Bericht einer Geburt

Diskutiere Bericht einer Geburt im Katzenkörbchen Forum im Bereich Katzen Forum; Vorgeschichte: Am Mittwoch Abend klingelte das Telefon. Eine sehr nervös wirkende Frau fragte, ob es stimmt dass ich Pflegestellt für Katzen bin...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Bericht einer Geburt Beitrag #1
N

Noel

Beiträge
1.369
Punkte Reaktionen
0
Vorgeschichte:
Am Mittwoch Abend klingelte das Telefon. Eine sehr nervös wirkende Frau fragte, ob es stimmt dass ich Pflegestellt für Katzen bin und ob ich auch eine trächtige Katze nehmen wird.
Ich habe der netten Dame nur gesagt, dass sie die Katze vorbei bringen können, am besten heute noch.
Da war es erst einmal still am Telefon. Mir wurde dann berichtet, dass sie gerade mit der Katze vom Tierarzt können und sie nicht wissen, ob sie die Kleine jetzt wieder in die Box bekommen und ob sie sich überhaupt noch zeigt. Sie wollen es versuchen und sich später nochmal melden. Also habe ich gewartet.
Am nächsten Morgen kam dann der Anruf, sie konnten die Katze nicht fangen. Sie war zum fressen da aber sie wollte warten bis sie sich richtig voll gefressen. Die Kätzin war aber zu schnell wieder weg und verschwand. Man würde es abends nochmals versuchen.
Donnerstags abends kam dann der Anruf, die Katze ist in der Box sie bringen sie vorbei.
Eine halbe Stunde später war die kleine Maus bei mir. Eine sehr zierliche total verängstigtes junges Mäuschen von ca. 7-8 Monaten und hochträchtig. Der Tierarzt meinte wohl, dass die Babys in den nächsten Tagen kommen werden.
Wir haben die kleine Maus namens Susi dann erst einmal in die Zimmer für die Pflegekatzen gelassen. Dort hat sie sich verständlicherweise erst einmal versteckt. Nach 3 Stunden konnte ich sie dann doch hervorlocken und anfassen. Sie hat schnell Vertrauen gefasst und mir ihr dickes Bäuchlein gezeigt.

Am Freitag haben wir unsere Beziehung dann vertieft und uns noch ein bisschen kennengelernt. Susi musste lernen was ein Katzenklo ist, das hat aber sehr schnell geklappt.
Am Samstag war sie viel alleine und es kam jemand um nach dem Rechten zu sehen. Wir wollten nicht, dass sie alleine ist, sollten die Babys kommen.
Die Geburt:
Am Sonntag wurde dann viel geschmust aber Susi war etwas unruhig. Der Grund, um 15 Uhr ging der Schleimpfropfen ab
img1256d.jpg

und die Geburt fing an aber es hat sich erst einmal bis 19.30 Uhr nichts getan, dann hat sie zu pressen angefangen und die Fruchtblase war kurz zu sehen.
img1262zc.jpg

Susi war sehr verschmust und ich durfte ihr nicht von der Seite weichen. Immer wieder hatte sie Wehen und hat sich hin und her gedreht. Die Unterlagen hat sie nicht gemocht und aus der „Wurfbox“ (die Dusche) geworfen. Um 1.00 Uhr nachts ging es dann richtig los.
Ich bekam kurz Panik als ich gesehen, ob dass eine Pfote von dem Baby rausguckt und gleich mal eine Bekannte angerufen die Katzen züchtet.

(beim genauen Hinsehen sieht man auf dem Bild der Schwänzchen vom Baby)
Babs konnte mich aber schnell beruhigen und hat mir empfohlen die kleine Maus zu unterstützen indem ich ihr beim Abstützen der Hinterpfoten helfe. Susi hat sich bei den plötzlich wohl sehr heftigen Schmerzen sehr erschrocken und ist sofort aufgesprungen und wollte weg, sich auf das schon halb rausschauende Baby setzen. Ich hatte erst einmal einige Mühe sie fest zu halten. Aber sie wollte nicht auf ihrem Platz bleiben, also habe ich sie vor die Dusche auf eine Decke gelassen, dort wurde sie dann wieder ruhiger und ich konnte ihr helfen. Ich habe mit der einen Hand ihre Hinterbeine abgestützt und mit der anderen Hand das Kitten festgehalten. Nach 2-3 Presswehen und vielem lauten Schreien (die Nachbarn habe sie bestimmt gehört) war das Kleine endlich da und Susi hat sofort mit Putzen und Nabelschnur abknabbern begonnen.
Ich habe das Kitten auf Babs Hinweise schnell kopfüber gehalten, damit das Furchtwasser, falls es was geschluckt hatte, rauslaufen kann und dann auch die Waage. Der kleine Kater hatte 111g. Susi hat ein bisschen gemeckert sich aber schnell in die Dusche gelegt und also ich ihr ihre Baby gegeben habe sich weiter drum gekümmert.
Nach einer Weile kam die Nachgeburt. Ich dacht mir überschlecht werden.
Susi hat sie schnell gefressen und sich dann weiterhin um ihre Kleines gekümmert und ausgeruht. Es hat bis ca. 4 Uhr morgens gedauert bis der Kleine bei ihr trinken konnte.
Im Bauch konnte ich immer noch ein 2 Kitten spüren aber Susi war erst einmal müde und hat sich ausgeruht und ein bisschen was gefressen und getrunken. Um ca. 7.00 Uhr ging es dann wieder mit den Wehen los. Da zwischen waren immer wieder Pausen, sie wurde immer wieder von ihrem Kleinen abgelenkt und dann ihn geputzt und dabei wohl vergessen, dass sie gerade noch ein Baby bekommt.
Aber um 8.00 Uhr ging’s dann weiter.
Wieder sah ich die Hinterbeine zuerst aber dieses Mal wusste ich was ich zu tun hatte und Susi war auch viel ruhiger. Ich habe ihr wie beim ersten Kitten geholfen. Nach einigen Presswehen und einigen Schreien (nicht mehr ganz so laut wie beim ersten Kater) wurde der nächste Kater um 8.30 Uhr geboren. Wieder habe ich den Kleinen Kopfüber gehalten damit das Fruchtwasser rauslaufen kann und gewogen. Ich staunte nicht schlecht, 126g.
Susi hat sich erst einmal um ihre Babys gekümmert und um 11. 00 Uhr kam dann die 2. Nachgeburt, die schnell gefressen wurde.
Da ich mir aber nicht sicher war, ob nicht vielleicht noch ein Baby drin war und sie auch immer wieder mal Wehen hatte, bin ich mit ihr zum Tierarzt. Sie wurde untersucht und es wurde festgestellt, dass sie die Geburt überstanden hatte und sicherlich auch bald die Nachwehen aufhören würden.
Susi hat sich von der Strapazen der Geburt gut erholt. Kümmert sich liebevoll um ihre Babys und scheint viel Vertrauen in mich zu haben.
Wenn ich mich zu ihr setze lässt sie die Babys schon mal kurz alleine und geht was fressen oder erkundet den Raum.
Heute (12.05.2010) wiegen die zwei Kater 146g und 164g.


Es ist wirklich unglaublich was für Schmerzen so eine Geburt sein muss. Ich hoffe wirklich, dass die Menschen bald umdenken und ihre Katzen kastrieren lassen um ihren diese Schmerzen zu ersparen. Es geht so leicht etwas schief bei den Geburten. Ich weiß nicht, ob bei Susi alles gut gegangen wäre, wenn sie alleine gewesen wäre.
Das war meine erste Geburt und ich wäre ohne Hilfe wohl total überfordert gewesen und hatte ständig Angst, dass etwas schief geht.
Ich habe immer noch Angst, dass jetzt eins der Kitten vielleicht sterben könnte, weil ich etwas falsch gemacht oder vergessen habe.
Die ganzen Stunden der Geburt waren meine Nerven total angespannt und ich war eigentlich fix und fertig (nervlich wie auch körperlich).

Lasst bitte eure Katzen kastrieren und erspart die diese Schmerzen und die Gefahr, dass etwas schief geht. Es ist wirklich nicht schön mit anzusehen, wie sehr sich die Katze quält.
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #2
Ach man was für strapazen für die kleine Maus. Wünsche der kleinen Familie und Dir alles gute und weiterhin viel gesundheit. Schön das Du Dich so um sie kümmerst.
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #3
alles gute zur geburt liebe susi! hoffe das sie sowas nie wieder durch machen muss! armes ding. schmerzen einer gurt sind schon hart und dann noch doppelt oder sogar vielleicht 10 fach moechte ich einem tier nicht antun!
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #4
Hi,

bevor Susi vermittelt wird, wird sie kastriert werden.
Sie wird nie wieder Babys bekommen müssen.

Sie ist eine tolle Mama.

Hätte euch auch Bilder von den Kitten ganz kurz nach der Geburt gezeigt aber das darf ich ja nicht, also müsst ihr noch warten.

Nur so viel es sind zwei getigerte Kater.
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #5
Hi,

bevor Susi vermittelt wird, wird sie kastriert werden.
Sie wird nie wieder Babys bekommen müssen.

Sie ist eine tolle Mama.

Hätte euch auch Bilder von den Kitten ganz kurz nach der Geburt gezeigt aber das darf ich ja nicht, also müsst ihr noch warten.

Nur so viel es sind zwei getigerte Kater.
ja das habe ich mir schon gedacht das du sie kastrieren laesst! hoffe du findest schnell abnehmer fuer die 3! viel viel glueck! ich hoffe die kleinen machen sich weiterhin so gut!
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #6
Toll, dass du dich der Kleinen angenommen hast und Glückwunsch zur glücklichen Geburt :D!
Ich fand das sehr interesant mal "aus erster Hand" zu lesen wie so etwas abläuft und wieviel Streß und Angst und Arbeit eine Geburt (vor allem bei einem so jungen Tier)bedeutet. Hoffentlich lernen daraus einige Leute.
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #7
Mit 7-8 Monaten, das arme Ding...aber die Dummheit und der Geiz der Leute reißen nicht ab. Ich bin dann immer versucht, einen Zaubertrank zu brauen, um diese Leute alle im Alter von 13 Jahren 4 Kinder gebären und aufziehen zu lassen. Auch die Männer.

(Darf man sowas schreiben oder ist das schon zu hart...?)
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #8
Erstmal vorneweg, echt toll, dass du dich so für diese Tiere eingesetzt hast. Das mit den Schmerzen bei der Geburt ist sicher furchtbar und ich erspare es meiner Katze auf jeden Fall, die ist ja schon kastriert, aber ich finde irgendwie ist es auch natürlich. Ich meine damit nicht, dass man einfach Katzen vermehren lassen sollte, nein um Gottes Willen, aber jetzt kann man auch nicht sagen, alle Katzen sollen kastriert werden, weil es solche Schmerzen bei der Geburt bereitet. Dann gäbe es nämlich irgendwann keine Katzen mehr und das wäre auch irgendwie blöd.
Und Menschen würden sich auch nicht mehr fortpflanzen aus Angst vor den Geburtsschmerzen. Wie gesagt, man soll seine Katze unbedingt kastrieren...
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #9
Hi,

es gibt ja noch verantwortungsvolle Züchter, die sich auch ordentlich kümmern und die nötigen Untersuchungen durchführen lassen.
Zudem haben die Katzen dann ein ordentliches Alter und sind nicht ganz so jung.
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #10
Ich finde es auch toll, wie du dich um die Mutter und die Kleinen kümmerst. Und was für Strapazen eine Geburt für ein so junges Tier oder auch für ein altes Tier sein können, hab ich selbst mitgemacht. Sowas macht mich einfach nur wütend. Ich habe damals einem Fohlen auf die Welt geholfen und es mit der Flasche groß ziehen müssen, weil die Mutter die Geburt nicht mehr gepackt hat und keine Milch für das KLeine hatte...sie war bereits 25 Jahre alt und sollte...nach dieser Geburt sogar noch einmal gedeckt werden. Ausserdem war das kleine Stutfohlen im wahrsten Sinne des Wortes zu klein, weil es schon im Mutterleib nicht mehr richtig versorgt war. Bei sowas könnte ich echt.....ich glaub das schreib ich lieber nicht...:evil:

Ich wünsche deinen 3 alles Gute und sie können froh sein, dass du dich um sie kümmerst.
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #11
Das ist ja furchtbar :(.
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #12
So sehr ich gegen das sinnlose Vermehren bin, bringen mich doch einige Beiträge hier zum Schmunzeln. Natürlich bringt eine Geburt Schmerzen mit sich, jede Frau hier, die schon ein Kind bekommen hat, wird das bestätigen können. Dass man dabei Angst hat und schreit ist genauso vollkommen natürlich. Ich habe gelegentlich den Eindruck, dass es hier gerne als Tierquälerei hingestellt wird. Aber das finde ich doch ein wenig übertrieben, denn es ist und bleibt natürlich.
Selbstverständlich sollte man ein so junges Tier nicht decken, aber tatsächlich ist es so: erst wenn der Körper sich für eine Geburt bereit fühlt, setzt die Geschlechtsreife ein. Beim Menschen stimmt das nicht immer, da gerade in Ländern, in denen Hormone im Tierfutter landen, die natürliche Geschlechtsentwicklung gestört ist. Insofern kann man sich auch nicht auf die Natürlichkeit der Entwicklung verlassen, wenn man sein Tier mit Futter aus jenen Ländern füttert.

Ich war klein, jung und unwissend, als mir meine Katze zugelaufen ist. Sie lief 10 Monate draußen rum ohne kastriert zu sein. Ich habe sogar einmal beobachtet wie sie ein Techtelmechtel mit einem Kater hatte, genau dasselbe hab ich bei einer Kätzin bei uns im Stall beobachtet. Beide waren zu dem Zeitpunkt etwa 7 Monate, beide sind nicht tragend geworden. Traut dem Körper mal ein bisschen mehr zu, die Natur weiß für gewöhnlich, was sie tut. Susi hat sicher nicht umsonst nur 2 Welpen bekommen.
Selbstverständlich gibt es hier auch Ausnahmen, aber es ist eher selten.

Trotz allem, was ich jetzt gesagt habe, will ich betonen, dass ich GEGEN das wilde Decken von Tieren bin.
Es sitzen genug Tiere in Tierheimen. Holt euch die. Durch die heutige medizinische Versorgung von Tieren überleben viel mehr Katzen und die Schwemme an Katzen brauchen wir nicht mehr. Früher haben von 5 Welpen in einem Wurf vielleicht 2 das erste Jahr überlebt, der Rest ist an Seuche, Schnupfen, Leukose oder FIP eingegangen. Heute können diese Krankheiten (bis auf FIP) geimpft bzw. gut behandelt werden und von 5 Welpen überleben im Durchschnitt 4.
Beim Menschen sagt niemand etwas gegen Geburtenkontrolle und Verhütung, warum also bei den Tieren?
Und die Bindung zum Jungtier haben gerade die Carnivoren schnell verloren. Da geht es wirklich nur ums Weitergeben von genetischem Material.
Vermenschlicht eure Tiere nicht, sie haben nicht dieselben Muttergefühle!


P.S.: mir ist klar, dass ich den letzten Teil nicht für Leute aus dem Forum geschrieben habe, sondern für zufällig vorbeikommende Leser, die sich vielleicht durch den ersten Teil meines Posts in ihrer Vermehrung bestätigt fühlen können.
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #13
Habe mir hier nicht alles durchgelesen, aber ich finds toll wie du dich um Susi und die Kleinen bemüht und gekümmert hast!
Habe noch keine Geburt selbst miterlebt, aber schoneinmal einen Wurf per Hand aufgezogen. Hatte auch oft Angst um die Kleinen und vorallem Angst etwas falsch zu machen, aber alle haben es geschafft :).
So eine Katze wie die Susi würd mir auch total gut gefallen :057:.
Suche demnächst für meine Kleine eine Zweitkatze. Mal sehen ob ich so eine Süße hier in der Umgebung finde. :)

LG und alles Gute!
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #14
Noel, großes Lob, dass du dich so toll kümmerst!
Hoffentlich wird es den Dreien weiterhin gut gehen, sie sind wirklich ein hübsches Grüppchen!

Als unsere Tapsi ihre 5 (nicht geplanten) Jungen bekommen hat, war ich die ganze Zeit recht zuversichtlich, dass die Natur das schon regeln wird und so lief die Geburt unkompliziert und wenig dramatisch ab. Tapsi hat sich wie selbstverständlich um alle gekümmert und aus ihnen sind gesunde Jungtiere geworden, die sich in ihrer Welt prima zurecht finden.

Die hübsche Susi wird bestimmt ein gutes Zuhause finden, vielleicht gibt es ja auch hier jemanden für sie.
Aus welcher Gegend kommst du denn?
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #15
Es ist wohl klar, dass eine Katze, genau wie ein Mensch, bei der Geburt Schmerzen hat und das ist nunmal natürlich.
Man kann nicht sagen, die Katze hat bei der Geburt Schmerzen, also lasst alle kastrieren, dann dürften Mensch sich auch nicht mehr fortplatzen.
Den Rest seh ich genauso wie Apollo.
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #16
Es ist wohl klar, dass eine Katze, genau wie ein Mensch, bei der Geburt Schmerzen hat und das ist nunmal natürlich.
Man kann nicht sagen, die Katze hat bei der Geburt Schmerzen, also lasst alle kastrieren, dann dürften Mensch sich auch nicht mehr fortplatzen.
Den Rest seh ich genauso wie Apollo.

Vermenschlicht eure Tiere nicht, sie haben nicht dieselben ......gefühle!

hier möchte ich mich auch mal anschließen. Tiere haben nun mal nicht unsere Gedanken und so können daraus auch keine Gefühle wie bei den Menschen entstehen.

Ansonsten ist es natürlich wunderbar wenn jemand wie Noel sich so liebevoll um eine gebärende Katze und deren Nachwuchs kümmert . Würde ich auch tun wenn ich in diese Situation käme, keine Frage.
(meine Mutter hat unserer Katze auch öfter als Hebamme geholfen, ist schon lange her, damals wusste man noch nichts von Kastration)
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #17
Heyho,

wie geht's denn der kleinen Familie inzwischen?
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #18
Hi,
den kleinen geht es gut.
Eins hat die Augen auf, das Andere noch nicht.

Sie haben ordentlich zugenommen.

204g und 224g und sind nun 5 Tage alt.

Die Mama geniesst ihre Rolle und passt sehr gut auf die Kleinen auf. Schaut ganz genau was ich mache, lässt mich aber die Kleinen ohne Aufstand kontrollieren. Es wird nur einmal kurz gemaunzt. Und ich darf die Kleinen nicht zu weit weg bringen (beim Wiegen z.B.)
 
  • Bericht einer Geburt Beitrag #19
So sehr ich gegen das sinnlose Vermehren bin, bringen mich doch einige Beiträge hier zum Schmunzeln. Natürlich bringt eine Geburt Schmerzen mit sich, jede Frau hier, die schon ein Kind bekommen hat, wird das bestätigen können. Dass man dabei Angst hat und schreit ist genauso vollkommen natürlich. Ich habe gelegentlich den Eindruck, dass es hier gerne als Tierquälerei hingestellt wird. Aber das finde ich doch ein wenig übertrieben, denn es ist und bleibt natürlich.
Selbstverständlich sollte man ein so junges Tier nicht decken, aber tatsächlich ist es so: erst wenn der Körper sich für eine Geburt bereit fühlt, setzt die Geschlechtsreife ein. Beim Menschen stimmt das nicht immer, da gerade in Ländern, in denen Hormone im Tierfutter landen, die natürliche Geschlechtsentwicklung gestört ist. Insofern kann man sich auch nicht auf die Natürlichkeit der Entwicklung verlassen, wenn man sein Tier mit Futter aus jenen Ländern füttert.

Ich war klein, jung und unwissend, als mir meine Katze zugelaufen ist. Sie lief 10 Monate draußen rum ohne kastriert zu sein. Ich habe sogar einmal beobachtet wie sie ein Techtelmechtel mit einem Kater hatte, genau dasselbe hab ich bei einer Kätzin bei uns im Stall beobachtet. Beide waren zu dem Zeitpunkt etwa 7 Monate, beide sind nicht tragend geworden. Traut dem Körper mal ein bisschen mehr zu, die Natur weiß für gewöhnlich, was sie tut. Susi hat sicher nicht umsonst nur 2 Welpen bekommen.
Selbstverständlich gibt es hier auch Ausnahmen, aber es ist eher selten.

Trotz allem, was ich jetzt gesagt habe, will ich betonen, dass ich GEGEN das wilde Decken von Tieren bin.
Es sitzen genug Tiere in Tierheimen. Holt euch die. Durch die heutige medizinische Versorgung von Tieren überleben viel mehr Katzen und die Schwemme an Katzen brauchen wir nicht mehr. Früher haben von 5 Welpen in einem Wurf vielleicht 2 das erste Jahr überlebt, der Rest ist an Seuche, Schnupfen, Leukose oder FIP eingegangen. Heute können diese Krankheiten (bis auf FIP) geimpft bzw. gut behandelt werden und von 5 Welpen überleben im Durchschnitt 4.
Beim Menschen sagt niemand etwas gegen Geburtenkontrolle und Verhütung, warum also bei den Tieren?
Und die Bindung zum Jungtier haben gerade die Carnivoren schnell verloren. Da geht es wirklich nur ums Weitergeben von genetischem Material.
Vermenschlicht eure Tiere nicht, sie haben nicht dieselben Muttergefühle!


P.S.: mir ist klar, dass ich den letzten Teil nicht für Leute aus dem Forum geschrieben habe, sondern für zufällig vorbeikommende Leser, die sich vielleicht durch den ersten Teil meines Posts in ihrer Vermehrung bestätigt fühlen können.

Genau so wollt ich's eigentlich sagen. Hab aber irgendwie nicht die richtigen Worte gefunden. :clap:
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Bericht einer Geburt

Bericht einer Geburt - Ähnliche Themen

Unser Kater hat sich auf den Weg gemacht: Fünfzehn Jahre war unser Kater "Herr Lehmann" bei uns, jetzt musste er von uns gehen. Sehr früh hat man bei ihm eine Hüftdysplasie festgestellt...
Kater mit Lungenödem was tun?: Hallo meine lieben Tier Freunde! Ich bin momentan so am verzweifeln, mir geht’s schlecht weils meinem Schatzi so schlecht geht und ich weiß...
Meine Katze wurde überfahren, die Trauer sitzt tief.: Hallo, ich bin neu hier, aber ich habe gedacht vielleicht kann ich mir hier mal alles von der Seele schreiben. Ich bin 42 Jahre alt und habe...
Stubenreinheit beim Kater: Hallo Leute Ich habe Probleme mit der Stubenreinheit meines Katers und weiss einfach nicht mehr weiter. Zur Vorgeschichte: Mein Kater wurde als...
Weihnachten ohne Gina: Gina Heute ist der Vierte Advent und der Schneeregen und kalte Wind spiegeln unsere Stimmung. Seit 34 Tagen ist unser Familienmitglied, die...

Neueste Beiträge

Oben