- Maya - Ängliches Kaninchen mit Wunde Beitrag #1
Sonnenblümchen
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Hallo,
ich komme mal wieder mit einer Frage: seit einer Woche haben wir nun die kleine Maya. Sie kam aus einer Notstation - früher war sie in der Zoohandlung und wurde dort denke ich nicht besonders gut behandelt. Niemand wollte sie dort haben und der "Züchter" fand den "Farbschlag" (kohlrabenschwarz) nicht gut. Nach mehreren Wochen sollte sie wieder zum Züchter und dann geschlachtet werden. :evil:
Eine Bekannte meiner Mama im Tierheim hat die Kleine da "gerettet" und da sie wußte, dass wir für unseren (kastrierten) Cino noch ein Weibchen suchen, hat sie sie uns vermittelt. Seither lebt sie bei uns (habe im Thread "Cino und euere Hilfe" Bilder von ihr.)
Momentan lebt sie noch alleine, wir wollten mit Cino nochmal zum Tierarzt und auch Maya noch untersuchen lassen. Erst wenn beide gesund sind und sie sich ein bißchen eingelebt hat, wollten wir sie zusammen setzen. Zudem wurde Cino auch erst vor 3 Wochen kastriert, laut Tierärztin eine Frühkastra, aber ich war mit ihr nicht so glücklich, daher wollte ich, dass ein anderer Tierarzt nochmal drauf schaut. Nicht dass wir am Ende kleine Kaninchen kriegen!
Naja, jedenfalls hat die Bekannte erzählt, dass ihr Bauch aufgebissen war und an der Nase noch eine Bisswunde ist. Maya hat also in ihren ca. 14 Wochen schon ganz schön was durch gemacht. In der Zoohandlung hatte sie a) sicher nicht genug Platz und wurde b) mit Sicherheit nicht besonders gut behandelt (raus genommen, weg gestoßen, Häuschen über dem Kopf weg gezogen etc.)
Das merkt man ihr auch ziemlich an - sie ist super ängstlich und scheu. Ich denke, ich bin auch etwas verwöhnt von Cino, der war vom ersten Tag an sehr zutraulich, klettert auf uns und lässt sich streicheln. Aber Mayas Angst beruht denkt ich schon daruf, dass sie bisher kein allzu schönes Leben hatte.
Bisher haben wir uns meist zu ihr gesetzt, haben die Tür im Gittergehege aufgemacht und sie hoppeln lassen und sie frisst auch ein bißchen Futter aus der Hand, wenn man ganz still sitzt. Wenn man sich aber ruckartig bewegt, dann rennt sie gleich weg und versteckt sich. Beim streicheln ähnliches oder sie sitzt ganz still, Kopf geduckt - ein Zeichen von Angst, oder? Oder wenn man an die Seite kommt, huscht sie ganz schnell ins Häuschen. Daher wollte ich sie damit noch nicht "bedrängen".
Ja, dann kommen wir zum Thema: die Wunde an der Nase war am Anfang fast nicht zu sehen, gestern aber war sie aufgekratzt, der ganze Schorf halb dran und das sah nicht soo schön aus. Da wir eh zum Tierarzt wollten, waren wir heute bei einem neuen gleich da (der war sehr sympatisch im Gegensatz zur anderen und hat alles erklärt, hat einen Check von Augen, Nase, Zähnen, Ohren etc. gemacht, uns gezeigt wie man die Krallen schneidet und von beiden eine Köttelprobe behalten= sehr zufrieden). Der hat sich die Wunde angeschaut und meinte, es sei zwar nix schlimmes, dauert aber bis es heilt und muss sauber gehalten werden. Er hat das Fell drum rum weg geschnitten, sodass sich da nix entzündet und mit Jod abgetupft und eine Salbe drauf gemacht. Das sollen wir jeden bis jeden zweiten Tag machen und wenn das Fell wieder kommt, bis es fast verheilt ist auch immer weg schneiden.
Tja, und dann kommen wir zum Problem: die Kleine mag es nicht sich halten zu lassen. Ich hatte schon mords Probleme sie in die Box zu bekommen, ewig gelockt mit Leckerlies, aber sie ging nicht rein. dann mussten wir sie heben und das hat ihr gar nicht gefallen. Sie hat gezappelt und gefaucht/geschrien und sich richtig gewehrt. Auch beim Tierarzt war sie nicht still und hat dem Arzt und meinem Freund ein paar dicke Kratzer hinterlassen...
Cino wehrt sich auch wenn man ihn hoch hebt, aber das ist mehr zappeln weil es ihm nicht so gut gefällt. Bei Maya war das ganz anders, das war richtige Panik..
Ich möchte sie daher nicht ständig anfassen, mir wiederstrebt es total, dass ich die Süße, wenn sie so ängstlich ist, auch feste packe und sie halte, um fell weg zu schneiden oder das ganze mit Jod zu betupfen. Aber sie bleibt da nicht annähernd ruhig, wenn ich versuche mit Leckerlies zu locken, sobald ich mit der Hand nähere, dann wird sie wieder aus Angst ganz steif oder rennt weg und das mit dem Packen, da grauts mir davor..
Ich muss sie doch aber packen, oder? Immerhin muss die Wunde richtig gereinigt werden, damit das endlich verheilt. Ebenso beim Krallen schneiden.. Aber mir behagt das gar nicht, Maya wieder so Angst zu machen. und ich habe dann Angst, dass sie dann gar nicht mehr zutraulich wird, bzw. immer Angst vor uns haben wird, weil sie uns mit was schlechtem verbindet...
Tut mir leid dass es so lang wurde.. ich musste mir das von der Seele schreiben. Mein Freund ist das pragmatischer, der sagt, wenn wir das halt machen müssen, dann wird das auch gemacht, es ist ja zu ihrem Besten. Stimmt ja auch - aber ich kann da nicht so drüber stehen..
Was würdet ihr denn machen? Ich dachte, ihr könnt mir vielleicht ein paar Tipps oder Aufmunterungen geben.. :uups:
Der Tierarzt meinte auch, wir könnten die beiden auf jeden Fall an Ostern vergesellschaften. Die Wunde ist zwar da, aber die dauert noch ein paar Wochen bis sie ganz zu ist. Er meinte aber, dass sie anscheinend keine Schmerzen hat, sie frisst auch ganz normal und er meinte, wir sollten ihr um ihr Angst zu nehmen, bald einen Partner (mit dem sie sich hoffentlich versteht) zur Seite stellen.
So, jetzt ist aber genug geschrieben!
Ich freue mich sehr über Antworten von euch..
Liebe Grüße
Sonnenblümchen
ich komme mal wieder mit einer Frage: seit einer Woche haben wir nun die kleine Maya. Sie kam aus einer Notstation - früher war sie in der Zoohandlung und wurde dort denke ich nicht besonders gut behandelt. Niemand wollte sie dort haben und der "Züchter" fand den "Farbschlag" (kohlrabenschwarz) nicht gut. Nach mehreren Wochen sollte sie wieder zum Züchter und dann geschlachtet werden. :evil:
Eine Bekannte meiner Mama im Tierheim hat die Kleine da "gerettet" und da sie wußte, dass wir für unseren (kastrierten) Cino noch ein Weibchen suchen, hat sie sie uns vermittelt. Seither lebt sie bei uns (habe im Thread "Cino und euere Hilfe" Bilder von ihr.)
Momentan lebt sie noch alleine, wir wollten mit Cino nochmal zum Tierarzt und auch Maya noch untersuchen lassen. Erst wenn beide gesund sind und sie sich ein bißchen eingelebt hat, wollten wir sie zusammen setzen. Zudem wurde Cino auch erst vor 3 Wochen kastriert, laut Tierärztin eine Frühkastra, aber ich war mit ihr nicht so glücklich, daher wollte ich, dass ein anderer Tierarzt nochmal drauf schaut. Nicht dass wir am Ende kleine Kaninchen kriegen!
Naja, jedenfalls hat die Bekannte erzählt, dass ihr Bauch aufgebissen war und an der Nase noch eine Bisswunde ist. Maya hat also in ihren ca. 14 Wochen schon ganz schön was durch gemacht. In der Zoohandlung hatte sie a) sicher nicht genug Platz und wurde b) mit Sicherheit nicht besonders gut behandelt (raus genommen, weg gestoßen, Häuschen über dem Kopf weg gezogen etc.)
Das merkt man ihr auch ziemlich an - sie ist super ängstlich und scheu. Ich denke, ich bin auch etwas verwöhnt von Cino, der war vom ersten Tag an sehr zutraulich, klettert auf uns und lässt sich streicheln. Aber Mayas Angst beruht denkt ich schon daruf, dass sie bisher kein allzu schönes Leben hatte.
Bisher haben wir uns meist zu ihr gesetzt, haben die Tür im Gittergehege aufgemacht und sie hoppeln lassen und sie frisst auch ein bißchen Futter aus der Hand, wenn man ganz still sitzt. Wenn man sich aber ruckartig bewegt, dann rennt sie gleich weg und versteckt sich. Beim streicheln ähnliches oder sie sitzt ganz still, Kopf geduckt - ein Zeichen von Angst, oder? Oder wenn man an die Seite kommt, huscht sie ganz schnell ins Häuschen. Daher wollte ich sie damit noch nicht "bedrängen".
Ja, dann kommen wir zum Thema: die Wunde an der Nase war am Anfang fast nicht zu sehen, gestern aber war sie aufgekratzt, der ganze Schorf halb dran und das sah nicht soo schön aus. Da wir eh zum Tierarzt wollten, waren wir heute bei einem neuen gleich da (der war sehr sympatisch im Gegensatz zur anderen und hat alles erklärt, hat einen Check von Augen, Nase, Zähnen, Ohren etc. gemacht, uns gezeigt wie man die Krallen schneidet und von beiden eine Köttelprobe behalten= sehr zufrieden). Der hat sich die Wunde angeschaut und meinte, es sei zwar nix schlimmes, dauert aber bis es heilt und muss sauber gehalten werden. Er hat das Fell drum rum weg geschnitten, sodass sich da nix entzündet und mit Jod abgetupft und eine Salbe drauf gemacht. Das sollen wir jeden bis jeden zweiten Tag machen und wenn das Fell wieder kommt, bis es fast verheilt ist auch immer weg schneiden.
Tja, und dann kommen wir zum Problem: die Kleine mag es nicht sich halten zu lassen. Ich hatte schon mords Probleme sie in die Box zu bekommen, ewig gelockt mit Leckerlies, aber sie ging nicht rein. dann mussten wir sie heben und das hat ihr gar nicht gefallen. Sie hat gezappelt und gefaucht/geschrien und sich richtig gewehrt. Auch beim Tierarzt war sie nicht still und hat dem Arzt und meinem Freund ein paar dicke Kratzer hinterlassen...
Cino wehrt sich auch wenn man ihn hoch hebt, aber das ist mehr zappeln weil es ihm nicht so gut gefällt. Bei Maya war das ganz anders, das war richtige Panik..
Ich möchte sie daher nicht ständig anfassen, mir wiederstrebt es total, dass ich die Süße, wenn sie so ängstlich ist, auch feste packe und sie halte, um fell weg zu schneiden oder das ganze mit Jod zu betupfen. Aber sie bleibt da nicht annähernd ruhig, wenn ich versuche mit Leckerlies zu locken, sobald ich mit der Hand nähere, dann wird sie wieder aus Angst ganz steif oder rennt weg und das mit dem Packen, da grauts mir davor..
Ich muss sie doch aber packen, oder? Immerhin muss die Wunde richtig gereinigt werden, damit das endlich verheilt. Ebenso beim Krallen schneiden.. Aber mir behagt das gar nicht, Maya wieder so Angst zu machen. und ich habe dann Angst, dass sie dann gar nicht mehr zutraulich wird, bzw. immer Angst vor uns haben wird, weil sie uns mit was schlechtem verbindet...
Tut mir leid dass es so lang wurde.. ich musste mir das von der Seele schreiben. Mein Freund ist das pragmatischer, der sagt, wenn wir das halt machen müssen, dann wird das auch gemacht, es ist ja zu ihrem Besten. Stimmt ja auch - aber ich kann da nicht so drüber stehen..
Was würdet ihr denn machen? Ich dachte, ihr könnt mir vielleicht ein paar Tipps oder Aufmunterungen geben.. :uups:
Der Tierarzt meinte auch, wir könnten die beiden auf jeden Fall an Ostern vergesellschaften. Die Wunde ist zwar da, aber die dauert noch ein paar Wochen bis sie ganz zu ist. Er meinte aber, dass sie anscheinend keine Schmerzen hat, sie frisst auch ganz normal und er meinte, wir sollten ihr um ihr Angst zu nehmen, bald einen Partner (mit dem sie sich hoffentlich versteht) zur Seite stellen.
So, jetzt ist aber genug geschrieben!
Ich freue mich sehr über Antworten von euch..
Liebe Grüße
Sonnenblümchen