haben.

Auf jeden Fall würde ich vernünftige Bodenarbeit im Sinne von Führtraining machen, damit gegenseitig Respekt und Vertrauen aufgebaut wird.
Von "zeigen, wer der Chef ist" halte ich allerdings eher weniger, das ist recht überheblich, denn ein Herdenchef sorgt 24 Stunden am Tag für die Sicherheit und das Überleben seiner Schützlinge, das können wir Menschen unserem Pferd wohl nicht bieten.
Allerdings können wir durch sinnvolles Training eine gute Sozialpartnerschaft zu unserem Pferd aufbauen, womit wir uns den Respekt und das Vertrauen unseres Pferdes verdienen können.
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #10
Ich hatte auch schon so kleine 'Drecksäcke' ;), die draußen gern mal den Schalter umgelegt habe und abgedüst sind.
Einer davon quittierte sogar jeden Lenk- oder Bremsversucht mit äußerst fiesen und sehr sportlichen Bocksprüngen (klar war genau der, mein eigener und ausgerechnet der musste für meine damals fast 60j. Mutter brav und Geländesicher geritten werden).
Die Korrektur war bei allen Pferden ähnlich.
Abwechslungsreiche Arbeit mit Dressur und Gymnastikspringen in der Bahn und auf dem Reitplatz (möglichst groß) um die Rittigkeit und das Vertrauen in den Reiter zu erhöhen.
Unbedingte Auslastung des Pferdes, wobei damit nicht nur Longieren oder gar Führmaschine gemeint ist. Man sollte unbedingt eine Disharmonie zwischen Kraft und Rittigkeit vermeiden (also nicht durch einfaches Lauftraining Kraft aufbauen ohne an der Rittigkeit zu arbeiten).
Häufig nach dem Reiten oder Longieren zum Trockenreiten ein Schrittausritt mit dem Pferd, damit es lernt, draußen zu entspannen.
Später kann man die Bahnarbeit etwas verkürzen und den Ausritt etwas verlängern und mit einigen Trabstrecken versüßen. Die Trabstrecken sollten lang genug sein, damit das Pferd draußen nicht aufheizt.
Mit Pferden, die beim Durchgehen buckeln mache ich erst dann anspruchsvolle Ausritte, wenn ich jederzeit in der Lage bin, das Maul locker zu halten (kein HZ mehr) und ein festgehaltenes Maul schnell locker zu bekommen (kein Riegeln o.Ä., da das Pferde nur noch unfreundlicher macht).
Um das Buckeln in den Griff zu bekommen, Notbremse üben. Ein Pferd kann z.B. lernen, wenn der Kopf zur Seite geflext wird, stehen zu bleiben (Westernreiten). Man kann auch die Hand plötzlich hochnehmen und dabei treiben, so verhindert man buckeln (nur bei Pferden, die dann auch den Kopf hochnehmen, d.h. entsprechende Rittigkeit haben, nicht nach unten aufs Gebiss drücken und Ponyrassen mit schwerem tiefem Hals, niemals bei Pferden die Steigen, anfangs auf heftige Reaktionen gefasst sein und tief einsitzen. Die Pferde kennen das Spielchen aber dann und man muss die Hand nur etwas höher nehmen, damit sie sich benehmen).

Je nachdem wie gut du schon reitest, solltest du auf einen RL zurückgreifen, der dir helfen kann. Du willst ja einen Pferdepartner haben und kein Pferd, das nervös wird oder aus Angst reagiert und erst recht kein Pferd, mit dem du dich nicht sicher fühlst.
Du solltest jedoch auch unbedingt beachten, dass dein Pferd einige Zeit für die Umstellung (neuer Stall, neue Umgebung, neuer Reiter) benötigt und sich innerhalb der nächsten Wochen stark verändern wird. Möglicherweise reicht schon Auslastung, abwechslungsreiche Arbeit und Geduld.
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #11
Hallo

Wenn du noch Anfänger bist, solltest du lieber Unterricht nehmen anstat ins Gelände zu gehen.
Wenn er dann doch nochmal los rennt, gilt schenkel ran, schwer in Sattel setzen, nich klammern und Paraden geben, funktioniert es nicht, reiß den kopf rum, einfach rum egal was er macht zieh den Kopf rum, irgendwann wird er nicht mehr geradeaus können und wird rumgehen und dann solange rum bis er pariert.

Ich weiß jetzt nicht, aber manchen Ponys kann man auch einfach welche aufen Zahnhauen, würde es an deiner stelle aber nicht umbedingt selbst testen, wenn du nicht so Sattelsicher bist.....
Es gibt Ponys, die Wissen dann, das es Falsch war und pasieren durch, andere fangen dann aber auch das Buckeln oder Steigen an....

Unterricht solltest du aber einmal die Woche nehmen und am besten auch viel in der Halle und Platz reiten und immer wieder durchpasieren, vom schrit ins Stehen, vom Trab ins Stehen, vom Galop ins Stehen, vom Trab in Schrit, vom Galop in Schrit vom Galop in Trab....
Und auch ruhig im Gelände machen, einfach mal stehen bleiben.

LG
Daniela
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #12
@Daniela92: Was sollen das denn bitte für Methoden sein?

Man reißt keinem Pferd/Pony den Kopf rum.... erstens ist das Tier stärker und zweitens kann es auch gefährlich werden (Sturz, Verletzung)

Und "einfach welche aufen Zahnhauen" ist sicher auch nicht die richtige Methode.

Die Erläuterung von Machtnix ist hingegen super! Sie trifft genau das Problem und zeigt wie man es lösen kann.

Reitunterricht ist immer eine gute Idee ;)

LG Lilly
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #13
Hallo,
hast du mal nach Sattel, Trense und Zähne geprüft. Es kann viele mögliche Problematik sein wo Ursache oder Schwierigkeiten liegt. Am besten vor dem Reiten erst mal dein Pferd auf der Koppel stellen um nötige Energien auszutoben. Ponys können ja Dickköpfig sein, aber muss nicht sein. einst darf man nicht vergessen ob es auch mögliche Ursache ist, dass der Reiter /in irgendwelche Unsicherheiten überträgt. somit können Pferde den Reiter /in voll austesten. Vertrauensaufbau beginnt vom Boden aus.
Man kann niemals bei einem Pferd / Pony den Kopf rumreißen.
Einst darf man nicht vergessen, dass man bei einem Pferd oder Pony nicht nach dem Schuld sucht, sondern auch beim Reiter / in den Fehler sucht und findet. Das sind alle Überlegungssache wo der Fehler liegt beim Reiter / in. Mögliche Ursache kann auch mit Vergangenheit zu tun die dem Pferd oder Pony jahrelang im Gehirn gespeichert sind und vor dem Vorfall auch Panik bekommt, wenn man keine Sicherheit oder Vertrauen hat.

Lg Tina
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #14
Wenn ein Pferd wegrennt, muss man den Kopf rumreißen, man kann das Pferd ja schlecht laufen lassen.
Also zu einer seite setzen und wenns pferd nicht reagiert auf die gewichthilfen eben den Kopf zu der Seite ziehen bis es rumgeht.

Man kann natürlich auch einfach mal laufen lassen, da ist dann nur die Frage wohin es geht und wie lange man noch oben bleibt.

Wenn sich ein Pferd erschreckt und losrennt, ist bestimmt nicht der Reiter schuld.....
Es gibt auch Pferde, die spinnen einfach, son Kandidaten reite ich auch, wennd er os rennt kriegt der erstmal welche aufen Hintern und dann geht aufen Zirkel bis er an der Stelle nicht mehr losrennt und wenn ich ihn da 5 Minuten im Galop dranvorbei rasen lasse....

LG
Daniela
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #15
Hallo danke für die vielen Tipps von euch.

Ich bin kein Anfänger,sonst hätte ich mir kein 5 jähriges Pony gekauft.ich reite seit ca 16 Jahren,(mit Pausen).Aber mit durchgehenden Pferden hab ich bisher noch nicht viel zu tun gehabt (Glück).
Ich hab seit diesem Zwischenfall sehr viel Bodenarbeit mit ihm gemacht,und bin spazieren gegangen,um an der Kommunikation zwischen ihm und mir zu arbeiten.Und um ein Vertrauen aufzubauen.Was bisher muß ich sagen schon sehr viel gebracht hat.Zur zeit ist leider unser Reitplatz gefroren,sodas die reiterlichen Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind,was denk ich aber nicht schlimm ist,denn ich hab zeit.Als nächstes werde ich mit ihm Auf und Ab steig Übungen machen,und erstmal kleine Übungen auf dem Platz machen,und dann das ganze steigern,Schritt für Schritt.

Die meinungen bezüglich des durchgehens sind echt sehr unterschiedlich,ich weiß das ich auf jeden Fall bei eventuellem Buckeln die Hände höher nehmen muß,und mich beim Rennen schwer im Sattel machen muß,das hab ich getan,nur das annehmen und nachgeben hat in dem Moment nicht mehr funtioniert,er iss einfach stur weiter gerannt,deshalb hatte ich ihn ja versucht von der Gerade abzuwenden.
Mir haben auch schon welche gesagt man sollte dann einen von beiden Zügeln diagonal übern Mähnenkamm nehmen und den Kopf so weit es geht rum nehmen.Das hat ja in dem Moment nix mit reißen zu tun.
Und ich finde man sollte so etwas auch nicht überbewerten,das ist eine absolute Notlösung,wenn garnix mehr geht,und e das Pony mit reiter im Graben auf der Straße und sonst wo landet,würde ich da sicher auch lieber darauf zu greifen.
 
  • Pony nicht zu bremsen, brauche Rat Beitrag #16
Kopf rumreißen ist ja ganz nett und kann auch funktionieren - jedenfalls einige Zeit.
Im Gelände mit Wald, Bäumen, mehr oder weniger schmalen Wegen... kann das aber ein recht lustiges Spiel werden, da man nicht immer den Platz hat und flux im Graben, in einem Loch oder vorm Baum landet.
Sehr gewiefte Pferdchen machen auch einfach das Maul auf (oder beißen aufs Gebiss) und den Hals steif, da kann man dann an einer Seite ziehen wie man will, da kommt ma gar nix. Im Gegenteil je mehr Kraft man aufwenden muss um einseitig gegen den steifen Hals zu ziehen, je instabiler wird man im Sattel, wenn das Pferdchen sich überlegt, dass ein kleiner Buckler jetzt angebracht wäre um den lästigen Reiter los zu werden.
Das auf den Zahn hauen funktioniert nur bedingt. Beißt sich das Pferd fest, ist der Reiter bei dieser Methode verloren, genauso bei Pferden, die einfach das Maul aufmachen (ich reite allerdings entweder ohne Reithalfter -western- oder mit Reithalfter 2 Finger breit über dem Nasenbein locker, denn wieso soll mein Pferd kauen, wenn ich es ihm so schwer wie möglich mache).
Ich galoppiere meine Pferde in der Bahn z.B. recht viel. Gerade die Jenigen, die gern mal abgehen (sei es durch Aufheizen oder Erschrecken).
Nach kürzester Zeit wissen die Pferde sehr genau, dass sie sich ihre Kraft einteilen sollten, denn es dauert länger (ähnlich den Distanzpferden, die alten Hasen sind auch am Anfang nie heiß, denn sie wissen, dass sie noch etliche Km vor sich haben).
Natürlich galoppiere ich nicht nur, sondern arbeite auch im Galopp. Galopp ist eine ganz normale Gangart und für meine älteren (Western-)Pferde ist es ganz normal mal 30 Min. am Stück zu galoppieren.
Daher werden die Pferde auch draußen spätestens nach der ersten längeren Strecke im Trab ruhig. Mein Hengst fällt mit seiner RB (sie reitet nicht so gut) sogar auf dem Stoppelfeld nach einer halben Runde aus und der ist ein echtes Kraftpaket.
Bei extrem heißen Pferden hilft meiner Meinung nach nur Rittigkeit stark erhöhen (was auch das reiterliche Können einschließt also Reitunterricht mit Schwerpunkt auf diesem Problem) und das Problem mit Arbeit lösen.
Ich habe das Glück, dass wir auf einer Segelflugwiese reiten dürfen. Daher verlege ich häufiger das ganz normale Training auf die Wiese. Wenn wir ein Stoppelfeld haben, reite ich dort mein ganz normales Training, ist auch viel schöner als immer auf 20x40 zu reiten (nur bei meinem Trainer habe ich eine 30x60 Halle und einen 40x100 Außenplatz zur Verfügung).

Viele RL sind auch bereit eine Unterrichtsstunde im Gelände als Ausritt zu geben.
Harte Arbeit und Selbstdisziplin führen leider immer zum Ziel. Mal eben geht gar nicht.

Ach so, ich gehe natürlich bei meinen Beschreibungen davon aus, dass der Sattel passt, das Pferd keine Schmerzen hat, die Zähne OK sind und das Pferd gründlich gecheckt ist (allein vor dem Anreiten geht bei uns jedes Pferd zum Zahnarzt und Ostheopathen. Regelmäßige TA Checks sind selbstverständlich).
 
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