Im Prinzip ist gegen Geländespringen nichts einzuwenden. Allgemein gegen Springen ist einzuwenden, dass es die Pferdebeine SEHR belastet, wenn man zu hoch springt. Also zu hoch springen ist ein no go meiner meinung nach ...
Genauso muss man auf den Untergrund und die Beschaffenheit der Sprünge achten. Es ist absolut nicht lustig, mit einem Pferd auf einer schlecht beschaffenen Strecke bzw. einem Parcours zu springen. Ich kann mich an eine meiner Reitprüfungen erinnern. Wir mussten über Geländehindernisse springen, die auf einer Wiese aufgestellt waren. Sie waren zwar nicht hoch, aber es hat geregnet, die ganze Wiese war pitschnass und mein Pferd hat mir so leid getan. Ich bin damals trotzdem gesprungen, mein Pferd hat wegen der schlechten Bodenverhältnisse 2x verweigert, heute bin ich gescheiter und würde sowas nicht mehr machen!
Äste, die im Gelände auf dem Boden liegen, finde ich jetzt nicht so schlimm. Kommt aufs Pferd an. Manche sind trittsicher und passen von vornherein auf, dass sie nicht gegen Äste knallen und heben brav ihre Beine, anderen ist alles egal und sie rennen durch die Hindernisse durch. Mit trittsicheren, aufmerksamen Pferden kann man im Schritt schon über Äste im Gelände gehen. Stangenarbeit im Gelände.
Pferde, die ihre Beine nicht heben, führt man besser um die Äste herum, aber mit denen wird man wahrscheinlich auch keine Geländesprünge reiten. Was wenn sie da auch ihre Beine nicht heben, weil sie von den Stangenhindernissen gewöhnt sind, dass eh alles runterfällt?