- Bericht einer Geburt Beitrag #1
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Noel
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Vorgeschichte:
Am Mittwoch Abend klingelte das Telefon. Eine sehr nervös wirkende Frau fragte, ob es stimmt dass ich Pflegestellt für Katzen bin und ob ich auch eine trächtige Katze nehmen wird.
Ich habe der netten Dame nur gesagt, dass sie die Katze vorbei bringen können, am besten heute noch.
Da war es erst einmal still am Telefon. Mir wurde dann berichtet, dass sie gerade mit der Katze vom Tierarzt können und sie nicht wissen, ob sie die Kleine jetzt wieder in die Box bekommen und ob sie sich überhaupt noch zeigt. Sie wollen es versuchen und sich später nochmal melden. Also habe ich gewartet.
Am nächsten Morgen kam dann der Anruf, sie konnten die Katze nicht fangen. Sie war zum fressen da aber sie wollte warten bis sie sich richtig voll gefressen. Die Kätzin war aber zu schnell wieder weg und verschwand. Man würde es abends nochmals versuchen.
Donnerstags abends kam dann der Anruf, die Katze ist in der Box sie bringen sie vorbei.
Eine halbe Stunde später war die kleine Maus bei mir. Eine sehr zierliche total verängstigtes junges Mäuschen von ca. 7-8 Monaten und hochträchtig. Der Tierarzt meinte wohl, dass die Babys in den nächsten Tagen kommen werden.
Wir haben die kleine Maus namens Susi dann erst einmal in die Zimmer für die Pflegekatzen gelassen. Dort hat sie sich verständlicherweise erst einmal versteckt. Nach 3 Stunden konnte ich sie dann doch hervorlocken und anfassen. Sie hat schnell Vertrauen gefasst und mir ihr dickes Bäuchlein gezeigt.

Am Freitag haben wir unsere Beziehung dann vertieft und uns noch ein bisschen kennengelernt. Susi musste lernen was ein Katzenklo ist, das hat aber sehr schnell geklappt.
Am Samstag war sie viel alleine und es kam jemand um nach dem Rechten zu sehen. Wir wollten nicht, dass sie alleine ist, sollten die Babys kommen.
Die Geburt:
Am Sonntag wurde dann viel geschmust aber Susi war etwas unruhig. Der Grund, um 15 Uhr ging der Schleimpfropfen ab
und die Geburt fing an aber es hat sich erst einmal bis 19.30 Uhr nichts getan, dann hat sie zu pressen angefangen und die Fruchtblase war kurz zu sehen.
Susi war sehr verschmust und ich durfte ihr nicht von der Seite weichen. Immer wieder hatte sie Wehen und hat sich hin und her gedreht. Die Unterlagen hat sie nicht gemocht und aus der „Wurfbox“ (die Dusche) geworfen. Um 1.00 Uhr nachts ging es dann richtig los.
Ich bekam kurz Panik als ich gesehen, ob dass eine Pfote von dem Baby rausguckt und gleich mal eine Bekannte angerufen die Katzen züchtet.

(beim genauen Hinsehen sieht man auf dem Bild der Schwänzchen vom Baby)
Babs konnte mich aber schnell beruhigen und hat mir empfohlen die kleine Maus zu unterstützen indem ich ihr beim Abstützen der Hinterpfoten helfe. Susi hat sich bei den plötzlich wohl sehr heftigen Schmerzen sehr erschrocken und ist sofort aufgesprungen und wollte weg, sich auf das schon halb rausschauende Baby setzen. Ich hatte erst einmal einige Mühe sie fest zu halten. Aber sie wollte nicht auf ihrem Platz bleiben, also habe ich sie vor die Dusche auf eine Decke gelassen, dort wurde sie dann wieder ruhiger und ich konnte ihr helfen. Ich habe mit der einen Hand ihre Hinterbeine abgestützt und mit der anderen Hand das Kitten festgehalten. Nach 2-3 Presswehen und vielem lauten Schreien (die Nachbarn habe sie bestimmt gehört) war das Kleine endlich da und Susi hat sofort mit Putzen und Nabelschnur abknabbern begonnen.
Ich habe das Kitten auf Babs Hinweise schnell kopfüber gehalten, damit das Furchtwasser, falls es was geschluckt hatte, rauslaufen kann und dann auch die Waage. Der kleine Kater hatte 111g. Susi hat ein bisschen gemeckert sich aber schnell in die Dusche gelegt und also ich ihr ihre Baby gegeben habe sich weiter drum gekümmert.
Nach einer Weile kam die Nachgeburt. Ich dacht mir überschlecht werden.
Susi hat sie schnell gefressen und sich dann weiterhin um ihre Kleines gekümmert und ausgeruht. Es hat bis ca. 4 Uhr morgens gedauert bis der Kleine bei ihr trinken konnte.
Im Bauch konnte ich immer noch ein 2 Kitten spüren aber Susi war erst einmal müde und hat sich ausgeruht und ein bisschen was gefressen und getrunken. Um ca. 7.00 Uhr ging es dann wieder mit den Wehen los. Da zwischen waren immer wieder Pausen, sie wurde immer wieder von ihrem Kleinen abgelenkt und dann ihn geputzt und dabei wohl vergessen, dass sie gerade noch ein Baby bekommt.
Aber um 8.00 Uhr ging’s dann weiter.
Wieder sah ich die Hinterbeine zuerst aber dieses Mal wusste ich was ich zu tun hatte und Susi war auch viel ruhiger. Ich habe ihr wie beim ersten Kitten geholfen. Nach einigen Presswehen und einigen Schreien (nicht mehr ganz so laut wie beim ersten Kater) wurde der nächste Kater um 8.30 Uhr geboren. Wieder habe ich den Kleinen Kopfüber gehalten damit das Fruchtwasser rauslaufen kann und gewogen. Ich staunte nicht schlecht, 126g.
Susi hat sich erst einmal um ihre Babys gekümmert und um 11. 00 Uhr kam dann die 2. Nachgeburt, die schnell gefressen wurde.
Da ich mir aber nicht sicher war, ob nicht vielleicht noch ein Baby drin war und sie auch immer wieder mal Wehen hatte, bin ich mit ihr zum Tierarzt. Sie wurde untersucht und es wurde festgestellt, dass sie die Geburt überstanden hatte und sicherlich auch bald die Nachwehen aufhören würden.
Susi hat sich von der Strapazen der Geburt gut erholt. Kümmert sich liebevoll um ihre Babys und scheint viel Vertrauen in mich zu haben.
Wenn ich mich zu ihr setze lässt sie die Babys schon mal kurz alleine und geht was fressen oder erkundet den Raum.
Heute (12.05.2010) wiegen die zwei Kater 146g und 164g.
Es ist wirklich unglaublich was für Schmerzen so eine Geburt sein muss. Ich hoffe wirklich, dass die Menschen bald umdenken und ihre Katzen kastrieren lassen um ihren diese Schmerzen zu ersparen. Es geht so leicht etwas schief bei den Geburten. Ich weiß nicht, ob bei Susi alles gut gegangen wäre, wenn sie alleine gewesen wäre.
Das war meine erste Geburt und ich wäre ohne Hilfe wohl total überfordert gewesen und hatte ständig Angst, dass etwas schief geht.
Ich habe immer noch Angst, dass jetzt eins der Kitten vielleicht sterben könnte, weil ich etwas falsch gemacht oder vergessen habe.
Die ganzen Stunden der Geburt waren meine Nerven total angespannt und ich war eigentlich fix und fertig (nervlich wie auch körperlich).
Lasst bitte eure Katzen kastrieren und erspart die diese Schmerzen und die Gefahr, dass etwas schief geht. Es ist wirklich nicht schön mit anzusehen, wie sehr sich die Katze quält.
Am Mittwoch Abend klingelte das Telefon. Eine sehr nervös wirkende Frau fragte, ob es stimmt dass ich Pflegestellt für Katzen bin und ob ich auch eine trächtige Katze nehmen wird.
Ich habe der netten Dame nur gesagt, dass sie die Katze vorbei bringen können, am besten heute noch.
Da war es erst einmal still am Telefon. Mir wurde dann berichtet, dass sie gerade mit der Katze vom Tierarzt können und sie nicht wissen, ob sie die Kleine jetzt wieder in die Box bekommen und ob sie sich überhaupt noch zeigt. Sie wollen es versuchen und sich später nochmal melden. Also habe ich gewartet.
Am nächsten Morgen kam dann der Anruf, sie konnten die Katze nicht fangen. Sie war zum fressen da aber sie wollte warten bis sie sich richtig voll gefressen. Die Kätzin war aber zu schnell wieder weg und verschwand. Man würde es abends nochmals versuchen.
Donnerstags abends kam dann der Anruf, die Katze ist in der Box sie bringen sie vorbei.
Eine halbe Stunde später war die kleine Maus bei mir. Eine sehr zierliche total verängstigtes junges Mäuschen von ca. 7-8 Monaten und hochträchtig. Der Tierarzt meinte wohl, dass die Babys in den nächsten Tagen kommen werden.
Wir haben die kleine Maus namens Susi dann erst einmal in die Zimmer für die Pflegekatzen gelassen. Dort hat sie sich verständlicherweise erst einmal versteckt. Nach 3 Stunden konnte ich sie dann doch hervorlocken und anfassen. Sie hat schnell Vertrauen gefasst und mir ihr dickes Bäuchlein gezeigt.

Am Freitag haben wir unsere Beziehung dann vertieft und uns noch ein bisschen kennengelernt. Susi musste lernen was ein Katzenklo ist, das hat aber sehr schnell geklappt.
Am Samstag war sie viel alleine und es kam jemand um nach dem Rechten zu sehen. Wir wollten nicht, dass sie alleine ist, sollten die Babys kommen.
Die Geburt:
Am Sonntag wurde dann viel geschmust aber Susi war etwas unruhig. Der Grund, um 15 Uhr ging der Schleimpfropfen ab
und die Geburt fing an aber es hat sich erst einmal bis 19.30 Uhr nichts getan, dann hat sie zu pressen angefangen und die Fruchtblase war kurz zu sehen.
Susi war sehr verschmust und ich durfte ihr nicht von der Seite weichen. Immer wieder hatte sie Wehen und hat sich hin und her gedreht. Die Unterlagen hat sie nicht gemocht und aus der „Wurfbox“ (die Dusche) geworfen. Um 1.00 Uhr nachts ging es dann richtig los.
Ich bekam kurz Panik als ich gesehen, ob dass eine Pfote von dem Baby rausguckt und gleich mal eine Bekannte angerufen die Katzen züchtet.

(beim genauen Hinsehen sieht man auf dem Bild der Schwänzchen vom Baby)
Babs konnte mich aber schnell beruhigen und hat mir empfohlen die kleine Maus zu unterstützen indem ich ihr beim Abstützen der Hinterpfoten helfe. Susi hat sich bei den plötzlich wohl sehr heftigen Schmerzen sehr erschrocken und ist sofort aufgesprungen und wollte weg, sich auf das schon halb rausschauende Baby setzen. Ich hatte erst einmal einige Mühe sie fest zu halten. Aber sie wollte nicht auf ihrem Platz bleiben, also habe ich sie vor die Dusche auf eine Decke gelassen, dort wurde sie dann wieder ruhiger und ich konnte ihr helfen. Ich habe mit der einen Hand ihre Hinterbeine abgestützt und mit der anderen Hand das Kitten festgehalten. Nach 2-3 Presswehen und vielem lauten Schreien (die Nachbarn habe sie bestimmt gehört) war das Kleine endlich da und Susi hat sofort mit Putzen und Nabelschnur abknabbern begonnen.
Ich habe das Kitten auf Babs Hinweise schnell kopfüber gehalten, damit das Furchtwasser, falls es was geschluckt hatte, rauslaufen kann und dann auch die Waage. Der kleine Kater hatte 111g. Susi hat ein bisschen gemeckert sich aber schnell in die Dusche gelegt und also ich ihr ihre Baby gegeben habe sich weiter drum gekümmert.
Nach einer Weile kam die Nachgeburt. Ich dacht mir überschlecht werden.
Susi hat sie schnell gefressen und sich dann weiterhin um ihre Kleines gekümmert und ausgeruht. Es hat bis ca. 4 Uhr morgens gedauert bis der Kleine bei ihr trinken konnte.
Im Bauch konnte ich immer noch ein 2 Kitten spüren aber Susi war erst einmal müde und hat sich ausgeruht und ein bisschen was gefressen und getrunken. Um ca. 7.00 Uhr ging es dann wieder mit den Wehen los. Da zwischen waren immer wieder Pausen, sie wurde immer wieder von ihrem Kleinen abgelenkt und dann ihn geputzt und dabei wohl vergessen, dass sie gerade noch ein Baby bekommt.
Aber um 8.00 Uhr ging’s dann weiter.
Wieder sah ich die Hinterbeine zuerst aber dieses Mal wusste ich was ich zu tun hatte und Susi war auch viel ruhiger. Ich habe ihr wie beim ersten Kitten geholfen. Nach einigen Presswehen und einigen Schreien (nicht mehr ganz so laut wie beim ersten Kater) wurde der nächste Kater um 8.30 Uhr geboren. Wieder habe ich den Kleinen Kopfüber gehalten damit das Fruchtwasser rauslaufen kann und gewogen. Ich staunte nicht schlecht, 126g.
Susi hat sich erst einmal um ihre Babys gekümmert und um 11. 00 Uhr kam dann die 2. Nachgeburt, die schnell gefressen wurde.
Da ich mir aber nicht sicher war, ob nicht vielleicht noch ein Baby drin war und sie auch immer wieder mal Wehen hatte, bin ich mit ihr zum Tierarzt. Sie wurde untersucht und es wurde festgestellt, dass sie die Geburt überstanden hatte und sicherlich auch bald die Nachwehen aufhören würden.
Susi hat sich von der Strapazen der Geburt gut erholt. Kümmert sich liebevoll um ihre Babys und scheint viel Vertrauen in mich zu haben.
Wenn ich mich zu ihr setze lässt sie die Babys schon mal kurz alleine und geht was fressen oder erkundet den Raum.
Heute (12.05.2010) wiegen die zwei Kater 146g und 164g.
Es ist wirklich unglaublich was für Schmerzen so eine Geburt sein muss. Ich hoffe wirklich, dass die Menschen bald umdenken und ihre Katzen kastrieren lassen um ihren diese Schmerzen zu ersparen. Es geht so leicht etwas schief bei den Geburten. Ich weiß nicht, ob bei Susi alles gut gegangen wäre, wenn sie alleine gewesen wäre.
Das war meine erste Geburt und ich wäre ohne Hilfe wohl total überfordert gewesen und hatte ständig Angst, dass etwas schief geht.
Ich habe immer noch Angst, dass jetzt eins der Kitten vielleicht sterben könnte, weil ich etwas falsch gemacht oder vergessen habe.
Die ganzen Stunden der Geburt waren meine Nerven total angespannt und ich war eigentlich fix und fertig (nervlich wie auch körperlich).
Lasst bitte eure Katzen kastrieren und erspart die diese Schmerzen und die Gefahr, dass etwas schief geht. Es ist wirklich nicht schön mit anzusehen, wie sehr sich die Katze quält.