Natural Horsemanship

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  • Natural Horsemanship Beitrag #1
Mali

Mali

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Hallo Leute.
Ich hab vorkurzem in einer Pferdezeitschrift von dem Natural Horsemanship und ttouch gelesen und ich finde das sehr gut. Ich hab auch schon überlegt (da es in der Nähe so einen Stall gibt) ein Seminar davon zu besuchen. Ich wollte gerne wissen was ihr davon haltet und ob ihr auch schon erfahrungen darüber gesammelt habt.
Lg Mali
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #2
Hi,
mein Westerntrainer hat damals nach der Methode gearbeitet - ich war begeistert.
Mein Pferd (Isländer-Haflinger-Mix) war danach nicht wiederzuerkennen. Von "vom Platz rennen, aus der Ecke abhauen und stur ohne Ende" wurde "langer Zügel, feine Hilfen, Verlasspferd im Gelände, Reagieren auf Handzeichen".
Und das alles nur, weil ich durch diese Methode gelernt hab, mit meinem Pferd zu kommunizieren und wir so eine Ebene gefunden haben, uns zu verständigen so dass es für beide "einsichtig" war.

Erschreck dich aber nicht, es geht beim Natural Horsemanship nicht immer mit "sanften Gesten" zu ;)

LG
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #3
Ja ich hab auch schon nen paar Bilder gesehen und die eine Frau hat ihrem Pferd die angst vor dem Hänger genommen und das kann jetzt in den Hänger traben ohne Strick :)
Mich erschreckt so schnell nix ;)
Danke für die Antwort Lg
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #4
Ja Hängertraining macht mein ehemaliger Trainer (reite ja leider nicht mehr) auch.

Also meine hat damals schon ganz schön "was drauf" gekriegt am Anfang - aber nachvollziehbar (eben Bitten - Fordern - Drohen - Handeln (sprich ähnlich wie es in der Interaktion zwischen Pferden abläuft)). ;)

LG
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #5
Ja ein Pferd das ich kenne hat sich auch nie verladen lassen aber da gibts so nen Typ im Stall der macht das mit dseiner autorität oder ne Frau die machst mit der Stange vom Hänger....
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #6
Wie mit der Stange vom Hänger? Naja das gute bei meinem Trainer war, er hat das Training darauf ausgelegt, das Pferd und Besitzer lernen miteinander klarzukommen. Bringt ja nix, wenn er nachher alles mit dem Pferd machen kann und der Besitzer trotzdem noch nicht klarkommt.

Also ich würds jederzeit wieder machen. War ne coole Erfahrung.

LG
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #7
Also Die hat halt einmal mit der Stange vom fest macher im Hänger also die man hinter dem Pferd einhackt wenn es im Hänger steht ein aufn Arsch gegeben und dann ist das Pferd drinne gewesen.
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #8
Das ist aber kein Natural Horsemanship will ich mal behaupten - das macht jeder Händler/Tierarzt/Pferdebesitzer wenn das Tier nicht auf den Hänger will. Nen Klaps aufs Hinterteil oder hochziehen mit der Longe...

LG
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #9
Ich hab dann auch mal eine frage dazu. Hilft sowas auch bei Angst.
Meine RB hatte nähmlich mal einen Unfall mit mir und hat seit dem Angst vor anderen Pferden und jeder Kleinigkeit. :|
So macht das echt keinen Spaß zu reiten. Seine Besitzerin hat die gleichen Probleme mit ihm. Er konzentriert sich nur noch auf die Umgebung und macht ständig Satzer wenn er sich erschreckt.
Hilft da Horsemanship?
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #10
Also ich behaupte mal ja, insofern dass NH die Bindung und das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter stärkt.
Was war das denn für ein Unfall?

LG
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #11
Boa ich beneide dich:!: Mich würde dieses TTouch und Natural Horsemanship total interessieren, hab aber keine Möglichkeit zu irgendeinem Seminar zu kommen:( Alles viel zu weit weg ! Hab auch schon ein Buch von Monty Roberts gelesen, der arbeitet auch mit Natural Horsemanship (Join-Up,usw..):D
Von dem was ich gehört habe, hilft das auch bei Angst;)
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #12
Was war das denn für ein Unfall? LG

Also das war so, ich war mit ihm in der Halle und damals (1 1/4 Jahre her) gabs so ein 'verrücktes' Pferd auf dem Hof das immer durchgegangen ist und alle Reiter/innen runtergeworfen hat. Das war ein Wallach der etwas zuspät gelegt worden ist und noch hengstig war.
Ich bin also getrabt, da ist der wieder voll losgeprescht, hat seine Reiterin runtergeworfen und quer durch die Halle gerannt.
Iki ist sofort stehn geblieben, wie halt immer wenn so was war. (Er war echt ein totales Verlasspferd, ihn hat nichts erschreckt :clap: )
Da ist der andere Wallach weiter gerannt und voll von hinten rein gallopiert. Und das mit absicht! :shock: Iki war total verängstigt und ist ein Stück vorgelaufen.
Da ist der dumme (sorry für den Ausdruck! :uups:) Gaul noch mal voll reingeprescht. Da bin ich runtergefallen.
Die anderen haben das Pferd eingefangen und ich Iki. Er hat voll Angst gehabt.
Er hatte 2 Rippen ausgerengt und sein Schweif war so kA, rechteckig abgestanden. *schauder*
Seit dem hat er vor schnellen Pferden, vielen Menschen, lauten Geräuschen,... ect. Angst.
Wir haben Bachblüten probiert, es hat sich nur ein klein wenig gebessert, aber die Angst ist geblieben. :(
Bei einem Bekannten hats geholfen, aber bei Iki nicht.
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #13
Hallo :)
also ich habe die letzten 2 Tage mit meinem Pferd einen Join-Up gemacht.
Die Stall besitzerin hat das gelernt bei ihrer Ausbildung zur Hippotherapeutin. Deshalb hat sie das mit mir zusammen gemacht und sie zeigt uns auch regelmäßig Methoden,wie man die Rangordnung lernt. Z.B wird beim Join-Up,den ich mit Luna gemacht hab,das Pferd nur mit dem Körper weggejagt(in einer Halle oder so) und wenn man vor seinen Mittelpunkt(Hals,Kopf) geht dann dreht das Pferd um und man bremst es. Wenn man hinter den Mittelpunkt geht,dann wird es schneller. Danach soll man sich dann klein machen,Schultern runter Hände zusammen falten. Wenn das Pferd wieder ruhiger wird und zu dir kommt,dann muss man langsam mit dem Blick abgewand zum Pferd gehen und kurz vor ihm sich abwenden. Das Pferd geht dann normalerweise überall hin mit,ohne dass man es anfassen muß. Meine Luna ist danach ganz ohne sie anzubinden am Putzplatz,und am Waschplatz stehen geblieben ohne dass ich sie anfassen musste...
Allerdings würde ich das nicht machen wenn man das nicht von jemandem gezeigt bekommt,der das gelernt hat.
Liebe Grüße !
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #14
hey,
ja so ein Join-up ist was tolles. ich habe auch schon mehrere gemacht mit einem profi zusammen. obwohl mir die meisten pferde völlig fremd waren, gingen sie mit mir mit, ich war echt erstaunt.
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #15
Hallihallo =)
Mensch, ich beantworte heute jede Menge alte Themen - ich hoffe, das ist kein Problem. Mir ist nur dieses Thema sehr sehr wichtig ;-)
Erst einmal noch kurz etwas zur Richtigstellung: Monty Roberts praktiziert KEIN Natural Horsemanship. Natural Horsemanship ist eine Form des Horsemanship und stammt von Pat Parelli.

und wenn man vor seinen Mittelpunkt(Hals,Kopf) geht dann dreht das Pferd um und man bremst es. Wenn man hinter den Mittelpunkt geht,dann wird es schneller.
Du sprichst hier von der Drive Line. Diese ist bei jedem Pferd (und wie ich neulich herausgefunden habe, auch bei jeder Kuh *gg*) vorhanden. Die Drive Line ist wie eine unsichtbare Linie um den Pferdehals herum. Binde deinem Pferd einmal ein Seilchen um den Hals und schiebe es in Richtung Widerrist, dann hast du eine ungefähre Vorstellung. Die Drive Line ist nicht bei jedem Pferd an derselben Stelle. Mal weiter vorn, mal weiter hinten, das hängt ganz davon ab, wie sensibel das Pferd ist. Das muss jeder selbst herausfinden ;-)

Soviel von meiner Seite ;-)
LG
Alina
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #16
Hey.
Also bei uns auf dem Hof war ein Horsemanship-Kurs. Ich selber bin geritten und hatte Unterricht, hab aber bei den Leuten die Horsemanship gemacht haben zugeschaut und es war genial!!! :) Wieviel Vertrauen man inerhalb eines Wochenendes gewinnen kann ist unbeschreiblich und schön! Man versteht die Pferde einfach viel besser und man fühlt sich selbst wohler. Es wurden Aspekte genannt an die man alleine garnicht drauf kommen würde!
Zum Schluss gab es noch ein Anti-schreck-training, das ich persöhnlich am interessantesten fande.
Am Anfang haben die Pferde einen unglaublichen Schiss vor Planen und nach einer Stunde sind sie enspannt im Schritt unter einer Plane durchgegangen( die Plane wurde von vier Personen an Stäben hochgehalten.)

also ich würde jede Chance nutzen um so einen zu machen, und dann kein Reitunterricht, sondern am Boden Horsmanship.
ich hoff ich konnte dir helfen.
LG
Pink_Pig
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #17
Hey,
ja, faszinierend ist es allemal ;-) Ich spiele seit Jahren nach diesem Prinzip mit meinen Pferden, das Ergebnis ist offensichtlich:
Mein Pony, das es vor zwei Jahren noch faustdick hinter den Ohren hatte, ist jetzt ausgeglichen, ruhig, aber immernoch lebhaft und viel leichter zu berechnen.
Er folgt mir ohne Halfter in allen Gangarten, ich kann ihn ohne Halfter lonigeren; auf ein Zeichen mit meinem Carrot Stick geht er entweder seitwärts von mir weg oder kommt seitwärts auf mich zu; ich kann ihn vorwärts und rückwärts schicken wann immer ich will und nur durch Körperhaltung und Augen seine Vorderhand oder Hinterhand verschieben. Er springt ohne Halfter hinter oder neben mir über eine Tonne, ebenso geht das auf größere Distanzen, wenn ich ihm von weiter weg bedeute, er solle über die Tonne springen. Ohne Halfter reiten geht natürlich auch ;-) ICh galoppiere auch mit ihm ohne Halfter und auch wenn ich oben drauf sitze springt er mit mir über diese Tonne drüber.
Das Besondere an Horsemanship ist einfach, dass es sich nicht um Tricks handelt, die man dem Pferd beibringt. Es geht um das, was das Pferd von Anfang an kann oder lernt; Relationship heißt das Zauberwort. Es geht darum, mit dem PFerd wie ein vollwertiges Herdenmitglied umzugehen. Ich muss meinem Pferd nicht beibringen, rückwärts zu gehen, denn das kann es von Geburt an. Ich muss ihm nur begreiflich machen können, wann er es tun soll ;-)

LG
Alina
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #18
kann mir mal einer erklären wie das funktioniert?Interessiert mich schon seit längerem
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #19
Hey,
schön dass du dich dafür interessierst :)
Es wird wohl schwierig, hier zu erklären, "wie das funktioniert".
Horsemanship beschäftigt sich mit dem natürlichen Umgang mit dem Pferd; es geht darum, nicht nur das Pferd zu ändern, wie es viele Reiter tun, sondern den Menschen selbst, denn dieser soll vom Pferd und auch von sich selbst als vollwertiges Herdenmitglied und zugleich als Leittier dieser Zweierherde Pferd-Mensch anerkannt werden. Dabei geht es ganz viel darum, die Pferde in ihrem täglichen Umgang miteinander zu beobachten und zu verstehen.
Wenn man weiß, wie ein Pferd sich verhält und warum, dann kann man dies auf sich selbst übertragen.
So spielen zum Beispiel Pferde untereinander auch "Longieren" - beim Natural Horsemanship das "Circle Game" genannt. Vielleicht hast du schon mal gesehen, wie ein Fohlen oder auch ein älteres Pferd um ein anderes herumläuft, ausgelassen ein paar Bocksprünge macht? Dabei kann man auch beobachten, welche Signale das stehende Pferd an das Laufende sendet und wie das Laufende reagiert.
Das alles hört sich sehr sehr komplex an, braucht aber nur Geduld, Zeit und den Willen, zu lernen.
Mir selbst macht das Lernen tierischen Spaß. Wenn du mal hinein schnuppern möchtest, kannst du ja mal im Internet nachforschen, ob in deiner Nähe irgendwo Kurse gegeben werden - oder, wenn du magst, kannst du mir auch eine Mail schicken und ich helf dir beim Schauen.
Dann hoffe ich mal, dass du die Möglichkeit, mehr über dein Pferd zu lernen, ergreifst und wir vielleicht bald auch von dir etwas darüber hören dürfen! =)
LG
Alina
 
  • Natural Horsemanship Beitrag #20
Off-Topic
Die Userin islandpferde ist nicht mehr im Forum aktiv

LG Lilly
.Zehn Zeichen.
 
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