Wie konntest du nur?

Diskutiere Wie konntest du nur? im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Wie konntest du nur? Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Wie konntest du nur? Beitrag #1
Namenlose

Namenlose

Gesperrt
Beiträge
1.567
Punkte Reaktionen
0
Wie konntest du nur?


Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Kind" und trotz einer Anzahl von gekauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich "ermordete", wurde ich dein bester Freund. Wann immer ich "ungezogen" war, zeigtest du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest Du?" - aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest mich zur Seite, um meinen Bauch zu kraulen. Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden während deines Studiums immer länger, aber ich riss mich zusammen. Ich erinnere mich an jene Nächte, als ich mich an dich im Bett ganze nahe anschmiegte und dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und ich glaubte, dass das Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin, kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis, weil, "zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund", sagtest Du), und ich hielt im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer hinein schien, ein langes Schläfchen und wartete so, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.
Allmählich verbrachtes du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um "Karriere" zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit, um einen "menschlichen Partner" finden zu können. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freute mich ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie, jetzt ist sie deine Ehefrau, ist kein "Hundeliebhaber", aber trotzdem begrüßte ich sie in unserem Heim, respektiere sie und zeigte ihr, dass ich sie mag. Ich war glücklich, weil du glücklich warst!
Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch des Babys fasziniert, so dass auch ich sie bemuttern wollte. Aber du und deine Frau dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden und sie verletzen könnte. Daher musste ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen, Oh, wie ich sie lieben wollte, aber es war mir vergönnt, denn ich war ein "Gefangener der Liebe". Während sie anfingen zu wachsen, wurde ich ihr Freund. Sie zogen an meinem Fell, griffen auf wackeligen Beinen nach mir, stießen ihre Finger in meine Augen, forschten an meinen Ohren und gaben mir Küsse auf meine Schnauze.
Ich liebte alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil Deine so selten wurden. Ich war soweit, dass ich die Kinder notfalls mit meinem Leben verteidigen würde. Ich war soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören. Zusammen mit ihnen das Motorengeräusch deines Autos zu erwarten, während du in die Einfahrt fuhrst.
Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz über mich. Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit "Ja" und wechselst das Thema. Ich war früher "Dein Hund" und bin heute "nur ein Hund"!
Dann hattest Du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt, und du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden, obwohl es einmal eine Zeit gab, in der "ich" deine Familie war.
Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis ich bemerkte, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Furcht und nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde. Die beiden Damen hinter der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick. Sie verstanden die Wirklichkeit, der ein Hund mittleren Alters gegenüberstand, ja sogar ein Hund mit "Papieren", Du hattest die Finger deines Sohnes von meinem Halsband lösen müssen, während er weinend schrie "Nein Papa, bitte lass mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Ich wunderte mich in diesem Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du mir einen Klaps auf den Kopf, vermiedest dabei, mir in meine Augen zu schauen und lehntest höflich ab, mein Halsband und meine Leine mitzunehmen. Du hattest einen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen! Kurz nachdem du gegangen warst, sagten die zwei netten Damen, dass du vermutlich Monate voraus vom Umzug wusstest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein musste, einen "guten Platz" für mich zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und fragten sich ... "Wie konntest Du?"
Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber ich verlor meinen Appetit bereits vor Tagen. Anfangs, wann immer jemand an meinen Gehege vorbei ging, hetzte ich zur Frontseite und hoffte, dass du es bist, dass du deine Meinung geändert hättest und dass alles nur ein böser Traum war, oder ich hoffte, dass es zumindest jemand sein würde, der mich mögen könnte, der mich retten würde.
Aber die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so tolpatischen Welpen aufnehmen konnte. Weltvergessen in meinem eigenen Schicksal zog ich mich in einer weichen Ecke zurück und wartete ab.
Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte mich ab, ich ging über einen langen Korridor, bis ich an dessen Ende einen Raum betrat. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte mich auf einen Tisch, kraulte meine Ohren und erklärt mir, dass ich mich nicht zu sorgen hätte. Mein Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte.
Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir, dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß meiner Natur war ich mehr um die nette Frau besorgt, als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie eine Belastung trägt, die tonnenschwer sein musste. Sie platzierte leicht einen Aderlass um mein Vorderbein, während eine Träne ihre Wange hinunterkullerte. Ich leckte ihre Hand in der gleichen Art und Weise, wie ich es bereits Jahre vorher tat, um dich zu trösten. Sie schob sachverständig die hypodermatische Nadel in meine Vene. Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüssigkeit in meinen Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre freundlichen Augen und murmelte: "Wie konntest Du?". Möglicherweise verstand sie meine Hundesprache, denn sie sagte, "Es tut mir leid!". Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht ignoriert, missbraucht oder verlassen würde. Einem Platz, an dem ich mich nicht verstecken müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.
Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meinem Schwanz und versuchte ihr so zu sagen, dass mein "Wie konntest Du?", nicht gegen sie gerichtet war. Ich dacht an dich, mein geliebtes Herrchen. Ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Möge jeder dir in deinem Leben immer diese Loyalität zeigen.

Einige Worte des Autors:
Wenn "Wie konntest Du?" Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier in eine Familie aufzunehmen, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen




Mir kamen die Tränen :(
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #2
mir kamen die tränen auch. Ich könnte nie ein Hund ins TH stecken. Nur denken manche Menschen nicht an das was unser Hunde uns geben.
Was unser Hund uns geben können wir nie zurück geben. Die einzigartige Liebe und Treue , kann kein Mensch ersetzen . Kein Mensch kann diese Liebe und Treue zurück geben.
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #3
Ja, mir kamen auch die Tränen. :( Da ist aber auch so rührend geschrieben...
Weder Hunde können von Menschen in meinem Leben ersetzt werden, noch könnten Hunde Menschen ersetzen, ich brauche Beide um wirklich glücklich zu sein, aber ein so wehrloses, wundervolles Geschöpf wie einem Hund einfach so etwas anzutun, das ist für mich im Prinzip so schlimm wie wenn Leute ihre Kinder einfach davonschieben, weil man nicht planen kann oder weil die Arbeit ja soooo viel wichtiger ist und man ja überfordert ist und bla... Wichtiger als ein lebendiges Wesen, das liebe Haustier (egal was für ein Tier es denn jetzt ist), als der aller beste Freund, die eigenen Kinder kann etwas doch gar nicht sein?!
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #4
Wenn ich nur dran denke, meine Hunde ins Tierheim zu stecken, läufts mir eiskalt den Rücken runter. Jerry würde ähnlich verwelken wie der Hund in der Geschichte... Furchtbar
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #5
Was für ein Trauriger Text :( Mir kamen auch die Tränen.
Ich würde lieber weniger Geld verdienen als meine Hunde weg zu geben.
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #6
ja, so geht es mir auch, ich könnte nie im leben, meine Hunde ins TH stecken :(
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #7
mir sind auch die tränen gekommen, dabei weine ich fast nie :(
unter keinen umständen würd ich meine tiere ins TH geben. schöner text und ich hoffe, dass das jemand liest der den gedanken gerade mit sich herumträgt und dann sein tier doch nicht abgibt!
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #8
Boar ist der Text hart, aber leider entspricht es der Wahrheit!
Ach ich habe pipi in den Augen:(
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #9
Mir kamen auch die Tränen. Ich könnte auch keine Tiere ins Tierheim stecken und schon gar nicht meine eigenen. Da kann man echt nur hoffen das dieser Text von Leuten gelesen wird die gerade das selbe vorhaben. Und die das dann doch nicht machen.
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #10
da kommen einem echt die tränen ...
sowas ist echt schlimm ... ohne einen vernünftigen und auch "richtigen" grund würde ich einen hund (garkein tier) ins th stecken ... eig nie !
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #11
ich kannte den text schon udn find ihn sehr traurig.
Die leuten müssen es mindestens 3 monate vorher gewusst haben (kündigungsfrist) und in der zeit findet man locker ein zuhause aber leider machen es sich viel zu leicht =(
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #12
Oh Gott :( die tränen stehn mir nahe :'(
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #13
Oohhh wie traurig :'((
wenn ich jemals einen Hund kaufe,dann einen aus dem TH !!!!
meine Oma hat auch einen aus dem TH. Der ist das liebste Hundeweibchen das ich kenne !!! Nie gebissen,nie gegrummelt,nie wehgetan, sie ist sooo treu und dankbar ! An jedem Tag zeigt sie einem wie sehr sie einen mag ! Sie versteht sich mit JEDEM Hund und ist ein absoluter Verlasshund. Man könnte sie mit einem Kleinkind alleine lassen,und wäre sicher dass sie das Kind bewacht und aufpasst!
Wenn jemand einbrechen wöllte würde sie den Einbrecher mit wedelndem Schwanz begrüßen und mit ihrem Charme überwältigen...
Einfach der beste Hund. Und so dankbar,die TH-Hunde !
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #14
Mir kommen aber leider nicht einfach nur die Tränen, ich heule immer ganz furchtbar. Heulsuse eben. Toller Text, regt zum Nachdenken an.
Off-Topic

Man könnte sie mit einem Kleinkind alleine lassen,und wäre sicher dass sie das Kind bewacht und aufpasst!
Würde gerne ein Veto einlegen, aber das ist ein anderes Thema.
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #15
Heulen musste ich nicht, obwohl mir das gern passiert. Aber ich finde den Text gut, weil er nachdenklich macht. Viele Menschen schaffen sich (ich sehe mich nicht als Ausnahme, auch ich habe Fehler gemacht *seufzt*) leider viel zu unüberlegt Tiere an, ohne zu begreifen, welche Verantwortung sie übernommen haben und was das für die Zukunft eines Lebewesens bedeutet. Umso trauriger ist es, wie leicht manche Menschen es sich machen, wenn es darum geht, sich des lästig gewordenen Lieblings zu "entledigen"... :|
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #16
Ich kann nichtmal verstehen, wie einem ein Tier lästig werden kann, was einst, voller Vertrauen, in deinen Armen gelegen hat und deiner beruhigenden zuhörte...
Selbst, wenn ich jetzt ein Kind kriegen würde, würde ich NIEMALS meine Hunde abgeben. Hätte ich Geldmangel, würde ich lieber auf JEDEN Luxis verzichten, als sie abzugeben. Würde mein Freund mich vor ein Ultimatum stellen, würde ich auch hier, niiiie die Hunde abgeben.
Ich habe mit dem Kauf des Tieres nicht nur eine Verantwortung übernommen, ich bin auch schuld, wenn ich dem Lebewesen ein psychisches Trauma beschert habe... Wer kann sowas mit sich vereinbaren?
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #17
Ja, ich ziehe auch lieber nach Timbucktu, als meinen Hund abzugeben. Was ist denn das für ein Grund? Eine Wohnung! Da kann es DIE Wohnung sein, es wird einfach nichts DEN Hund aufwiegen. Aber bezüglich der Wohnung - Umzug ist oft ein Grund, warum die Menschen ihre Tiere loswerden wollen.
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #18
Deswegen sind wir früher in die Bundeswehrwohnungen gezogen, die waren immer tolerant ;)
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #19
Ich bin extra in eine andere Wohnung gezogen, damit Inka bei uns einziehen konnte. In der alten war nur ein kleiner Hund erlaubt.
Wenn man will findet man eine Wohnung in der Hundehaltung erlaubt ist... Die Betonung liegt auf WENN MAN WILL (nein, ich schreie nicht - ich möchte nur deutlich sein).
Auch mir standen die Tränen in den Augen.
 
  • Wie konntest du nur? Beitrag #20
Wenn ich umziehe und keine Wohnung finde wo Hunde erlaubt sind, würde ich alles zusammenkratzen und einen Markler beauftragen, aber mein Schatz weggeben wegen einer Wohnung?? Niemals!!!
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Wie konntest du nur?

Wie konntest du nur? - Ähnliche Themen

Meine Kleinen Lieblinge: Vor etwas mehr als einem Jahr seid ihr bei mir eingezogen. Ab dem ersten Tag habe ich euch sechs geliebt und alles dafür getan, dass es euch gut...
51515 Kürten- Pflegeplatz für 3 Monate gesucht für meine 4 Kaninchen: Hallo, selbiges gilt natürlich auch für meine Langohren, denn leider steht bei mir ein ca. 3 Monatiger Krankenhausaufenthalt an. Wann genau, weiß...
Geräuschangst - Ohrenschutz: Hallo allerseits, Silvester ist vorbei und diese Jahr war es wesentlich schlimmer als bisher. *** Text editiert - Hinweis der Moderation: Der...
Weihnachten ohne Gina: Gina Heute ist der Vierte Advent und der Schneeregen und kalte Wind spiegeln unsere Stimmung. Seit 34 Tagen ist unser Familienmitglied, die...
Tante und Cousine tot: Hi, meine Beziehung zu meinen Eltern ist seit 6 Jahren leider richtig schlecht. Im Grunde war es aber schon davor so, dass ich, was so die...
Oben