- Terraristik 2010 Beitrag #1
Draco
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Hallo!
Hier spreche ich mal ein ernstes Thema an, das mich auch sehr beschäftigt. Viele werden es kennen, einige ignorieren es und andere nehmen es einfach hin. Ich kann es aber nicht einfach ignorieren und auch nicht hinnehmen.
Es wird einigen wahrscheinlich auch nicht gefallen, was ich hier alles anspreche, da sie oder Freunde evtl. damit angesprochen werden.
Ich möchte aber niemanden beleidigen, sondern einfach nur die derzeitige Problematik ansprechen.
Die Terraristik befindet sich derzeit in einem Wandel, der wohl nur schwer aufzuhalten ist, wenn überhaupt. Doch ich möchte die für mich "wahre" Terraristik praktizieren. Ich halte meine Tiere aus einer schwer zu beschreibenden Leidenschaft heraus, die für andere vielleicht schwer nachzuvollziehen ist.
Immer mehr wird der Markt von Arten überschwemmt, die dann für teilweise unter 10 Euro angeboten werden - auf Kosten der Tiere. Wer seine Nachzuchten gut füttert, bekommt zwar starke, gesunde und stabile Nachzuchten, die aber dann nicht mehr ganz so gewinnbringend verkauft werden können wie Nachzuchten, die nur spärlich gefüttert werden.
Dieser Kommerzgedanke hinter dem Hobby Terraristik stört mich. Wir hlten Wildtiere in Gefangenschaft und haben somit Sorge zu tragen, dass es ihnen gut geht.
Somit sollten wir als primären Haltungsgrund die Leidenschaft nennen. Leider denken viele nur noch an den Profit, den man mit den Nachzuchten erzielen kann.
Ich verurteile hier niemanden, der mit seinen hart verdienten Nachzuchterfolgen etwas verdient. Doch ich verurteile die, die immer och Arten nachziehen, obwohl der Markt mit diesen Arte dermaßen überlaufen ist, dass man sie fast gar nicht mehr verkauft bekommt.
Mixboas, Kornnattern, Teppichpythons, Bartagamen, wildfarbene Königspythons, Leopardgeckos, in Anfängen auch bei den Lampropelten sind da nur ein paar Beispiele.
Fast scheint es, als seien andere, seltenere Arten von der Bildfläche verschwunden. Das Interesse der Halter fokussiert sich immer mehr auf wenige Arten, die dann in der Folge immer mehr verramscht werden.
Dieses Verramschen führt dazu, dass immer mehr Tiere als Statussymbol herhalten müssen.
Sobald Wildtiere nur als Statussymbol gehalten werden, besteht die Gefahr, dass der Halter sie nicht richtig hält. Solche Fälle landen immer wider in den Medien. Wer die Medien ein bisschen im Auge hat, dem fällt relativ bald auf, dass in den Medien nur Negativbeispiele der Terraristik erscheinen. Die Öffentlichkeit bekommt also aum mit, dass man diese Tiere auch annähernd artgerecht halten kann.
Wie soll man also etwas Toleranz für ein Hobby erwarten, von dem nur die Schattenseite bekannt ist? Es fällt so ganz leicht, Regelungen durchzusetzen, wenn scheinbar alle Terrarianer irgendwelche Freaks sind, die ihre Tiere nicht anständig halten.
Wer sich heute also eine Schlange kauft, eine Echse, eine SChildkröte oder auch eine Panzerechse, der hält nicht nur ein Tier, sondern erhält gleichzeitig auch die Verantwortung, das Hobby richtig auszuüben- für dich und stellvertretend für alle anderen Terrarianer.
Wie oft werde ich gefragt, ob meine Schlangen giftig sind, oder wie ich es übers Herz bringe, Ratten zu verfüttern. Hier ist einfache Aufklärungsarbeit zu leisten, um andere zu informieren.
Dazu biete ich jedem hier an, einen informativen Text zu verfassen, den ich auf meiner Homepage veröffentlichen werde. Dieser Text sollte allerdings nicht nur für Terrarianer geschrieben sein, sondern ganz gezielt für Außenstehende. Auch würde ich mich über Texte freuen, die die moralischen Aspekte der Terraristik ansprechen.
Doch bei Terrarianern ist Aufklärung und ein bisschen Umdenken nötig:
So fordere ich mehr Selbstinitiative - Informiert euch selbst und fragt DANN nach! Wer weitergehende Literatur benötigt, kann auch sehr gern fragen, aber ich sehe es nicht ein, hier die Grundlagen zu legen.
Sicher werdet ihr meinen etwas genervten Ton im Umgang mit solchen Fragen in der letzten Zeit mitbekommen haben.
Niemand soll jetzt aber davon abgehalten werden, nachzufragen. Informiert euch, fragt dann nach, wenn ihr was nicht verstanden habt und alles ist in Ordnung
Dann bin selbst ich bereit, halbe Romane zu schreiben.
Die Terraristik hat eine Zukunft. Doch welche, das weiss wohl niemand.
Das war es jetzt erstmal von mir.
André
Hier spreche ich mal ein ernstes Thema an, das mich auch sehr beschäftigt. Viele werden es kennen, einige ignorieren es und andere nehmen es einfach hin. Ich kann es aber nicht einfach ignorieren und auch nicht hinnehmen.
Es wird einigen wahrscheinlich auch nicht gefallen, was ich hier alles anspreche, da sie oder Freunde evtl. damit angesprochen werden.
Ich möchte aber niemanden beleidigen, sondern einfach nur die derzeitige Problematik ansprechen.
Die Terraristik befindet sich derzeit in einem Wandel, der wohl nur schwer aufzuhalten ist, wenn überhaupt. Doch ich möchte die für mich "wahre" Terraristik praktizieren. Ich halte meine Tiere aus einer schwer zu beschreibenden Leidenschaft heraus, die für andere vielleicht schwer nachzuvollziehen ist.
Immer mehr wird der Markt von Arten überschwemmt, die dann für teilweise unter 10 Euro angeboten werden - auf Kosten der Tiere. Wer seine Nachzuchten gut füttert, bekommt zwar starke, gesunde und stabile Nachzuchten, die aber dann nicht mehr ganz so gewinnbringend verkauft werden können wie Nachzuchten, die nur spärlich gefüttert werden.
Dieser Kommerzgedanke hinter dem Hobby Terraristik stört mich. Wir hlten Wildtiere in Gefangenschaft und haben somit Sorge zu tragen, dass es ihnen gut geht.
Somit sollten wir als primären Haltungsgrund die Leidenschaft nennen. Leider denken viele nur noch an den Profit, den man mit den Nachzuchten erzielen kann.
Ich verurteile hier niemanden, der mit seinen hart verdienten Nachzuchterfolgen etwas verdient. Doch ich verurteile die, die immer och Arten nachziehen, obwohl der Markt mit diesen Arte dermaßen überlaufen ist, dass man sie fast gar nicht mehr verkauft bekommt.
Mixboas, Kornnattern, Teppichpythons, Bartagamen, wildfarbene Königspythons, Leopardgeckos, in Anfängen auch bei den Lampropelten sind da nur ein paar Beispiele.
Fast scheint es, als seien andere, seltenere Arten von der Bildfläche verschwunden. Das Interesse der Halter fokussiert sich immer mehr auf wenige Arten, die dann in der Folge immer mehr verramscht werden.
Dieses Verramschen führt dazu, dass immer mehr Tiere als Statussymbol herhalten müssen.
Sobald Wildtiere nur als Statussymbol gehalten werden, besteht die Gefahr, dass der Halter sie nicht richtig hält. Solche Fälle landen immer wider in den Medien. Wer die Medien ein bisschen im Auge hat, dem fällt relativ bald auf, dass in den Medien nur Negativbeispiele der Terraristik erscheinen. Die Öffentlichkeit bekommt also aum mit, dass man diese Tiere auch annähernd artgerecht halten kann.
Wie soll man also etwas Toleranz für ein Hobby erwarten, von dem nur die Schattenseite bekannt ist? Es fällt so ganz leicht, Regelungen durchzusetzen, wenn scheinbar alle Terrarianer irgendwelche Freaks sind, die ihre Tiere nicht anständig halten.
Wer sich heute also eine Schlange kauft, eine Echse, eine SChildkröte oder auch eine Panzerechse, der hält nicht nur ein Tier, sondern erhält gleichzeitig auch die Verantwortung, das Hobby richtig auszuüben- für dich und stellvertretend für alle anderen Terrarianer.
Wie oft werde ich gefragt, ob meine Schlangen giftig sind, oder wie ich es übers Herz bringe, Ratten zu verfüttern. Hier ist einfache Aufklärungsarbeit zu leisten, um andere zu informieren.
Dazu biete ich jedem hier an, einen informativen Text zu verfassen, den ich auf meiner Homepage veröffentlichen werde. Dieser Text sollte allerdings nicht nur für Terrarianer geschrieben sein, sondern ganz gezielt für Außenstehende. Auch würde ich mich über Texte freuen, die die moralischen Aspekte der Terraristik ansprechen.
Doch bei Terrarianern ist Aufklärung und ein bisschen Umdenken nötig:
- Mehr Ehrlichkeit
- Mehr Qualität
- Mehr Niveau
So fordere ich mehr Selbstinitiative - Informiert euch selbst und fragt DANN nach! Wer weitergehende Literatur benötigt, kann auch sehr gern fragen, aber ich sehe es nicht ein, hier die Grundlagen zu legen.
Sicher werdet ihr meinen etwas genervten Ton im Umgang mit solchen Fragen in der letzten Zeit mitbekommen haben.
Niemand soll jetzt aber davon abgehalten werden, nachzufragen. Informiert euch, fragt dann nach, wenn ihr was nicht verstanden habt und alles ist in Ordnung
Dann bin selbst ich bereit, halbe Romane zu schreiben.
Die Terraristik hat eine Zukunft. Doch welche, das weiss wohl niemand.
Das war es jetzt erstmal von mir.
André