Frage zu Labradorwelpen

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  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #1
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Jannis

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Nabend zusammen,

wir, d.h. meine Familie und ich, wollen uns in naher Zukunft eine Labrador Hündin zulegen. Wir hatten schon immer Tiere (Katzen und Nager), aber noch nie einen Hund.

Wir haben uns im Vorfeld gut informiert und gehen nicht blauäugig an die Sache ran.

Habe noch ein paar Unklarheiten.

Der Welpe wird am 10. Februar 12 Wochen alt.
Die Sozialisierung sollte meines Wissens nach mit der 8. Woche beginnen.
Daher denke ich, wäre es besser gewesen, wenn wir den Welpen schon früher aufgenommen hätten, damit der Hund sich schon so früh wie möglich an seine neue Umgebung gewöhnt.

Beim Suchen in Google bin ich aber auch schon auf die Meinung gestoßen, dass Hunde optimalerweise ab der 12. Woche abgegeben werden sollten.

Meine Frage ist also:

Ist es besser ab der 8. oder ist man mit der 12. genausogut beraten?
Wichtig ist mir, dass die Kleine jetzt schon möglichst viel lernt, da folgendes gilt: (Quelle: Wikipedia)
Sozialisationsprozesse, die in den ersten Lebenswochen und -monaten nicht stattfinden, können nicht vollständig nachgeholt werden.

Freue mich über Tipps und Rat.
Grüße,
Jannis
 
  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #2
Das stimmt, dass ab der 8. Woche die Sozialisierungsphase beginnt und Angst erlernt bzw verlernt wird wenn man den Welpen in der Zeit an ungewohnte Situationen heranführt.
Ein guter Züchter sollte auch dafür sorgen, dass der Welpe in der Zeit bis zur Abgabe viel kennenlernt. Evlt Autofahren, Kinder, andere Tiere...

LG
 
  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #3
Wichtig ist auch, dass er schon in der Attraktionsphase (3.-9. Woche) geprägt wird, da die Welpen da keine Ängste haben. Danach kommt die Aversionsphase, in der der Welpe Angst/zurückhaltung vor allem Unbekannten hat.
 
  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #4
Welpen werden auch bei ihren Züchtern schon an viele Dinge gewöhnt, da brauch man eigentlich keine Panik haben. Optimalerweise werden die Welpen schon so in der 11.-12. Woche abgeben und das reicht noch dicke um ihn zu sozialisieren. Manche Leute holen die Welpen auch erst im 4. Monat, da muss man sich halt bissl ranhalten ;)
 
  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #5
Der Hund meiner TÄ hat von Welpenalter an 4 Jahre bei einer alten Frau gewohnt, außer Haus und Garten hat er NICHTS gekannt.
Sie hat den Hund übernommen und siehe da - Atze ist innerhalb von 2 Jahren ein Allrounder geworden, der überall mit hingenommen wird und werden kann, gerne Auto fährt, alles mit sich machen lässt... Was geblieben ist ist ein bisschen "Schüchternheit" - aber Angstverhalten zeigt er eigentlich nicht.

Von daher ist das schon hinzukriegen.

@Pewee: leider machen das nicht alle Züchter. :(
 
  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #6
@Emblazoned: Ja das stimmt leider... Jerry kam zwar nur von einer Vermittlerin eines Tierschutzes, aber die haben ihm auch nicht viel gezeigt als Garten und Haus... War viel Arbeit ...

Also, schaut euch den Züchter genau an!
 
  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #7
Die Welpen, die wir uns schon Freitag angucken, sind wie gesagt 12 Wochen alt und aber nicht von einem Vereins-Züchter, also eine Hobby-Zucht. Es ist der erste Wurf der Hobby-Zucht, es liegt also keine Zuchterfahrung vor. Am Telefon war der Kontakt jedoch sehr nett und die Welpen leben dort in einem Familienhaus mit Terasse, kommen also auch raus. Sie sollen nur in gute Hände abgegeben werden und wurden liebevoll aufgezogen. Ist also eine familiäre Hausaufzucht.

Außerdem wachsen sie mit einem (oder sogar 2?) Baby(s) auf, sodass sie Lärm wohl schonmal gewöhnt sind. Man kann hier nur nicht von einem Züchter ausgehen, der viel Erfahrung hat und daher mache ich mir Sorgen um die Sozialisation.

Ich weiß eben nicht, ob ich hier sagen kann, dass die Welpen in den 12 Wochen bezüglich der Sozialisation viel mitbekommen haben, denn es ist die bisher erste Aufzucht eines Wurfes, die Hündin haben sie bisher 4 Jahre.

Die Mutter ist vor Ort, leider ohne Papiere und der Vaterhund ist ein Amerikanischer Labrador (Deckrüde) ebenfalls ohne Papiere, der aus Leverkusen kommt. Bilder von ihm sind vorhanden.

Ich versuche mehr über den Vater rauszukriegen und vielleicht mal bei den Haltern anzurufen.

Die Sache ist ja die:

- die Welpen und Eltern sind nicht auf HD, ED und PRA getestet.
-jedoch kann man beim Vereins-Züchter auch nicht ausschließen, dass ein Welpe krank ist, bzw. wird

- gechippt, geimpft, entwurmt und mit EU-Impfausweis sind sie aber

Jetzt habe ich gehört nehmen manche Hundevereine nur Hunde mit Papieren auf.
Ich denke mir aber, dass wir unseren zukünftigen Hund auch wunderbar ohne diese Vereine beschäftigen können. Einen gewissen Reiz haben sie natürlich. Habe von jemanden gehört, dass die Tiere sich in diesen Vereinen, für die man Papiere braucht, sehr wohl fühlen und sehr viel Spaß haben. Das hat mir aber jemand erzählt, der sehr auf der Seite der Züchter stand...

Also alles nicht so einfach.
Bin für alle Ratschläge, Hilfen etc. aufgeschlossen.

Gruß
 
  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #8
Lass die Finger davon. Das ist kein "Hobbyzüchter", sondern ein Vermehrer. Leute, die keine gesundheitliche Fürsorge, HD/ED Untersuchung etc. bei ihren Hunden machen, verdienen mit Sicherheit nicht die Bezeichnung Züchter.

Labradore sind eine ziemlich anfällige Rasse. Natürlich kann man nicht alles ausschließen, aber man kann die Risiken so klein wie möglich holen. Das Risiko bei diesem Vermehrer einen kranken Hund zu bekommen, halte ich für enorm.

Das Geld, das Ihr jetzt spart, könnt Ihr schon mal für den Tierarzt zurücklegen.
 
  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #9
hallo jannis,
ich kann mich der Meinung von Flixilotte nur anschließen.
Labbis sind bzgl. Krankheiten schon anfällig und gerade bei ED/HD sollte man die Röntgen- bzw. ärtzlichen Ergebnisse der Elterntiere genau im Auge behalten.
Welpen werden in der Regel in der achten Lebenswoche abgegeben.
Hattest du bis jetzt "nur" Telefonkontakt oder habt ihr gemeinsam die Mutterhündin bzw. den "Züchter" zu Hause besucht.??
Habt ihr euch mal ein Bild gemacht, wie die Welpen aufwachsen??
Dann kann ich nur empfehlen (da ihr scheinbar ersthundebesitzer seid) das ihr euch einer Hundeschule bzw. -verein anschliesst.
Dort lernt man ständig dazu denn gerade Labbis müssen gefordert werden..wie andere Hunde natürlich auch :cool:
Überlegt es euch nochmal, ansonsten geht mal über den VDH bzw. LCD an diverse Züchter ran. Ihr werdet sehr schnell die Unterschiede feststellen.
Indiskrete Frage (brauchst auch nicht daruf zu antworten) was soll der Hund denn kosten?
Viele Grüsse
 
  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #10
Von den Hunden kann ich dir auch nur abraten. Meine Eltern hätten auch fast einen Labbi aus einer "Hobbyzucht" für 350 Ökken geholt weil sie es nicht besser wussten. Da ich zu dem Zeitpunkt im Urlaub war und nichts davon wusste, konnte ich sie nichtmal davon abhalten. Glücklicherweise hat ein Kollege (der leider auch auf sowas reingefallen ist) meinen Vater darauf hingewiesen.

Es geht euch ja sicher nicht darum Geld zu sparen, weil sie Hobbyzucht günstiger ist, aber ihr werdet trotzdem mit hoher Wahrscheinlichkeit viel mehr beim TA lassen.

Beim Züchter kann man die Krankheiten vielleicht auch nicht 100% ausschließen, aber es lässt sich zumindest eindämmen. Eher als bei "Hobbyzüchtern" die hier ohne Papiere arbeiten.

Und wegen der Sozialisation: Macht euch da nicht so einen Kopf drum. Klar ist es besser, wenn Züchter bzw. Vermittler die Welpen schon an einige Dinge gewöhnen, aber das ging bei meinem Hund auch eher in die Hose wegen Krankheit und der vielen anderen Hunde im Haus. Trotzdem konnten wir ihn an alles gut gewöhnen.
 
  • Frage zu Labradorwelpen Beitrag #11
Huhu,

ich wuerde bei diesem Zuechter lieber die Finger von den Welpen lassen. Ich bin weiss Gott niemand, der schreit, Papiere sind wichtig, aber die Untersuchung auf Erbkrankheiten sollten auch bei einer solchen Hobbyzucht Pflicht sein, sonst kauft man womoeglich einen genetisch vorbelasteten Hund. Ihr habt sicher viel vor mit der Huendin, da wuerde euch HD sicher sehr schmerzen - vom Hund mal ganz zu schweigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eltern schon schlechtere Hueften haben und der Welpe dies erbt, ist bei nicht untersuchten Tieren einfach viel hoeher. Da ist es moeglich, dass ihr nicht so lang die Freude an dem Tier habt, die ihr euch wuenscht, weil das Tier dann keinen Hundesport machen kann, wegen den Gelenken und das waer doch schade, oder ?
Ich wuerde euch raten, sucht euch einen Zuechter, bei dem auf die Rasse typischen Krankheiten geachtet wird und bei dem die Eltern und noch besser die ganzen Vorfahren getestet wurden und du die Ergebnisse auch einsehen kannst. Das sollte bei allen serioesen Zuechtern der Fall sein, und diese findet man leichter in den dem VDH angeschlossenen Vereinen. Ich wuerde dir sogar empfehlen, nur Welpen aus bester Verpaarung zu nehmen, wenn man A Huefte mit B Huefte verpaart, ist das zwar erlaubt, entspricht aber nicht meinem Anspruch nach den besten Voraussetzungen fuer einen gesunden Welpen - das nur als Beispiel.
Schaut euch die Zuchttiere und den Zuechter an, bevor Welpen da sind, diese kleinen suessen Wonneproppen vernebeln einem manchmal den Sinn ;)
Und zur Ausgangsfrage : es ist im Prinzip dir ueberlassen, ob du den Welpen mit 8 oder 12 Wochen holst. Wenn der Zuechter kaum bis keine Sozialisierung anbietet - ist er erstmal nicht ganz serioes in meinen Augen - solltest du ihn mit 8 Wochen holen und das selbst in die Hand nehmen. Wenn er bei Zuechter aber Autofahren, oeffentliche Verkehrsmittel, andere Tiere und andere Hunde, fremde Untergruende, Alltagssituationen etc kennen lernt, spricht nichts dagegen, ihn auch erst mit 12 Wochen zu holen ..
 
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