Hallo
also normalerweise werden Pferde mit 4 Jahren erst eingeritten...
Mit 3 fängt man an mit Halfter und Putzen zu üben,später dann mit anlongieren und vielleicht Bodenarbeit..
Ich weiss jetzt nicht genau wie weit das Pferd schon in der Ausbildung ist...aber ich würde aufjedenfall nicht 2 Stunden am Stück intensives Training machen,nicht dass du es sofort überforderst ...
Das ist jetzt meine Meinung,kann sein dass es bisschen anders ist...Bei uns im Stall ist ein Pferd das so jung ist und bei dem wurde alles ganz langsam angefangen,und jetzt ist sie ein super Pferd'chen
Liebe Grüße
Nett wenns wirklich so läuft :eusa_shhh:.
Die Reitzeit richtet sich nach dem Exterieur und dem Interieur des Pferdes, wobei man dem Exterieur weniger Gewichtung schenken sollte.
Viele Pferde sehen schon richtig fertig aus, eine wirklich Beurteilung des Wachstumszustands kann jedoch nur der TA anhand der Wachstumsspalten sagen.
Wer also ein Pferd ansieht und sagen kann, so und so lange kann das Pferd geritten werden, sollte mit äußerster Vorsicht angesehen werden (das wäre für mich schon ein dickes Minus, wenn mir ein Profi so etwas sagen würde).
Danach kommt es natürlich darauf an WAS man reitet. D.h. wie hoch die Belastung der Gelenke in Sachen Fliehkraft und Drehmoment ist.
Danach kommt es auf die Bemuskelung an, eben wie viel Babyspeck noch da ist und wie viel Muskulatur sich schon entwickelt hat. Danach richtet sich die Zeit, wie lange das Pferd am Boden vorbereitet werden sollte. Es gibt jedoch Pferde, die noch lange wie Babys aussehen jedoch sehr viel Kraft haben und erst durch langsame Arbeit den Babyspeck verlieren.
Was jedoch sehr viel wichtiger als das Exterieur ist, ist die Konzentrationszeit des Pferdes. Der Richtwert von 20Min. kommt daher, weil sich die meisten Jungpferde nicht länger konzentrieren können. Da ist es dann egal ob man vom Sattel oder vom Boden aus agiert.
Ein Pferd sollte schon beim Anreiten lernen, dass es sich zu konzentrieren hat, sobald der Reiter auf ihm sitzt. Das ist nicht möglich, wenn das Pferd mental überfordert wird.
Ich reite nach diesem System Youngster z.B. niemals trocken, sondern führe sie, damit sie sich wirklich entspannen können. Würde ich ein unkonzentriertes Pferd schrittreiten geht das genausolange gut, wie nichts passiert (keiner eng vorbeireitet, kein plötzlicher Krach, kein notwendiger plötzlicher Richtungswechsel meinerseits...).
Daher auch mit gut entwickelten oder gar älteren Pferden, beim Anreiten kurz anfangen, dafür erzkonsequent. Den notwendigen Auslauf holt sich das Pferd sowieso nicht unterm Sattel, sondern auf der Wiese.